Schulinfo
Höhere Technische Bundes- Lehr- und Versuchsanstalt
Reichsstraße 4
6900 Bregenz
Tel. 05574/42125
Fax 05574/42125-10
Email: htl.bregenz@cnv.at
... aktuell
Wenn Sie Näheres
über unser Aus- u. Weiterbildungs-
programm wissen wollen, informieren Sie sich bitte zuerst unter
Fachrichtungen
oder
 Bildungsberater.
Falls Sie dann noch Fragen haben,
richten Sie diese
bitte an unseren
Bildungsberater
oder an die
Direktion.
Bibliothek
Eine Seite zurückEin Seite weiter
VISION

Erläuterungen zur Vision

Die erste Stufe der Vision bildet den Schwerpunkt und entspricht der sogenannten "Daseinserhellung". Die grundlegende existentielle Bedeutung liegt in der Erhöhung der Orientierungsfähigkeit des Menschen in unserer hochkomplexen, sich in Teilbereichen extrem rasch verändernden Welt. Dem dient die zentrale Aufgabenstellung der optimalen Informations - Gewinnung, - Verarbeitung, - Vermittlung, die ihrerseits auf der nächsten Stufe folgende Ausrichtung erfährt:

Die zweite Stufe entspricht der "Daseinsbewältigung" , aber nicht im Sinne eines bloßen Überlebens oder passiven Dahinvegetierens, sondern im Sinne eines aktiven Mitgestaltens und Mitverantwortens. Auf dieser Stufe geht es um die Erhöhung der Handlungs- und Gestaltungsfähigkeit des Menschen bis zu jenem Umfang und jener Intensität, die auf der nächsten Stufe angesprochen wird:

Die dritte Stufe bezieht sich auf eine der höchsten Zielsetzungen: die Sinnhaftigkeit menschlicher Existenz, die Frage der "Daseinserfüllung".

Einer von vielen Wegen zur optimalen Daseinserfüllung könnte vielleicht folgende Richtung haben:
Im Rahmen individueller, gesellschaftlicher und umweltlicher Möglichkeiten körperliche, geistige und seelische Wahrnehmungs-, Handlungs- und Gestaltungsfähigkeiten bestmöglich entfalten, entwickeln und verantwortungsbewusst anwenden. Die Antworten sind notwendigerweise subjektiv und damit unermesslich in ihrer Mannigfaltigkeit:

Verbundenheit

Einer bedarf des Sturms und des Blitzesschlags,
einer bedarf der Stille und des geebneten Tags,
einer bedarf der Tiefe des senkrecht sinkenden Lots,
einer bedarf der Fläche und des leicht hinschwebenden Boots.

Einer bedarf des klar geschnittenen Gedankenkristalls,
einer bedarf der Erhebung und einer bedarf des Falls,
einer bedarf des nebligen Traums und des Wechselgebilds,
einer bedarf des Schwertes und einer bedarf des Schilds.

Einer bedarf der zärtlichen Lippen, der Brust und der Hand
einer bedarf des einsamen Starrens auf einsame Wand,
einer bedarf des Lachens, unbändig und prächtig gelacht,
einer bedarf der Träne, vergeblich gestreut in die Nacht.

Alle bedürfen aller. Alles bedarf des Alls.
Tropfen bedürfen der Meere und Meere des Tropfenfalls.
Deiner bedarf der Mangel und deiner bedarf das Brot.
Deiner bedarf das Leben. Und deiner bedarf der Tod.

               Johannes Urzidil                                 

Die zentrale Aufgabenstellung, nämlich optimale Informations - Gewinnung, - Verarbeitung, - Vermittlung, ist also nicht einfach nur existentiell bedeutsam, sondern auch letztlich auf eine existentielle Sinnfindung ausgerichtet, womit die qualitative Dimension wesentlich betont und in weiterer Folge stärker zu betrachten sein wird. Darüber hinaus hat diese Aufgabenstellung universellen Charakter und ist begrifflich derart weit gefasst, dass sowohl Menschen (Benutzer, Betreiber ...) als auch Institutionen (Bibliothek ...), aber auch Maschinen, Geräte (PC ...) als Elemente eines auf die Vision ausgerichteten Systems vernetzt werden können und weiters sämtliche Informationsarten und Informationsträger unbeschadet zeitbedingter Veränderungen zuordenbar sind. Diese Elemente des Systems Schule, das seinerseits in einem gesellschaftlichen Rahmen und einer bestimmten Umwelt eingefügt ist, lassen sich wiederum als Teilsysteme auffassen, so dass in weiterer Folge detailliertere Vorgänge leichter in größeren Zusammenhängen dargestellt werden können. Da sich die in einer Bibliothek gespeicherte potentielle Information letztlich erst im Decodierungsprozess der jeweiligen Benutzer verwirklicht, ist auf die vielfältigen Wechselwirkungen des Teilsystems Bibliothek im übergeordneten System Schule besonders Bedacht zu nehmen. Im Lichte der daraus gewonnenen Erkenntnisse wird auch die Frage der Verantwortlichkeiten neu zu klären sein.

Gesellschaft   /   Umwelt



Ausrichtung der schulinternen Teilsysteme auf die Vision
 
Zwar kann sich jedes dieser Teilsysteme auf spezifische Weise der gemeinsamen Zielsetzung nähern, aber erst durch ein wohlausgewogenes, eigenverantwortliches Zusammenwirken von Lehrern, Schülern und Bibliothek ist diese Vision annähernd realisierbar, wird sich die Bibliothek allmählich zu einem für alle erfolgreichen Informations-, Kommunikations-, Unterrichts- und Kulturzentrum der Schule entwickeln.
[Bisher unveröffentlichter Abschnitt aus dem "Bibliothekskonzept der HTL Bregenz" von Erich Troy]

Johannes Urzidil, Geschenke des Lebens. Graz und Wien: Stiasny 1962 (= Das österreichische Wort Bd. 114) S. 40.


 
Chronik
2011 / 2012
2010 / 2011
2009 / 2010
2008 / 2009
2007 / 2008
2006 / 2007
2005 / 2006
2004 / 2005
2003 / 2004
2002 / 2003

Haftungsausschluss
bzw. Disclaimer

Nach oben