Kurztitel
Verordnung: Änderung der Verordnung über die 
Lehrpläne für Höhere
technische und gewerbliche Lehranstalten; 
Bekanntmachung der
Lehrpläne für den Religionsunterricht

Kundmachungsorgan
BGBl. II Nr. 382/1998
Typ
V
Teil
2
Datum
19981105

      
Text
Verordnung des Bundesministers für Unterricht und kulturelle
Angelegenheiten, mit der die Verordnung über die Lehrpläne für
Höhere technische und gewerbliche Lehranstalten geändert wird;
Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an diesen
Schulen


                              Artikel I

  Auf Grund des Schulorganisationsgesetzes, BGBl. Nr. 242/1962,
zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 132/1998,
insbesondere dessen §§ 6, 68a und 72, sowie des § 7 Abs. 1 des
Bundeslehrer-Lehrverpflichtungsgesetzes, BGBl. Nr. 244/1965, zuletzt
geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 123/1998, wird
verordnet:

  Die Verordnung des Bundesministers für Unterricht und kulturelle
Angelegenheiten über die Lehrpläne für Höhere technische und
gewerbliche Lehranstalten, BGBl. II Nr. 302/1997, wird wie folgt
geändert:

1. Im Artikel I lautet § 1:

  ,,§ 1. Für die nachstehend genannten Höheren technischen und
gewerblichen Lehranstalten werden die in den jeweils angeführten
Anlagen enthaltenen Lehrpläne (mit Ausnahme der Lehrpläne für den
Religionsunterricht) erlassen:
   1. Höhere Lehranstalt für Bautechnik (Anlagen 1 und 1.1.1)
   2. Höhere Lehranstalt für Innenraumgestaltung und Holztechnik
      (Anlagen 1 und 1.1.2)
   3. Höhere Lehranstalt für Elektrotechnik (Anlagen 1 und 1.1.3)
   4. Höhere Lehranstalt für Elektronik (Anlagen 1 und 1.1.4)
   5. Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen (Anlagen 1 und
      1.1.5)
   6. Höhere Lehranstalt für Mechatronik (Anlagen 1 und 1.1.6)
   7. Höhere Lehranstalt für Werkstoffingenieurwesen (Anlagen 1 und
      1.1.7)
   8. Höhere Lehranstalt für Chemie (Anlagen 1 und 1.2.1)
   9. Höhere Lehranstalt für Chemieingenieurwesen (Anlagen 1 und
      1.2.2)
  10. Höhere Lehranstalt für Lebensmitteltechnologie (Anlagen 1 und
      1.2.3)
  11. Höhere Lehranstalt für Elektronische Datenverarbeitung und
      Organisation (Anlagen 1 und 1.3.1)
  12. Höhere Lehranstalt für Wirtschaftsingenieurwesen (Anlagen 1
      und 1.3.2)
  13. Höhere Lehranstalt für Betriebsmanagement (Anlagen 1 und
      1.3.3)
  14. Höhere Lehranstalt für Kunst und Design (Anlagen 1 und
      1.4.1)''

2. Im Artikel I erhält der bisherige Text des § 4 die
Absatzbezeichnung ,,(1)'' und wird folgender Abs. 2 angefügt:

  ,,(2) § 1 und die Anlagen dieser Verordnung in der Fassung der
Verordnung BGBl. II Nr. 382/1998 treten (mit Ausnahme der Lehrpläne
für den Religionsunterricht) wie folgt in Kraft:
  1. § 1 tritt mit 1. September 1998 in Kraft;
  2. die Anlagen 1.1.5, 1.1.6, 1.3.1, 1.3.2, 1.3.3 und 1.4.1 treten,
     sofern Z 3 nichts anderes anordnet, hinsichtlich des
     I. Jahrganges mit 1. September 1998 und hinsichtlich der
     weiteren Jahrgänge jahrgangsweise aufsteigend in Kraft;
  3. die Anlagen 1.1.5, 1.1.6, 1.3.1, 1.3.2, 1.3.3 und 1.4.1 treten,
     sofern die betreffende Höhere technische und gewerbliche
     Lehranstalt im Schuljahr 1997/98 schulversuchsweise geführt
     worden ist, hinsichtlich des I. und II. Jahrganges mit
     1. September 1998 und hinsichtlich der weiteren Jahrgänge
     jahrgangsweise aufsteigend in Kraft.''

3. Im Artikel I erhält der bisherige Text des § 5 die
Absatzbezeichnung ,,(1)'' und werden folgende Abs. 2 und 3 angefügt:

  ,,(2) Folgende in den Anlagen der Verordnung über die Lehrpläne
für Höhere technische und gewerbliche Lehranstalten, BGBl. Nr.
412/1986, in der Fassung der Verordnungen BGBl. Nr. 487/1987,
437/1988, 571/1989, 463/1991, 682/1992, 734/1993, 665/1995, 237/1996
und II 302/1997 enthaltene Lehrpläne treten hinsichtlich des
I. Jahrganges mit Ablauf des 31. August 1999 und hinsichtlich der
weiteren Jahrgänge jahrgangsweise auslaufend außer Kraft:
   1. Höhere Lehranstalt für Holzwirtschaft - Ausbildungszweig:
      Sägetechnik (Anlage 1.1.6),
   2. Höhere Lehranstalt für Holzwirtschaft - Ausbildungszweig:
      Holztechnologie (Anlage 1.1.7),
   3. Höhere Lehranstalt für Elektronische Datenverarbeitung und
      Organisation (Anlage 1.3.3),
   4. Höhere Lehranstalt für Maschinenbau - Ausbildungszweig:
      allgemeiner Maschinenbau (Anlage 1.4.1),
   5. Höhere Lehranstalt für Maschinenbau - Ausbildungszweig:
      Flugtechnik (Anlage 1.4.2),
   6. Höhere Lehranstalt für Maschinenbau - Ausbildungszweig:
      Gießereitechnik (Anlage 1.4.3),
   7. Höhere Lehranstalt für Maschinenbau - Ausbildungszweig:
      Hüttentechnik (Anlage 1.4.4),
   8. Höhere Lehranstalt für Maschinenbau - Ausbildungszweig:
      Technische Gebäudeausrüstung und Energieplanung
      (Anlage 1.4.5),
   9. Höhere Lehranstalt für Maschinenbau - Ausbildungszweig:
      Kraftfahrzeugbau (Anlage 1.4.6),
  10. Höhere Lehranstalt für Maschinenbau - Ausbildungszweig:
      Umwelttechnik (Anlage 1.4.7),
  11. Höhere Lehranstalt für Maschinenbau - Ausbildungszweig:
      Waffentechnik (Anlage 1.4.8),
  12. Höhere Lehranstalt für Maschinenbau - Ausbildungszweig:
      Automatisierungstechnik (Anlage 1.4.9),
  13. Höhere Lehranstalt für Maschinenbau - Ausbildungszweig:
      Fertigungstechnik (Anlage 1.4.10),
  14. Höhere Lehranstalt für Textil-Design (Anlage 1.5.4),
  15. Höhere Lehranstalt für Wirtschaftsingenieurwesen
      (Anlage 1.6.1) und
  16. Höhere Lehranstalt für Wirtschaftsingenieurwesen -
      Ausbildungszweig: Betriebsinformatik (Anlage 1.6.1.1).

  (3) Der in der Verordnung über die Lehrpläne für Höhere technische
und gewerbliche Lehranstalten, BGBl. Nr. 412/1986, in der Fassung
der Verordnungen BGBl. Nr. 487/1987, 437/1988, 571/1989, 463/1991,
682/1992, 734/1993, 665/1995, 237/1996 und II 302/1997 enthaltene
Lehrplan der Höheren Lehranstalt für Maschinenbau -
Ausbildungszweig: Werkstofftechnologie (Anlage 1.4.11) tritt
hinsichtlich des I. Jahrganges mit Ablauf des 31. August 2000 und
hinsichtlich der weiteren Jahrgänge jahrgangsweise auslaufend außer
Kraft.''

4. Die einen Bestandteil dieser Verordnung bildenden Anlagen werden
wie folgt eingereiht:
  1. die Anlagen 1.1.5 und 1.1.6 werden nach der Anlage 1.1.4
     eingereiht und
  2. die Anlagen 1.3.1, 1.3.2, 1.3.3 und 1.4.1 werden nach der
     Anlage 1.2.3 eingereiht.


                             Artikel II

  Auf Grund des § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes, BGBl.
Nr. 190/1949, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr.
256/1993, wird bekannt gemacht:

  Die in den Anlagen jeweils unter Abschnitt IV enthaltenen
Lehrpläne für den Religionsunterricht wurden von den betreffenden
Kirchen und Religionsgesellschaften erlassen und werden hiermit
gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes bekannt gemacht.


Gehrer


                                                        Anlage 1.1.5

    LEHRPLAN DER HÖHEREN LEHRANSTALT FÜR MASCHINENINGENIEURWESEN

                        I. STUNDENTAFEL 1)

           (Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen
                      Unterrichtsgegenstände)
--------------------------------------------------------------------
                                Wochenstunden               Lehrver-
A. Pflichtgegenstände                                        pflich-
                                  Jahrgang         Summe     tungs-
                            I. II. III. IV.  V.              gruppe
--------------------------------------------------------------------
 1. Religion .............   2   2   2   2   2       10       (III)
 2. Deutsch ..............   3   2   2   2   2       11        (I)
 3. Englisch .............   2   2   2   2   3       11        (I)
 4. Geschichte und
    politische Bildung ...   -   -   -   2   2        4        III
 5. Leibesübungen ........   2   2   2   1   1        8       (IVa)
 6. Geographie und
    Wirtschaftskunde .....   2   2   -   -   -        4       (III)
 7. Wirtschaft und Recht .   -   -   -   2   3        5        III
 8. Angewandte Mathematik    4   3   4   3   -       14        (I)
 9. Darstellende Geometrie
    2) ...................   2   2   -   -   -        4        (I)
10. Angewandte Physik ....   3   2   -   -   -        5        (II)
11. Angewandte Chemie und
    Ökologie .............   3   2   -   -   -        5         II
12. Angewandte Informatik    -   2   2   -   -        4         I
13. Mechanik 2) ..........   2   2   2   2   2       10        (I)
14. Fertigungstechnik ....   2   2   -   -   -        4         I
15. Maschinenelemente ....   -   2   2   -   -        4         I
16. Elektrotechnik und
    Elektronik ...........   -   2   2   2   -        6         I
17. Konstruktionsübungen
    und Produktentwicklung   3   2   3   3   4       15         I
18. Laboratorium .........   -   -   -   3   3        6         I
19. Werkstätte ...........   9   8   -   -   -       17        (Va)

Pflichtgegenstände der
schulautonomen
Ausbildungsschwerpunkte
gemäß Abschnitt B ........   -   -  16  15  17       48
--------------------------------------------------------------------
Gesamtwochenstundenzahl ..  39  39  39  39  39      195

--------------------------------------------------------------------
                                  Wochenstunden             Lehrver-
B. Pflichtgegenstände                                        pflich-
   der schulautonomen              Jahrgang         Summe    tungs-
   Ausbildungsschwerpunkte     III.   IV.   V.               gruppe
--------------------------------------------------------------------
B.1  Maschinen- und
     Anlagentechnik
1.1  Mechanik ...............    1     1     1        3       (I)
1.2  Fertigungstechnik ......    2     2     2        6        I
1.3  Maschinenelemente ......    2     -     -        2        I
1.4  Fördertechnik und
     technische Logistik ....    2     2     -        4        I
1.5  Strömungsmaschinen und
     Anlagen ................    -     2     2        4        I
1.6  Verbrennungsmotoren 3) .    -     -     3        3        I
1.7  Energie- und
     Umwelttechnik ..........    -     -     3        3        I
1.8  Mess-, Steuerungs- und
     Regelungstechnik .......    -     2     2        4        I
1.9  Betriebstechnik ........    -     2     -        2        I
1.10 Konstruktionsübungen ...    -     1     1        2        I
1.11 Werkstättenlaboratorium     -     3     3        6       III
1.12 Werkstätte .............    9     -     -        9       (Va)

     Wochenstundenzahl B.1 ..   16    15    17       48

B.2  Automatisierungstechnik
2.1  Mechanik ...............    -     -     1        1       (I)
2.2  Fertigungstechnik ......    2     2     2        6        I
2.3  Maschinenelemente ......    2     -     -        2        I
2.4  Automatisierungstechnik     3     2     3        8        I
2.5  Prozessdatenverarbeitung
     4) .....................    -     2     3        5        I
2.6  Handhabungstechnik .....    -     2     3        5        I
2.7  Maschinen und Anlagen ..    -     2     2        4        I
2.8  Betriebstechnik ........    -     2     -        2        I
2.9  Werkstättenlaboratorium     -     3     3        6       III
2.10 Werkstätte .............    9     -     -        9       (Va)

     Wochenstundenzahl B.2 ..   16    15    17       48

B.3  Fahrzeugtechnik
3.1  Mechanik und Leichtbau .    1     -     1        2        I
3.2  Fertigungstechnik ......    2     3     2        7        I
3.3  Motorentechnik .........    -     3     2        5        I
3.4  Fahrzeugtechnik ........    3     2     2        7        I
3.5  Maschinen und Anlagen ..    -     -     2        2        I
3.6  Fahrzeugelektrotechnik
     und -elektronik ........    -     -     2        2        I
3.7  Mess-, Steuerungs- und
     Regelungstechnik .......    -     2     2        4        I
3.8  Betriebstechnik ........    -     2     -        2        I
3.9  Konstruktionsübungen ...    1     -     1        2        I
3.10 Werkstättenlaboratorium     -     3     3        6       III
3.11 Werkstätte .............    9     -     -        9       (Va)

     Wochenstundenzahl B.3 ..   16    15    17       48

B.4  Fertigungstechnik
4.1  Mechanik ...............    1     -     -        1       (I)
4.2  Fertigungstechnik ......    2     3     3        8        I
4.3  Maschinenelemente ......    2     -     -        2        I
4.4  Werkzeugbau ............    -     2     3        5        I
4.5  Vorrichtungsbau und
     Handhabungstechnik .....    2     2     2        6        I
4.6  Energie- und
     Umwelttechnik ..........    -     -     3        3        I
4.7  Mess-, Steuerungs- und
     Regelungstechnik .......    -     2     2        4        I
4.8  Betriebstechnik ........    -     2     -        2        I
4.9  Konstruktionsübungen ...    -     1     1        2        I
4.10 Werkstättenlaboratorium     -     3     3        6       III
4.11 Werkstätte .............    9     -     -        9       (Va)

     Wochenstundenzahl B.4 ..   16    15    17       48

B.5  Flugtechnik
5.1  Mechanik und Leichtbau .    1     2     4        7        I
5.2  Fertigungstechnik ......    2     2     -        4        I
5.3  Maschinenelemente ......    2     -     -        2        I
5.4  Luftfahrzeugbau ........    2     2     2        6        I
5.5  Triebwerke .............    -     2     4        6        I
5.6  Navigation,
     Flugmesstechnik und
     Flugbetrieb ............    -     2     3        5        I
5.7  Mess-, Steuerungs- und
     Regelungstechnik .......    -     2     2        4        I
5.8  Laboratorium ...........    -     -     2        2        I
5.9  Werkstättenlaboratorium     -     3     -        3       III
5.10 Werkstätte .............    9     -     -        9       (Va)

     Wochenstundenzahl B.5 ..   16    15    17       48

B.6  Metallurgie
6.1  Technologie der
     Werkstoffe .............    2     2     2        6        I
6.2  Wärmetechnik und
     Energiewirtschaft ......    2     2     -        4        I
6.3  Metallurgie ............    3     2     5       10        I
6.4  Maschinen und Anlagen in
     Hüttenwerken ...........    2     3     4        9        I
6.5  Keramik und feuerfeste
     Werkstoffe .............    -     2     2        4        I
6.6  Mess-, Steuerungs- und
     Regelungstechnik .......    -     2     2        4        I
6.7  Betriebstechnik ........    -     2     -        2        I
6.8  Laboratorium ...........    -     -     2        2        I
6.9  Werkstätte .............    7     -     -        7       (Va)

     Wochenstundenzahl B.6 ..   16    15    17       48

B.7  Technische
     Gebäudeausrüstung und
     Energieplanung
7.1  Bautechnik .............    2     2     -        4        I
7.2  Mechanik ...............    1     -     -        1       (I)
7.3  Maschinen der
     Gebäudetechnik .........    -     -     3        3        I
7.4  Heizungs-, Klima- und
     Kältetechnik 5) ........    2     4     3        9        I
7.5  Sanitärtechnik und
     Wasserversorgung .......    2     2     2        6        I
7.6  Energieplanung 5) ......    -     -     3        3        I
7.7  Mess-, Steuerungs- und
     Regelungstechnik .......    -     2     2        4        I
7.8  Betriebstechnik ........    -     2     -        2        I
7.9  Konstruktionsübungen ...    -     -     1        1        I
7.10 Werkstättenlaboratorium     -     3     3        6       III
7.11 Werkstätte .............    9     -     -        9       (Va)

     Wochenstundenzahl B.7 ..   16    15    17       48

B.8  Umwelttechnik
8.1  Angewandte Chemie,
     Biologie und Ökologie ..    3     -     -        3        II
8.2  Fertigungstechnik und
     Maschinenelemente ......    2     -     -        2        I
8.3  Anlagenbau und
     Haustechnik ............    -     2     3        5        I
8.4  Verfahrenstechnik ......    -     2     2        4        I
8.5  Energie- und
     Umwelttechnik ..........    2     4     4       10        I
8.6  Betriebs- und
     Sicherheitstechnik .....    -     2     2        4        II
8.7  Mess-, Steuerungs- und
     Regelungstechnik .......    -     2     2        4        I
8.8  Konstruktionsübungen ...    -     -     1        1        I
8.9  Laboratorium ...........    -     -     3        3        I
8.10 Werkstättenlaboratorium     -     3     -        3       III
8.11 Werkstätte .............    9     -     -        9       (Va)

     Wochenstundenzahl B.8 ..   16    15    17       48

B.9  Waffentechnik
9.1  Mechanik ...............    1     -     -        1       (I)
9.2  Fertigungstechnik ......    2     2     2        6        I
9.3  Waffentechnik ..........    2     3     4        9        I
9.4  Munition, Ballistik und
     technische Waffenoptik .    2     2     3        7        I
9.5  Maschinen und Anlagen ..    -     -     2        2        I
9.6  Mess-, Steuerungs- und
     Regelungstechnik .......    -     2     2        4        I
9.7  Betriebstechnik ........    -     2     -        2        I
9.8  Konstruktionsübungen ...    -     1     1        2        I
9.9  Werkstättenlaboratorium     -     3     3        6       III
9.10 Werkstätte .............    9     -     -        9       (Va)

     Wochenstundenzahl B.9 ..   16    15    17       48
--------------------------------------------------------------------
     Pflichtpraktikum .......   mindestens 8 Wochen in der
                                unterrichtsfreien Zeit vor Eintritt
                                in den V. Jahrgang

--------------------------------------------------------------------
                                Wochenstunden               Lehrver-
C. Freigegenstände,                                          pflich-
   Unverbindliche Übungen         Jahrgang                   tungs-
   Förderunterricht         I. II. III. IV.  V.              gruppe
--------------------------------------------------------------------
C.1  Freigegenstände
     Kommunikation und
     Präsentationstechnik    2   2   2   2   2                  II
     Zweite lebende
     Fremdsprache 6) ......  2   2   2   2   2                 (I)

C.2  Unverbindliche
     Übungen
     Leibesübungen ........  2   2   2   2   2                (IVa)

C.3  Förderunterricht 7)
     Deutsch
     Englisch
     Angewandte Mathematik
     Fachtheoretische
     Pflichtgegenstände


-------------
1) Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann von dieser
Stundentafel im Rahmen des Abschnittes III abgewichen werden.
2) Mit Übungen im Ausmaß von 1 Wochenstunde in einem der
lehrplanmäßig vorgesehenen Jahrgänge.
3) Einschließlich Kolbenpumpen, Kolbenverdichter und Anlagen.
4) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von je
einer Wochenstunde im IV. und V. Jahrgang.
5) Einschließlich thermische Anlagen.
6) In Amtsschriften ist die Bezeichnung der Fremdsprache anzuführen.
7) Bei Bedarf parallel zum jeweiligen Pflichtgegenstand bis zu
16 Unterrichtseinheiten pro Schuljahr; Einstufung wie der
entsprechende Pflichtgegenstand.


                      II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

  Siehe Anlage 1.

Fachrichtungsspezifische Bildungsziele:

  Die Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen vermittelt die
theoretischen und praktischen Grundlagen auf dem Gebiet der
Mechanik, Fertigungstechnik und Konstruktion sowie in
Schwerpunktbereichen von Maschinen und Anlagen. Ergänzt wird diese
maschinenbauliche Ausbildung durch eine Betonung der Kenntnisse in
Elektrotechnik, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik. Darüber
hinaus vermittelt sie die für die Berufspraxis erforderlichen
betriebstechnischen Kenntnisse. Der aus dem technischen Zeichnen,
dem Konstruieren und der Anwendung von computergestützten
Konstruktions- und Fertigungsmethoden erwachsenden
Produktentwicklung in den oberen drei Jahrgängen wird besonderer
Stellenwert eingeräumt.

  Die allgemeine Fachausbildung wird durch neun alternative
Ausbildungsschwerpunkte vertieft:
- Im Ausbildungsschwerpunkt ,,Maschinen- und Anlagentechnik''
  erfolgt eine breit gefächerte praxisnahe Ausbildung in
  wesentlichen Bereichen des Maschinenbaus wie der Fördertechnik und
  technischen Logistik, der Strömungsmaschinen, Verbrennungsmotoren
  und der Energie- und Umwelttechnik. Besonderes Augenmerk wird auf
  die Fähigkeiten zur eigenständigen Projektierung, konstruktiven
  Gestaltung und Berechnung von Einzelkomponenten und komplexen
  Anlagen gelegt.
- Im Ausbildungsschwerpunkt ,,Automatisierungstechnik'' erfolgt auf
  der Basis einer grundlegenden Einführung in die Berechnung und
  Konstruktion von Maschinenteilen eine breite Ausbildung über
  Sensoren und Aktoren und über Geräte und Programme zur
  Weiterverarbeitung ihrer Signale. In eigenständig bearbeiteten
  Projekten wird der Entwurf und die Ausarbeitung von komplexen
  Anlagen der Prozesssteuerung und Prozessautomatisierung angewendet
  und vertieft.
- Im Ausbildungsschwerpunkt ,,Fahrzeugtechnik'' erfolgt sowohl eine
  breite Ausbildung in den Kernbereichen des Maschinenbaus als auch
  in Motorentechnik, Fahrzeugtechnik, des Leichtbaus, der
  Konstruktion und der facheinschlägigen Elektrotechnik und
  Elektronik. Neben Straßenfahrzeugen werden auch andere
  Verkehrsträger und Fahrzeugbauarten sowie die Verkehrslogistik
  berücksichtigt.
- Im Ausbildungsschwerpunkt ,,Fertigungstechnik'' erfolgt eine
  breite Ausbildung in den Bereichen der Werkstofftechnik und
  Werkstoffprüfung im Maschinenbau und deren wirtschaftliche
  fertigungstechnische Bearbeitung. Schwerpunkte werden auch im
  Werkzeugbau und dem Vorrichtungsbau und der Handhabungstechnik
  gesetzt.
- Im Ausbildungsschwerpunkt ,,Flugtechnik'' erfolgt die Ausbildung
  in den Bereichen Leichtbau, Luftfahrzeugbau, Triebwerkstechnik,
  Navigation und Flugbetrieb. Schwerpunkte werden auch in der
  Berechnung, Konstruktion und Prüfstandssimulation von Triebwerken
  und Komponenten der Luftfahrzeuge gesetzt.
- Im Ausbildungsschwerpunkt ,,Metallurgie'' kommt dem
  technologischen und wirtschaftlichen Umfeld der Technologie der
  Werkstoffe und der Metallurgie sowie speziellen (feuerfesten)
  Werkstoffen besondere Bedeutung zu. Die Berechnung und
  Konstruktion von Maschinen und Anlagen in Hüttenwerken steht
  ebenfalls im Mittelpunkt dieser Ausbildung.
- Im Ausbildungsschwerpunkt ,,Technische Gebäudeausrüstung und
  Energieplanung'' wird schwerpunktmäßig die Berechnung und Planung
  sowie Projektabwicklung auf den Gebieten Heizungs-, Klima- und
  Kältetechnik und Sanitärtechnik und Wasserversorgung betrieben.
  Die Energieplanung und Energieberatung sowie die Sanitär- und
  Wasserversorgung unter besonderer Berücksichtigung umweltbezogener
  und wirtschaftlicher Bedingungen werden ebenfalls abgedeckt.
- Im Ausbildungsschwerpunkt ,,Umwelttechnik'' erfolgt eine
  Vertiefung in den Kernbereichen Alternativenergien,
  Energieplanung, Chemie und Ökologie sowie im Anlagenbau, der
  Haustechnik und der Umweltschutztechnik. Aktueller Schwerpunkt ist
  die Anwendung von technischen Lösungen zur Boden-, Luft- und
  Wasserreinhaltung sowie das zugehörige mess- und
  verfahrenstechnische Wissen.
- Im Ausbildungsschwerpunkt ,,Waffentechnik'' werden Waffenoptik mit
  optischen und elektronischen Ziel- und Beobachtungseinrichtungen,
  die Ballistik und Munitionslehre sowie die Auswertung von
  Trefferbildern und die messtechnische Erfassung des Schussvorgangs
  in besonderer Weise betrieben. Schwerpunkt der Ausbildung ist die
  Berechnung und Konstruktion von Jagd- und Sportwaffen, Pistolen
  und halb- und vollautomatischen Waffen.

  Die Einsatzbereiche der Absolventen dieser Fachrichtung liegen in
der Projektierung, Fertigung, Inbetriebnahme, Wartung, Vertrieb und
Service von mechanischen Maschinen und Anlagen mit den zugehörigen
steuerungs- und regelungstechnischen Einrichtungen.


  III. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGEN, DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

  Siehe Anlage 1.


              IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

  Siehe Anlage 1.


    V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE;
         AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE SCHULSTUFEN

                       A. PFLICHTGEGENSTÄNDE

  ,,Deutsch'', ,,Englisch'' (Im Ausbildungsschwerpunkt
,,Flugtechnik'' soll auch auf die im Flugverkehr üblichen
Fachtermini und die dort notwendige Kommunikation bei der
Flugsteuerung und Flugsicherung eingegangen werden.), ,,Geschichte
und politische Bildung'', ,,Leibesübungen'' und ,,Geographie und
Wirtschaftskunde'':

  Siehe Anlage 1.


                      7. WIRTSCHAFT UND RECHT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe Anlage 1.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

  Siehe Anlage 1.

  Im Themenbereich ,,Recht'' wird ,,Grundlagen des Gewerberechts,
Umweltrechts und Europarechts'' ersetzt durch ,,Grundlagen des
Privatrechts, Umweltrechts und Europarechts''.

V. Jahrgang:

  Siehe Anlage 1 mit folgenden Änderungen:

  Der Themenbereich ,,Unternehmensführung und Unternehmerrecht''
wird ersetzt durch:

,,Unternehmerrecht:

  Grundzüge des Gewerbe-, Handels-, Insolvenz- und Steuerrechts.''

  Im Ausbildungsschwerpunkt ,,Flugtechnik'' zusätzlich:

,,Luftrecht:

  Bestimmungen über Prüfung, Zulassung, Betrieb, Wartung und
Reparatur von Luftfahrzeugen, Luftfahrgeräten und für Flugplätze.
Nationale und internationale Luftfahrtorganisationen.''


