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Höhere Technische Bundes- Lehr- und Versuchsanstalt
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Mediationsprojekt
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15.3.2004

laufendes Projekt
MEDIATION an der HTL


Mediation kommt aus dem amerikanischen und bedeutet Vermittlung. Gemeint ist die Vermittlung in Konflikten durch einen neutralen Vermittler (Mediator), der von allen Seiten akzeptiert wird. Aufgabe des Mediatiors ist es, den Konfliktparteien zu helfen eine einvernehmliche Lösung für ihre Probleme zu finden. Dabei geht es nicht um das Suchen von Schuldigen, sondern um eine Lösung zu finden, die für alle hilfreich ist.


Zielgruppe

Das Projekt umfasst interessierte Schüler/innen der HTL-Bregenz aller Klassen (außer Abschlussklassen), die ihre soziale Kompetenz erweitern möchten. Die Teilnahme erfolgt auf freiwilliger Basis überwiegend in der Freizeit. Für interessierte Lehrkräfte besteht die Möglichkeit die Kurse zu besuchen, um sich so ein eigenes Bild von der Ausbildung zu machen.

Ziel

Grundgedanke des Projektes ist es, den Jugendlichen mögliche Lösungswege bei sozialen Problemen oder Auseinandersetzungen in allen Bereichen zu bieten. Ziel ist es, diese sozialen Kompetenzen zu festigen, sodass diese Schüler/innen künftig bei Konflikten zwischen Mitschülern vermitteln können (Peermediation). Diese soziale Kompetenz soll erweitert werden durch Ausbauen und Stärken der emotionalen Intelligenz durch

- Kommunikationsfähigkeit
- Zuhörfähigkeit
- Kritikfähigkeit
- Konfliktfähigkeit

Dadurch wird ein eigenverantwortliches Umgehen mit Problemen erreicht. Ziel ist es Handlungsalternativen zur Verfügung zu haben, um Gewaltanwendung zu vermeiden. Jugendlichen wird vermittelt, dass sie auch Positives bewirken können. Letztendlich sind die Schüler/innen in der Lage selbst Konflikte zu lösen.





 


Inhalte

Zunächst werden die erforderlichen Mediationsgrundlagen mit den Teilnehmer/innen erarbeitet. Dabei fließen die Kenntnisse von bekannten Mediatoren wie Christoph Besemer, Friedrich Glasl, Anita von Hertel und vielen anderen ein. Unter Mediationsgrundlagen versteht man vor allem kommunikative Fähigkeiten wie zum Beispiel Rapport, aktives Zuhören und Fragetechniken. Diese Themen werden zuerst theoretisch erarbeitet und anschließend praktisch vertieft. Die Schüler/innen lernen wie man Kontakte zum Anderen aufnimmt. Die zu vermittelnden Fähigkeiten des Mediators werden fortlaufend geübt. Hierbei wird unter anderem die Wahrnehmung besonders geschult. Mit entsprechenden Gesprächstechniken lernen die Schüler/innen nicht nur einen besseren Umgang untereinander. Sie stellen fest, dass sie durch die geschulte Kommunikation viele Konflikte bereits im Vorfeld erkennen bzw. Probleme gar nicht erst auftreten. Mittels Brainstorming werden vorhandene Probleme und Konflikte der Schüler/innen aufgezeigt. Sie dienen als Grundlage für die Mediationsübungen.

Weiteres wird der Verhandlungsrahmen nach Paul Watzlawik geübt. Anhand von aktuellen Fallbeispielen wird durch Rollenspiele das klassische 5-Phasen Modell der Mediation integriert. Die Schüler/innen schlüpfen wechselseitig in verschiedene Rollen. Dadurch entwickeln sie mehr Verständnis für andere Menschen und deren Probleme. Gleichzeitig vertiefen sie den Ablauf einer Mediation. Nach jeder Übung findet eine Feedbackrunde statt. So kann jede Gruppe von den Erfahrungen der anderen Gruppe profitieren. Die Inhalte des Seminars werden so gefestigt, dass die Schüler/innen diese nicht nur im schulischen Bereich, sondern auch im privaten und später im beruflichen Bereich nutzen können.

Dauer und Ort

Die Grundlagen der Mediation werden den Schüler/innen im Rahmen von 30 Seminarstunden vermittelt. Zusätzlich werden noch zwei Supervisionen angeboten.

Seminarbeginn: Samstag, den 28. Februar 2004
Seminarende: Freitag, den 2. Juli 2004 mit Zertifikatsübergabe

Als Seminarraum für dieses Mediationsseminar wurde freundlicherweise der Medienraum der HTL- Bregenz zur Verfügung gestellt.

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