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| Schulinfo |
Höhere Technische Bundes- Lehr-
und Versuchsanstalt
Reichsstraße 4
6900 Bregenz
Tel. 05574/42125
Fax 05574/42125-10
Email: htl.bregenz@cnv.at |
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| Die
neuen ergonomisch hochwertigen Schulmöbel tragen ganz
wesentlich zu einer geringeren Belastung beim Sitzen der Schüler
bei. Es folgen nun einige Erläuterungen, warum und wie
diese Möbel zu verwenden sind, wenn man sie bestmöglich
nützen will. |
Grundsätzlich
kann man zwei Sitzpositionen unterscheiden:
die ZUHÖR-
und
die ARBEITSPOSITION.
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In
der Zuhörposition kann man den Rücken anlehnen. Bei unseren neuen Sesseln
unterstützt eine spezielle Wippmechanik die Verlagerung
des Gewichts nach hinten.
Dabei wird mehr Druck auf die Fläche
des Rückens, der mit der Lehne in Kontakt ist, gebracht.
Dieser Druck wird nun in der Lendenwirbelsäulengegend
dementsprechend weniger wirksam. |
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Jedes Belastungsmoment,
das so eingespart werden kann, bedeutet weniger Verschleiß
der Bandscheiben.
Da die starre "Sitzflächen-Rückenlehnen-Einheit"
über eine Achse dreht, kann man sanft wippen oder schaukeln. Diese Bewegungsmöglichkeit
liefert Impulse für Durchblutungsanregung und Entspannung. |
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| In der
Arbeitsposition wird der Oberkörper nach vorne bewegt. Es ist nun wichtig
den Rücken in die Lage zu bringen, in der die Wirbelsäule
am ehesten ihrer natürlichen Doppel-S-Schwingung entspricht,
weil dann die resultierenden Kräfte auf die Band-scheiben
bzw. deren Kern am günstigsten ausfallen. Wird ein Bein
stärker im Knie gebeugt, wird die Sitzfläche leicht
nach vorne unten gekippt und das Becken macht diese Bewegung
mit. So
bleibt die natürliche, günstige und richtige Hohlkreuzausfor-mung
in der Lendenwirbelsäule erhalten. Stellen Sie sich die
typische Rückenposition eines Stemmers vor - stark gebeugte
Beine, "gerader" Rücken (was soviel bedeutet wie nicht
"buckelrund", schon gar nicht in der Lendenwirbelsäule),
wenn er ein Gewicht zu heben beginnt. Was für Spitzenbelastungen
stimmt, muss auch für relativ leichte aber dafür
dauernde Belastungen gelten. |
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Die 16°-Schrägstellung
der Tischplatte unterstützt ebenfalls das "Aufgerichtet-Halten"
des Oberkörpers. Der Abstand Kopf zu Arbeitsfläche
ist vorgegeben durch die subjektiv ideal erreichte Sehschärfe.
Das Aufstellen der Tischplatte bringt also ein Aufstellen
bzw. Aufrichten des Oberkörpers, das beim Kopf beginnt,
mit sich. Die Rundung oder Kyphosierung im Brust- und Lenden-Wirbelsäulenbereich kann so vermieden werden. Die schräg
gestellte Tischplatte und die nach vorne unten gekippte Sitzfläche
erleichtern des Einnehmen einer ergonomisch
günstigen und natürlichen Oberkörperhaltung,
die gekennzeichnet ist durch die Doppel-S- Schwingung der
Wirbelsäule. Die Kippmechanik bietet einen Bewegungsanreiz,
der ganz der Forderung nach "dynamischem Sitzen" entspricht. |
| Diese
mechanisch realisierten Vorteile der Schulmöbel können
von den Schülern ausgenützt werden. Es ist ein wichtiger
Teil der Gesundheitserzeihung, jungen Menschen Wissen im
Bereich Ergonomie zu vermitteln, gute Rahmenbedingungen zu
schaffen und in unserer "Sitz-Gesellschaft" "richtiges Sitzen"
vorzuleben. Ich wünsche allen HTLern, dass sie die guten
Voraussetzungen, die wir mit diesen neuen Möbeln haben,
erkennen und deren Vorteile am eigenen Körper erleben,
erfahren und erspüren.
Mag. Martin Korioth |
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