                          8. ANGEWANDTE MATHEMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe Anlage 1.

Lehrstoff:

I. und II. Jahrgang:

  Siehe Anlage 1.

III. Jahrgang:

Analysis:

  Zahlenfolgen, Grenzwert, Stetigkeit. Differenzialrechnung
(Differenzen- und Differenzialquotient, Ableitungsregeln,
Anwendungen der Differenzialrechnung). Integralrechnung (bestimmtes
und unbestimmtes Integral, Integration elementarer Funktionen,
Anwendungen der Integralrechnung).

Numerische Mathematik:

  Fehlerabschätzung und -fortpflanzung; Konditionierungsproblematik;
numerische Methoden zum Lösen von Gleichungen, numerische
Integration; Interpolation.

Lineare Algebra und analytische Geometrie:

  Matrizen (Operationen, Anwendungen), Determinaten. Geraden und
Ebenen; Kegelschnitte in Hauptlage.

IV. Jahrgang:

Analysis:

  Potenzreihen. Gewöhnliche Differenzialgleichungen
(Differenzialgleichungen 1. Ordnung; Schwingungsgleichung).

Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik:

  Diskrete und stetige Verteilungen, induktive Statistik
(Parameterschätzung, Signifikanzprüfung). Zusammenhangsanalysen
(Korrelation, Regression).

Statistische Methoden des Qualitätsmanagements:

  Normalverteilung, Prüfverteilungen, Stichproben.
Auswertungsverfahren.

Aktuelle Themen der angewandten Mathematik mit besonderer
Berücksichtigung der Fachrichtung.

III. und IV. Jahrgang:

  Anwendungen aus dem Fachgebiet; Gebrauch der in der Praxis
üblichen Rechenhilfen, rechnerunterstütztes Arbeiten in der
Mathematik.

Pro Jahrgang vier Schularbeiten.


                      9. DARSTELLENDE GEOMETRIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - aus Rissen eines Objektes dessen Aufbau ablesen und die in der
    Zeichnung enthaltenen Informationen deuten, konstruktiv
    verwerten und räumliche Gegebenheiten in Handskizzen darstellen
    können;
  - geometrische Formen an technischen Objekten gemäß den
    Erfordernissen der einzelnen Fachrichtungen erkennen und mit
    Hilfe einer Konstruktionszeichnung erfassen sowie eigenständiges
    technisch-konstruktives Denken unter Anwendung geeigneter
    Abbildungsmethoden zeichnerisch umsetzen können;
  - durch Modellbildungen konstruktive Sachverhalte in Teilprobleme
    zerlegen und Lösungsalgorithmen entwickeln können;
  - mit der Erzeugung und den Gesetzmäßigkeiten der für die
    Fachrichtung bedeutsamen Kurven, Flächen und Körper vertraut
    sein.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Räumliches Koordinatensystem.

Abbildungsmethoden (Projektionsarten).

Hauptrisse einfacher geometrischer und technischer Körper sowie
Axonometrie zur Übung im Erfassen der Gestalt eines Objekts aus
gegebenen Rissen.

Konstruieren in zugeordneten Normalrissen:

  Strecke und Gerade, ebene Figur und Ebene in Hauptlage, in
projizierender und allgemeiner Lage; Länge einer Strecke, Größe und
Gestalt einer projizierenden Figur, Projizierendmachen einer Geraden
und einer Ebene; orthogonale Lage einer Geraden und einer Ebene;
Schnitte ebenflächig begrenzter Objekte mit projizierenden Ebenen.

II. Jahrgang:

Konstruieren in zugeordneten Normalrissen:

  Kreis in Hauptlage und in projizierender Lage.

Normale Axonometrie eben- und krummflächig begrenzter Objekte.

Drehflächen. Ebene Schnitte von Drehflächen.

Durchdringungen.

Schraubflächen.

3D-Konstruktionen und Demonstrationen.


                         10. ANGEWANDTE PHYSIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe Anlage 1.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Allgemeine Physik:

  Bedeutung und Arbeitsweise der Physik; internationale Einheiten
(SI-System).

Kinematik und Dynamik:

  Geschwindigkeit, Beschleunigung, zusammengesetzte Bewegungen.
Newtonsche Gesetze, Kraft, Arbeit, Energie, Impuls, Leistung,
Wirkungsgrad. Erhaltungssätze der Mechanik.

Hydrostatik:

  Druck, Auftrieb.

Wärmelehre:

  Temperatur; Wärmeenergie, Wärmetransport, Wärmedämmung, Hauptsätze
der Wärmelehre, Diffusion.

Elektrizität und Magnetismus:

  Elektrisches und magnetisches Feld; Leitungsmechanismen;
magnetische Eigenschaften der Stoffe; Energieversorgung.

II. Jahrgang:

Schwingungen und Wellen:

  Schwingungen und Wellen in der Mechanik, Optik und im
Elektromagnetismus. Ausbreitung von Wellen. Interferenz und Beugung.
Anwendung der Schwingungen und Wellen in der Akustik und Optik.

Strahlung:

  Licht und Farbe, Spektren, Emission und Absorption von Strahlung.
Solarenergie, Laser, Temperaturstrahlung.

Grundgedanken der Quantenmechanik:

  Welle-Teilchen-Dualismus, Energiequantisierung, Unschärferelation,
Materiewellen.

Atom- und Kernphysik:

  Aufbau der Atome und Kerne, Radioaktivität; Kernspaltung,
Kernverschmelzung. Wirkung radioaktiver Stoffe. Strahlenschutz.
Anwendung radioaktiver Stoffe.


                  11. ANGEWANDTE CHEMIE UND ÖKOLOGIE

  Siehe Anlage 1.


                      12. ANGEWANDTE INFORMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Aufbau, Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten elektronischer
    Informationsverarbeitungsanlagen kennen und diese Geräte
    bedienen können;
  - Standardsoftware zur Lösung von Aufgaben der Berufspraxis
    auswählen und einsetzen können;
  - mit Hilfe einer höheren Programmiersprache einfache Probleme der
    Berufspraxis lösen können;
  - Informationen auf elektronischem Weg beschaffen und weitergeben
    können;
  - die gesellschaftlichen Auswirkungen des Einsatzes der
    elektronischen Informationsverarbeitung kennen.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Informationsverarbeitungssysteme:

  Aufbau, Funktion, Zusammenwirken der Komponenten. Betriebssysteme.
Bedienung.

Standardsoftware:

  Textverarbeitung, Tabellenkalkulation.

Programmieren:

  Lösung einfacher Probleme durch Algorithmen. Umsetzung in
Programme.

III. Jahrgang:

Programmentwicklung:

  Methoden des Softwareentwurfes. Strukturierte Programmierung,
Strukturelemente; Datenstrukturen; Objekte.

Kommunikationstechnik:

  Netzwerke; Informationsbeschaffung.

Standardsoftware:

  Datenbankanwendungen; Graphik; Zusammenwirken von Softwarepaketen.

Informatik und Gesellschaft:

Auswirkungen der Informatik; Datenschutz.


                            13. MECHANIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die theoretischen Grundlagen für technische Berechnungen und
    Konstruktionen in allen Teilgebieten der Fachrichtung
    beherrschen;
  - logische Zusammenhänge der mechanischen Berechnungen erkennen
    und auf Probleme des Ausbildungszweiges anwenden können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Statik:

  Masse, Kraft, Gravitation, statisches Moment, Kräftepaar. Ebene
Kräftesysteme (zentrales ebenes Kräftesystem, allgemeines ebenes
Kräftesystem, resultierende Kraft und resultierendes Moment).
Zerlegung von Kräften in Komponenten, Gleichgewicht von Kräften.
Freimachen von Bauteilen. Schwerpunkt von Linien, Flächen und
Körpern.

Reibung:

  Haft- und Gleitreibung; Lager-, Roll- und Seilreibung.
Anwendungen.

II. Jahrgang:

Statik:

  Fachwerke. Räumliches Kräftesystem.

Festigkeit von Werkstoffen:

  Elastischer fester Körper. Beanspruchungsarten, Spannungsarten,
Belastungsfälle. Festigkeit und zulässige Spannung. Einfache
Spannungsberechnungen (Zug, Druck, Abscherung, Flächenpressung).

  Biegung, Torsion, Spannungszustände, Überlagerung von Spannungen.
Vergleichsspannungen, Dauerfestigkeit, Wärmespannungen.

III. Jahrgang:

Festigkeit von Werkstoffen:

  Berechnung der Formänderungen bei Zug-, Druck-, Torsions- und
Biegebeanspruchung.

Kinematik und Dynamik:

  Bewegungsarten, Bewegungsgrößen, Bewegungsabläufe. Translation,
Rotation, zusammengesetzte Bewegung in der Ebene. Absolut- und
Relativbewegung. Dynamisches Grundgesetz für den Massenpunkt und den
starren Körper. Massenträgheitsmoment. Impuls. Drehimpuls.
Erhaltungssätze (Energie-, Impuls- und Drehimpulserhaltung). Arbeit,
Energie, Leistung, Wirkungsgrad.

IV. Jahrgang:

Hydromechanik:

  Begriffe. Eigenschaften der Flüssigkeiten. Hydrostatik (Druck,
Auftrieb). Schwimmen. Kontinuitäts- und Bernoulligleichung.
Viskosität. Laminare und turbulente Strömung.

Thermodynamik:

  Thermodynamisches System. Zustandsgrößen und Zustandsänderungen.
Anwendungen des ersten Hauptsatzes der Thermodynamik. Ideale und
reale Gase. Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik. Reversible und
irreversible Prozesse.

Wärmeübertragung:

  Leitung, Konvektion, Strahlung. Wärmedurchgang.

V. Jahrgang:

Thermodynamik:

  Gemische idealer Gase und feuchte Luft (Kenngrößen,
Zustandsänderungen).

Dynamik:

  Mechanische Schwingungen, freie und erzwungene Schwingungen mit
und ohne Dämpfung.

Rechnergestützte Methoden in der Mechanik.

Themenübergreifende Projekte:

  Praxisrelevante Aufgaben aus allen Teilgebieten der Mechanik.

Im I. bis IV. Jahrgang vier, im V. Jahrgang drei Schularbeiten.


                        14. FERTIGUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Fertigungsverfahren zur Bearbeitung von Metallen und anderen
    im Fachbereich gebräuchlichen Werkstoffen gründlich kennen;
  - Maschinenteile und Gebrauchsgegenstände nach Form, Oberfläche
    und Werkstoff geeigneten Herstellungsverfahren zuordnen können;
  - die Auswahl dieser Verfahren nach der Wirtschaftlichkeit ihres
    Einsatzes beurteilen können;
  - den Einsatz von Werkzeugen, Vorrichtungen und Maschinen der
    spanenden und spanlosen Fertigung planen können und mit den
    Grundsätzen, Methoden und Mitteln der Automatisierung und
    flexiblen Fertigung vertraut sein;
  - Möglichkeiten und Verfahren zur Vermeidung, Wiederverwertung und
    Beseitigung von Abfall- und Schadstoffen, die in
    unterschiedlichen Fertigungsverfahren anfallen, kennen.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Formen und Oberflächen:

  Körperformen von Werkstücken und Maschinenteilen. Messverfahren.
Lehren. Technische Oberflächen (geometrische Formen,
Erscheinungsbild, Rauigkeitskenngrößen).

Verfahren:

  Urformen (Gießen, Sintern); Fügetechnik (Schweißen, Löten,
Kleben); Umformen (Walzen, Schmieden, Ziehen, Fließ- und
Strangpressen, Biegen, Tiefziehen); spanende Formgebung (Drehen,
Fräsen, Bohren).

Werkstoffe:

  Metallische Werkstoffe (Eisen- und Nichteisenwerkstoffe);
nichtmetallische Werkstoffe. Normgemäße Bezeichnungen.

II. Jahrgang:

Werkstoffe:

  Aufbau. Legierungen. Zustandsdiagramme. Wärmebehandlung.

Werkstoffprüfung:

  Zerstörende und zerstörungsfreie Verfahren.

Oberflächenbehandlung:

  Mechanische Verfahren. Beschichtungstechnik.

Kunststoffverarbeitung:

  Aufbereiten. Pressen, Spritzgießen, Extrudieren (Kalandrieren,
Blasformen). Gießen, Schäumen, GFK-Verarbeitung. Werkzeuge.
Maschinen.


                       15. MASCHINENELEMENTE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die Maschinen und Anlagen wichtigsten Maschinenelemente
    unter Berücksichtigung einschlägiger Normen und im Hinblick auf
    wirtschaftliche Fertigung und ökologische Auswirkungen
    praxisbezogen berechnen und gestalten können.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Verbindungselemente:

  Lösbare Verbindungen mit Sicherungselementen. Nicht lösbare
Verbindungen.

Rohrleitungselemente:

  Rohre (Bauarten und Normbezeichnungen), Rohrverbindungen,
Armaturen.

Konstruktions- und Berechnungsregeln:

  Schweiß- und Gusskonstruktionen.

III. Jahrgang:

Elemente der drehenden Bewegung:

  Achsen, Wellen; Lager; Mitnehmerverbindungen.

Federelemente:

  Biegefeder, Torsionsfeder, Gasfeder; Silentelemente.

Elemente der Antriebstechnik:

  Zahnräder und Zahnradgetriebe, Kupplungen.


                  16. ELEKTROTECHNIK UND ELEKTRONIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die Fachrichtung bedeutsamen Gesetze der Elektrotechnik
    und der industriellen Elektronik sowie die Bauarten, die
    Wirkungsweise und das Betriebsverhalten von elektrischen
    Betriebsmitteln kennen;
  - die einschlägigen Vorschriften, Normen und Sicherheitsmaßnahmen
    kennen und beachten.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Begriffe:

  Größen und Einheiten. Elektrisches und magnetisches Feld.
Stromarten.

Gleichstromtechnik:

  Stromleitung in Metallen. Begriffe, Gesetze, Schaltungen von
Widerständen, Spannungsquellen und Kondensatoren.

Wechselstromtechnik:

  Begriffe, Kennwerte (Spitzen-, Effektiv- und
Gleichrichtmittelwert). Wechselstromwiderstände. Zeigerbild.
Phasenverschiebung. Wirk-, Blind- und Scheinleistung. Schaltungen.
Dreiphasenwechselstrom.

Elektroinstallationen:

  Normen. Schaltpläne. Schutzmaßnahmen.

Einführung in die Messtechnik.

III. Jahrgang:

Elektrische Maschinen:

  Normvorschriften. Auswahlkriterien. Transformator,
Gleichstrommaschine und Asynchronmaschine (Aufbau, Wirkungsweise,
Betriebsverhalten). Elektromagnetische Verträglichkeit.

Bauelemente der Elektronik:

  Passive und aktive Bauelemente (Aufbau, Wirkungsweise, Kennlinien,
Anwendungen). Stromrichterschaltungen. Operationsverstärker.
Optoelektronik.

IV. Jahrgang:

Elektromotorische Antriebe:

  Leistungsermittlung, Betriebsverhalten, Auswahlkriterien.
Steuerung und Regelung elektrischer Antriebe mittels elektronischer
Schaltungen.

Servoantriebe und Schrittmotoren:

  Aufbau, Wirkungsweise, Ansteuerung, Betriebsverhalten;
Auswahlkriterien.

Stromrichter:

  Steuerung, Führung, Kommutierung. Gleich- und
Wechselrichterbetrieb, Gleichstromsteller. Umrichter. Einfache
Schaltungen.

  Im Ausbildungsschwerpunkt ,,Fahrzeugtechnik'' wird der
Themenbereich ,,Stromrichter'' ersetzt durch:

,,Elektrotechnik im Fahrzeug:

  Fahrzeugbatterie, Zündungsarten, Startanlagen. Leitungssysteme.
Anwendungsschaltungen im Kraftfahrzeugbau. Antriebe von
Elektrofahrzeugen.''


            17. KONSTRUKTIONSÜBUNGEN UND PRODUKTENTWICKLUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Entwurfs-, Konstruktions- und Entwicklungsaufgaben des
    jeweiligen Ausbildungsschwerpunktes mit und ohne
    Rechnerunterstützung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen
    und ökologischen Gegebenheiten sowie der Fertigung auf Grund
    praxisüblicher Konstruktionsunterlagen lösen, dokumentieren und
    präsentieren können;
  - selbständig sowie in Gruppen unter Einhaltung der gültigen
    Vorschriften und Normen arbeiten können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Grundlagen:

  Zeichengeräte, händische und rechnergestützte Zeichentechniken,
Normen, Bemaßung und Beschriftung, Toleranzen und Passungen;
Oberflächenzeichen.

Methoden:

  Skizzieren und Darstellen einfacher technischer Körper in den drei
Hauptrissen und in genormter Axionometrie mit Bleistift und
Rechnerunterstützung.

Konstruktion:

  Werkzeichnungen einfacher Normteile und Bauteile nach
Zeichnungsvorlage und Modell; Stücklisten.

II. Jahrgang:

Methoden:

  Aufgabenanalyse, Entwurf, Berechnung und Konstruktion im
Regelkreis der konstruktiven Gestaltung.

Konstruktion:

  Einzelteile und einfache Baugruppen grundlegender
Verbindungselemente.

III. Jahrgang:

Methoden:

  Aufgaben- und Funktionsanalyse. Arbeiten mit Norm- und
Herstellerdatenblättern sowie Katalogen. Großformatiger Entwurf.
Vertiefung der CAD-Kenntnisse. Einführung in die Teamarbeit.

Konstruktionen:

  Konstruktionen von Einzelteilen und Baugruppen.

IV. Jahrgang:

Methoden:

  Techniken der Teamarbeit und Vertiefung der methodischen
Konstruktionslehre; Kreativitätsmethoden als Grundlage für Entwurf,
Berechnung und Konstruktion. Technische Beschreibung und
Dokumentation. Arbeiten mit computergestützten Arbeitshilfen
(Textverarbeitung, Kalkulation, CAD, Datenbanken, spezifische
Berechnungssoftware).

Konstruktionen:

  Komplexe Baugruppen aus den jeweiligen Fachgebieten.

V. Jahrgang:

Projektphasen:

  Pflichtenheft; Termin- und Zeitplan; Angebotserstellung;
unterschiedliche Konstruktionsmethoden, Varinantenauswahl und
-beurteilung. Konstruktionsstrategien, Kostenberechnungen.
Variantenkonstruktion; Variantenpräsentation; Endauswahl und
Angebotsvergleich, Vergabeverhandlung.

Detailierung des Projekts:

  Detailausarbeitung der ausgewählten Variante; Dokumentationen und
Anleitungen; Fertigungs- und Montageplanung.

Konstruktionen:

  Mindestens ein komplexes Projekt, das die wesentlichen
typenbildenden Pflichtgegenstände aus dem jeweiligen
Ausbildungsschwerpunkt mit einschließt.


                          18. LABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Planungs-, Mess- und Prüfaufgaben der betrieblichen Praxis
    selbständig und sorgfältig ausführen sowie kritisch auswerten
    können;
  - für die jeweilige Aufgabe geeignete Methoden und Geräte unter
    Beachtung der Sicherheits- und Qualitätserfordernisse auswählen
    können;
  - Untersuchungsberichte zusammenstellen, auswerten und die
    Ergebnisse interpretieren können.

Lehrstoff:

IV. und V. Jahrgang:

Methoden:

  Führung eines Übungsprotokolls und die Ausarbeitung eines
Laboratoriumsberichtes. Qualitätsbewusstsein. Schutzmaßnahmen.

Übungen zur Vertiefung von wirtschaftlichen, technischen und
naturwissenschaftlichen Fachgegenständen entsprechend dem Reife- und
Ausbildungsgrad der Schüler, vor allem auch unter Berücksichtigung
wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte.

Übungen aus dem Bereich der Pflichtgegenstände des jeweiligen
Ausbildungsschwerpunktes sowie Übungen aus den Lehrstoffbereichen
der Pflichtgegenstände ,,Angewandte Informatik'', ,,Mechanik'',
,,Fertigungstechnik'', ,,Maschinenelemente'' und ,,Elektrotechnik
und Elektronik'' sowie chemisch-technologische Untersuchungen.


                            19. WERKSTÄTTE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die im Fachgebiet verwendeten Einrichtungen, Werkzeuge,
    Maschinen und Arbeitsbehelfe wirtschaftlich handhaben und
    instandhalten können;
  - die Eigenschaften sowie die Bearbeitungs- und
    Verwendungsmöglichkeiten der für die Fachrichtung bedeutsamen
    Werk- und Hilfsstoffe kennen;
  - facheinschlägige Erzeugnisse nach normgerechten Zeichnungen und
    Schaltplänen herstellen sowie facheinschlägige praktische
    Tätigkeiten ausführen können;
  - die Arbeitsgänge und Arbeitsergebnisse in exakter Fachsprache
    analysieren können;
  - die einschlägigen Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften
    und umweltrelevante Bestimmungen kennen und beachten.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Arbeitsmethoden:

  Werkstättenbetrieb, Werkstättenordnung, Unfallverhütung;
Sicherheitsvorschriften, Schutzmaßnahmen. Führung von Aufzeichnungen
und Arbeitsprotokollen. Facheinschlägige Grundausbildung.

Mechanische Grundausbildung:

  Fertigkeiten (Messen, Anreißen, Körnen, Feilen, Schleifen von
Hand, Meißeln, Sägen, Senken, Gewindeschneiden von Hand, Schaben,
Stempeln, Schleifen, Passen, Reiben von Hand). Bohren, Drehen,
Fräsen, maschinelles Gewindeschneiden.

Blechbearbeitung und Stahlbau:

  Richten, Biegen, Nieten, Abkanten, Bördeln, Treiben, Schneiden,
Weichlöten. Oberflächenschutz durch Anstrich. Kleben.
Grundkenntnisse der gebräuchlichen Beschläge.

Modelltischlerei:

  Fertigkeiten (Messen, Anreißen, Sägen, Hobeln, Bohren, Stemmen,
Stechen, Raspeln, Feilen, Schlitzen, Schleifen). Holzverbindungen
(Schrauben, Leimen, Fügen, Überplatten, Falzen, Nuten, Zapfen,
Zinken). Anfertigen einfacher Modelle aus verschiedenen Werkstoffen.

Schmiede:

  Freiformschmieden, Strecken, Breiten, Spitzen, Stauchen, Lochen,
Spalten, Absetzen, Richten, Biegen, Kröpfen, Rollen, Verdrehen,
Schrotten, Gesenkschmieden. Einfache Glüh- und Härtearbeiten.

Kunststofftechnik:

  Verarbeitung thermoplastischer Halbzeuge und duroplastischer
Faserverbundwerkstoffe. Spanende Bearbeitungsverfahren (Sägen,
Fräsen, Bohren, Feilen, Drehen). Schweiß- und Klebetechnik.

II. Jahrgang:

Mechanische Werkstätte:

  Stirn- und Umfangfräsen. Einfache Teilkopfarbeiten. Einfache
Arbeiten an programmmgesteuerten Fräs- und Drehmaschinen.
Dreharbeiten zwischen Spitzen, mit Setzstöcken, Planscheiben und
Drehdornen. Herstellen von Innen- und Außengewinden, Rändeln,
Federwickeln. Einfache Arbeiten an programmgesteuerten Maschinen.

Formenbau:

  Anfertigen einfacher Modelle aus verschiedenen Werkstoffen.
Formgestaltung, -aufbereitung und Prüfung. Herstellen von Formen
nach unterschiedlichsten Techniken und Verfahren.

Schweißerei:

  Sicherheitsvorschriften für die Durchführung von Schweißarbeiten.
Gasschmelz-, Elektro- und Schutzgasschweißen (Arbeitsweise und
Bedienung von Schweißgeräten. Schweißen von Stumpf-, Kehl- und
Ecknähten an verschiedenen Werkstücken und in verschiedenen
Positionen, Blech- und Rohrschweißen); Hartlöten, Brennschneiden.
Punktschweißen, Stahlbauarbeiten.

Montage und Installationstechnik:

  Zerlegen und Zusammenbau von Maschinen, Baugruppen und Geräten.
Justieren, Prüfen und Instandsetzen. Feststellen und Beheben von
mechanischen Störungen. Zurichten, Verlegen und Prüfen von
druckmittelführenden Leitungen. Installationsarbeiten.
Heizungsanlagen. Wasserversorgung und Pumpen.

Werkstätte für Elektrotechnik:

  Niederspannungsinstallation, Zurichten und Verlegen von Leitungen,
Herstellen von Verbindungen. Installationsschaltungen.
Inbetriebnahme und Wartung von Verteil-, Sicherungs- und
Schalteinrichtungen unter Beachtung der elektrischen und
mechanischen Schutzmaßnahmen. Inbetriebsetzen elektrischer Geräte.


  B. PFLICHTGEGENSTÄNDE DER SCHULAUTONOMEN AUSBILDUNGSSCHWERPUNKTE

                  B.1 MASCHINEN- UND ANLAGENTECHNIK

                           1.1 MECHANIK

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Mechanik'' im
Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

Festigkeit von Werkstoffen:

  Ebener Spannungszustand. Knickung.

Dynamik:

  Elastische und inelastische Stoßprozesse.

IV. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

Hydrodynamik:

  Strömungsreibung. Reynoldszahl. Kraftwirkung strömender
Flüssigkeiten.

Thermodynamik:

  Reale Gase und Dämpfe.

V. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

Thermodynamik:

  Strömende Bewegung von Gasen und Dämpfen.

Maschinendynamik:

  Kritische Drehzahl, Schwingungsisolierung.


                         1.2 FERTIGUNGSTECHNIK

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Fertigungstechnik'' im
Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Blechbearbeitung:

  Schneiden; Biegen, Tiefziehen. Werkzeuge, Maschinen.

Trennen:

  Autogenes Brennschneiden, Plasmaschneiden, Laserschneiden,
Flüssigkeitsschneiden.

Abtragen:

  Funkenerosion. Elektrochemisches Abtragen.

Spanende Fertigung:

  Schneidengeometrie, Spanbildung, Spanformen, Schnittkräfte,
Schneidwerkstoffe.

IV. Jahrgang:

Spanende Fertigung:

  Verfahren, Einsatzgebiete.

Maschinen:

  Bauformen, Gestelle, Führungen, Antriebe, Linearachsen,
Wegmesssysteme, Getriebe; Werkzeugträger (feste, schaltbare).
Werkzeugmagazine, Werkzeugwechsler, Spannmittel.

Werkzeuge:

  Formen spanender Werkzeuge (Dreh-, Fräs-, Bohr- und
Schleifwerkzeuge); verfahrensspezifische Ausprägungen (Leistung,
Stabilität, Spanabfuhr, Kosten).

Steuerungen:

  Steuerungsarten; Programmierung. Computergestützte Methoden der
Programmerstellung.

V. Jahrgang:

Datenerfassung und -verarbeitung:

  Maschinen- und Betriebsdaten. Technologie-, Werkzeug- und
Maschinendatenbanken. DNC-Technik.

Auswahl der Fertigungsverfahren:

  Leistungs- und Qualitätsoptimierung. Stückkosten (Einflussgrößen.
Serien- und Losgrößen); Werkzeugart und Zahl (Universal-, Form-,
mehrschneidige und aktive Werkzeuge). Standzeit; Instandsetzung;
Reserverhaltung.

Verkettung von Bearbeitungsmaschinen:

  Verkettungsstrukturen. Wechsel- und Spannsysteme. Leistung und
Teilespektrum.

Qualitätssicherung:

  Aufgaben, Maßnahmen, Qualitätsregelkarten, Stichproben- und
Auswerteverfahren.


