H I L F
Ä t h i o p i e n
so lautet das Motto der diesjährigen
Weihnachtssammelaktion. Ziel der Aktion ist, dass jede/r
SchülerIn vom 1. bis zum 24. Dezember jeden Tag 20
Cent spendet – das ist genau so viel, wie die ärmsten
Familien in Äthiopien pro Tag zur Verfügung haben.
20 Cent sind die Gurken in der Wustsemmel oder der Pfand
einer Colaflasche – nicht viel – in Summe würden aber
über 3.000 Euro zustande kommen – damit kann man für
eine gewisse Zeit das Überleben von vielen Menschen
in Äthiopien sichern.
Ein von Schülern der 3bKA gedrehter Film und ein Plakat
mit Unterschriftenlisten soll die SchülerInnen der
HTL Bregenz zum Spenden animieren und an die Aktion täglich
erinnern. Jede/r SchülerIn, der/die auf dem Plakat
unterschreibt, demonstriert damit, dass er/sie sich an der
Sammelaktion beteiligt.
Das gesammelte Geld wird direkt an die
Missionaries fo Charity (Mutter-Teresa-Orden) übergeben.
Schwester Servita, eine gebürtige Dornbirnerin, leitet
in Äthiopien eine Station des Mutter-Teresa-Ordens
und hilft den Menschen vor Ort. Ihre Schwester, Inge Zündel,
war selbst schon in Äthiopien. Sie wird das Geld als
Übermittlerin von den Schülervertretern in Empfang
nehmen und mit Erzählungen und Bildern einen Einblick
in die Lebensumstände in Äthiopien geben.
Schwester Servita ist seit 1992 Ordensschwester.
Sie wurde 1966 als Waltraud Lau und jüngstes von fünf
Kindern in Dornbirn geboren. Nach der Textilfachschule arbeitete
sie zunächst als Schneiderin, dann in der Alten- und
Krankenpflege. Sie suchte Kontakt zu verschiedenen Orden
und entschied sich nach einem Aufenthalt in Kalkutta, Indien,
für den Mutter-Teresa-Orden.
Die Schwestern des Ordens helfen direkt
und leben selbst in Armut. Ihr einziger Besitz sind die
Ordenskleidung, ein Paar Schuhe und eine Bibel.
Äthiopien zählt zu den ärmsten Ländern
der Welt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung
hat ein Pro-Kopf-Einkommen von weniger als 100 Euro jährlich.
Die ärmsten Familien müssen mit 72 Euro pro Jahr
bzw. 20 Cent pro Tag auskommen. Neben dem Hunger sind die
hohe Arbeitslosigkeit, AIDS und Tbc die größten
Probleme des Landes.
Mag. Ing.Illigen Corinna
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