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Erläuterungen
zur Vision
Die erste Stufe der Vision bildet den Schwerpunkt und entspricht
der sogenannten "Daseinserhellung". Die grundlegende
existentielle Bedeutung liegt in der Erhöhung der
Orientierungsfähigkeit des Menschen in unserer hochkomplexen,
sich in Teilbereichen extrem rasch verändernden Welt.
Dem dient die zentrale Aufgabenstellung der optimalen Informations
- Gewinnung, - Verarbeitung, - Vermittlung, die ihrerseits
auf der nächsten Stufe folgende Ausrichtung erfährt:
Die zweite Stufe entspricht der "Daseinsbewältigung"
, aber nicht im Sinne eines bloßen Überlebens oder
passiven Dahinvegetierens, sondern im Sinne eines aktiven
Mitgestaltens und Mitverantwortens. Auf dieser Stufe geht
es um die Erhöhung der Handlungs- und Gestaltungsfähigkeit des Menschen bis zu jenem Umfang und jener Intensität,
die auf der nächsten Stufe angesprochen wird:
Die dritte Stufe bezieht sich auf eine der höchsten
Zielsetzungen: die Sinnhaftigkeit menschlicher Existenz, die
Frage der "Daseinserfüllung".
Einer von vielen Wegen zur optimalen Daseinserfüllung
könnte vielleicht folgende Richtung haben:
Im Rahmen individueller, gesellschaftlicher und umweltlicher
Möglichkeiten körperliche, geistige und seelische
Wahrnehmungs-, Handlungs- und Gestaltungsfähigkeiten
bestmöglich entfalten, entwickeln und verantwortungsbewusst
anwenden. Die Antworten sind notwendigerweise subjektiv und
damit unermesslich in ihrer Mannigfaltigkeit:
Verbundenheit
Einer
bedarf des Sturms und des Blitzesschlags,
einer bedarf der Stille und des geebneten Tags,
einer bedarf der Tiefe des senkrecht sinkenden Lots,
einer bedarf der Fläche und des leicht hinschwebenden
Boots.
Einer
bedarf des klar geschnittenen Gedankenkristalls,
einer bedarf der Erhebung und einer bedarf des Falls,
einer bedarf des nebligen Traums und des Wechselgebilds,
einer bedarf des Schwertes und einer bedarf des Schilds.
Einer
bedarf der zärtlichen Lippen, der Brust und der Hand
einer bedarf des einsamen Starrens auf einsame Wand,
einer bedarf des Lachens, unbändig und prächtig
gelacht,
einer bedarf der Träne, vergeblich gestreut in die Nacht.
Alle
bedürfen aller. Alles bedarf des Alls.
Tropfen bedürfen der Meere und Meere des Tropfenfalls.
Deiner bedarf der Mangel und deiner bedarf das Brot.
Deiner bedarf das Leben. Und deiner bedarf der Tod.
Johannes
Urzidil
Die
zentrale Aufgabenstellung, nämlich optimale Informations
- Gewinnung, - Verarbeitung, - Vermittlung, ist also nicht
einfach nur existentiell bedeutsam, sondern auch letztlich
auf eine existentielle Sinnfindung ausgerichtet, womit die
qualitative Dimension wesentlich betont und in weiterer Folge
stärker zu betrachten sein wird. Darüber hinaus
hat diese Aufgabenstellung universellen Charakter und ist
begrifflich derart weit gefasst, dass sowohl Menschen (Benutzer,
Betreiber ...) als auch Institutionen (Bibliothek ...), aber
auch Maschinen, Geräte (PC ...) als Elemente eines auf
die Vision ausgerichteten Systems vernetzt werden können
und weiters sämtliche Informationsarten und Informationsträger
unbeschadet zeitbedingter Veränderungen zuordenbar sind.
Diese Elemente des Systems Schule, das seinerseits in einem
gesellschaftlichen Rahmen und einer bestimmten Umwelt eingefügt
ist, lassen sich wiederum als Teilsysteme auffassen, so dass
in weiterer Folge detailliertere Vorgänge leichter in
größeren Zusammenhängen dargestellt werden
können. Da sich die in einer Bibliothek gespeicherte
potentielle Information letztlich erst im Decodierungsprozess
der jeweiligen Benutzer verwirklicht, ist auf die vielfältigen
Wechselwirkungen des Teilsystems Bibliothek im übergeordneten
System Schule besonders Bedacht zu nehmen. Im Lichte der daraus
gewonnenen Erkenntnisse wird auch die Frage der Verantwortlichkeiten
neu zu klären sein.
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