                         1.3 MASCHINENELEMENTE

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes
,,Maschinenelemente'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

Hydraulik und Pneumatik:

  Druck; Betriebsmittel. Hydraulische und pneumatische Antriebe.
Bauelemente.

Elemente der Antriebstechnik:

  Elemente, Eigenschaften und Verhalten von Antriebsmaschinen.
Zahnradgetriebe, Hülltriebe, Kupplungen.


                 1.4 FÖRDERTECHNIK UND TECHNISCHE LOGISTIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Bauarten, das Betriebsverhalten, die Regelung und die
    Grundlagen der Berechnung und Konstruktion von Bauelementen,
    Maschinensätzen und Tragekonstruktionen der Fördertechnik
    kennen;
  - Grundbegriffe der technischen Logistik kennen und auf
    fördertechnische Systeme anwenden können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Bauelemente:

  Seil- und Kettentriebe, Lastenaufnahmemittel, Laufräder und
Schienen, Antriebe (Motoren, Kupplung, Bremse, Getriebe).
Sicherheitseinrichtungen.

Maschinensätze und Förderanlagen:

  Hub-, Fahr-, Dreh- und Wippwerke. Bauarten von Kranen und
Hebezeugen. Steigförderer und Aufzügen.

IV. Jahrgang:

Tragkonstruktionen:

  Arten der Tragkonstruktionen (Fachwerke, Vollwandkonstruktionen,
Rahmen und Roste). Bauelemente und Verbindungselemente der
Tragwerke.

  Bemessungsgrundlagen statisch bestimmter und unbestimmter Systeme,
Aluminiumtragwerke.

Logistik:

  Lagerhaltung, Transportlogistik, Transport- und Lagersysteme in
der automatisierten Fertigung.

Vorschriften:

  Normen, Rechtsvorschriften. Behördenverfahren.


                   1.5 STRÖMUNGSMASCHINEN UND ANLAGEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Bauarten, den Aufbau, die Wirkungsweise, die Regelung und
    das Betriebsverhalten von Strömungsmaschinen für Flüssigkeiten,
    Gase und Dämpfe sowie die Grundsätze ihrer Berechnung und
    Konstruktion kennen;
  - die technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Möglichkeiten
    und Grenzen des Einsatzes von Strömungsmaschinen kennen.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Begriffe und Gesetze:

  Kenngrößen und Kennzahlen, Hauptgleichung und Energieumsetzung.
Hydromechanische Grundkenntnisse, Leistung, Wirkungsgrade,
Ähnlichkeitsgesetze.

Hydraulische Strömungsmaschinen:

  Aufbau, konstruktive Ausführung, Auslegungsberechnung, Hydraulik-
und Festigkeitsberechnungen, Betriebsverhalten und Regelung von
Kreiselpumpen und Wasserturbinen.

V. Jahrgang:

Thermische Strömungsmaschinen:

  Aufbau, konstruktive Ausführung, Auslegungs- und
Fertigungsberechnung, Betriebsverhalten und Regelung von
Dampfturbinen, Verdichtern und Ventilatoren. Aufbau,
Betriebsverhalten und Regelung von Gasturbinen.


                        1.6 VERBRENNUNGSMOTOREN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Bauarten, den Aufbau, die Wirkungsweise, die Regelung und
    das Betriebsverhalten von Verbrennungsmotoren, Kolbenpumpen und
    Kolbenverdichter sowie die Grundsätze ihrer Berechnung und
    Konstruktion kennen;
  - die technische, wirtschaftlichen und ökologischen Möglichkeiten
    und Grenzen des Einsatzes von Verbrennungsmotoren und
    Verdrängern kennen.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Begriffe und Gesetze:

  Arbeitsverfahren, Vergleichsprozesse, Indikatordiagramme, Leistung
und Wirkungsgrade, Kraftstoffe.

Bauprinzipien:

  Kurbeltrieb, Zylinderanordnung, Massenkräfte und Massenausgleich.

Diesel- und Ottomotor:

  Bauarten, Bauelemente und deren Auslegungsberechnung;
Gemischaufbereitung, Motormanagement, Gaswechsel, Aufladung, Zündung
und Abgase; Kühlung und Schmierung; Einsatzkriterien (Fahrschaubild
beim Fahrmotor, Schadstoffminimierung), Betriebsverhalten und
Regelung.

Kolbenpumpen und Kolbenverdichter:

  Bauarten, Einsatz, Auslegungsberechnung, Betriebsverhalten und
Regelung.


                      1.7 ENERGIE- UND UMWELTTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - den Aufbau, die Arbeitsweise und das Betriebsverhalten moderner
    Energieverarbeitungsanlagen und ihre Komponenten kennen;
  - durch Anwendung entsprechender Verfahren die Umweltbelastung
    minimieren und umweltschonende Anlagenkonzepte entwerfen können;
  - Methoden zur Luftreinhaltung und Abwasserbehandlung kennen.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Begriffe und Gesetze:

  Festigkeitsberechnungen, Berechnung des Verbrennungsvorganges
sowie der Wärmeübertragung. Berechnung von Wärmetauschern.

Energieumwandlungsanlagen und ihre Komponenten:

  Wärmetauscher; Dampferzeuger; Wärmekraftwerke,
Kraft-Wärme-Kupplungen. Formen alternativer Energien(Sonne, Wind,
Biogras, Biomasse), Wärmepumpen, Sonderanlagen.

Abluft- und Abgasbehandlung:

  Trockenabscheider, Nassabscheider, Ab- und Adsorptionsanlagen,
Oxydationsmethoden, katalytische Methoden.

Heizungs- und Klimatechnik:

  Heizungstechnik (Einzel- und Zentralheizung). Raumlufttechnik
(Luftführung, Luftverteilung, Luftbefeuchtung, Schalldämpfung,
Wärmerückgewinnung).

Abwasserbehandlung:

  Sedimentation, Filtration, Ausfällen unerwünschter Stoffe,
Neutralisation, Kläranlagen.


             1.8 MESS-, STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die Fachrichtung bedeutsamen Verfahren der Mess-,
    Steuerungs- und Regelungstechnik sowie die Bauarten und die
    Wirkungsweise der in der Praxis verwendeten Geräte kennen;
  - die einschlägigen Vorschriften und Normen kennen und beachten.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Messgeräte:

  Kenngrößen von Messgeräten. Messwertaufnehmer, Messwertumformung
und -übertragung.

Analoge Messverfahren:

  Verfahren für elektrische und nichtelektrische Größen. Sensoren
und Messwertumformer. Messwertübertragung. Anzeigegeräte.

Digitaltechnik:

  Kenngrößen. Logische Verknüpfungen. Codierung. Digitale
Messverfahren (Messverfahren für Zählgrößen, Analog-Digital-Wandler,
Digital-Analog-Wandler). Mikrocomputertechnik.

Steuerungstechnik:

  Unterscheidungsmerkmale und Grundstrukturen von Steuerungen.
Gesetzmäßiges Erfassen von Steuerungsaufgaben. Bauelemente von
Steuerungen.

V. Jahrgang:

Steuerungstechnik:

  Elektromechanische, elektronische, pneumatische und hydraulische
Steuerungssysteme. Programmierbare Steuerungen.

Regelungstechnik:

  Begriffe in der Regelungstechnik. Regelkreisglieder (Arten,
Zeitverhalten, Kennlinien). Stabilitätskriterien und Optimierung von
Regelkreisen.

  Mehrpunktregelungen. Fuzzylogik und Fuzzycontrol.

Stelltechnik:

  Übersicht. Stellantriebe, Stellglieder.

Leittechnik und Bussysteme.


                           1.9 BETRIEBSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - einzelne und vernetzte Aufgaben der betrieblichen Planung,
    Entscheidung und Kontrolle analysieren, beurteilen und lösen
    können;
  - die Managementfunktionen Organisation, Kommunikation,
    Motivation, Mitarbeiterführung und Konfliktlösung kennen lernen;
  - dem Einsatz der Produktionsfaktoren aufeinander abstimmen und
    optimieren können;
  - elementare kaufmännische und betriebstechnische Aufgaben lösen
    können;
  - die Strategien, Methoden und Techniken des Qualitätsmanagements
    kennen und umsetzen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Arbeitswissenschaft und Personalwirtschaft:

  Grundlagen der Arbeitswirtschaft (REFA, MTM);
Arbeitsplatzgestaltung; Grundlagen der Planung und Steuerung.
Logistik. Personalauswahl und Entlohnungssysteme.

Unternehmensführung und Betriebsorganisation:

  Betriebliche Personalwirtschaft, betriebliche Aus- und
Weiterbildung, Mitarbeitermotivation und Leistungsanreize,
Mitarbeiterführung, Konfliktmanagement, Beteiligungssysteme,
Arbeitszeitmodelle. Betriebliche Aufbau- und Ablauforganisation.
Kommunkationssysteme; Projektorganisation (Projektmanagement,
Projektplanung, Netzplantechnik). Produktionsfaktoren.

Rechnungswesen:

  Begriffe. Ausgaben. Aufwand, Kosten, Kostenarten, Kostenstellen-
und Kostenträgerrechnung. Voll- und Teilkostenrechnung. Grundlagen
der Investitionsrechnung (statisch, dynamisch).

Qualitätsmanagement:

  Qualitätssysteme, Qualitätsplanung, Qualitätslenkung,
Qualitätsprüfung. TQM-Prinzipien.


                      1.10 KONSTRUKTIONSÜBUNGEN

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes
,,Konstruktionsübungen und Produktentwicklung'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

IV. und V. Jahrgang:

  Projekte aus den Lehrstoffbereichen der Pflichtgegenstände
,,Fertigungstechnik'', ,,Fördertechnik und technische Logistik'',
,,Strömungsmaschinen und Anlagen'', ,,Verbrennungsmotoren'' und
,,Energie- und Umwelttechnik''.


                    1.11 WERKSTÄTTENLABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die in der Praxis des Fachgebietes anfallenden Mess- und
    Prüfaufgaben sowie Sonderprobleme der Fertigung, die über den
    Rahmen der Werkstättenausbildung hinausgehen, lösen und
    dokumentieren können;
  - praxisnahe Projekte mit den Instrumenten der Planung,
    Kostenrechnung, Fertigung und Qualitätssicherung abwickeln
    können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Programmgesteuerte Werkzeugmaschinen:

  CNC-Programme. Sonderprobleme der Zerspanungstechnik.

Elektrotechnik und Elektronik:

  Anschließen von elektrischen Maschinen. Inbetriebsetzen von
Stromverbrauchern, Mess-, Schalt- und Steuergeräten. Fehlersuche an
elektrischen und elektronischen Geräten und Systemen.

Steuerungstechnik:

  Elemente der Steuerungstechnik, Bausteine, logische
Grundfunktionen, Schaltplanentwurf, Darstellung von
Bewegungsabläufen, weg- und zeitabhängige Steuerungen. Aufbau von
Steuerungen für druckführende Leitungen.

Arbeitsvorbereitung:

  Rechnerunterstützte Arbeitsplanung, Arbeitsteuerung und
Arbeitsauftragserstellung und Produktionskostenberechnung,
statistische Auswertung. Führung von praxisüblichen Dateien;
Lagerhaltung.

V. Jahrgang:

Programmgesteuerte Werkzeugmaschinen:

  Manuelle und rechnerunterstützte Programmierung; Einsatz
verschiedener Werkzeuge an der Maschine.

Steuerungstechnik:

  Signalaufnahme und Signalverarbeitung, fest verdrahtete und
freiprogrammierbare Steuerungen. Erarbeiten von Lösungsmöglichkeiten
komplexer industrieller Steuerungsaufgaben.

Fertigungsmesstechnik und Qualitätssicherung:

  Messen mit mechanischen und elektrischen Längenmessgeräten,
Lehren, Mess- und Profilprojektoren, Oberflächenrauigkeitsmessungen;
Qualitätsdaten; Aufbereitung, Prüfungsablauf, Fehlerbeseitigung und
-verhütung; Qualitätsberichterstattung.

Arbeitsvorbereitung:

  Projektbezogene Themenbereiche nach Maßgabe des
Ausbildungsschwerpunktes.


                           1.12 WERKSTÄTTE

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Werkstätte'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Mechanische Werkstätte:

  Fräs- und Bohrarbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
Verzahnungen mit Teilapparat. Fräsen und Bohren nach
Koordinatensystem. Dreharbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
Formdrehen, Außermittedrehen, Kegeldrehen, Gewindesonderformen,
mehrgängige Innen- und Außengewinde, Arbeiten an numerisch
gesteuerten Maschinen. Erstellen von CNC-Programmen.

Werkzeug- und Vorrichtungsbau:

  Herstellen von Vorrichtungen, Schnitt-, Spritz- und
Druckgusswerkzeugen. Wärmebehandlung des Stahles, Härteprüfung.
Schleifen und Abziehen von Schneidewerkzeugen. Rund-, Form- und
Flachschleifen.

Blechbearbeitung und Stahlbau:

  Arbeiten an Blechbearbeitungsmaschinen und pneumatischen und
hydraulischen Arbeitsgeräten. Punktschweißen. Ausführung von
Stahlbauarbeiten in branchenüblicher schweißtechnischer Ausführung
(Schweißkantenvorbereitung, Heft- und Schweißfolge nach
Schweißplan). Anwendung der im Stahlbau verwendeten Verbindungs- und
Befestigungssysteme. Oberflächentechnik (Korrosionsschutz durch
Anstrich; Anwendung von Beschichtungswerkstoffen).

Arbeitsvorbereitung:

  Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung. Arbeitsaufträge. Vor- und
Nachkalkulation. CAD-CAM-Kopplung. Beschaffungswesen. Berechnung der
Produktionskosten aller Aufträge der Schulwerkstätte.

Werkstätte für Elektrotechnik und Steuerungstechnik:

  Anschließen von elektrischen Maschinen. Fehlersuche an
elektrischen und elektronischen Geräten und Systemen. Aufbau
einfacher pneumatischer und hydraulischer Steuerungen.


                    B.2 AUTOMATISIERUNGSTECHNIK

                           2.1 MECHANIK

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Mechanik'' im
Abschnitt A.

Lehrstoff:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

V. Jahrgang:

Thermodynamik:

  Strömende Bewegung von Gasen und Dämpfen.

Maschinendynamik:

  Kritische Drehzahl, Schwingungsisolierung.


                      2.2 FERTIGUNGSTECHNIK

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Fertigungstechnik'' im
Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Blechbearbeitung:

  Schneiden; Biegen, Tiefziehen. Werkzeuge, Maschinen.

Trennen:

  Autogenes Brennschneiden, Plasmaschneiden, Laserschneiden,
Flüssigkeitsschneiden.

Abtragen:

  Funkenerosion. Elektrochemisches Abtragen.

Spanende Fertigung:

  Schneidengeometrie, Spanbildung, Spanformen, Schnittkräfte,
Schneidwerkstoffe.

IV. Jahrgang:

Spanende Fertigung:

  Verfahren, Einsatzgebiete.

Maschinen:

  Bauformen, Gestelle, Führungen, Antriebe, Linearachsen,
Wegmesssysteme, Getriebe; Werkzeugträger (feste, schaltbare).
Werkzeugmagazine, Werkzeugwechsler, Spannmittel.

Werkzeuge:

  Formen spanender Werkzeuge (Dreh-, Fräs-, Bohr- und
Schleifwerkzeuge); verfahrensspezifische Ausprägungen (Leistung,
Stabilität, Spanabfuhr, Kosten).

Steuerungen:

  Steuerungsarten; Programmierung. Computergestützte Methoden der
Programmerstellung.

V. Jahrgang:

Datenerfassung und -verarbeitung:

  Maschinen- und Betriebsdaten. Technologie-, Werkzeug- und
Maschinendatenbanken. DNC-Technik.

Auswahl der Fertigungsverfahren:

  Leistungs- und Qualitätsoptimierung. Stückkosten (Einflussgrößen.
Serien- und Losgrößen); Werkzeugart und Zahl (Universal-, Form-,
mehrschneidige und aktive Werkzeuge). Standzeit; Instandsetzung;
Reserverhaltung.

Verkettung von Bearbeitungsmaschinen:

  Verkettungsstrukturen. Wechsel- und Spannsysteme. Leistung und
Teilespektrum.

Qualitätssicherung:

  Aufgaben, Maßnahmen, Qualitätsregelkarten, Stichproben- und
Auswerteverfahren.


                       2.3 MASCHINENELEMENTE

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes
,,Maschinenelemente'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

Hydraulik und Pneumatik:

  Druck; Betriebsmittel. Hydraulische und pneumatische Antriebe.
Bauelemente.

Elemente der Antriebstechnik:

  Zahnräder und Zahnradgetriebe, Hülltriebe, Kupplungen.

Elemente der Fördertechnik:

  Seile, Ketten. Lastaufnahmemittel.


                     2.4 AUTOMATISIERUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - aktuelle Verfahren der Automatisierungstechnik (Mess-,
    Steuerungs- und Regelungstechnik) und deren Anwendungen in der
    Praxis kennen;
  - Aufgaben der Automatisierungstechnik selbständig lösen und
    dokumentieren können;
  - die einschlägigen Normen und Vorschriften kennen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Grundlagen der Messtechnik:

  Messverfahren, Messfehler, Kennlinie, Messkette (Aufnahmer,
Umformer, Anzeige und Registrierung), Signale.

Messung elektrischer Größen:

  Messschaltungen, Multimeter, Oszilloskop, Schreiber.

Messung nichtelektrischer Größen:

  Sensoren für geometrische, bewegungsbezogene, kraftbezogene,
thermische, strömungstechnische und stoffbezogenen Größen.

Aktuelle neue Messverfahren.

IV. Jahrgang:

Grundlagen der Steuerungstechnik:

  Grundstrukturen und Arten von Steuerungen. Systematisches Erfassen
und Darstellungsmethoden von Steuerungsaufgaben. Logische
Verknüpfungen.

Speicherprogrammierbare Steuerungen:

  Hardware, Beschaltung, Programmierung.

Pneumatische und hydraulische Steuerungen:

  Bauteile, Schaltpläne, Kombination mit speicherprogrammierbaren
Steuerungen.

Proportional- und Servotechnik.

V. Jahrgang:

Grundlagen der Regelungstechnik:

  Regler, Regelstrecke, Regelkreis. Arten und Zeitverhalten von
Regelkreisgliedern.

Regeleinrichtungen:

  Stellgeräte, Ausführung von Reglern, analoge und digitale Regler.

Regelungen:

  Zweipunkt- und Dreipunktschrittregelungen, stetige Regelungen,
Optimierung und Stabilität. Fuzzy-Logik und Fuzzy-Controll.


                    2.5 PROZESSDATENVERARBEITUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Kenntnisse über die Hardware von Prozessrechnern besitzen;
  - Kenntnisse über die Softwaretechnologien in der Automation
    haben;
  - über Kommunikationsstandards im lokalen Prozessbereich und auf
    öffentlichen Datennetzen Bescheid wissen;
  - Soft- und Hardwarekomponenten von
    Prozessautomatisierungssysetmen identifizieren und beurteilen
    können;
  - Prozessautomatisierungssysteme planen und projektieren können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Technische Prozesse:

  Prozesse und Automatisierungsstrukturen. Ebenen der
Automatisierung. Bedienhierarchie, Kommunikation, Rechnerverbund.

Betriebsarten:

  Realzeitverarbeitung, Abrufbetrieb, Anforderungsbetrieb,
Speicherdirektzugriff.

Hardware:

  Zentraleinheit (CPU, Bus, Arbeitsspeicher). Standardperipherie.
Geräteanschlüsse (Busschnittstelle, parallele und serielle
Geräteschnittstellen). Verarbeitung von Interrupts.
Prozessperipherie (ADC, DAC, Digitaleingabe, Digitalausgabe).

Software:

  Assembler (Grundlagen, Befehlssatz, einfache Programme).
Programmieren in einer anwendungsbezogenen Sprache (Zugriff auf
I/O-Adressen, Verarbeitung von Binärsignalen, Realzeitverarbeitung
mit Zugriff auf Schnittstellen und Prozessperipherie, Verwendung von
Standardsoftware). Realzeitbetriebssysteme,
Realzeit-Programmiersprachen, Anwendersoftware
(Betriebsdatenerfassung und -auswertung, Prozesssteuerung und
-synchronisation).

V. Jahrgang:

Datenübertragungstechnik:

  Netztopologien, Übertragungsmedien, Übertragungsverfahren,
Zugriffsverfahren, Datensicherung. Lokale Netze (LANs). Öffentliche
Netze.

Feldbussysteme:

  Strukturen, Anwendungen, Kenngrößen.

Realzeitverarbeitung:

  Kenngrößen, Belastbarkeit, Betriebssicherheit und
Wirtschaftlichkeit von Echtzeitsystemen.

Software:

  Software zum Betreiben von lokalen Netzen und Feldbussystemen.
Programmieren in einer anwendungsorientierten Sprache
(Echtzeitverarbeitung mit Feldbussystemen, Prozessregelung,
Prozessoptimierung, Prozessvisualisierung, Rechnerverbund mit
anderen Automatisierungsmitteln; Standardsoftware).


                          2.6 HANDHABUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - den Aufbau, die Wirkungsweise, den Einsatz sowie die
    Automatisierung moderner Handhabungssysteme kennen;
  - für eine gegebene Aufgabe das zweckmäßigste Handhabesystem
    auswählen und auslegen können;
  - die einschlägigen Normen und Vorschriften kennen.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Vorrichtungsbau:

  Werkstück- und Werkzeugaufnahme (Bestimmen, Stützen, Teilen,
Spannen). Bauteile und Baugruppen (konstruktive Details, Berechnung,
Dimensionierung, Marktüberblick, Komponentenauswahl).
Vorrichtungsautomation. Vorrichtungskalkulation und
-wirtschaftlichkeit. Normen und Standards.

Industrielle Handhabesysteme:

  Speicher-, Ordnungs- und Bewegungseinrichtungen. Grundlagen der
Projektierung. Bauteile und Baugruppen (konstruktive Details,
Berechnung, Dimensionierung, Marktüberblick, Komponentenauswahl).
Normen und Standards.

V. Jahrgang:

Industrielle Handhabesysteme:

  Greifereinrichtungen, Handlinggeräte, Industrieroboter. Gestaltung
(konstruktive Details, Berechnung, Dimensionierung, Marktüberblick,
Komponentenauswahl). Normen und Standards. Fertigungsmanipulation
(Werkzeug-, Werkstück-, und Prüfmittelhandling,
Maschinenbeschickung, Verkettung von Komponenten).

Industrielle Montage:

  Grundlagen der Montageautomation, Montagesysteme (Aufbau,
Montageablauf, Montagesteuerung, Beispiele realisierter Anlagen).
Systeme der Verpackungstechnik.

Lagertechnik:

  Lagerarten, Logistik. Komponenten. Lagerautomation. Beispiele
realisierter Lagersysteme.


                      2.7 MASCHINEN UND ANLAGEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - den Aufbau, die Arbeitsweise, das Betriebsverhalten und die
    Regelung von Kraft- und Arbeitsmaschinen sowie von Anlagen der
    Energie-, Haus- und Umwelttechnik kennen.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Fördermaschinen:

  Hebemaschinen (Winden, Kräne, Aufzüge). Stetigförderer,
Flurförderer.

Pumpen:

  Verdrängungspumpen, Kreiselpumpen, Vakuumpumpen. Pumpenanlagen.

Wasserkraftanlagen:

  Nieder-, Mittel- und Hochdruckanlagen. Wasserkraftmaschinen.

Verdichter:

  Verdichter mit Verdrängungswirkung, Turboverdichter.

V. Jahrgang:

Verbrennungskraftmaschinen:

  Zweitakt- und Viertaktprinzip; Otto- und Dieselmotoren.

Thermische Anlagen:

  Dampferzeuger, Dampf- und Gasturbinen. Kraftwerksbauformen.
Anlagen zur Nutzung alternativer Energien.

Anlagen der Haus- und Umwelttechnik:

  Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen, Wärmepumpen. Anlagen der
Luft- und Gewässerreinhaltung.


                       2.8 BETRIEBSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - einzelne und vernetzte Aufgaben der betrieblichen Planung,
    Entscheidung und Kontrolle analysieren, beurteilen und lösen
    können;
  - die Managementfunktionen Organisation, Kommunikation,
    Motivation, Mitarbeiterführung und Konfliktlösung kennen lernen;
  - dem Einsatz der Produktionsfaktoren aufeinander abstimmen und
    optimieren können;
  - elementare kaufmännische und betriebstechnische Aufgaben lösen
    können;
  - die Strategien, Methoden und Techniken des Qualitätsmanagements
    kennen und umsetzen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Arbeitswissenschaft und Personalwirtschaft:

  Grundlagen der Arbeitswirtschaft (REFA, MTM);
Arbeitsplatzgestaltung; Grundlagen der Planung und Steuerung.
Logistik. Personalauswahl und Entlohnungssysteme.

Unternehmensführung und Betriebsorganisation:

  Betriebliche Personalwirtschaft, betriebliche Aus- und
Weiterbildung, Mitarbeitermotivation und Leistungsanreize,
Mitarbeiterführung, Konfliktmanagement, Beteiligungssysteme,
Arbeitszeitmodelle. Betriebliche Aufbau- und Ablauforganisation.
Kommunkationssysteme; Projektorganisation (Projektmanagement,
Projektplanung, Netzplantechnik). Produktionsfaktoren.

Rechnungswesen:

  Begriffe. Ausgaben. Aufwand, Kosten, Kostenarten, Kostenstellen-
und Kostenträgerrechnung. Voll- und Teilkostenrechnung. Grundlagen
der Investitionsrechnung (statisch, dynamisch).

Qualitätsmanagement:

  Qualitätssysteme, Qualitätsplanung, Qualitätslenkung,
Qualitätsprüfung. TQM-Prinzipien.


                    2.9 WERKSTÄTTENLABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die in der Praxis des Fachgebietes anfallenden Mess- und
    Prüfaufgaben sowie Sonderprobleme der Fertigung, die über den
    Rahmen der Werkstättenausbildung hinausgehen, lösen und
    dokumentieren können;
  - praxisnahe Projekte mit den Instrumenten der Planung,
    Kostenrechnung, Fertigung und Qualitätssicherung abwickeln
    können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Programmgesteuerte Werkzeugmaschinen:

  CNC-Programme mit steigendem Schwierigkeitsgrad.

Elektrotechnik und Elektronik:

  Inbetriebnahme von elektrischen und elektronischen Mess-, Schalt-
und Steuergeräten und -systemen. Fehlersuche und Reparatur.

Steuerungstechnik:

  Elemente der Steuerungstechnik. Bausteine und logische
Grundfunktionen. Schaltplanentwurf, Darstellung von
Bewegungsabläufen, weg- und zeitabhängige Steuerungen. Aufbau von
Steuerungen für druckführende Leitungen.

Arbeitsvorbereitung:

  Arbeitsplanung und Arbeitsteuerung. Arbeitsaufträge, Vor- und
Nachkalkulation. Werkstattzeichnungen, Beschaffungswesen.

V. Jahrgang:

CNC-Maschinen:

  Rechnerunterstützte Programmierung. Generierung von CNC-Programmen
aus CAD-Files unter Hinzufügen der erforderlichen technischen Daten.

Steuerungstechnik:

  Signalaufnahme und Signalverarbeitung, fest verdrahtete und
freiprogrammierbare Steuerungen. Erarbeiten von Lösungsmöglichkeiten
komplexer industrieller Steuerungsaufgaben.

