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Höhere Technische Bundes- Lehr- und Versuchsanstalt
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Bibliothek
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Raum und Ausstattung
Durch die transparente und attraktive Raumgestaltung ist die neue Bibliothek innerhalb des Erweiterungsbaus weithin sichtbarer Blickfang und mittlerweile geradezu magischer Anziehungspunkt.
Im ersten Stock mit Ausblick auf Schiffshafen und Bodensee gelegen, nahe Haupteingang, Stiegenhaus und Lift gut erreichbar, bietet der überaus helle, architektonisch klar strukturierte Bibliotheksraum eine ausgesprochen schöne Einrichtung, modernste Geräteausstattung und einen der leistungsfähigsten Internetzugänge.

Der folgende Plan zeigt Anordnung und Umfang der funktionell, farblich und materialqualitativ bestens abgestimmten Möblierung:   [Zur Vergrößerung auf das Bild klicken.]
Bibliotheksplan
Eindeutig raumprägendes Zentrum und "pulsierendes Herzstück"
ist die große, elliptisch geformte multifunktionale Infothek.

Im Brennpunkt ihres erhöhten, dem Eingang zugewandten Teiles befindet sich der Hauptarbeitsplatz des Bibliothekars während der Öffnungszeiten. Hier werden mittels PC und Handscanner Ausleihe und Rückgabe verbucht, CD-ROMs, DVDs und Disketten an die entsprechenden Arbeitsplätze ausgegeben, Auskünfte erteilt usw.

Im anderen Brennpunkt der Ellipse erscheinen via Bildschirm eines weiteren PCs die rätselhaften, zufallsgenerierten Botschaften der Lichtinstallation "Sprache sehen"

-ein interaktives Kunst am Bau-Projekt der Vorarlberger Medienkünstlerin Ruth Schnell, das sich nur im Zentrum der Bibliothek für Systemeingriffe öffnet. Über ein Eingabeterminal können die Besucher "elektronische Graffitis" in das Hauptstiegenhaus projizieren, Raumgrenzen überwinden. Gleichzeitig erinnern die wortgenerierenden Brennpunkte der 12 auf 3 Stiegenaufgänge verteilten Leuchtstäbe an die Präsenz einer modernen Zentralbibliothek mit ihrem potentiell unerschöpflichen Informationsreichtum, der allerdings ohne körperliche, geistige und seelische Eigenbewegung ebenso wenig les- und erschließbar ist wie die schwebenden Buchstaben und Worte im täglichen Auf und Ab der Stiegenhäuser.
Um den geheimnisvollen künstlerischen Brennpunkt sind weitere "Anziehungspunkte" angeordnet: ein stark benutzter Kleinkopierer mit Münzeinwurf, ein Flachbettscanner und 3 Multimedia PCs mit Internetanschluss via Hausnetz. In Verbindung mit der angrenzenden gemütlichen Leseecke mit ihren zeitlos eleganten Polstersesseln und Zierpflanzen entsteht vor allem in den Mittagspausen eine kommunikativ höchst lebendige Atmosphäre, die viele begeistert.
 
Die restliche Geräteausstattung ist im eigentlichen Verwaltungsbereich und "Lehrerbüro" des Bibliothekars: ein OHP mit Leinwand, ein Papierschneidegerät sowie ein weiterer Multimedia PC mit Tinten-strahldrucker. Einschließlich des PCs für Entlehnvorgänge stehen also insgesamt 5 DVD/CD-ROM-Stationen mit Internetzugang zur Verfügung.
So wie sich die Kunst am Bau in einem Brennpunkt der Infothek den Besuchern öffnet und zum Mitspie-len einlädt, so lässt sich auch die gesamte Bibliothek als Brennpunkt für Kunst und Kultur öffnen.
Mit wenigen Handgriffen wird die riesige faltbare Glastrennwand zum großen Pausen- und Hallenbereich zur Seite geschoben: größere Kulturveranstaltungen wie Autorenlesungen, Vorträge, Vernissagen usw. werden möglich.
Entgrenzende Faltbarkeit der durchsichtigen Trennwand als Symbol für die Vielfältigkeit, aber auch Unbestimmbarkeit des mediothekarischen Raumes: faszinierendes informationelles Schlaraffenland für Lesehungrige und Bildschirmsüchtige. Doch der mögliche Aufbruch in globale Netzwerke, virtuelle Räume und phantastische Welten vollzieht sich noch immer im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten der Leser bzw. Betrachter, also innerhalb ihrer spezifischen Erfahrungs- und Erwartungshorizonte, ihrer Handlungsspielräume, ihrer Unterscheidungs- und Abstraktionspotentiale, also ihrer subjektiven Informationsgewinnungskompetenzen, ihres emotionalen und intellektuellen Niveaus. In diesem Sinne realisiert sich die potentielle Information der Bibliothek dezentral in den Köpfen ihrer Benutzer an irgendwelchen Orten oder im Unterrichtsgeschehen der Schule; erst wenn sich dieses in die Bibliothek verlagert, wenn man in ihr tatsächlich liest, denkt, diskutiert, an Referaten, Projekten usw. arbeitet, wird der Bibliotheksraum zu einer echten Informationszentrale, ein Schau-Raum der Extraklasse, egal, ob vor oder hinter der faltbaren Glaswand.

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