Fertigungsmesstechnik und Qualitätssicherung:

  Messen mit mechanischen, pneumatischen, optischen und
elektronischen Messgeräten; Oberflächenrauigkeitsmessungen. Lehren,
Mess- und Profilprojektoren. Aufbereitung von Qualitätsdaten,
Prüfungsablauf, Fehlerbeseitigung und -verhütung;
Qualitätsberichterstattung.

Arbeitsvorbereitung:

  Rechnerunterstützte Arbeitsplanung, Arbeitssteuerung und
Arbeitsauftragserstellung; Lagerhaltung; statistische Auswertungen.


                           2.10 WERKSTÄTTE

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Werkstätte'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Mechanische und CNC-Werkstätte:

  Fräs- und Bohrarbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
Verzahnungen mit Teilapparat. Fräsen und Bohren nach
Koordinatensystem. Dreharbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
Formdrehen, Außermittedrehen, Kegeldrehen, Gewindesonderformen,
mehrgängige Innen- und Außengewinde, Arbeiten an numerisch
gesteuerten Maschinen. Erstellen von CNC-Programmen.

Werkzeug- und Vorrichtungsbau:

  Herstellen von Vorrichtungen, Schnitt-, Spritz- und
Druckgusswerkzeugen. Wärmebehandlung des Stahles, Härteprüfung.
Schleifen und Abziehen von Schneidewerkzeugen. Rund-, Form- und
Flachschleifen.

Werkstätte für Elektrotechnik und industrielle Elektronik:

  Anschließen von elektrischen Maschinen. Aufbau von und Fehlersuche
an elektrischen Geräten. Visuelles Erkennen von Bauteilen. Aufbau,
Inbetriebnahme, Fehlersuche, Reparatur und Prüfung elektronischer
Geräte und Systeme unter Verwendung branchenüblicher Mess- und
Prüfgeräte. Anschluss- und Verbindungstechnik.

Werkstätte für Steuerungstechnik:

  Aufbau einfacher pneumatischer und hydraulischer Steuerungen mit
steigendem Schwierigkeitsgrad.


                           B.3 FAHRZEUGTECHNIK

                       3.1 MECHANIK UND LEICHTBAU

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Lehrinhalte der Mechanik festigen;
  - Konstruktions- und Berechnungsprinzipien des Leichtbaus kennen;
  - einfache Berechnungen durchführen und Anwendungen in der
    Verkehrstechnik überblicken können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

  Vertiefung der Lehrstoffkapitel Dynamik und Hydromechanik.

V. Jahrgang:

Werkstoffe:

  Werkstoffe des Leichtbaus, Materialkennwerte.

Leichtbaustatik:

  Biegung und Torsion von dünnwandigen Hohlträgern. Energiesätze und
Verformung. Gestaltungsprinzipien von Leichtbaukonstruktionen.


                         3.2 FERTIGUNGSTECHNIK

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Fertigungstechnik'' im
Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Blechbearbeitung:

  Schneiden; Biegen, Tiefziehen. Werkzeuge, Maschinen.

Trennen:

  Autogenes Brennschneiden, Plasmaschneiden, Laserschneiden,
Flüssigkeitsschneiden.

Abtragen:

  Funkenerosion. Elektrochemisches Abtragen.

Spanende Fertigung:

  Schneidengeometrie, Spanbildung, Spanformen, Schnittkräfte,
Schneidwerkstoffe.

IV. Jahrgang:

Spanende Fertigung:

  Verfahren, Einsatzgebiete.

Maschinen:

  Bauformen, Gestelle, Führungen, Antriebe, Linearachsen,
Wegmesssysteme, Getriebe; Werkzeugträger (feste, schaltbare).
Werkzeugmagazine, Werkzeugwechsler, Spannmittel.

Werkzeuge:

  Formen spanender Werkzeuge (Dreh-, Fräs-, Bohr- und
Schleifwerkzeuge); verfahrensspezifische Ausprägungen (Leistung,
Stabilität, Spanabfuhr, Kosten).

Steuerungen:

  Steuerungsarten; Programmierung. Computergestützte Methoden der
Programmerstellung.

Fertigungstechnische Verfahren des Ausbildungsschwerpunkts.

V. Jahrgang:

Datenerfassung und -verarbeitung:

  Maschinen- und Betriebsdaten. Technologie-, Werkzeug- und
Maschinendatenbanken. DNC-Technik.

Auswahl der Fertigungsverfahren:

  Leistungs- und Qualitätsoptimierung. Stückkosten (Einflussgrößen.
Serien- und Losgrößen); Werkzeugart und Zahl (Universal-, Form-,
mehrschneidige und aktive Werkzeuge). Standzeit; Instandsetzung;
Reserverhaltung.

Verkettung von Bearbeitungsmaschinen:

  Verkettungsstrukturen. Wechsel- und Spannsysteme. Leistung und
Teilespektrum.

Qualitätssicherung:

  Aufgaben, Maßnahmen, Qualitätsregelkarten, Stichproben- und
Auswerteverfahren.


                          3.3 MOTORENTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Bauarten, Wirkungsweise und das Betriebsverhalten von
    Verbrennungsmotoren gründlich kennen;
  - die Hauptabmessungen berechnen können;
  - über grundlegendes Wissen für deren Konstruktion verfügen;
  - neueste Entwicklungen der Motorentechnik kennen.

Lehrplan:

IV. Jahrgang:

Bauarten von Motoren:

  Arten, Bauelemente und Arbeitsverfahren der
Verbrennungskraftmaschinen. Ladungswechsel und Verbrennung. Normen
und Konstruktionsvorschriften.

Bauprinzip von Motoren:

  Kurbeltrieb, Zylinderanordnung, Massenkräfte und Massenausgleich.
Schwungrad, Auswuchten und Drehschwingungen. Steuerung von Zwei- und
Viertaktmotoren.

Berechnung von Motoren:

  Bestimmung und Berechnung der Hauptabmessungen,
Auslegungsberechnung. Kenngrößen und Kennfelder. Ausgewählte
Bauteile von Verbrennungskraftmaschinen.

V. Jahrgang:

Energetische Umwandlungen:

  Schmierstoffe und Schmierung. Kühlung. Aufladung. Kraftstoff,
Gemischaufbereitung. Betriebskennlinienfeld, Regelung. System,
Aggregate, Verlustminimierung.

Abgastechnik:

  Messung von Abgasen und Verbrennungsrückständen. Analyse und
Minimierung der Schadstoffe (Katalysator, Lambdasonde; Magermotor).
Gesetzliche Vorschriften.

Motorakustik.


                          3.4 FAHRZEUGTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Bauarten, den Aufbau, die Baugruppen und das Fahrverhalten
    von Fahrzeugen und Methoden zu ihrer wirtschaftlichen
    Serienfertigung kennen;
  - Hauptabmessungen von Teilen einzelner Baugruppen berechnen
    können;
  - neueste Entwicklungen der Fahrzeugtechnik kennen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Elemente der Fahrzeugtechnik:

  Räder, Federung. Lager. Kräfte am Fahrzeug.
Verzögerungseinrichtungen.

Kraftübertragung:

  Antriebsarten, Bauelemente des Antriebsstranges. Alternative
Antriebskonzepte.

IV. Jahrgang:

Fahrmechanik:

  Fahrwiderstände, Antriebskräfte, Fahrzustandsdiagramme, dynamische
Radlasten.

Fahrwerk:

  Radaufhängungen, Dämpfung; Achskinematik. Lenkung, Fahrverhalten.
Bremsanlagen.

V. Jahrgang:

Tragwerk und Aufbau:

  Bauarten von Fahrzeugen und Anhängern. Gestaltung und
wirtschaftliche Serienfertigung. Aktive und passive Sicherheit.
Ausstattung und Ausrüstung. Kraftfahrrechtliche Bestimmungen.
Maßnahmen der Lärmmessung und Lärmbekämpfung.

Andere Verkehrsträger:

  Arten und Konstruktionsprinzipien von Verbundsystemen, Container.
Modulbauweise. Verknüpfung von Ladeeinheiten. Verkehrslogistik.


                      3.5 MASCHINEN UND ANLAGEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - den Aufbau, die Arbeitsweise und das Betriebsverhalten der
    gebräuchlichen Kraft- und Arbeitsmaschinen und wichtige
    Entscheidungsmerkmale für ihren wirtschaftlichen Einsatz kennen;
  - ihre Hauptabmessungen berechnen können.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Hebe- und Fördermaschinen:

  Arten; Hauptabmessungen, Betriebsverhalten.

Strömungsmaschinen:

  Arten; Pumpen, Verdichter, Wasserturbinen, Dampf- und Gasturbinen
(Hauptabmessungen, Betriebsverhalten).

  Anlagen zur Erzeugung konventioneller und Nutzung alternativer
Energie.


                3.6 FAHRZEUGELEKTROTECHNIK UND -ELEKTRONIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die Fahrzeugtechnik bedeutsamen Gesetze der
    Elektrotechnik und Elektronik kennen;
  - Bauarten, Wirkungsweise und das Betriebsverhalten von
    elektrotechnischen Einrichtungen im Fahrzeug kennen.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Elektronik im Fahrzeug:

  Zündsysteme, Kraftstoffzumessung, Abgasregelung, Motormanagement.
Leistungselektronik zur Fahrzeugs- und Antriebssteuerung. Komfort-
und Sicherheitselektronik.

Computergestützte Leit- und Steuersysteme.


               3.7 MESS-, STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die Fachrichtung bedeutsamen Verfahren der Mess-,
    Steuerungs- und Regelungstechnik sowie die Bauarten und die
    Wirkungsweise der in der Praxis verwendeten Geräte kennen;
  - die einschlägigen Vorschriften und Normen kennen und beachten.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Messgeräte:

  Kenngrößen von Messgeräten. Messwertaufnehmer, Messwertumformung
und -übertragung.

Analoge Messverfahren:

  Verfahren für elektrische und nichtelektrische Größen. Sensoren
und Messwertumformer. Messwertübertragung. Anzeigegeräte.

Digitaltechnik:

  Kenngrößen. Logische Verknüpfungen. Codierung. Digitale
Messverfahren (Messverfahren für Zählgrößen, Analog-Digital-Wandler,
Digital-Analog-Wandler). Mikrocomputertechnik.

Steuerungstechnik:

  Unterscheidungsmerkmale und Grundstrukturen von Steuerungen.
Gesetzmäßiges Erfassen von Steuerungsaufgaben. Bauelemente von
Steuerungen.

V. Jahrgang:

Steuerungstechnik:

  Elektromechanische, elektronische, pneumatische und hydraulische
Steuerungssysteme. Programmierbare Steuerungen.

Regelungstechnik:

  Begriffe in der Regelungstechnik. Regelkreisglieder (Arten,
Zeitverhalten, Kennlinien). Stabilitätskriterien und Optimierung von
Regelkreisen.

  Mehrpunktregelungen. Fuzzylogik und Fuzzycontrol.

Stelltechnik:

  Übersicht. Stellantriebe, Stellglieder.

Leittechnik und Bussysteme.


                            3.8 BETRIEBSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - einzelne und vernetzte Aufgaben der betrieblichen Planung,
    Entscheidung und Kontrolle analysieren, beurteilen und lösen
    können;
  - die Managementfunktionen Organisation, Kommunikation,
    Motivation, Mitarbeiterführung und Konfliktlösung kennen lernen;
  - dem Einsatz der Produktionsfaktoren aufeinander abstimmen und
    optimieren können;
  - elementare kaufmännische und betriebstechnische Aufgaben lösen
    können;
  - die Strategien, Methoden und Techniken des Qualitätsmanagements
    kennen und umsetzen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Arbeitswissenschaft und Personalwirtschaft:

  Grundlagen der Arbeitswirtschaft (REFA, MTM);
Arbeitsplatzgestaltung; Grundlagen der Planung und Steuerung.
Logistik. Personalauswahl und Entlohnungssysteme.

Unternehmensführung und Betriebsorganisation:

  Betriebliche Personalwirtschaft, betriebliche Aus- und
Weiterbildung, Mitarbeitermotivation und Leistungsanreize,
Mitarbeiterführung, Konfliktmanagement, Beteiligungssysteme,
Arbeitszeitmodelle. Betriebliche Aufbau- und Ablauforganisation.
Kommunkationssysteme; Projektorganisation (Projektmanagement,
Projektplanung, Netzplantechnik). Produktionsfaktoren.

Rechnungswesen:

  Begriffe. Ausgaben. Aufwand, Kosten, Kostenarten, Kostenstellen-
und Kostenträgerrechnung. Voll- und Teilkostenrechnung. Grundlagen
der Investitionsrechnung (statisch, dynamisch).

Qualitätsmanagement:

  Qualitätssysteme, Qualitätsplanung, Qualitätslenkung,
Qualitätsprüfung. TQM-Prinzipien.


                        3.9 KONSTRUKTIONSÜBUNGEN

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes
,,Konstruktionsübungen und Produktentwicklung'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

Fahrzeugtechnik: Ein Projekt.

Motorentechnik: Ein Projekt.

V. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

Fahrzeugtechnik und/oder Motorentechnik (möglichst unter
Berücksichtigung des Lehrstoffbereiches des Pflichtgegenstandes
,,Fahrzeugelektrotechnik und -elektronik'' oder ,,Mess-, Steuerungs-
und Regelungstechnik''):

Gegenstandsübergreifende Projekte.

Numerische Berechnungen der Mechanik.


                      3.10 WERKSTÄTTENLABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die in der Praxis des Fachgebietes anfallenden Mess- und
    Prüfaufgaben sowie Sonderprobleme der Fertigung, die über den
    Rahmen der Werkstättenausbildung hinausgehen, lösen und
    dokumentieren können;
  - praxisnahe Projekte mit den Instrumenten der Planung,
    Kostenrechnung, Fertigung und Qualitätssicherung abwickeln
    können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Programmgesteuerte Maschinen:

  CNC-Programme. Sonderprobleme der Zerspanungstechnik. Manuelle und
rechnergestützte Programmierung. Einsatz verschiedener Werkzeuge an
der Maschine.

Elektrotechnik und Elektronik:

  Anschließen von elektrischen Maschinen. Inbetriebsetzen von
Stromverbrauchern, Mess-, Schalt- und Steuergeräten. Fehlersuche an
elektrischen und elektronischen Geräten und Systemen.

Steuerungstechnik:

  Elemente der Steuerungstechnik, Bausteine, logische
Grundfunktionen, Schaltplanentwurf, Darstellung von
Bewegungsabläufen, weg- und zeitabhängige Steuerungen.
Signalaufnahme und Signalverarbeitung, fest verdrahtete und
freiprogrammierbare Steuerungen.

Arbeitsvorbereitung:

  Arbeitstechnik, Zeitwirtschaft, Kostenrechnung.
Arbeitsplatzgestaltung, Ergonomie. Rechnerunterstützte
Arbeitsplanung, Arbeitsteuerung und Arbeitsauftragserstellung und
Produktionskostenberechnung, statistische Auswertung. Führung von
praxisüblichen Dateien.

V. Jahrgang:

Fertigungsmesstechnik und Qualitätssicherung:

  Messen mit mechanischen und elektrischen Längenmessgeräten,
Lehren, Mess- und Profilprojektoren, Oberflächenrauigkeitsmessungen;
Qualitätsdaten; Aufbereitung, Prüfungsablauf, Fehlerbeseitigung und
-verhütung; Qualitätsberichterstattung.

Fahrzeug- und Motorentechnik:

  Immissions- und Emissionsmessungen. Leistungsmessungen. Einsatz
von Diagnosemessgeräten und deren rechnerunterstützte Auswertung.

Arbeitsvorbereitung:

  Projektbezogene Themenbereiche nach Maßgabe des
Ausbildungsschwerpunktes.


                          3.11 WERKSTÄTTE

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Werkstätte'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Fahrwerks- und Karosserietechnik:

  Montage und Demontage von Teilen des Fahrgestells, der Brems- und
Auspuffanlagen, der Lenkung, Kupplung und Achsen. Montage von Teilen
des Aufbaus, der Verglasung und Innenverkleidung. Demontage,
Prüfung, Messung und Montage von Getriebearten. Feststellung und
Behebung von Schäden an der Karosserie.
Fahrzeugoberflächeninstandsetzung.

Motorentechnik:

  Motorprüfung und Motorinstandsetzung. Demontage, Prüfung, Messung,
Bearbeitung und Montage aller Motorkomponenten. Prüfung und
Einstellung der Gemischaufbereitung unter Zuhilfenahme von Prüf- und
Testgeräten.

Elektrotechnik und Elektronik am Kraftfahrzeug:

  Zurichten und Verlegen von Leitungen nach Schaltplan. Ausbau,
Einbau, Anschließen und Inbetriebsetzen von elektrischen und
elektronischen Aggregaten an Fahrzeugen. Systematisches Suchen,
Erkennen und Beheben von elektrischen, elektronischen und
mechanischen Störungsursachen. Prüfen und Verarbeiten elektronischer
Bauteile.

Arbeitsvorbereitung:

  Arbeitsplanung und -steuerung. Arbeitsaufträge. Vor- und
Nachkalkulation. Beschaffungswesen. Produktionskostenermittlung.

Programmgesteuerte Maschinen:

  Arbeiten an numerisch gesteuerten Maschinen. CNC-Programme.


                        B.4 FERTIGUNGTECHNIK

                            4.1 MECHANIK

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Mechanik'' im
Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

Festigkeit von Werkstoffen:

  Ebener Spannungszustand. Knickung.

Dynamik:

  Elastische und inelastische Stoßprozesse.


                        4.2 FERTIGUNGSTECHNIK

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Fertigungstechnik'' im
Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Blechbearbeitung:

  Schneiden; Biegen, Tiefziehen. Werkzeuge, Maschinen.

Trennen:

  Autogenes Brennschneiden, Plasmaschneiden, Laserschneiden,
Flüssigkeitsschneiden.

Abtragen:

  Funkenerosion. Elektrochemisches Abtragen.

Spanende Fertigung:

  Schneidengeometrie, Spanbildung, Spanformen, Schnittkräfte,
Schneidwerkstoffe.

Sonderverfahren:

  Gewindeherstellung, Zahnradherstellung.

IV. Jahrgang:

Spanende Fertigung:

  Verfahren, Einsatzgebiete.

Maschinen:

  Bauformen, Gestelle, Führungen, Antriebe, Linearachsen,
Wegmesssysteme, Getriebe; Werkzeugträger (feste, schaltbare).
Werkzeugmagazine, Werkzeugwechsler, Spannmittel.

Werkzeuge:

  Formen spanender Werkzeuge (Dreh-, Fräs-, Bohr- und
Schleifwerkzeuge); verfahrensspezifische Ausprägungen (Leistung,
Stabilität, Spanabfuhr, Kosten).

Steuerungen:

  Steuerungsarten; Programmierung. Computergestützte Methoden der
Programmerstellung.

Qualitätssicherung:

  Stichprobenprüfung; statistische Prozesskontrolle und
Prozesslenkung.

V. Jahrgang:

Datenerfassung und -verarbeitung:

  Maschinen- und Betriebsdaten. Technologie-, Werkzeug- und
Maschinendatenbanken. DNC-Technik.

Auswahl der Fertigungsverfahren:

  Leistungs- und Qualitätsoptimierung. Stückkosten (Einflussgrößen.
Serien- und Losgrößen); Werkzeugart und Zahl (Universal-, Form-,
mehrschneidige und aktive Werkzeuge). Standzeit; Instandsetzung;
Reserverhaltung.

Verkettung von Bearbeitungsmaschinen:

  Verkettungsstrukturen. Wechsel- und Spannsysteme. Leistung und
Teilespektrum.

Qualitätsmanagement:

  Aufgaben, Maßnahmen, Qualitätsregelkarten. Qualitätskosten,
Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse.


                        4.3 MASCHINENELEMENTE

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes
,,Maschinenelemente'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

Hydraulik und Pneumatik:

  Druck; Betriebsmittel. Hydraulische und pneumatische Antriebe.
Bauelemente.

Elemente der Antriebstechnik:

  Zahnräder und Zahnradgetriebe, Hülltriebe, Kupplungen.

Elemente der Fördertechnik:

  Seile, Ketten. Lastaufnahmemittel.


                            4.4 WERKZEUGBAU

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - den Aufbau von Werkzeugen für die Blechbearbeitung, die
    Kunststoffverarbeitung und verschiedenste Fertigungsverfahren
    gründlich kennen;
  - die Bemessung, Gestaltung und Fertigung von Werkzeugen kennen;
  - für eine gegeben Aufgabe das zweckmäßigste Werkzeug auswählen
    können;
  - die Werkzeuge nach der Wirtschaftslichkeit ihres Einsatzes
    beurteilen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Werkzeuge zur Blechbearbeitung:

  Schneid-, Biege-, Zieh- und Prägewerkzeuge. Bauteile.
Werkzeugauslegung. Verbundwerkzeuge. Vorschubsysteme. Bandanlagen.

Werkzeuge zum Gesenkschmieden:

  Gesenkbauformen; Gesenkteilung, Grat, Führungen, Ausstoßer,
Aufspannung.

Werkzeuge zum Kaltfließpressen:

  Bauarten, Stempelformen, Abstreifer und Auswerfer.
Dimensionierung.

V. Jahrgang:

Werkzeuge zur Kunststoffverarbeitung:

  Spritzgießformen, Pressformen, Extrusionswerkzeuge,
Blasformwerkzeuge. Aufbau, Anguss-, Temperier- und Auswerfsysteme,
Ausbildung der Formhohlräume.

Sonderwerkzeuge zur Metallverarbeitung:

  Werkzeuge für Kokillenguss und Druckguss.


               4.5 VORRICHTUNGSBAU UND HANDHABUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Aufgaben, die Wirkungsweise und den Einsatz von
    Vorrichtungen aus dem Fachgebiet gründlich kennen;
  - für eine gegebene Aufgabe die zweckmäßigste Vorrichtung
    auswählen und konstruieren können;
  - fähig sein, die Vorrichtungen nach der Wirtschaftlichkeit ihres
    Einsatzes zu beurteilen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Grundlagen:

  Lagebestimmung. Wahl der Bestimmflächen, Bestimmungselemente.
Einlegen, Spannen, Spannkräfte, Spannelemente, Hilfsspannelemente
und Entnehmen des Werkstückes, Bedienelemente,
Vorrichtungsverschlüsse, Feststellelemente, Vorrichtungskörper,
Aufnahme der Vorrichtung in der Maschine.

Vorrichtungsarten:

  Bohr-, Fräs-, Dreh- und Fügevorrichtungen.

Vorrichtungsbaukasten:

  Baukastensysteme, Bauelemente, Anwendungen.

Fallbeispiele von Vorrichtungen:

  Aufgabenstellung, Vorüberlegung, Vorrichtungsaufbau.

IV. Jahrgang:

Pneumatische und hydraulische Grundschaltungen:

  Ventile, Zylinder, Antriebe. Anwendungsmöglichkeiten.

Konstruieren von Vorrichtungen:

  Auslegungskriterien; Dimensionierung; funktions-, fertigungs- und
bediengerechte Gestaltung.

Vorrichtungen für die spanende Bearbeitung:

  Dreh-, Bohr-, Fräs-, Räum- und Schleifvorrichtungen.
Vorschubeinheiten, Spanndorne und Spannfutter, Vorrichtungen mit
plastischer Masse.

Vorrichtungen für die spanlose Bearbeitung:

  Biege-, Form-, Präge-, Planier- und Schweißvorichtungen.
Prüfvorrichtungen.

Werkstück- und Werkzeughandhabung:

  Magazine, Speicher, Greifer. Ordnen, Erkennen, Weitergeben,
Zuteilen. Schraubenzuführung, Behandlung von Wirrgut.

V. Jahrgang:

Handhabungseinrichtungen und Montagemaschinen:

  Aufbau und Auslegung, Verkettung.

Roboter:

  Aufbau, Antriebe, Steuerung und Programmierung.

Bewertung von Vorrichtungen:

  Leistung, Wirtschaftlichkeit.

Sondervorrichtungen:

  Vorrichtungen für NC und CNC-gesteuerte Werkzeugmaschinen und
flexible Fertigungssysteme.


                     4.6 ENERGIE- UND UMWELTTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - den Aufbau, die Arbeitsweise und das Betriebsverhalten moderner
    Energieverarbeitungsanlagen und ihre Komponenten kennen;
  - durch Anwendung entsprechender Verfahren die Umweltbelastung
    minimieren können;
  - Methoden zur Luftreinhaltung und Abwasserbehandlung kennen.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Grundlagen:

  Wärmetausch- und Verbrennungsvorgänge; Bilanzen (Stoffluss,
Energie); anwendungsorientierte Kenntnisse der Strömungslehre,
Wärmelehre und des Stofftausches. Normen und Rechtsvorschriften.

Energietechnik:

  Energiequellen (erneuerbare und nicht erneuerbare Energieträger);
Wärmetauscher; Dampferzeuger; Wärmekraftwerke. Formen alternativer
Energien (Sonne, Wind, Biomasse ua.) und deren Nutzung, Wärmepumpen.

Luftreinhaltung:

  Staubabscheidung; Entschwefelung, Entstickung; feuertechnische
Maßnahmen.

Abwasserbehandlung:

  Abwasseranfall und -beschaffenheit; physikalische
Abwasserreinigung (sedimentieren, sieben, filtrieren); chemische
Abwasserreinigung (fällen, neutralisieren); biologische
Abwasserreinigung (Belebungsverfahren).

Kläranlagen.


             4.7 MESS-, STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die Fachrichtung bedeutsamen Verfahren der Mess-,
    Steuerungs- und Regelungstechnik sowie die Bauarten und die
    Wirkungsweise der in der Praxis verwendeten Geräte kennen;
  - die einschlägigen Vorschriften und Normen kennen und beachten.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Messgeräte:

  Kenngrößen von Messgeräten. Messwertaufnehmer, Messwertumformung
und -übertragung.

Analoge Messverfahren:

  Verfahren für elektrische und nichtelektrische Größen. Sensoren
und Messwertumformer. Messwertübertragung. Anzeigegeräte.

Digitaltechnik:

  Kenngrößen. Logische Verknüpfungen. Codierung. Digitale
Messverfahren (Messverfahren für Zählgrößen, Analog-Digital-Wandler,
Digital-Analog-Wandler). Mikrocomputertechnik.

Steuerungstechnik:

  Unterscheidungsmerkmale und Grundstrukturen von Steuerungen.
Gesetzmäßiges Erfassen von Steuerungsaufgaben. Bauelemente von
Steuerungen.

V. Jahrgang:

Steuerungstechnik:

  Elektromechanische, elektronische, pneumatische und hydraulische
Steuerungssysteme. Programmierbare Steuerungen.

Regelungstechnik:

  Begriffe in der Regelungstechnik. Regelkreisglieder (Arten,
Zeitverhalten, Kennlinien). Stabilitätskriterien und Optimierung von
Regelkreisen.

  Mehrpunktregelungen. Fuzzylogik und Fuzzycontrol.

Stelltechnik:

  Übersicht. Stellantriebe, Stellglieder.

Leittechnik und Bussysteme.


                         4.8 BETRIEBSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - einzelne und vernetzte Aufgaben der betrieblichen Planung,
    Entscheidung und Kontrolle analysieren, beurteilen und lösen
    können;
  - die Managementfunktionen Organisation, Kommunikation,
    Motivation, Mitarbeiterführung und Konfliktlösung kennen lernen;
  - dem Einsatz der Produktionsfaktoren aufeinander abstimmen und
    optimieren können;
  - elementare kaufmännische und betriebstechnische Aufgaben lösen
    können;
  - die Strategien, Methoden und Techniken des Qualitätsmanagements
    kennen und umsetzen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Arbeitswissenschaft und Personalwirtschaft:

  Grundlagen der Arbeitswirtschaft (REFA, MTM);
Arbeitsplatzgestaltung; Grundlagen der Planung und Steuerung.
Logistik. Personalauswahl und Entlohnungssysteme.

Unternehmensführung und Betriebsorganisation:

  Betriebliche Personalwirtschaft, betriebliche Aus- und
Weiterbildung, Mitarbeitermotivation und Leistungsanreize,
Mitarbeiterführung, Konfliktmanagement, Beteiligungssysteme,
Arbeitszeitmodelle. Betriebliche Aufbau- und Ablauforganisation.
Kommunkationssysteme; Projektorganisation (Projektmanagement,
Projektplanung, Netzplantechnik). Produktionsfaktoren.

Rechnungswesen:

  Begriffe. Ausgaben. Aufwand, Kosten, Kostenarten, Kostenstellen-
und Kostenträgerrechnung. Voll- und Teilkostenrechnung. Grundlagen
der Investitionsrechnung (statisch, dynamisch).

Qualitätsmanagement:

  Qualitätssysteme, Qualitätsplanung, Qualitätslenkung,
Qualitätsprüfung. TQM-Prinzipien.


                         4.9 KONSTRUKTIONSÜBUNGEN

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes
,,Konstruktionsübungen und Produktentwicklung'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

IV. und V. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

  Projekte aus den Lehrstoffbereichen der Pflichtgegenstände
,,Fertigungstechnik'', ,,Werkzeugbau'', ,,Vorrichtungsbau und
Handhabungstechnik'' und ,,Energie- und Umwelttechnik''.


                      4.10 WERKSTÄTTENLABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die in der Praxis des Fachgebietes anfallenden Mess- und
    Prüfaufgaben sowie Sonderprobleme der Fertigung, die über den
    Rahmen der Werkstättenausbildung hinausgehen, lösen und
    dokumentieren können;
  - praxisnahe Projekte mit den Instrumenten der Planung,
    Kostenrechnung, Fertigung und Qualitätssicherung abwickeln
    können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Programmgesteuerte Werkzeugmaschinen:

  CNC-Programme. Sonderprobleme der Zerspanungstechnik.

Elektrotechnik und Elektronik:

  Anschließen von elektrischen Maschinen. Inbetriebsetzen von
Stromverbrauchern, Mess-, Schalt- und Steuergeräten. Fehlersuche an
elektrischen und elektronischen Geräten und Systemen.

Steuerungstechnik:

  Elemente der Steuerungstechnik, Bausteine, logische
Grundfunktionen, Schaltplanentwurf, Darstellung von
Bewegungsabläufen, weg- und zeitabhängige Steuerungen.

Arbeitsvorbereitung:

  Rechnerunterstützte Arbeitsplanung, Arbeitsteuerung und
Arbeitsauftragserstellung und Produktionskostenberechnung,
statistische Auswertung. Führung von praxisüblichen Dateien;
Lagerhaltung.

V. Jahrgang:

Programmgesteuerte Werkzeugmaschinen:

  Manuelle und rechnerunterstützte Programmierung; Einsatz
verschiedener Werkzeuge an der Maschine.

Steuerungstechnik:

  Signalaufnahme und Signalverarbeitung, fest verdrahtete und
freiprogrammierbare Steuerungen. Erarbeiten von Lösungsmöglichkeiten
komplexer industrieller Steuerungsaufgaben.

Fertigungsmesstechnik und Qualitätssicherung:

  Messen mit mechanischen und elektrischen Längenmessgeräten,
Lehren, Mess- und Profilprojektoren, Oberflächenrauigkeitsmessungen;
Qualitätsdaten; Aufbereitung, Prüfungsablauf, Fehlerbeseitigung und
-verhütung; Qualitätsberichterstattung.

Arbeitsvorbereitung:

  Projektbezogene Themenbereiche nach Maßgabe des
Ausbildungsschwerpunktes.


                           4.11 WERKSTÄTTE

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Werkstätte'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Mechanische Werkstätte:

  Fräs- und Bohrarbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
Verzahnungen mit Teilapparat. Fräsen und Bohren nach
Koordinatensystem. Dreharbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
Formdrehen, Außermittedrehen, Kegeldrehen, Gewindesonderformen,
mehrgängige Innen- und Außengewinde.

CNC-Werkstätte:

  Arbeiten an numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen.
Drehmaschinen, Fräsmaschinen, Drahtschneidemaschinen,
Senkerodiermaschinen, manuelle und rechnerunterstützte
Programmierung.

Werkzeug- und Vorrichtungsbau:

  Herstellen von Vorrichtungen, Stanz-, Spritz- und
Druckgusswerkzeugen, Messwerkzeugen und spanenden Werkzeugen.
Feinbearbeitung; Schleifen,  Rund-, Flach- und Profilschleifen,
Läppen.

Arbeitsvorbereitung:

  Ausstellen von Fertigungsplänen; Ausstellen von Arbeitspapieren,
Abrechnen von Werkstättenaufträgen.

Werkstätte für Elektrotechnik:

  Niederspannungsinstallation, Zurichten und Verlegen von Leitungen,
Herstellen von Verbindungen. Installationsschaltungen.
Inbetriebnahme und Wartung von Verteil-, Sicherungs- und
Schalteinrichtungen unter Beachtung der elektrischen und
mechanischen Schutzmaßnahmen.


                            B.5 FLUGTECHNIK

                      5.1 MECHANIK UND LEICHTBAU

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Eigenschaften, Verarbeitung und Anwendungen von Kunststoffen im
    Flugzeugbau, insbesondere von Verbundwerkstoffen kennen und
    optimal dimensionieren können;
  - Faserverstärkungen berechnen und anwenden können;
  - besondere Berechnungsmethoden im Leichtbau im Vergleich zur
    klassischen Festigkeitslehre anwenden können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Festigkeit von Werkstoffen:

  Ebener Spannungszustand. Knickung.

Dynamik:

  Elastische und inelastische Stoßprozesse.

IV. Jahrgang:

Verbundwerkstoffe:

  Faserverstärkte Kunststoffe, Fasermaterialien, Matrix (Harze und
Kleber). Berechnung des Verbundes, konstruktive Möglichkeiten und
Beispiele.

Leichtbau:

  Leichtbaulehren, Berechnungsmethoden im Leichtbau und deren
spezielle Anwendungen im Luftfahrzeugbau.

V. Jahrgang:

Verbundwerkstoffe:

  Kennwerte, Sandwichbauweise. Optimierungstheorie,
Anwendungsbeispiele mit besonderer Berücksichtigung von
Luftfahrzeugkonstruktionen.

Leichtbau:

  Fachwerke, Hardy-Cross, Steifigkeitsmethode ohne und mit
Achsialkräften, Stabilität.


                         5.2 FERTIGUNGSTECHNIK

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Fertigungstechnik'' im
Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Spanlose Fertigung:

  Stanzen, Schneiden, Tiefziehen. Fließ- und Strangpressen,
Rohrherstellung. Sonderbearbeitungsverfahren; Anwendung von Laser-,
Elektronen-, Flüssigkeitsstrahlen, Ultraschall,
Funkenerosionsverfahren, Feinschmieden und Feinschneiden, Ätzen,
Druck- und Spritzgussverfahren.

Werkstoffe:

  Sonderwerkstoffe des Luftfahrzeugbaues und der Raumfahrttechnik.

IV. Jahrgang:

Spanende Fertigung:

  Zerspanungsvorgang, Schneidengeometrie und Schneidwerkstoffe,
Werkzeugträger. Ermittlung der Schnittkräfte,
Schnittgeschwindigkeiten und Schnittleistungen. Bohren, Drehen,
Fräsen, Schleifen und Feinstbearbeitungsverfahren sowie dazugehörige
Maschinen. Antriebe, Getriebe, Führungen, Transporteinrichtungen für
Werkstücke und Werkzeuge. CNC-Maschinen.


                         5.3 MASCHINENELEMENTE

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Maschinenelemente'' im
Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Elemente der drehenden Bewegung:

  Achsen, Wellen; Lager; Kupplungen, Mitnehmerverbindungen.

Federelemente:

  Biegefeder, Torsionsfeder, Gasfeder; Silentelemente.

Elemente der Antriebstechnik:

  Verzahnungen, Stirnräder, Kegelräder, Schraubenräder. Stirn- und
Kegelradgetriebe, Schneckengetriebe; Kupplungen.

Konstruktionsregeln:

  Schweiß-, Guss- und Schmiedekonstruktionen.

Hydraulik und Pneumatik:

  Hydraulische und pneumatische Bauelemente und Antriebe.


                          5.4 LUFTFAHRZEUGBAU

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - den Aufbau von Luftfahrzeugen sowie ihre Wartung und das
    Betriebsverhalten kennen und aerodynamische und flugmechanische
    Berechnungen durchführen können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Entwicklungsgeschichte:

  Entwicklung der Luftfahrt (Fahrzeuge und Triebwerke) bis zum
aktuellen Stand, Grenzen der Luftfahrt (unter Berücksichtigung der
Raumfahrt).

Einteilung der Luftfahrzeuge:

  Bauarten und Bauweisen, Baugruppen und Systeme, Gewichtsaufteilung
von Luftfahrzeugen.

Betrieb von Luftfahrzeugen:

  Grundlagen für Zulassung, Wartung und Betrieb von Luftfahrzeugen.

Atmosphäre und Aerodynamik:

  Standardatmosphäre und ihre Eigenschaften. Kräfte und Momente an
aerodynamischen Profilen.

IV. Jahrgang:

Aerodynamik:

  Kräfte und Momente am Tragflügel. Kräfte und Momente am Flugzeug.
Überschallflug.

Flugleistungen:

  Elemente der Flugleistungen; Horizontal- und Steigflug, Start und
Landung, Kurvenflug; Reichweite und Flugdauer. Antrieb von
Luftfahrzeugen.

V. Jahrgang:

Grundlagen für Entwürfe und den Betrieb von Luftfahrzeugen:

  Festigkeitsberechnung der wichtigsten Bauteile und Baugruppen.
Bauvorschriften und Lastannahmen.

Flugverhalten:

  Prinzipien von Stabilität und Steuerbarkeit, Koppelungen.

Rotorflugzeuge:

  Aufbau, Wirkungsweise, Leistungsverhalten.


                            5.5 TRIEBWERKE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - moderne Verbrennungskraftmaschinen unter besonderer
    Berücksichtigung der Kolben- und Strahltriebwerke sowie deren
    Wartung, Reparatur und Prüfung kennen;
  - Triebwerke unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Fertigung
    berechnen und konstruieren können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Gasturbinen und Strahltriebwerke:

  Arten. Triebwerke für Unter- und Überschallbereich;
Betriebsverhalten und -vorschriften, Wartung.

Kolbentriebwerke:

  Otto- und Dieselmotor, Zwei- und Viertaktverfahren. Berechnung der
Hauptabmessungen, Dimensionierung des Kurbeltriebes. Kreisprozess-
und Leistungsberechnung, Wirkungsgrade, Höhenverhalten des
Kolbentriebwerkes. Steuerung, Zündung, Schmierung, Kühlung.

V. Jahrgang:

Kolbentriebwerke:

  Dynamische Probleme am Kurbeltrieb. Motorische Verbrennung;
Gemischaufbereitung, Treibstoffe und Abgasproblematik.
Propellertheorie, Zusammenwirken Motor und Propeller.

Gasturbinen und Strahltriebwerke:

  Berechnung der realen Kreisprozesse. Berechnung der
Hauptabmessungen der Triebwerkselemente und deren Dimensionierung;
Werkstoffauswahl und Festigkeitsrechnung. Anwendung der Stromfaden-
und Tragflügeltheorie. Verhalten des Triebwerkseinlaufes und der
Schubdüse bei Unter- und Überschall. Verbrennung in der Brennkammer
unter Berücksichtigung der Abgasproblematik.


            5.6 NAVIGATION, FLUGMESSTECHNIK UND FLUGBETRIEB

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Verfahren und technische Konzeptionen der Navigation und
    Flugmesstechnik kennen;
  - die Instrumente und deren Zusammenwirken in benutzerspezifischer
    Cockpitauslegung in ihrer Funktionsweise kennen und ihre
    Bedienung beherrschen.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Begriffe:

  Allgemeine Grundlagen der Navigation, Kartenkunde. Grundzüge der
Avionik, Streckennavigation, Satellitennavigation.

Bodeneinrichtungen:

  Flughafenanlagen, Flughafenbetrieb, Flugsicherung und Wetterkunde.
Operations Research.

Vorschriften und Normen:

  Technische Ausrüstung und Bordinstrumente.

V. Jahrgang:

Radartechnik:

  Arten und Funktionsprinzipien. Primärradar, Sekundärradar,
Wetterradar.

Navigationssysteme:

  Instrumentenlandesystem, Mikrowellenlandesystem, automatisches
Landesystem, Bord-, Boden- und Empfangsmesseinrichtungen.


            5.7 MESS-, STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die Fachrichtung bedeutsamen Verfahren der Mess-,
    Steuerungs- und Regelungstechnik sowie die Bauarten und die
    Wirkungsweise der in der Praxis verwendeten Geräte kennen;
  - die einschlägigen Vorschriften und Normen kennen und beachten.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Messgeräte:

  Kenngrößen von Messgeräten. Messwertaufnehmer, Messwertumformung
und -übertragung.

Analoge Messverfahren:

  Verfahren für elektrische und nichtelektrische Größen. Sensoren
und Messwertumformer. Messwertübertragung. Anzeigegeräte.

Digitaltechnik:

  Kenngrößen. Logische Verknüpfungen. Codierung. Digitale
Messverfahren (Messverfahren für Zählgrößen, Analog-Digital-Wandler,
Digital-Analog-Wandler). Mikrocomputertechnik.

Steuerungstechnik:

  Unterscheidungsmerkmale und Grundstrukturen von Steuerungen.
Gesetzmäßiges Erfassen von Steuerungsaufgaben. Bauelemente von
Steuerungen.

V. Jahrgang:

Steuerungstechnik:

  Elektromechanische, elektronische, pneumatische und hydraulische
Steuerungssysteme. Programmierbare Steuerungen.

Regelungstechnik:

  Begriffe in der Regelungstechnik. Regelkreisglieder (Arten,
Zeitverhalten, Kennlinien). Stabilitätskriterien und Optimierung von
Regelkreisen.

  Mehrpunktregelungen. Fuzzylogik und Fuzzycontrol.

Stelltechnik:

  Übersicht. Stellantriebe, Stellglieder.

Leittechnik und Bussysteme.


                          5.8 LABORATORIUM

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Laboratorium''
im Abschnitt A.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

  Übungen und Konstruktionsprojekte aus den Lehrstoffbereichen der
Pflichtgegenstände ,,Luftfahrzeugbau'', ,,Triebwerke'' und
,,Navigation, Flugmesstechnik und Flugbetrieb''.


                      5.9 WERKSTÄTTENLABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die in der Praxis des Fachgebietes anfallenden Mess- und
    Prüfaufgaben sowie Sonderprobleme der Fertigung, die über den
    Rahmen der Werkstättenausbildung hinausgehen, lösen und
    dokumentieren können;
  - praxisnahe Projekte mit den Instrumenten der Planung,
    Kostenrechnung, Fertigung und Qualitätssicherung abwickeln
    können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Wartung von Luftfahrzeugen:

  Wartung von Kolben- und Strahltriebwerken; Heavy Maintenance;
Wartungs- und Startdienst an Luftfahrzeugen. Handhabung von Bau- und
Wartungsvorschriften. Wartung von Flugleit- und Navigationssystemen.

Steuerungs- und Regelungstechnik:

  Elemente und Bausteine der Steuerungs- und Regeltechnik,
Darstellung von Bewegungsabläufen, weg- und zeitabhängige Steuerung
und Regelung.

Arbeitsvorbereitung:

  Rechnerunterstützte Arbeitssteuerung, Auftragserstellung,
Produktionskostenberechnung. Lagerhaltungswesen. CNC-Programmierung
und -Fertigung.


                           5.10 WERKSTÄTTE

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Werkstätte'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Mechanische Werkstätte:

  Fräs- und Bohrarbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad und nach
Koordinatensystem. Verzahnungen mit Teilapparat. Dreharbeiten mit
steigendem Schwierigkeitsgrad; Formdrehen, Aussermittedrehen,
Kegeldrehen, Gewindesonderformen. Arbeiten an numerisch gesteuerten
Werkzeugmaschinen.

Kunststoffverarbeitung:

  Strukturarbeiten an Flugzeugzellen, Kleben von Metallen und
Kunststoffen.

Elektrotechnik:

  Wickeln von Spulen und Ankern. Printfertigung, einfache Handhabung
von einfachen elektrischen Messgeräten (digital, analog,
Oszilloskope).

Installationstechnik und Schweißerei:

  Rohrverbindungen, Verlegen von Leitungen, Feststellen und Beheben
von Fehlern, Wasser-, Druckluft und Hydraulikanlagen. Blech- und
Rohrschweißen an Flugzeugteilen.

Luftfahrzeugwerkstätte:

  Wartungsarbeiten an Zelle und Struktur (Blech, Holz),
Instrumentenkunde und -einbau, Funktionsüberprüfung von
flugtechnischen Systemen.


                            B.6 METALLURGIE

                    6.1 TECHNOLOGIE DER WERKSTOFFE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Grundlagen über den Aufbau von metallischen und
    nichtmetallischen Werkstoffen, die daraus abzuleitenden
    Eigenschaften und deren Prüfung, sowie die Verarbeitbarkeit und
    die Anwendungsmöglichkeiten dieser kennen;
  - die Möglichkeiten der Beeinflussung der Eigenschaften durch
    mechanische, thermische und chemische Behandlung kennen und
    anwenden können;
  - die Kombination verschiedener Werkstoffkomponenten und
    -eigenschaften als eine wesentliche Möglichkeit zur Optimierung
    von Materialeigenschaften kennen lernen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Legierungstechnik:

  Phasenregel, Mischungslücke, Umwandlungen im festen Zustand,
intermetallische Verbindungen, kongruent und inkongruent schmelzende
Phasen, eutektische und peritektische Systeme. Zustandsbilder
technischer Legierungen, Gitterbaufehler und ihre Auswirkungen,
Keimbildungstheorie.

Fertigungstechnik:

  Verformungstheorie, Rekristallisation. Möglichkeiten der
Steigerung von Härte und Festigkeit von Metallen. Fe-C-System und
seine Gefüge. Die wichtigsten Legierungselemente des Stahles und
ihre Wirkungen.

IV. Jahrgang:

Fertigungstechnik:

  Glüh- und Wärmebehandlung von Stählen (Härten, Vergüten,
Oberflächenvergüten). Sonderstähle, Pulvermetallurgie,
Verbundwerkstoffe, Korrosion. Übersicht über die Kunststoffarten.

Werkstoffprüfung:

  Allgemeine Übersicht über die Organisation und Anwendungsgebiete
der Werkstoffprüfung. Messwerkzeuge; Allgemeines über statische,
dynamische, technologische und zerstörungsfreie Prüfverfahren.
Bruchmechanik. Bruchproben; Ätzproben. Zerstörungsfreie Prüfung.
Beiz- und Ölkochproben. Thermocolorverfahren. Röntgen- und
Ultraschallprüfung. Magnetische Prüfungen. Physikalische Prüfungen.
Wärmeleitfähigkeit, elektrische Leitfähigkeit, Dichte.

V. Jahrgang:

Metallografische Prüfung:

  Makro- und mikroskopische Untersuchungen. Allgemeine chemische
Untersuchungen. Werkstoffvorschriften nach ÖNORM, DIN.
Werkstoffprüfung und -kontrolle im Erzeuger- und Verbraucherbereich.

Grundlagen der Abnahmeprüfung.

Verbundwerkstoffe:

  Grundlagen, natürliche Verbundwerkstoffe, künstliche
Verbundwerkstoffe, Faserverbundwerkstoffe, Schichtverbundwerkstoffe,
Oberflächenschichten als Verbundwerkstoffkomponente,
Teilchenverbundwerkstoffe.


                 6.2 WÄRMETECHNIK UND ENERGIEWIRTSCHAFT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die wärmetechnischen Grundlagen für Wärmeentwicklung und
    Wärmeübertragung kennen, wie sie für die Verhüttung und
    Weiterverarbeitung von Metallen notwendig sind;
  - mit der Problematik der begrenzten Brennstoffreserven und deren
    ökologischen und ökonomischen Auswirkungen von Abgasen,
    Abwässern und Abwärme auf die Umwelt vertraut sein.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Energietechnik:

  Energiequellen, Energiehaushalt, erneuerbare und nicht erneuerbare
Energien. Energieträger, Brennstofftechnologie: Möglichkeiten der
Erzeugung flüssiger bzw. gasförmiger Brennstoffe aus Erdöl, Kohle
und Biomasse. Erdgas.

Industrieofentechnik:

  Der elektrisch beheizte Industrieofen (Widerstands-, Lichtbogen-
und Induktionsbeheizung). Der brennstoffbeheizte Industrieofen
(Chemie und Physik der Verbrennung, Kontrolle der Verbrennung,
Ermittlung der Verbrennungstemperatur). Verbrennungsvorrichtungen
(Feuerungen und Brenner).

IV. Jahrgang:

Industrieofentechnik:

  Wärmebilanz des Industrieofens. Ofengütegrad und
feuerungstechnischer Wirkungsgrad und ihre Anwendung.
Wärmeübertragung im Ofenraum. Ofenraumverluste. Wärmerückgewinnung.
Industrieofen und sein Verwendungszweck.


                           6.3 METALLURGIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Aufbereitungsverfahren und die Qualitätskriterien der
    Rohstoffe kennen;
  - die Metallurgie der Reduktions- und Raffinationsprozesse
    beherrschen;
  - mit den Recyclingverfahren beim Stahl und den Nichteisenmetallen
    vertraut sein;
  - über die Vorgänge bei der bildsamen Formgebung von Stahl und
    Nichteisenmetallen Bescheid wissen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Rohstoffvorbereitung:

  Beurteilung und Prüfung der Erze und Rohstoffe, Aufbereitung der
Rohstoffe, Brechen, Klassieren, Sortieren, Berechnung des
Sortiererfolges. Sintern, Pelletieren und Brikettieren.
Eigenschaften der Einsatz- und Zuschlagstoffe.

Grundlagen der Metallurgie:

  Physikalisch- chemische Grundlagen zum Ablauf metallurgischer
Reaktionen. Schlackengleichgewichte, Anforderungen an die Schlacken,
Aufarbeitung und Verwertung von Schlacken. Verhalten der
Begleitelemente in der Reduktionsmetallurgie und Einflüsse auf die
Qualität der Endprodukte.

IV. Jahrgang:

Pyrometallurgie:

  Direktreduktion, carbothermische Verfahren, Sauerstofffrischen bei
der Herstellung von Eisen- und Nichteisenmetallen.
Röstreaktionsverfahren bei der Verarbeitung sulfidischer Erze, bzw.
Konzentrate von Kupfer, Nickel und Blei. Metallurgie des
Schachtofenprozesses, Konvertermetallurgie.

Hydrometallurgie:

  Herstellen von Metallsalzlösungen, Laugenreinigung, Fällung des
Metalles durch Änderung des Redoxpotenzials. Fällung aus wässrigen
Lösungen und im Schmelzfluss. Anforderungen an den Elektrolyten.
Elektrochemische Vorgänge bei der Gewinnungselektrolyse.

V. Jahrgang:

Bildsame Formgebung:

  Struktur des gegossenen Stahles, Spannungstheorien, Kenngrößen der
plastischen Verformung, Plastizitätsbedingungen, Grundbegriffe des
Walzens, Formänderungsmechanismen.

Feinungs- und Raffinationsverfahren:

  Raffination von Eisen- und Nichteisenmetalle auf pyro- und
hydrometallurgischem Weg. Grundlagen und elektrochemische Vorgänge
bei der Raffinationselektrolyse in wässrigen und schmelzflüssigen
Elektrolyten, Vakuummetallurgie.

Metallrecycling:

  Bewertung und Eigenschaften der Sekundärrohstoffe und -produkte.
Energetische und wirtschaftliche Betrachtung der
Sekundärmetallurgie. Verarbeitung von metallischen und oxidischen
Altstoffen zur Gewinnung von Sekundärprodukten.

Verformungstechnik:

  Vorgänge im Walzspalt, Kalibrieren von Walzen, Thermomechanisches
Walzen, Freiformschmieden, Gesenkschmieden, Vorgänge im Gesenk,
Gestaltung von Gesenkschmiedestücken, Qualitätsanforderungen bei
Walzwerks- und Schmiedeerzeugnissen.


                6.4 MASCHINEN UND ANLAGEN IN HÜTTENWERKEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - mit den wichtigsten Anlagen und Maschinen bei der Aufbereitung
    vertraut sein;
  - die Anlagen und Maschinen bei der Herstellung und Verarbeitung
    von Roheisen, Stahl und Nichteisenmetalle kennen;
  - über die Maschinen für den Transport der Rohstoffe und Produkte,
    sowie über die Anlagen für die Energieversorgung Bescheid
    wissen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Aufbereitungsanlagen:

  Prinzip und Einsatz der wichtigsten Aggregate der Zerkleinerung,
Klassierung und Sortierung, Anlagen für das Entwässern,
Stückigmachen und Entstauben.

Anlagen bei der Reduktionsmetallurgie:

  Ofenkonstruktion, Ausmauerung, Energieversorgung, Kühlung und
Rohstoffzufuhr bei der Roheisenerzeugung.

Fördertechnik:

  Hebe- und Förderanlagen (Unstetig- und Stetig-Förderer), sowie
Anlagen für die Abgasreinigung in Hüttenwerken.

IV. Jahrgang:

Anlagen beim Formguss:

  Anlagen zum Prüfen und für die Aufbereitung von Formstoffen,
Modellbau und Kernherstellung. Maschinen zur Formherstellung und
Anlagen des Formgießens.

Anlagen bei der Verformungstechnik:

  Walzgerüste, Walzen, Walzenkühlung, Hilfseinrichtungen der
Walzwerke, Kühlanlagen, Schneid- und Kanteinrichtungen, Rollgänge,
Walzwerks- und Schmiedeöfen, Schmiedewerkzeuge, Gestaltung der
Schmiedewerkzeuge.

Energietechnik:

  Pumpen, Hydraulikanlagen, Verdichter, Dampferzeugung und
Wärmetauscher.

V. Jahrgang:

Schmelz- und Gusstechnik:

  Die wichtigsten Aggregate zur Schmelz- und Legierungstechnik der
Gussmetalle und -legierungen; Kupolofen, Induktionstiegelofen, Herd-
und Trommelöfen. Anlagen zur Raffination und Entgasung von
Aluminiumschmelzen. Anlagen und Schmelzaggregate zur Schmelz- und
Legierungstechnik der wichtigsten Gussmetalle und -legierungen,
Stranggussanlagen

Schmiede- und Walzwerksanlagen:

  Halbzeugstraßen, Blech- und Bandstraßen sowie Profilwalzanlagen
(Draht-, Schienen-, Rohrwalzwerk) zur Stahl- und
Nichteisen-Metallformgebung. Schmiedemaschinen für das Freiform- und
Gesenkschmieden.


                 6.5 KERAMIK UND FEUERFESTE WERKSTOFFE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - aus den Gebieten der keramischen und hydraulischen
    Konstruktionswerkstoffe Grundlagen und Anwendungsbereiche
    kennen;
  - Produktentwicklung, Verfahrenstechnik und Qualitätskontrolle bei
    der Herstellung dieser Werkstoffe kennen;
  - die Bereiche Bau- und Gebrauchskeramik, Konstruktionskeramik,
    Feuerfestprodukte sowie Zementbaustoffe überblicken können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Grundlagen:

  Wesen und Struktur kristalliner und glasiger keramischer
Werkstoffe; Ionenbindung, Atombindung; thermische Eigenschaften,
elektrische Eigenschaften, Festigkeitseigenschaften; keramische Ein-
und Mehrphasensysteme; mechanische und thermoanalytische
Prüfverfahren; röntgenographische und lichtoptische Struktur- und
Eigenschaftsuntersuchungen.

Bau- und Gebrauchskeramik:

  Ziegelbaustoffe; Fliesen und Sanitärkeramik; keramische
Katalysatoren und Isolatoren; Porzellan und Geschirrkeramik;
Hochleistungs- und Konstruktionskeramik im Anlagen- und
Maschinenbau.

Feuerfestprodukte:

  Begriffsbestimmung und Systematik geformter und ungeformter
Feuerfestprodukte und deren natürliche und synthetische Rohstoffe.

Zementbaustoffe:

  Zement, Kalk, Gips; Konstruktionswerkstoff Beton; Grundzüge der
Herstellung; Produkteigenschaften, Anwendung und Prüfung in der
neuzeitlichen Baustofftechnik; Rohstoffauswahl.

V. Jahrgang:

Feuerfestprodukte:

  Produktentwicklung, Verfahrens- und Sintertechnologie;
Konstruktionsbeispiele, Einsatz und Produktauswahl in Wärme- und
Schmelzaggregaten insbesondere der Eisen- und Stahlindustrie;
Verschleißmechanismen und Beständigkeit feuerfester Werkstoffe unter
dem Einfluss von Hochtemperaturbeanspruchung und korrosiven Medien
dargelegt anhand von ausgewählten Beispielen aus der Betriebspraxis.


               6.6 MESS-, STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die Fachrichtung bedeutsamen Verfahren der Mess-,
    Steuerungs- und Regelungstechnik sowie die Bauarten und die
    Wirkungsweise der in der Praxis verwendeten Geräte kennen;
  - die einschlägigen Vorschriften und Normen kennen und beachten.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Messgeräte:

  Kenngrößen von Messgeräten. Messwertaufnehmer, Messwertumformung
und -übertragung.

Analoge Messverfahren:

  Verfahren für elektrische und nichtelektrische Größen. Sensoren
und Messwertumformer. Messwertübertragung. Anzeigegeräte.

Digitaltechnik:

  Kenngrößen. Logische Verknüpfungen. Codierung. Digitale
Messverfahren (Messverfahren für Zählgrößen, Analog-Digital-Wandler,
Digital-Analog-Wandler). Mikrocomputertechnik.

Steuerungstechnik:

  Unterscheidungsmerkmale und Grundstrukturen von Steuerungen.
Gesetzmäßiges Erfassen von Steuerungsaufgaben. Bauelemente von
Steuerungen.

V. Jahrgang:

Steuerungstechnik:

  Elektromechanische, elektronische, pneumatische und hydraulische
Steuerungssysteme. Programmierbare Steuerungen.

Regelungstechnik:

  Begriffe in der Regelungstechnik. Regelkreisglieder (Arten,
Zeitverhalten, Kennlinien). Stabilitätskriterien und Optimierung von
Regelkreisen.

  Mehrpunktregelungen. Fuzzylogik und Fuzzycontrol.

Stelltechnik:

  Übersicht. Stellantriebe, Stellglieder.

Leittechnik und Bussysteme.


                           6.7 BETRIEBSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - einzelne und vernetzte Aufgaben der betrieblichen Planung,
    Entscheidung und Kontrolle analysieren, beurteilen und lösen
    können;
  - die Managementfunktionen Organisation, Kommunikation,
    Motivation, Mitarbeiterführung und Konfliktlösung kennen lernen;
  - dem Einsatz der Produktionsfaktoren aufeinander abstimmen und
    optimieren können;
  - elementare kaufmännische und betriebstechnische Aufgaben lösen
    können;
  - die Strategien, Methoden und Techniken des Qualitätsmanagements
    kennen und umsetzen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Arbeitswissenschaft und Personalwirtschaft:

  Grundlagen der Arbeitswirtschaft (REFA, MTM);
Arbeitsplatzgestaltung; Grundlagen der Planung und Steuerung.
Logistik. Personalauswahl und Entlohnungssysteme.

Unternehmensführung und Betriebsorganisation:

  Betriebliche Personalwirtschaft, betriebliche Aus- und
Weiterbildung, Mitarbeitermotivation und Leistungsanreize,
Mitarbeiterführung, Konfliktmanagement, Beteiligungssysteme,
Arbeitszeitmodelle. Betriebliche Aufbau- und Ablauforganisation.
Kommunkationssysteme; Projektorganisation (Projektmanagement,
Projektplanung, Netzplantechnik). Produktionsfaktoren.

Rechnungswesen:

  Begriffe. Ausgaben. Aufwand, Kosten, Kostenarten, Kostenstellen-
und Kostenträgerrechnung. Voll- und Teilkostenrechnung. Grundlagen
der Investitionsrechnung (statisch, dynamisch).

Qualitätsmanagement:

  Qualitätssysteme, Qualitätsplanung, Qualitätslenkung,
Qualitätsprüfung. TQM-Prinzipien.


                          6.8 LABORATORIUM

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Laboratorium''
im Abschnitt A.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

  Weitere Übungen aus den Lehrstoffbereichen der Pflichtgegenstände
,,Technologie der Werkstoffe'', ,,Metallurgie'', ,,Maschinen und
Anlagen in Hüttenwerken'', ,,Keramik und feuerfeste Werkstoffe''
sowie ,,Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik''.


                           6.9 WERKSTÄTTE

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Werkstätte'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Mechanische Werkstätte:

  Fräs- und Bohrarbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
Verzahnungen mit Teilapparat. Fräsen und Bohren nach
Koordinatensystem. Dreharbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
Formdrehen, Außermittedrehen, Kegeldrehen, Gewindesonderformen,
mehrgängige Innen- und Außengewinde, Arbeiten an numerisch
gesteuerten Maschinen. Erstellen von CNC-Programmen.

Werkzeug- und Vorrichtungsbau:

  Herstellen von Vorrichtungen, Schnitt-, Spritz- und
Druckgusswerkzeugen. Wärmebehandlung des Stahles, Härteprüfung.
Schleifen und Abziehen von Schneidewerkzeugen. Rund-, Form- und
Flachschleifen.

Blechbearbeitung und Stahlbau:

  Arbeiten an Blechbearbeitungsmaschinen und pneumatischen und
hydraulischen Arbeitsgeräten. Punktschweißen. Ausführung von
Stahlbauarbeiten in branchenüblicher schweißtechnischer Ausführung
(Schweißkantenvorbereitung, Heft- und Schweißfolge nach
Schweißplan). Anwendung der im Stahlbau verwendeten Verbindungs- und
Befestigungssysteme. Oberflächentechnik (Korrosionsschutz durch
Anstrich; Anwendung von Beschichtungswerkstoffen).

Arbeitsvorbereitung:

  Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung. Arbeitsaufträge. Vor- und
Nachkalkulation. Werkstattzeichnungen. Beschaffungswesen. Berechnung
der Produktionskosten aller Aufträge der Schulwerkstätte.


          B.7 TECHNISCHE GEBÄUDEAUSRÜSTUNG UND ENERGIEPLANUNG

                            7.1 BAUTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für den Ausbildungsschwerpunkt bedeutsamen Baustoffe und
    Verfahren der Bautechnik kennen;
  - eine Übersicht über die Baustoffe und ihre Anwendung erlangen
    und einfache Vermessungsarbeiten beschreiben können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Hochbau:

  Baustoffe. Bauweisen; konstruktive Systeme, konstruktive Elemente.
Bauplanung. Bauabwicklung. Baurechtliche Vorschriften.

Vermessungswesen:

  Aufmaß, Nivellierinstrument (Aufbau, Anwendung), Absteckung.

Gebäudeausrüstung:

  Technische Räume; Anordnung, Gestaltung (Heizraum, Fang,
Brennstofflager, Schutzräume, Versorgungsräume). Bauliche
Einrichtungen für Wasser, elektrische Energie und Lüftung.

IV. Jahrgang:

Bauphysik:

  Wärmeschutz. Wärmespeicherung. Feuchteschutz. Dampfdiffusion.
Schallschutz (Grundlagen des Schalls, bauliche Schutzmaßnahmen,
Schallschutz an Versorgungs- und Entsorgungseinrichtungen).

Gebäudeausrüstung:

  Vorplanung für die Verlegung von Versorgungs- und
Entsorgungsleitungen; Installationsschächte, Vormauerung und
Schlitzpläne. Brandschutz. Solararchitektur. Passive
sonnentechnische Systeme.


                          7.2 MECHANIK

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Mechanik'' im
Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

Wärmeerzeugung und -übertragung:

  Verbrennung. Leitung, Konvektion, Strahlung; Wärmedurchgang.


                7.3 MASCHINEN DER GEBÄUDETECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - den Aufbau, die Arbeitsweise und das Betriebsverhalten der für
    den Ausbildungsschwerpunkt bedeutsamen Kraft- und
    Arbeitsmaschinen kennen;
  - die Hauptabmessungen der wichtigsten Teile dieser Maschinen
    berechnen können.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Angewandte Hydromechanik.

Kreiselpumpen und Ventilatoren:

  Berechnung, Konstruktion, Betriebsverhalten und Regelung.

Fördertechnik:

  Förderanlagen der Gebäudetechnik, Aufzüge.

Kolbenmaschinen:

  Arten. Berechnung von Kolben- und Drehkolbenverdichtern.


                  7.4 HEIZUNGS-, KLIMA- UND KÄLTETECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Heizungs-, Klima- und Kälteanlagen planen und berechnen können;
  - die Wirkungsweise und das Betriebsverhalten aller
    facheinschlägigen Systeme und Anlagenteile kennen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Berechnungsgrundlagen:

  Meteorologische, physiologische, hygienische und wärmetechnische
Parameter, Heizlast- und Wärmebedarfsberechnung.

Wärmeverteilung:

  Raumheizkörper und Strahlungsheizflächen, Heizungssysteme und
Sicherheitseinrichtungen.

Wärmebereitstellung:

  Energieumwandlung und Brennertechnologie, Wirkungs- und
Nutzungsgrade, Heizkessel.

IV. Jahrgang:

Wärmebereitstellung:

  Gasgeräte und Gasversorgung. Großkessel, Heißwasser- und
Dampfkessel. Wärmetauscher. Dampfkesselwesen. Kraft-Wärme-Kopplung.
Abgasreinigung.

Anlagenkonzeption:

  Entwurf und Berechnung von Anlagensystemen (Öl- und
Gasfeuerungsanlagen, Fernheizanlagen, Dampfheizungen); gesetzliche
Vorschriften, Normen und Richtlinien.

Anlagenkonzeption für erneuerbare Energien:

  Grundlagen; Systeme (Solar-, Wärmepumpen- und Biomasseanlagen);
Dimensionierung.

V. Jahrgang:

Lüftungs- und Klimatechnik:

  Kühllastberechnung und Energiebedarf, Systeme und Bauteile.
Entwurf und Berechnung von Lüftungs- und Klimaanlagen,
Wärmerückgewinnung.

Kältetechnik:

  Aufbau und Funktion von Kälte- und Wärmepumpenanlagen, Ausführung
von Luftkühlanlagen.


                 7.5 SANITÄRTECHNIK UND WASSERVERSORGUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Voraussetzungen, die Verfahren und die Anlagen der
    Wasserversorgung und Wasserableitung, insbesondere in Wohn- und
    Industriebauten, gründlich kennen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Verwendung des Wassers:

  Wasserqualität, Schutz des Wassers.

Planung von Sanitäranlagen:

  Grundsätze, Darstellung in Plänen; Schemazeichnungen;
Montagezeichnungen.

Wasserversorgung von Objekten:

  Einrichtungsgegenstände, Wasserbedarfsgrößen, Versorgungssysteme,
Rohrweitenbestimmung.

IV. Jahrgang:

Trinkwasser und Nutzwassererwärmung:

  Systeme, Wärmeverluste, Bedarfsgrößen, Auslegung.

Wasserentsorgung von Grundstücken:

  Systeme, Anlagenteile, Bedarfsgrößen, Auslegung, Kotierung von
Abwassergrundleitungen.

Wassererschließungen:

  Quellen, Brunnen.

Eigenwasserversorgung:

  Systeme und Komponenten.

V. Jahrgang:

Feuerlöschleitungen und -anlagen.

Drucksteigerungsanlagen:

  Systeme, Komponenten.

Regenwasserspeicherung und -nutzung:

  Systeme, Komponenten, Berechnung.

Öffentliche Wasserversorgung:

  Anlagenteile, Wasserverteilung.

Pumpwerke im Ortsnetz:

  Systeme, Komponenten, Auslegung.

Grundsätzliches über Wasserspeicherung.

Öffentliche Abwasserentsorgung:

  Systeme, Komponenten.


                            7.6 ENERGIEPLANUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - für eine gegebene Problemstellung des Ausbildungsschwerpunktes
    ein nach technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten
    orientiertes Energiekonzept entwickeln können;
  - regenerative Energietechnologien technisch und wirtschaftlich
    optimal einsetzen können.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Optimierung des Energiekonzeptes:

  Auswahl des Bausystems, der Wärmeschutzmaßnahmen, der
Energieträger und des Heizungssystems. Energetische Bewertung,
Energiekennzahlen, Energiebedarf, Systeme der Energieaufbringung.

  Berücksichtigung von Förderungen. Möglichkeiten zur
Wärmerückgewinnung im Wohnhaus, im Gewerbe und in der
Landwirtschaft; Energiebuchhaltung.

Energieberatung:

  Fallbeispiele.


               7.7 MESS-, STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die Fachrichtung bedeutsamen Verfahren der Mess-,
    Steuerungs- und Regelungstechnik sowie die Bauarten und die
    Wirkungsweise der in der Praxis verwendeten Geräte kennen;
  - die einschlägigen Vorschriften und Normen kennen und beachten.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Messgeräte:

  Kenngrößen von Messgeräten. Messwertaufnehmer, Messwertumformung
und -übertragung.

Analoge Messverfahren:

  Verfahren für elektrische und nichtelektrische Größen. Sensoren
und Messwertumformer. Messwertübertragung. Anzeigegeräte.

Digitaltechnik:

  Kenngrößen. Logische Verknüpfungen. Codierung. Digitale
Messverfahren (Messverfahren für Zählgrößen, Analog-Digital-Wandler,
Digital-Analog-Wandler). Mikrocomputertechnik.

Steuerungstechnik:

  Unterscheidungsmerkmale und Grundstrukturen von Steuerungen.
Gesetzmäßiges Erfassen von Steuerungsaufgaben. Bauelemente von
Steuerungen.

V. Jahrgang:

Steuerungstechnik:

  Elektromechanische, elektronische, pneumatische und hydraulische
Steuerungssysteme. Programmierbare Steuerungen.

Regelungstechnik:

  Begriffe in der Regelungstechnik. Regelkreisglieder (Arten,
Zeitverhalten, Kennlinien). Stabilitätskriterien und Optimierung von
Regelkreisen.

  Mehrpunktregelungen. Fuzzylogik und Fuzzycontrol.

Stelltechnik:

  Übersicht. Stellantriebe, Stellglieder.

Leittechnik und Bussysteme.


                           7.8 BETRIEBSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - einzelne und vernetzte Aufgaben der betrieblichen Planung,
    Entscheidung und Kontrolle analysieren, beurteilen und lösen
    können;
  - die Managementfunktionen Organisation, Kommunikation,
    Motivation, Mitarbeiterführung und Konfliktlösung kennen lernen;
  - dem Einsatz der Produktionsfaktoren aufeinander abstimmen und
    optimieren können;
  - elementare kaufmännische und betriebstechnische Aufgaben lösen
    können;
  - die Strategien, Methoden und Techniken des Qualitätsmanagements
    kennen und umsetzen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Arbeitswissenschaft und Personalwirtschaft:

  Grundlagen der Arbeitswirtschaft (REFA, MTM);
Arbeitsplatzgestaltung; Grundlagen der Planung und Steuerung.
Logistik. Personalauswahl und Entlohnungssysteme.

Unternehmensführung und Betriebsorganisation:

  Betriebliche Personalwirtschaft, betriebliche Aus- und
Weiterbildung, Mitarbeitermotivation und Leistungsanreize,
Mitarbeiterführung, Konfliktmanagement, Beteiligungssysteme,
Arbeitszeitmodelle. Betriebliche Aufbau- und Ablauforganisation.
Kommunkationssysteme; Projektorganisation (Projektmanagement,
Projektplanung, Netzplantechnik). Produktionsfaktoren.

Rechnungswesen:

  Begriffe. Ausgaben. Aufwand, Kosten, Kostenarten, Kostenstellen-
und Kostenträgerrechnung. Voll- und Teilkostenrechnung. Grundlagen
der Investitionsrechnung (statisch, dynamisch).

Qualitätsmanagement:

  Qualitätssysteme, Qualitätsplanung, Qualitätslenkung,
Qualitätsprüfung. TQM-Prinzipien.


                        7.9 KONSTRUKTIONSÜBUNGEN

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes
,,Konstruktionsübungen und Produktentwicklung'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

  Projekte aus den Lehrstoffbereichen der Pflichtgegenstände
,,Maschinen der Gebäudetechnik'', ,,Heizungs-, Klima- und
Kältetechnik'' oder ,,Sanitärtechnik und Wasserversorgung''.


                      7.10 WERKSTÄTTENLABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die in der Praxis des Fachgebietes anfallenden Mess- und
    Prüfaufgaben sowie Sonderprobleme der Fertigung, die über den
    Rahmen der Werkstättenausbildung hinausgehen, lösen und
    dokumentieren können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Programmgesteuerte Werkzeugmaschinen:

  CNC-Programme.

Elektrotechnik:

  Anschließen von elektrischen Maschinen. Inbetriebsetzen von
Stromverbrauchern, Mess-, Schalt- und Steuergeräten.

Steuerungs- und Regelungstechnik:

  Elemente der Steuerungstechnik, Bausteine, logische
Grundfunktionen, Schaltplanentwurf, zeitabhängige Steuerungen.
Regelungen der Heizungstechnik.

Arbeitsvorbereitung:

  Rechnerunterstützte Arbeitsplanung, Arbeitssteuerung,
Arbeitsauftragserstellung und Produktionskostenberechnung,
statistische Auswertung. Führung von praxisüblichen Dateien;
Lagerhaltung.

Technische Gebäudeausrüstung:

  Inbetriebnahme von Anlagen der Sanitärtechnik und
Wasserversorgung, von Heizungsanlagen, Wärmepumpen und Gasgeräten.
Arbeiten am Kältekreis. Pflege und Wartung von Messgeräten.

V. Jahrgang:

Programmgesteuerte Werkzeugmaschinen:

  Manuelle und rechnerunterstützte Programmierung; Einsatz
verschiedener Werkzeuge an der Maschine.

Steuerungs- und Regelungstechnik:

  Signalaufnahme und Signalverarbeitung, fest verdrahtete und
freiprogrammierbare Steuerungen. Erarbeiten von Lösungsmöglichkeiten
komplexer industrieller Steuerungsaufgaben. Typische Anwendungen in
der technischen Gebäudeausrüstung.

Fertigungsmesstechnik und Qualitätssicherung:

  Messen mit mechanischen und elektrischen Längenmessgeräten und
Lehren; Qualitätsdaten, Aufbereitung, Prüfungsablauf,
Fehlerbeseitigung und -verhütung; Qualitätsberichterstattung.

Technische Gebäudeausrüstung:

  Einstellung und Störungsbehebung an Pumpen, Heizungs-, Lüftungs-,
Kälte- und Klimaanlagen.


                           7.11 WERKSTÄTTE

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Werkstätte'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Mechanische Werkstätte:

  Fräs- und Bohrarbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad. Fräsen
und Bohren nach Koordinatensystem. Wärmebehandlung des Stahls,
Härteprüfung. Schleifen. Manuelle Programmierung numerisch
gesteuerter Fräs- und Drehmaschinen. CNC-Programme. NC-Fertigung.

Arbeitsvorbereitung:

  Fertigungsplanung und Fertigungssteuerung. Arbeitsaufträge. Vor-
und Nachkalkulation. Beschaffungswesen. Führung praxisüblicher
Dateien; Lagerhaltung. Logistik der Abfallwirtschaft
(Abfallwirtschaftskonzept).

Werkstätte für Elektrotechnik:

  Niederspannungsinstallation. Inbetriebnahme und Wartung von
Verteil-, Sicherungs- und Schalteinrichtungen unter Beachtung der
elektrischen und mechanischen Schutzmaßnahmen. Anschließen von
elektrischen Maschinen. Inbetriebsetzung elektrischer Geräte.
Fehlersuche an elektrischen und elektronischen Geräten und Systemen.

Installationstechnik:

  Installationsarbeiten an Ortswasserversorgungsanlagen und
Rohrnetzen. Montage und Inbetriebnahme von Pumpenanlagen.
Rohrsysteme für Trinkwasser und Nutzwasser, Brauchwassererwärmung
und -bereitung mit ergänzenden Armaturen und Bauteilen. Montage von
Sanitärgegenständen und Feinarmaturen. Verlegen von
Abwasserrohrsystemen. Verlegung von Gasleitungen; Dichtheitsprüfung.
Gasgeräte, Abgasanlagen.

Heizungs-, Klima- und Kältetechnik:

  Heizungsanlagen (Rohrauswahl, Rohrverlegung, Armaturen),
Anschließen von Wärmeerzeugern (Heizkessel, Kollektoren),
Wärmeverteilern (Balken- und Rundverteiler) und Wärmeverbrauchern
(Heizkörper, Fußbodenheizung, Wandheizung, Konvektoren,
Warmwasserbereiter). Anschließen und Inbetriebnehmen von
lüftungstechnischen Anlagen. Aufbau eines Kältemittelkreislaufes.


                          B.8 UMWELTTECHNIK

             8.1 ANGEWANDTE CHEMIE, BIOLOGIE UND ÖKOLOGIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für den Lebensraum und die Berufspraxis bedeutsamen
    Gesetzmäßigkeiten und Methoden der Chemie kennen und bedeutsame
    chemischen Produktions- und Entsorgungstechniken kennen;
  - die Möglichkeiten und Grenzen der technischen, wirtschaftlichen
    und ökologischen Bewertung von Produkten erkennen;
  - Grundkenntnisse der Mikro- und Makrobiologie besitzen;
  - die notwendige naturwissenschaftliche Methodik zur Beobachtung
    und Untersuchung von Organismen kennen und den Evolutionsprozess
    verstehen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Biologie:

  Zelle (Struktur, Funktionen), Stoffwechsel. Mikroorganismen
(Bakterien, Viren, Pilze).

Ökologie:

  Systematik. Anpassung der Organismen an die Umwelt. Ökosysteme
(Gleichgewichte, Wechselwirkungen, anthropogene Eingriffe;
Naturlandschaft; Kulturlandschaft).

Biochemie:

  Kohlenhydrate, Fette, Eiweißstoffe, Hormone, Enzyme,
Photosynthese. Nucleinsäuren; Genetik und der genetische Code;
Transkription, Translation; Reproduktion. Biotechnologie;
Gentechnik.


              8.2 FERTIGUNGTECHNIK UND MASCHINENELEMENTE

  Ergänzung bzw. Fortführung der Pflichtgegenstände
,,Fertigungstechnik'' und ,,Maschinenelemente'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

Blechbearbeitung:

  Schneiden; Biegen, Tiefziehen. Werkzeuge, Maschinen.

Trennen und Spanen:

  Schneidverfahren; Schneidengeometrie. Span. Schnittkräfte,
Werkstoffe.

Werkstoffe:

  Sonderwerkstoffe (metallische und nichtmetallische) und
Verbundwerkstoffe.

Hydraulik und Pneumatik:

  Druck; Betriebsmittel. Hydraulische und pneumatische Antriebe.
Bauelemente.


                    8.3 ANLAGENBAU UND HAUSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die maschinenbauliche Komponenten eines industriellen
    Anlagenbaues und der Haus- und Versorgungstechnik kennen und
    einfache Aufgaben lösen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Komponenten des Anlagenbaus:

  Rohrleitungsbau (Rohrleitungskennlinie, Rohrleitungsnetze).
Apparatebau (Wärmetauscher, Behälter). Maschinen (Pumpen,
Verdichter, Stetigförderer). Korrosion, Korrosionsschutz.

V. Jahrgang:

Heizungstechnik:

  Grundlagen, Heizlast von Gebäuden, Jahresenergieverbrauch.
Konventionelle und alternative Heizsysteme, Entwurf und Berechnung.

Lüftungs-, Klima- und Kältetechnik:

  Hygienische Grundlagen, Lüftungsregeln, Kühllastberechnung,
Systeme und Komponenten der Lüftungs- und Klimaanlagen,
Wärmerückgewinnung, Optimierung von haustechnischen Anlagen und
Bauwerken als Gesamtsystem.


                        8.4 VERFAHRENSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Grundlagen der Verfahrenstechnik sowie die wichtigsten
    Apparate und Maschinen zur mechanischen, thermischen und
    chemischen Stoffumwandlung kennen;
  - Anlagen zur Verringerung von Schadstoffemissionen und der
    Rückgewinnung von Werkstoffen kennen.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Grundoperationen der mechanischen Verfahrenstechnik:

  Behandeln von Feststoffen (Zerkleinern, Sortieren, Kompaktieren).
Mechanische Abtrennung von Partikeln aus Flüssigkeiten und Gasen
(Filter, Abscheider, Zentrifugieren, Zyklone).

Grundoperationen der thermischen Verfahrenstechnik:

  Behandlung von flüssigen und gasförmigen Stoffen und
Stoffgemischen. Physikalische Möglichkeiten der Stofftrennung
fluider Stoffe (Adsorption, Absorption, Destillation, Extraktion),
Berechnungsverfahren.

V. Jahrgang:

Chemische und biochemische Reaktoren:

  Reaktionskinetik, Thermodynamik chemischer Prozesse, Verbrennung,
Stoff- und Wärmebilanzen. Aufbau der Apparate. Biotechnologische
Verfahren. Kombination verfahrenstechnischer Operationen und deren
Darstellung in Fließbildern.

  Spezielle verfahrenstechnische Anlagen.


                     8.5 ENERGIE- UND UMWELTTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - grundlegende Kenntnisse über Aufbau, Arbeitsweise und
    Betriebsverhalten moderner Anlagen zu Energieumwandlung und
    -versorgung besitzen und deren Auswirkungen auf die Umwelt
    erkennen;
  - soll die Verfahren der Umwelttechnik kennen und einfache
    Anlagenkonzepte selbst erstellen können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Müllbewirtschaftung:

  Haus-, Gewerbe-, Industriemüll, Sonderabfall, Müllanfall,
Müllvermeidung, Recycling, Verbrennung, Kompostierung, Deponierung
des Mülls, Müll als Rohstoff, Sonderabfallbehandlung. Anlagen und
Transportsysteme. Wirtschaftlicher Einsatzbereich der einzelnen
Technologien, emissionstechnische Betrachtung. Aufbearbeitung
kontaminierter Böden.

Lärm:

  Physikalische Grundlagen, Berechnungsverfahren. Schall
(Entstehung, Ausbreitung, Messung und Berechnung). Maßnahmen zur
Lärmbekämpfung.

IV. Jahrgang:

Luftreinhaltung:

  Meteorologische Grundlagen, meteorologische Messungen; gasförmige,
flüssige, staubförmige Luftverunreinigung. Geruchstoffe
(Ausarbeitung und Bewertung). Emissions-Imissions-Kataster in
nationaler und internationaler Betrachtung; Abscheiden von
Verunreinigungen (Filter, Zyklone, Adsorber, Wäscher).

Brauch- und Abwasser:

  Anfall, Zusammensetzung, Aufbereitungstechnik. Behandlung
kommunaler und industrieller Abwässer, Kreislaufsysteme, Kläranlagen
(Auslegung, Berechnung, Planung). Schlammanfall, Schlammbehandlung.
Kleinkläranlagen, Pflanzenkläranlagen. Systemvergleich und
Projektoren in funktionaler und wirtschaftlicher Hinsicht.
Emissionstechnische Betrachtung.

V. Jahrgang:

Energietechnik:

  Kraftwerksanlagen; Kraft-Wärme-Kupplung; Fernheizanlagen.
Alternative und additive Energien aus Sonne, Wind, Wasserstoff,
Biogas, Biomasse, Geothermie, Gezeiten, Brennstoffzelle.
Energiesparmaßnahmen. Wärmedämmung, Wärmerückgewinnung, Wärmepumpen.

Energieplanung:

  Energiebedarf, Energieverteilung, Energietransport,
Energiespeicherung, Energiekosten, betriebs- und
volkswirtschaftliche Betrachtung für den Einzelabnehmer wie auch für
die Volkswirtschaft. Organisation der Energiewirtschaft.
Energietechnik aus ökonomischer und ökologischer Sicht
(Wirtschaftlichkeitsvergleiche). Energieaufbringung und Umwandlung,
Stoff- und Energiebilanzen.


                  8.6 BETRIEBS- UND SICHERHEITSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - einzelne und vernetzte Aufgaben der betrieblichen Planung,
    Entscheidung und Kontrolle analysieren, beurteilen und lösen
    können;
  - Managementfunktionen wie Organisation, Kommunikation,
    Motivation, Mitarbeiterführung und Konfliktlösung kennen lernen;
  - die sicherheitstechnischen Anforderungen an den Betrieb kennen
    und bei der Planung und Überwachung anwenden können.
  - dem Einsatz der Produktionsfaktoren aufeinander abstimmen und
    optimieren können;
  - elementare kaufmännische und betriebstechnische Aufgaben lösen
    können;
  - die Strategien, Methoden und Techniken des Qualitätsmanagements
    kennen und umsetzen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Arbeitswissenschaft und Personalwirtschaft:

  Grundlagen der Arbeitswirtschaft (REFA, MTM);
Arbeitsplatzgestaltung; Grundlagen der Planung und Steuerung.
Logistik. Personalauswahl und Entlohnungssysteme.

Unternehmensführung und Betriebsorganisation:

  Betriebliche Personalwirtschaft, betriebliche Aus- und
Weiterbildung, Mitarbeitermotivation und Leistungsanreize,
Mitarbeiterführung, Konfliktmanagement, Beteiligungssysteme,
Arbeitszeitmodelle. Betriebliche Aufbau- und Ablauforganisation.
Kommunkationssysteme; Projektorganisation (Projektmanagement,
Projektplanung, Netzplantechnik). Produktionsfaktoren.

Rechnungswesen:

  Begriffe. Ausgaben. Aufwand, Kosten, Kostenarten, Kostenstellen-
und Kostenträgerrechnung. Voll- und Teilkostenrechnung. Grundlagen
der Investitionsrechnung (Statisch, dynamisch).

V. Jahrgang:

Controlling:

  Taktische Planung und Kontrolle. Formalziele (Erfolg,
Wirtschaftlichkeit, Liquidität). Systemorientierte
Unternehmensführung. Strategisches und operatives Controlling.

Qualitätsmanagement:

  Qualitätssysteme, Qualitätsplanung, Qualitätslenkung,
Qualitätsprüfung. Kosten und Controlling. TQM-Prinzipien.
Computerunterstützte Qualitätssicherung.

Sicherheitstechnik:

  Rechtliche Grundlagen des Arbeitnehmerschutzes, Zivilschutz,
Strahlenschutz, vorbeugender Brandschutz, Explosionsschutz,
genehmigungspflichtige Betriebsanlagen, MAK-Werte, Grenzwerte,
Umgang mit gefährlichen Gütern, Aufgaben der
Sicherheitsvertrauensperson, Berufskrankheiten.


             8.7 MESS-, STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die Fachrichtung bedeutsamen Verfahren der Mess-,
    Steuerungs- und Regelungstechnik sowie die Bauarten und die
    Wirkungsweise der in der Praxis verwendeten Geräte kennen;
  - die einschlägigen Vorschriften und Normen kennen und beachten.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Messgeräte:

  Kenngrößen von Messgeräten. Messwertaufnehmer, Messwertumformung
und -übertragung.

Analoge Messverfahren:

  Verfahren für elektrische und nichtelektrische Größen. Sensoren
und Messwertumformer. Messwertübertragung. Anzeigegeräte.

Digitaltechnik:

  Kenngrößen. Logische Verknüpfungen. Codierung. Digitale
Messverfahren (Messverfahren für Zählgrößen, Analog-Digital-Wandler,
Digital-Analog-Wandler). Mikrocomputertechnik.

Steuerungstechnik:

  Unterscheidungsmerkmale und Grundstrukturen von Steuerungen.
Gesetzmäßiges Erfassen von Steuerungsaufgaben. Bauelemente von
Steuerungen.

V. Jahrgang:

Steuerungstechnik:

  Elektromechanische, elektronische, pneumatische und hydraulische
Steuerungssysteme. Programmierbare Steuerungen.

Regelungstechnik:

  Begriffe in der Regelungstechnik. Regelkreisglieder (Arten,
Zeitverhalten, Kennlinien). Stabilitätskriterien und Optimierung von
Regelkreisen.

  Mehrpunktregelungen. Fuzzylogik und Fuzzycontrol.

Stelltechnik:

  Übersicht. Stellantriebe, Stellglieder.

Leittechnik und Bussysteme.


                          8.8 KONSTRUKTIONSÜBUNGEN

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes
,,Konstruktionsübungen und Produktentwicklung'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

  Projekte aus den Lehrstoffbereichen der Pflichtgegenstände
,,Anlagenbau und Haustechnik'' oder ,,Energie- und Umwelttechnik''.


                           8.9 LABORATORIUM

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Laboratorium''
im Abschnitt A.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

  Übungen aus den Lehrstoffbereichen der Pflichtgegenstände
,,Fertigungstechnik und Maschinenelemente'', ,,Anlagenbau und
Haustechnik'', ,,Verfahrenstechnik'', ,,Energie- und Umwelttechnik''
und ,,Betriebs- und Sicherheitstechnik''.


                     8.10 WERKSTÄTTENLABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die in der Praxis des Fachgebietes anfallenden Mess- und
    Prüfaufgaben sowie Sonderprobleme der Fertigung, die über den
    Rahmen der Werkstättenausbildung hinausgehen, lösen und
    dokumentieren können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Programmgesteuerte Werkzeugmaschinen:

  CNC-Programme.

Elektrotechnik und Regelungstechnik:

  Anschließen von elektrischen Maschinen. Inbetriebsetzen von
Stromverbrauchern sowie Mess-, Schalt- und Steuergeräten. Elemente
der Steuerungstechnik, Schaltplanentwurf, zeitabhängige Steuerungen.
Regelungen der Heizungstechnik.

Arbeitsvorbereitung:

  Rechnerunterstützte Arbeitsplanung, Arbeitssteuerung,
Arbeitsauftragserstellung und Produktionskostenberechnung,
statistische Auswertung. Führung von praxisüblichen Dateien;
Lagerhaltung.

Umwelt- und Gebäudetechnik:

  Arbeiten an Heizungsanlagen, an Anlagen zu alternativen
Energieerzeugung, an Gasgeräten und am Kältekreis. Einstellung und
Störungsbehebung an Pumpen, Heizungs-, Lüftungs-, Kälte- und
Klimaanlagen.


                            8.11 WERKSTÄTTE

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Werkstätte'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Mechanische Werkstätte:

  Arbeiten an numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen,
Programmierung numerisch gesteuerter Fräs- und Drehmaschinen.

Blechbearbeitung und Stahlbau:

  Arbeiten an Blechbearbeitungsmaschinen und pneumatischen und
hydraulischen Arbeitsgeräten. Punktschweißen. Ausführung von
Stahlbauarbeiten in branchenüblicher schweißtechnischer Ausführung
(Schweißkantenvorbereitung, Heft- und Schweißfolge nach
Schweißplan). Anwendung der im Stahlbau verwendeten Verbindungs- und
Befestigungssysteme. Korrosionsschutz durch Anstrich; Anwendung von
Beschichtungswerkstoffen. Bauelemente der Lüftungstechnik.

Gas-, Wasser- und Heizungsinstallation :

  Anschließen von Wasserversorgungseinrichtungen, Heizungen und
sanitären Anlagen. Dichtheitsprüfung. Verlegen von Versorgungs-,
Abfluss- und Abgasleitungen. Feststellen und Beheben von Fehlern an
Leitungen und Anlagen. Anlagen für Alternativenergien und
Solartechnik.

Elektroinstallation:

  Elektrotechnische Grundfertigkeiten. Niederspannungsinstallation.
Montage, Inbetriebnahme und Reparatur unter Beachtung der
elektrischen und mechanischen Schutzmaßnahmen. Anschluss,
Inbetriebnahme und Funktionsprüfung von Stromverbrauchern; Mess-,
Schalt- und Steuergeräten. Abschirmung und Abschaltung elektrischer
Anlagen sowie Überwachung im Ruhezustand. Feststellen und Beheben
von elektrischen Störungen. Aufbau, Prüfen, Inbetriebnahme und
Warten von Steuerungen. Fehlersuche und Fehlerbehebung.

Arbeitsvorbereitung :

  Rechnerunterstützte Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung.
Arbeitsaufträge. CAD-CAM-Kopplung. Vor- und Nachkalkulation.
Beschaffungswesen. Führung praxisüblicher Dateien; Lagerhaltung.


                         B.9 WAFFENTECHNIK

                            9.1 MECHANIK

Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Mechanik'' im
Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

Festigkeit von Werkstoffen:

  Ebener Spannungszustand. Knickung.

Dynamik:

  Elastische und inelastische Stoßprozesse.


                        9.2 FERTIGUNGSTECHNIK

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Fertigungstechnik'' im
Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Blechbearbeitung:

  Schneiden; Biegen, Tiefziehen. Werkzeuge, Maschinen.

Trennen:

  Autogenes Brennschneiden, Plasmaschneiden, Laserschneiden,
Flüssigkeitsschneiden.

Abtragen:

  Funkenerosion. Elektrochemisches Abtragen.

Spanende Fertigung:

  Schneidengeometrie, Spanbildung, Spanformen, Schnittkräfte,
Schneidwerkstoffe.

IV. Jahrgang:

Spanende Fertigung:

  Verfahren, Einsatzgebiete.

Maschinen:

  Bauformen, Gestelle, Führungen, Antriebe, Linearachsen,
Wegmesssysteme, Getriebe; Werkzeugträger (feste, schaltbare).
Werkzeugmagazine, Werkzeugwechsler, Spannmittel.

Werkzeuge:

  Formen spanender Werkzeuge (Dreh-, Fräs-, Bohr- und
Schleifwerkzeuge); verfahrensspezifische Ausprägungen (Leistung,
Stabilität, Spanabfuhr, Kosten).

Steuerungen:

  Steuerungsarten; Programmierung. Computergestützte Methoden der
Programmerstellung.

V. Jahrgang:

Datenerfassung und -verarbeitung:

  Maschinen- und Betriebsdaten. Technologie-, Werkzeug- und
Maschinendatenbanken. DNC-Technik.

Auswahl der Fertigungsverfahren:

  Leistungs- und Qualitätsoptimierung. Stückkosten (Einflussgrößen.
Serien- und Losgrößen); Werkzeugart und Zahl (Universal-, Form-,
mehrschneidige und aktive Werkzeuge). Standzeit; Instandsetzung;
Reservehaltung.

Bearbeitungsverfahren:

  Feinstbearbeitung. Anwendung von Laser-, Elektronen- und
Flüssigkeitsstrahlen; Ultraschall; Feinschmieden, Ätzverfahren.
Druck-, Schleuder- und Spritzguss.


                          9.3 WAFFENTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Funktionsweise der Schusswaffen und Schießgeräten kennen;
  - die in Waffensystemen auftretenden Bewegungsabläufe erfassen und
    beschreiben können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Handfeuerwaffen:

  Geschichtliche Entwicklung, Einteilung.

Kipplaufwaffen:

  Bauarten, Verschlussarten, Schlossarten, Gewehrläufe,
Laufeinrichtungen, Einsteckläufe, Visiereinrichtungen.

Gesetzliche Bestimmungen:

  Waffengesetz, Begriffsbestimmungen (nach ÖNORM), Beschusssystem.

Revolver:

  Einteilung, Merkmale und Funktionen, Bauarten.

IV. Jahrgang:

Schusswaffen:

  Einzellader mit Zylinder- und Blockverschluss. Mehrlader oder
Repetierer mit Zylinderverschluss, Unterhebelrepetierer,
Vorderschaftsrepetierer. Sportwaffen, Schusswaffen mit Druckluft
oder Kohlendioxid als Treibmittel.

Federelemente:

  Biege- und Torsionsfeder.

V. Jahrgang:

Schusswaffen:

  Halbautomatische Schusswaffen, Kurzwaffen, Langwaffen,
vollautomatische Schusswaffen mit Fremdantrieb.

Baugruppen:

  Lauf, Verschlusssystem, Abzugssystem mit Sicherungssystem,
Ladeeinrichtungen, Gehäuse, Waffenlagerung.

Federelemente:

  Magazinfedern, Gasfedern.


          9.4 MUNITION, BALLISTIK UND TECHNISCHE WAFFENOPTIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Komponenten und den Aufbau von Munition kennen;
  - ballistische Vorgänge beschreiben und berechnen können;
  - Trefferbilder unter Einbeziehung statistischer Methoden
    auswerten können;
  - den Aufbau und die Funktion von mechanischen und optischen
    Zielgeräten kennen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Äußere Ballistik:

  Geschoßbewegung ohne Luftwiderstand (Bahnkurve, Scheitelpunkt,
Momentangeschwindigkeit, Richtungswinkel, Flugzeit, Hauptsche
Formel). Flugbahnen mit konstantem Abgangswinkel. Schuss auf
geneigter Ebene. Geschoßbewegung in Luft (Luftwiderstand,
Luftwiderstandsgesetze).

  Außerballistische Messverfahren.

IV. Jahrgang:

Waffenoptik:

  Elektromagnetische Wellen (Spektrum, Interferenz, Beugung,
Polarisation). Fotometrie. Terrestrisches Fernrohr. Lichtverstärker.
Radar. Infrarotgeräte.

V. Jahrgang:

Munitionstechnik:

  Aufbau; Anwendungsbereiche. Schallerscheinungen beim Schuss.
Stabilisierung von Geschoßen.

Zielballistik:

  Geschoßstreuung (Theorie, Wahrscheinlichkeit des Treffens).
Auswertung von Trefferbildern.


                       9.5 MASCHINEN UND ANLAGEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - den Aufbau, die Arbeitsweise und das Betriebsverhalten der
    gebräuchlichen Kraft- und Arbeitsmaschinen und wichtige
    Entscheidungsmerkmale für ihren wirtschaftlichen Einsatz kennen;
  - ihre Hauptabmessungen berechnen können.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Hebe- und Fördermaschinen:

  Arten; Hauptabmessungen, Betriebsverhalten.

Strömungsmaschinen:

  Arten; Pumpen, Verdichter, Wasserturbinen, Dampf- und Gasturbinen
(Hauptabmessungen, Betriebsverhalten).

Anlagen zur Erzeugung konventioneller und Nutzung alternativer
Energie.


             9.6 MESS-, STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die Fachrichtung bedeutsamen Verfahren der Mess-,
    Steuerungs- und Regelungstechnik sowie die Bauarten und die
    Wirkungsweise der in der Praxis verwendeten Geräte kennen;
  - die einschlägigen Vorschriften und Normen kennen und beachten.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Messgeräte:

  Kenngrößen von Messgeräten. Messwertaufnehmer, Messwertumformung
und -übertragung.

Analoge Messverfahren:

  Verfahren für elektrische und nichtelektrische Größen. Sensoren
und Messwertumformer. Messwertübertragung. Anzeigegeräte.

Digitaltechnik:

  Kenngrößen. Logische Verknüpfungen. Codierung. Digitale
Messverfahren (Messverfahren für Zählgrößen, Analog-Digital-Wandler,
Digital-Analog-Wandler). Mikrocomputertechnik.

Steuerungstechnik:

  Unterscheidungsmerkmale und Grundstrukturen von Steuerungen.
Gesetzmäßiges Erfassen von Steuerungsaufgaben. Bauelemente von
Steuerungen.

V. Jahrgang:

Steuerungstechnik:

  Elektromechanische, elektronische, pneumatische und hydraulische
Steuerungssysteme. Programmierbare Steuerungen.

Regelungstechnik:

  Begriffe in der Regelungstechnik. Regelkreisglieder (Arten,
Zeitverhalten, Kennlinien). Stabilitätskriterien und Optimierung von
Regelkreisen.

  Mehrpunktregelungen. Fuzzylogik und Fuzzycontrol.

Stelltechnik:

  Übersicht. Stellantriebe, Stellglieder.

Leittechnik und Bussysteme.


                          9.7 BETRIEBSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - einzelne und vernetzte Aufgaben der betrieblichen Planung,
    Entscheidung und Kontrolle analysieren, beurteilen und lösen
    können;
  - die Managementfunktionen Organisation, Kommunikation,
    Motivation, Mitarbeiterführung und Konfliktlösung kennen lernen;
  - dem Einsatz der Produktionsfaktoren aufeinander abstimmen und
    optimieren können;
  - elementare kaufmännische und betriebstechnische Aufgaben lösen
    können;
  - die Strategien, Methoden und Techniken des Qualitätsmanagements
    kennen und umsetzen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Arbeitswissenschaft und Personalwirtschaft:

  Grundlagen der Arbeitswirtschaft (REFA, MTM);
Arbeitsplatzgestaltung; Grundlagen der Planung und Steuerung.
Logistik. Personalauswahl und Entlohnungssysteme.

Unternehmensführung und Betriebsorganisation:

  Betriebliche Personalwirtschaft, betriebliche Aus- und
Weiterbildung, Mitarbeitermotivation und Leistungsanreize,
Mitarbeiterführung, Konfliktmanagement, Beteiligungssysteme,
Arbeitszeitmodelle. Betriebliche Aufbau- und Ablauforganisation.
Kommunikationssysteme; Projektorganisation (Projektmanagement,
Projektplanung, Netzplantechnik). Produktionsfaktoren.

Rechnungswesen:

  Begriffe. Ausgaben. Aufwand, Kosten, Kostenarten, Kostenstellen-
und Kostenträgerrechnung. Voll- und Teilkostenrechnung. Grundlagen
der Investitionsrechnung (statisch, dynamisch).

Qualitätsmanagement:

  Qualitätssysteme, Qualitätsplanung, Qualitätslenkung,
Qualitätsprüfung. TQM-Prinzipien.


                       9.8 KONSTRUKTIONSÜBUNGEN

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes
,,Konstruktionsübungen und Produktentwicklung'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

IV. und V. Jahrgang:

  Siehe Abschnitt A., und weiters:

  Projekte aus den Lehrstoffbereichen der Pflichtgegenstände
,,Fertigungstechnik'', ,,Waffentechnik'' und ,,Munition, Ballistik
und technische Waffenoptik''.


                      9.9 WERKSTÄTTENLABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die in der Praxis des Fachgebietes anfallenden Mess- und
    Prüfaufgaben sowie Sonderprobleme der Fertigung, die über den
    Rahmen der Werkstättenausbildung hinausgehen, lösen und
    dokumentieren können;
  - praxisnahe Projekte mit den Instrumenten der Planung,
    Kostenrechnung, Fertigung und Qualitätssicherung abwickeln
    können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Programmgesteuerte Werkzeugmaschinen:

  CNC-Programme. Sonderprobleme der Zerspanungstechnik.

Elektrotechnik und Elektronik:

  Anschließen von elektrischen Maschinen. Inbetriebsetzen von
Stromverbrauchern, Mess-, Schalt- und Steuergeräten. Fehlersuche an
elektrischen und elektronischen Geräten und Systemen.

Steuerungstechnik:

  Elemente der Steuerungstechnik, Bausteine, logische
Grundfunktionen, Schaltplanentwurf, Darstellung von
Bewegungsabläufen, weg- und zeitabhängige Steuerungen.

Arbeitsvorbereitung:

  Rechnerunterstützte Arbeitsplanung, Arbeitsteuerung und
Arbeitsauftragserstellung und Produktionskostenberechnung,
statistische Auswertung. Führung von praxisüblichen Dateien;
Lagerhaltung.

V. Jahrgang:

Programmgesteuerte Werkzeugmaschinen:

  Manuelle und rechnerunterstützte Programmierung; Einsatz
verschiedener Werkzeuge an der Maschine.

Fertigungsmesstechnik und Qualitätssicherung:

  Messen mit mechanischen und elektrischen Längenmessgeräten,
Lehren, Mess- und Profilprojektoren, Oberflächenrauigkeitsmessungen;
Qualitätsdaten; Aufbereitung, Prüfungsablauf, Fehlerbeseitigung und
-verhütung; Qualitätsberichterstattung.

Arbeitsvorbereitung:

  Rechnergestützte Planungs- und Steuerungsaufgaben,
rechnerunterstützte Zeichnungserstellung, rechnerunterstützte
Fertigung.

Ballistik und Waffentechnik:

  Wiederladen, Gasdruck- und Geschwindigkeitsmessung; Auswertung von
Trefferbildern.


                           9.10 WERKSTÄTTE

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Werkstätte'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Mechanische Werkstätte:

  Fräs- und Bohrarbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
Verzahnungen mit Teilapparat. Fräsen und Bohren nach
Koordinatensystem. Dreharbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
Formdrehen, Außermittedrehen, Kegeldrehen, Gewindesonderformen,
mehrgängige Innen- und Außengewinde.

CNC-Werkstätte:

  Arbeiten an numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen.

Jagd- und Sportwaffenbau:

  Baskulieren, Anfertigen des Verschlusses, Einpassen und Montieren
der Spann-, Abzugs- und Zündungseinrichtungen. Regulieren des
Waffensystems. Schäften. Laufinnenbearbeitung.

Schießstand:

  Montage von mechanischen und optischen Zieleinrichtungen.

Arbeitsvorbereitung:

  Ausstellen von Fertigungsplänen; Ausstellen von Arbeitspapieren,
Abrechnen von Werkstättenaufträgen.

Werkstätte für Elektrotechnik:

  Niederspannungsinstallation, Zurichten und Verlegen von Leitungen,
Herstellen von Verbindungen. Installationsschaltungen.
Inbetriebnahme und Wartung von Verteil-, Sicherungs- und
Schalteinrichtungen unter Beachtung der elektrischen und
mechanischen Schutzmaßnahmen.


                            PFLICHTPRAKTIKUM

  Siehe Anlage 1.


        C. FREIGEGENSTÄNDE, UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN, FÖRDERUNTERRICHT

                          C.1 FREIGEGENSTÄNDE

                 KOMMUNIKATION UND PRÄSENTATIONSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Sprache und nonverbale Signale gezielt einsetzen, Emotionen in
    der Diskussion kontrollieren sowie Gespräche, Vorträge und
    Präsentationen in deutscher und englischer Sprache führen
    können;
  - seine eigene Persönlichkeit sowie Inhalte mit technischen
    Hilfsmitteln wirksam präsentieren können;
  - Diskussionen, Arbeitsbesprechungen und Konferenzen gezielt
    leiten und koordinieren können.

Lehrstoff:

I. bis V. Jahrgang:

Kommunikation, Rhetorik und Redetechnik:

  Rede- und Referatsvorbereitung, Sprachformulierungen,
Präsentationshilfen.

Präsentation:

  Technischer und strategischer Aufbau, Gestaltung von
Präsentationsmitteln, technische Hilfsmittel.

Moderation:

  Diskussionsführung, Zusammenfassen von Statements, Zeit- und
Konfliktmanagement.


                       ZWEITE LEBENDE FREMDSPRACHE

  Siehe Anlage 1.


                        C.2 UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN

                               LEIBESÜBUNGEN

  Siehe Anlage 1.


                           C.3 FÖRDERUNTERRICHT

  Siehe Anlage 1.


                                                        Anlage 1.1.6

             LEHRPLAN DER HÖHEREN LEHRANSTALT FÜR MECHATRONIK

                            I. STUNDENTAFEL 1)

            (Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen
                          Unterrichtsgegenstände)
--------------------------------------------------------------------
                                Wochenstunden               Lehrver-
A. Pflichtgegenstände                                        pflich-
                                  Jahrgang         Summe     tungs-
                            I. II. III. IV.  V.              gruppe
--------------------------------------------------------------------
 1. Religion .............   2   2   2   2   2       10       (III)
 2. Deutsch ..............   3   2   2   2   2       11        (I)
 3. Englisch .............   2   2   2   2   3       11        (I)
 4. Geschichte und
    politische Bildung ...   -   -   -   2   2        4        III
 5. Leibesübungen ........   2   2   2   1   1        8       (IVa)
 6. Geographie und
    Wirtschaftskunde .....   2   2   -   -   -        4       (III)
 7. Wirtschaft und Recht .   -   -   -   2   3        5        III
 8. Angewandte Mathematik    4   3   3   2   2       14        (I)
 9. Darstellende Geometrie   2   -   -   -   -        2        (I)
10. Angewandte Physik ....   2   2   2   -   -        6        (II)
11. Angewandte Chemie und
    Ökologie .............   3   2   -   -   -        5         II
12. Angewandte Informatik    -   2   2   -   -        4         I
13. Mechanik und Elemente
    der Mechatronik ......   3   2   -   -   -        5         I
14. Fertigungstechnik ....   2   2   -   -   -        4         I
15. Elektrotechnik 2) ....   -   4   2   -   -        6        (I)
16. Betriebstechnik und
    Qualitätsmanagement ..   -   -   -   2   2        4         I
17. Konstruktionsübungen .   3   3   3   4   4       17         I
18. Werkstätte ...........   9   9   8   -   -       26        (Va)

Pflichtgegenstände der
schulautonomen
Ausbildungsschwerpunkte
gemäß Abschnitt B ........   -   -  11  20  18       49
--------------------------------------------------------------------
Gesamtwochenstundenzahl ..  39  39  39  39  39      195

--------------------------------------------------------------------
                                  Wochenstunden             Lehrver-
B. Pflichtgegenstände                                        pflich-
   der schulautonomen              Jahrgang         Summe    tungs-
   Ausbildungsschwerpunkte     III.   IV.   V.               gruppe
--------------------------------------------------------------------
B.1  Präzisionstechnik
1.1  Mechanik ...............    2     2     2        6       (I)
1.2  Fertigungstechnik ......    2     2     2        6        I
1.3  Feinwerk- und
     Mikrostrukturtechnik ...    3     3     2        8        I
1.4  Angewandte Elektronik ..    2     2     2        6        I
1.5  Mess-, Steuerungs- und
     Regelungstechnik .......    2     2     2        6        I
1.6  Technische Optik .......    -     3     2        5        I
1.7  Laboratorium ...........    -     3     3        6        I
1.8  Werkstättenlaboratorium     -     3     3        6       III

     Wochenstundenzahl B.1 ..   11    20    18       49

B.2  Automatisierung
2.1  Elektronik und
     Digitaltechnik .........    3     3     3        9        I
2.2  Mess-, Steuerungs- und
     Regelungstechnik .......    3     3     3        9        I
2.3  Mechanik und Automation     2     4     2        8        I
2.4  Prozessrechentechnik 3)     -     2     2        4        I
2.5  Laboratorium ...........    3     4     4       11        I
2.6  Werkstättenlaboratorium     -     4     4        8       III

     Wochenstundenzahl B.2 ..   11    20    18       49

--------------------------------------------------------------------
                                  Wochenstunden             Lehrver-
B. Pflichtgegenstände                                        pflich-
   der schulautonomen              Jahrgang         Summe    tungs-
   Ausbildungsschwerpunkte     III.   IV.   V.               gruppe
--------------------------------------------------------------------
     Pflichtpraktikum .......  mindestens 8 Wochen in der
                               unterrichtsfreien Zeit vor Eintritt
                               in den V. Jahrgang

--------------------------------------------------------------------
                                Wochenstunden               Lehrver-
C. Freigegenstände,                                          pflich-
   Unverbindliche Übungen         Jahrgang                   tungs-
   Förderunterricht         I. II. III. IV.  V.              gruppe
--------------------------------------------------------------------
C.1  Freigegenstände
     Kommunikation und
     Präsentationstechnik    2   2   2   2   2                  II
     Zweite lebende
     Fremdsprache 4) ......  2   2   2   2   2                 (I)

C.2  Unverbindliche
     Übungen
     Leibesübungen ........  2   2   2   2   2                (IVa)

C.3  Förderunterricht 5)
     Deutsch
     Englisch
     Angewandte Mathematik
     Fachtheoretische
     Pflichtgegenstände


----------------
1) Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann von dieser
Stundentafel im Rahmen des Abschnittes III abgewichen werden.
2) Mit Übungen im Ausmaß von durchschnittlich einer Wochenstunde im
II. Jahrgang.
3) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von
einer Wochenstunden pro Jahrgang.
4) In Amtsschriften ist die Bezeichnung der Fremdsprache anzuführen.
5) Bei Bedarf parallel zum jeweiligen Pflichtgegenstand bis zu
16 Unterrichtseinheiten pro Schuljahr; Einstufung wie der
entsprechende Pflichtgegenstand.


                      II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

  Siehe Anlage 1.

Fachrichtungsspezifische Bildungsziele:

  Die höhere Lehranstalt für Mechatronik vermittelt einen
interdisziplinären Zugang zu den Fachgebieten der Mechanik,
Elektronik, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik und
Computertechnik. Mechatronik umfasst Schwerpunktausbildungen, die
beispielhaft angeführt, von durch Mikroprozessoren ,,intelligent''
gesteuerten Produkten über die Robotik bis zur Fertigungsautomation
reicht. Im Umfeld des Profils der Fachrichtung kommt der
Fertigungstechnik und Betriebstechnik, aber auch dem Design von
mechatronischen Geräten und Baugruppen Bedeutung zu.

  Die allgemeine Fachausbildung wird durch zwei alternative
Ausbildungsschwerpunkte vertieft:
- Im Ausbildungsschwerpunkt ,,Präzisionstechnik'' wird besonderer
  Wert auf die Feinwerk- und Mikrostrukturtechnik sowie technische
  Optik gelegt, wobei der Fertigung von Geräten und Baugruppen
  feinmechanischer Art und der Verbindung von Mechanik, Elektronik
  und Optik in diesen Geräten besondere Bedeutung zukommt.
- Im Ausbildungsschwerpunkt ,,Automatisierung'' liegt die Betonung
  auf der Verbindung von Mechanik und Automation, wobei
  Fragestellungen der Mess- Steuerungs- und Regelungstechnik, der
  Sensorik und Aktorik sowie der Prozessrechentechnik behandelt
  werden. Im Prozess der Automatisierung kommt den Verfahren und
  Methoden des Qualitätsmanagements besondere Bedeutung zu.


  III. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGEN, DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

  Siehe Anlage 1.


               IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

  Siehe Anlage 1.


 V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABE DER UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE; AUFTEILUNG
                  DES LEHRSTOFFES AUF DIE SCHULSTUFEN

                         A. PFLICHTGEGENSTÄNDE

  ,,Deutsch'', ,,Englisch'', ,,Geschichte und politische Bildung'',
,,Leibesübungen'', ,,Geographie und Wirtschaftskunde'' und
,,Wirtschaft und Recht'':

  Siehe Anlage 1.


                       8. ANGEWANDTE MATHEMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe Anlage 1.

Lehrstoff:

I. und II. Jahrgang:

  Siehe Anlage 1.

III. bis V. Jahrgang:

  Siehe Anlage 1.1.5, aufgeteilt auf den III. bis V. Jahrgang.


                       9. DARSTELLENDE GEOMETRIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - aus Rissen eines Objektes dessen Aufbau ablesen und die in der
    Zeichnung enthaltenen Informationen deuten, konstruktiv
    verwerten und räumliche Gegebenheiten in Handskizzen darstellen
    können;
  - geometrische Formen an technischen Objekten gemäß den
    Erfordernissen der einzelnen Fachrichtungen erkennen und mit
    Hilfe einer Konstruktionszeichnung erfassen sowie eigenständiges
    technisch-konstruktives Denken unter Anwendung geeigneter
    Abbildungsmethoden zeichnerisch umsetzen können;
  - durch Modellbildungen konstruktive Sachverhalte in Teilprobleme
    zerlegen und Lösungsalgorithmen entwickeln können;
  - mit der Erzeugung und den Gesetzmäßigkeiten der für die
    Fachrichtung bedeutsamen Kurven, Flächen und Körper vertraut
    sein.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Räumliches Koordinatensystem.

Abbildungsmethoden (Projektionsarten).

Hauptrisse einfacher geometrischer und technischer Körper sowie
Axonometrie zur Übung im Erfassen der Gestalt eines Objekts aus
gegebenen Rissen.

Konstruieren in zugeordneten Normalrissen:

  Strecke und Gerade, ebene Figur und Ebene in Hauptlage, in
projizierender und allgemeiner Lage; Länge einer Strecke, Größe und
Gestalt einer projizierenden Figur, Projizierendmachen einer Geraden
und einer Ebene; orthogonale Lage einer Geraden und einer Ebene;
Schnitte ebenflächig begrenzter Objekte mit projizierenden Ebenen;
Kreis in Hauptlage und in projizierender Lage.

Normale Axonometrie eben- und krummflächig begrenzter Objekte.

Drehflächen. Ebene Schnitte von Drehflächen.


                           10. ANGEWANDTE PHYSIK

  Siehe Anlage 1.


                     11. ANGEWANDTE CHEMIE UND ÖKOLOGIE

  Siehe Anlage 1.


                          12. ANGEWANDTE INFORMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Aufbau, Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten elektronischer
    Informationsverarbeitungsanlagen kennen und diese Geräte
    bedienen können;
  - Standardsoftware zur Lösung von Aufgaben der Berufspraxis
    auswählen und einsetzen können;
  - mit Hilfe einer höheren Programmiersprache einfache Probleme der
    Berufspraxis lösen können;
  - Informationen auf elektronischem Weg beschaffen und weitergeben
    können;
  - die gesellschaftlichen Auswirkungen des Einsatzes der
    elektronischen Informationsverarbeitung kennen.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Informationsverarbeitungssysteme:

  Aufbau, Funktion, Zusammenwirken der Komponenten. Betriebssysteme.
Bedienung.

Standardsoftware:

  Textverarbeitung, Tabellenkalkulation.

Programmieren:

  Lösung einfacher Probleme durch Algorithmen. Umsetzung in
Programme.

III. Jahrgang:

Programmentwicklung:

  Methoden des Softwareentwurfes. Strukturierte Programmierung,
Strukturelemente; Datenstrukturen; Objekte.

Kommunikationstechnik:

  Netzwerke; Informationsbeschaffung.

Standardsoftware:

  Datenbankanwendungen; Graphik; Zusammenwirken von Softwarepaketen.

Informatik und Gesellschaft:

  Auswirkungen der Informatik; Datenschutz.


               13. MECHANIK UND ELEMENTE DER MECHATRONIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die theoeretischen Grundlagen für die technische Berechnung von
    Problemen der Fachrichtung beherrschen;
  - die gebräuchlichen Maschinenelemente und Baugruppen der
    Elektronik unter Berücksichtigung technischer Erfordernisse,
    einschlägiger Normen, der Wirtschaftlichkeit und des
    Umweltschutzes berechnen und gestalten können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Statik:

  Kraft, Drehmoment. Freimachen von Bauteilen. Ebene Kräftesysteme,
resultierende Kraft und resultierendes Moment. Zerlegung von Kräften
in Komponenten, statisches Gleichgewicht. Bestimmung von
Lagerkräften. Schwerpunkt.

Festigkeit:

  Beanspruchungsarten, Spannungsarten, Belastungsfälle und
Festigkeitswerte.

Verbindungstechnik:

  Kraft- und formschlüssige Elemente. Mechanische und elektrische
Verbindungselemente.

II. Jahrgang:

Statik:

  Schnittgrößen und deren Verlauf.

Reibung:

  Haft- und Gleitreibung, Seilreibung, Rollwiderstand.

Festigkeit:

  Biegung, Abscherung, Torsion (bei kreisförmigen Querschnitt).
Formänderung.

Führungselemente:

  Achsen und Wellen, Gleitlager, Wälzlager, Führungen.


                           14. FERTIGUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Eigenschaften, die Verwendung und die Bearbeitung der im
    jeweiligen Ausbildungsschwerpunkt gebräuchlichen Werk- und
    Hilfsstoffe sowie die Fertigungsverfahren kennen;
  - die Auswahl dieser Verfahren nach der Wirtschaftlichkeit ihres
    Einsatzes beurteilen können;
  - den Einsatz von Werkzeugen, Vorrichtungen und Maschinen der
    Fertigung planen können;

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Begriffe:

  Spanlose und spanende Bearbeitungsverfahren, Maschinen und Geräte.

Werkstoffe:

  Einteilung (Eisenwerkstoffe, Nichteisenmetalle und ihre
Legierungen, nichtmetallische Werkstoffe, Pulvermetallurgie,
Kunststoffe, Isolierstoffe, Gläser, Keramik, Halbleiterwerkstoffe.
Pulvermetallurgie). Normgemäße Bezeichnung, Aufbau und Herstellung,
Eigenschaften und Verwendung. Wärmebehandlung. Werkstoffprüfung und
Prüfverfahren.

Fügeverfahren:

  Stoff- und formschlüssige Verfahren.

II. Jahrgang:

Spanlose Fertigung:

  Urformen. Umformen. Trennen.

Abtragende Verfahren:

  Erodieren. Strahlbearbeitung.

Spanende Fertigung:

  Fertigungsverfahren, Fertigungswerkzeuge. Schneidwerkstoffe.
Elemente der CNC-Verfahren.

Beschichten:

  Oberflächen- und Beschichtungstechnik.

Leiterplatten:

  Arten, Materialien, Fertigungsverfahren.


                             15. ELEKTROTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die Fachrichtung bedeutsamen Gesetze der Elektrotechnik
    kennen;
  - elektrotechnische Probleme selbständig lösen können;
  - die einschlägigen Vorschriften, Normen und Sicherheitsmaßnahmen
    kennen und beachten.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Begriffe:

  Größen und Einheiten. Größen- und Einheitengleichungen.

Stromkreis:

  Elektrische Ladung, Widerstände, Ohm'sches Gesetz, Kirchhoffsche
Gesetze, Schaltung von Widerständen; Spannungs- und Stromquellen,
Ersatzschaltbilder. Stromleitung in Metallen, Halbleitern,
Elektrolyten und Gasen. Arbeit, Leistung, Wirkungsgrad. Anpassung.

Elektrisches Feld:

  Größen und Gesetze, Energie und Kraftwirkung.

Magnetisches Feld:

  Größen und Gesetze, Energie und Kraftwirkung.

Zeitlich veränderliche Größen:

  Zeitlich veränderliche elektrische und magnetische Felder;
Zeitverhalten elektrischer Bauelemente.

III. Jahrgang:

Wechselstrom:

  Analytische und graphische Darstellung von sinusförmigen Größen.
Mittelwerte. Wechselstromwiderstände. Wechselstromleistung.
Resonanz; Ortskurve, Bodediagramm, Zeit- und Zeigerdiagramm.
Frequenzgang einfacher Zweipole, einfache Übertragungsfunktionen.

Dreiphasensystem:

  Dreileiter- und Vierleitersysteme. Wirk-, Blind- und
Scheinleistung, Drehfeld.

Elektrische Maschinen:

  Funktionsprinzip, Betriebsverhalten, Auswahlkriterien.

Elektrische Antriebe:

  Kennlinien und Kenndaten von Antriebsaggregaten, Drehzahlsteuerung
und -regelung; Einsatzbereiche; Zusammenwirken mit Arbeitsmaschinen.


             16. BETRIEBSTECHNIK UND QUALITÄTSMANAGEMENT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - einzelne und vernetzte Aufgaben der betrieblichen Planung,
    Entscheidung und Kontrolle analysieren, beurteilen und lösen
    können;
  - die Managementfunktionen, Organisation, Kommunikation,
    Motivation, Mitarbeiterführung und Konfliktlösung kennen lernen;
  - statistische Gesetzmäßigkeiten des Qualitätsmanagement erfassen
    und interpretieren können;
  - den betriebswirtschaftlichen Einsatz des Qualitäts- und
    Umweltmanagements kennen;
  - die für die Berufspraxis notwendige Sicherheit in der Anwendung
    von Techniken des Qualitäts- und Umweltmanagements besitzen.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Arbeitswissenschaft und Personalwirtschaft:

  Grundlagen der Arbeitswirtschaft; Personalauswahl und
Entlohnungssysteme; Arbeitszeitmodelle. Mitarbeiterführung.

Betriebsorganisation:

  Betriebliche Aufbau- und Ablauforganisation.
Kommunikationssysteme; Projektorganisation (Projektmanagement,
Projektplanung, Netzplantechnik, EDV-Unterstützung, Projektsteuerung
und -überwachung).

Betriebsabrechnung:

  Kostenrechnung, Kalkulation, einfache Methoden der
Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Qualitätsmanagement:

  Qualitätskennzahlen, Verteilungen und Auswertung in der
betrieblichen Praxis.

V. Jahrgang:

Qualitätsmanagement:

  Zuverlässigkeitsprüfung (Zuverlässigkeit von Geräten und
Baugruppen, Lebensdauer, Versuchsmethodik). Produktentwicklung und
Fertigung (Vorlaufparameter, Prozesskontrolle, Prozessfähigkeit,
Zulieferqualität). Erfassen von Qualitätsdaten (Methodik,
Auswertung, Präsentation).


                         17. KONSTRUKTIONSÜBUNGEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Entwurfs-, Konstruktions- und Entwicklungsaufgaben des
    jeweiligen Ausbildungsschwerpunktes mit und ohne
    Rechnerunterstützung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen
    und ökologischen Gegebenheiten sowie der Fertigung auf Grund
    praxisüblicher Konstruktionsunterlagen lösen, dokumentieren und
    präsentieren können;
  - selbständig sowie in Gruppen unter Einhaltung der gültigen
    Vorschriften und Normen arbeiten können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Grundlagen:

  Zeichengeräte, Zeichentechniken mit Hand und Rechnerunterstützung,
Normen, Bemaßung und Beschriftung, Toleranzen, ISO-Passungssystem;
Form und Lagetoleranzen, Bezeichnung technischer Oberflächen.

Methoden:

  Herstellung von Skizzen und normgerechten Werkzeichnungen mit der
Hand und mit Rechnerunterstützung.

Konstruktion:

  Werkzeichnungen von Bauteilen und einfachen Baugruppen nach
Zeichnungsvorlage und Modell; Stücklisten.

II. Jahrgang:

Methoden:

  Aufgabenanalyse, Entwurf, Berechnung und Konstruktion.

Konstruktion:

  Werkzeichnungen von Bauteilen und einfachen Baugruppen
grundlegender Verbindungselemente.

III. Jahrgang:

Methoden:

  Aufgaben- und Funktionsanalyse. Arbeiten mit Norm- und
Herstellerdatenblättern sowie Katalogen. Vertiefung der
CAD-Kenntnisse. Einführung in die Teamarbeit.

Konstruktion:

  Konstruktionen von Baugruppen und einfachen Geräten.

IV. Jahrgang:

Methoden:

  Teamarbeit und Vertiefung der methodischen Konstruktionslehre.
Kreativitätsmethoden als Grundlage für Entwurf, Berechnung und
Konstruktion. Technische Beschreibung und Dokumentation. Verwendung
von computergestützten Arbeitshilfen.

Konstruktion:

  Komplexe Baugruppen oder Geräte aus den jeweiligen Fachgebieten.

V. Jahrgang:

Methoden:

  Pflichtenheft; Termin- und Zeitplan; Variantenkonstruktion;
eventuell Detailausarbeitung der ausgewählten Variante;
Kostenberechnungen; Dokumentation.

Konstruktion:

  Mindestens ein komplexes Projekt, das die wesentlichen
typenbildenden Fächer aus dem Ausbildungsschwerpunkt mit
einschließt.


                            18. WERKSTÄTTE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die im Fachgebiet verwendeten Einrichtungen, Werkzeuge,
    Maschinen und Arbeitsbehelfe wirtschaftlich handhaben und
    instandhalten können;
  - die Eigenschaften sowie die Bearbeitungs- und
    Verwendungsmöglichkeiten der für die Fachrichtung bedeutsamen
    Werk- und Hilfsstoffe kennen;
  - facheinschlägige Erzeugnisse nach normgerechten Zeichnungen und
    Schaltplänen herstellen sowie facheinschlägige praktische
    Tätigkeiten ausführen können;
  - die Arbeitsgänge und Arbeitsergebnisse in exakter Fachsprache
    analysieren können;
  - die einschlägigen Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften
    und umweltrelevante Bestimmungen kennen und beachten.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Arbeitsmethoden:

  Werkstättenbetrieb, Werkstättenordnung, Unfallverhütung;
Sicherheitsvorschriften, Schutzmaßnahmen. Führung von Aufzeichnungen
und Arbeitsprotokollen.

Mechanische Grundausbildung:

  Manuelle und mechanische Bearbeitung von verschiedenen
Werkstoffen. Maschinenbauliche Fertigkeiten (Messen, Anreißen,
Körnen, Feilen, Meißeln, Sägen, Schneiden, Bohren, Senken, Reiben,
Passen, Schleifen, Schärfen, Gewindeschneiden von Hand).

Elektrotechnische Grundausbildung:

  Zurichten und Verlegen von blanken und isolierten Leitungen,
Herstellen von Verbindungen (Klemm-, Schraub- und Lötverbindungen;
Anschluss von SMT-Bauteilen). Anfertigen von Draht- und Kabelformen.
Isolieren und einfache Installationsschaltungen. Visuelles Erkennen
verschiedener elektrischer und elektronischer Bauteile.

Mechanische Werkstätte:

  Drehen (Längs-, Plan- und Innendrehen, Einstechen, Abstechen).
Hobeln von Flächen und Nuten. Fräsen verschiedener Werkstoffe nach
Anriss und Maß unter Einhaltung vorgegebener Toleranzen.

Kunststofftechnik:

  Manuelle und maschinelle Be- und Verarbeitung von Kunststoffen.
Oberflächenbearbeitung, Gießharz- und Klebetechniken.
Wiederverwertung von Kunststoffen.

Blechbearbeitung:

  Zuschneiden, Bohren, Biegen, Richten, Stanzen, Verschrauben und
Vernieten von Blechteilen. Arbeiten mit Blechbearbeitungsmaschinen.
Verformen und Herstellen von Blechteilen. Gehäusebau aus
vorgefertigten Materialien (inklusive EMV- und
Sicherheitsvorschriften).

II. Jahrgang:

Niederspannungsinstallation:

  Inbetriebnahme, Funktionsprüfung und Reparatur von
Schalteinrichtungen unter Beachtung der elektrischen und
mechanischen Schutzmaßnahmen.

  Herstellung von Transformatoren und Spulen. Wickeln, Isolieren,
Schichten, Vergießen, Überprüfen.

Montage und Wartung:

  Zerlegen und Zusammenbau, Feststellen und Beheben von mechanischen
und elektrischen Störungen an Maschinen, Baugruppen und Geräten
(insbesondere der Automatisierungstechnik). Justieren, Prüfen,
Instandsetzen und Warten von Automatisierungseinrichtungen.
Zurichten, Verlegen und Prüfen von druckmittelführenden Leitungen.

Mechanische Werkstätte:

  Stirn- und Umfangfräsen. Einfache Teilkopfarbeiten. Dreharbeiten
nach vorgegebenen Toleranzen. Dreharbeiten zwischen Spitzen, mit
Setzstöcken, Planscheiben und Drehdornen. Herstellen von Innen- und
Außengewinden. Einfache Arbeiten an programmgesteuerten Maschinen.

Oberflächentechnik:

  Vorbereiten der Ware (Entfetten, Beizen, Schleifen, Polieren).
Herstellen von Metallüberzügen und Eloxieren. Herstellen von
nichtmetallischen Überzügen. Nachbehandlung der Ware.
Sicherheitsvorschriften und Entsorgung der Abwässer.

Schweißen:

  Sicherheitsvorschriften für die Durchführung von Schweißarbeiten.
Gasschmelz-, Elektro- und Schutzgasschweißen. Hartlöten,
Brennschneiden.

III. Jahrgang:

Arbeitsvorbereitung:

  Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung. Arbeitsaufträge. Vor- und
Nachkalkulation. Werkstattzeichnungen. Beschaffungswesen. Berechnung
der Produktionskosten aller Aufträge der Schulwerkstätte.
Bearbeitung von Fertigungsunterlagen mittels CAD.

Werkstätte für Elektronik:

  Fertigung, Programmierung und Inbetriebnahme digitaler und
analoger Baugruppen und Geräte. Fehlersuche und Fehlerbehebung an
Geräten der industriellen Elektronik. Zusammenbau, Wartung und
Vernetzung von Computersystemen und Peripheriegeräten.

Werkstätte für Steuerungstechnik:

  Elemente der Steuerungstechnik. Bausteine, logische
Grundfunktionen. Schaltplanentwurf, Darstellung von
Bewegungsabläufen. Weg- und zeitabhängige Steuerungen. Aufbau,
Programmierung, Prüfung und Fehlersuche an speicherprogrammierbaren
Steuerungen. Aufbau einfacher pneumatischer und hydraulischer
Steuerungen.

Werkzeug- und Vorrichtungsbau:

  Fräs-, Bohr- Schleif- und Dreharbeiten mit steigendem
Schwierigkeitsgrad; auch unter Anwendung von Hartmetallwerkzeugen.
Arbeiten an numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen. Erosives
Bearbeiten von Metallen. Wärmebehandlung des Stahls. Bau und
Erprobung von Spritzguss- und Extrusionswerkzeugen.

Werkstätte für Leiterplattentechnik:

  Grundbegriffe der Leiterplattenherstellung. Erstellen von Layouts.
Siebdruck zur Erstellung von Ätzmasken und Frontplatten. Aufbringen
von Ätzmasken. Herstellen von gedruckten Schaltungen. Ätzen.
Mechanisches Herstellen von Leiterplatten (Fräsen). Entsorgung.


  B. PFLICHTGEGENSTÄNDE DER SCHULAUTONOMEN AUSBILDUNGSSCHWERPUNKTE

                        B.1 PRÄZISIONSTECHNIK

                             1.1 MECHANIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für das Fachgebiet bedeutsamen mechanischen Grundlagen
    beherrschen;
  - Zusammenhänge zwischen mechanischen Gesetzen und technischen
    Gegebenheiten erkennen und auf Probleme des Fachgebietes
    anwenden können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Festigkeitslehre:

  Schiefe Biegung, Abscherung, zusammengesetzte Beanspruchung,
Knickung.

Hydromechnik:

  Hydrostatik. Kontinuitätsgleichung, Bernoulli'sche Gleichung.
Flüssigkeitsreibung, Ähnlichkeitsgesetze.

IV. Jahrgang:

Kinematik:

  Kinematik des Massenpunktes und des starren Körpers.

Dynamik:

  Dynamik des Massenpunktes (dynamisches Grundgesetz,
d'Alembertsches Prinzip, Energiesatz, Leistung, Impulssatz), Dynamik
des starren Körpers (Schwerpunktsatz, Drehimpulssatz, Drehung um
raumfeste Achsen, Kreisel).

V. Jahrgang:

Statik:

  Biegelinie, Statisch unbestimmte Systeme.

Schwingungslehre:

  Freie, gedämpfte und erzwungene Schwingungen, Torsions- und
Biegeschwingungen.

Computerunterstützte Rechenmethoden der Mechanik:

  Numerische Methoden. Finite-Elemente-Methode.


                       1.2 FERTIGUNGSTECHNIK

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Fertigungstechnik'' im
Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Kunststoffe:

  Grundlagen der chemischen und physikalischen Technologie der
Kunststoffe, Kunststoffe und ihre Anwendungen
Fertigungsverfahren.Pulvermetallurgie, Keramische Werkstoffe.

Werkstoffe:

  Zustandsdiagramme, Wärmebehandlung von Eisen- und
Nichteisenmetallen. Werkstoffprüfung. Pulvermetallurgie. Keramische
Werkstoffe.

Stoffschlüssiges Fügen:

  Löten, Schweißen, Kleben.

Feinwerktechnische Fertigungsverfahren:

  Funkenerodieren, Elysieren, Metallätzen, Mikrofügen, Herstellung
von Schichten, Planarstrukturen und optischen Flächen. Herstellung
von Prototypen (Rapid Prototyping).

IV. Jahrgang:

Trennen:

  Spanen mit geometrisch bestimmten Schneiden (Drehen, Bohren,
Fräsen, Räumen), Spanen mit geometrisch unbestimmten Schneiden
(Schleifen, Honen, Läppen, Strahlspanen).

Vorrichtungs- und Werkzeugbau:

  Spannmittel und Spanneinrichtungen, Magazinieren, Zuführen,
Vereinzeln, Werkzeuge für spanlose Fertigung.

V. Jahrgang:

Werkzeugmaschinen:

  Aufbau, CNC-Verfahren. Werkstück- und Werkzeugtransport (Magazine
und Speicher, Greifereinrichtungen, Transporteinrichtungen).
Verkettung von Bearbeitungsmaschinen (Bearbeitungszentren,
Fertigungsstraßen).


                  1.3 FEINWERK- UND MIKROSTRUKTURTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für das Fachgebiet bedeutsamen Bauelemente, Baugruppen und
    Verfahren beherrschen;
  - soll die Prinzipien der Geräteentwicklung, des Geräteaufbaues
    sowie der Produktgestaltung auch unter wirtschaftlichen Aspekten
    kennen und anwenden können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Speicherelemente:

  Federn und Federsysteme.

Maschinenelemente:

  Kupplungen, Bremsen.

Umformerelemente:

  Reibradgetriebe, Zugmittelgetriebe, Zahnradgetriebe,
Schraubengetriebe, Koppel- und Kurvengetriebe.

Schaltelemente:

  Gesperre, Schalt-, Spann- und Sprungwerke.

Lagerelemente:

  Spezielle Lagerungen der Feinwerktechnik.

IV. Jahrgang:

Gerätekonstruktion:

  Konstruktionsregeln, Konstruktionssystematik, Projektabläufe und
-strukturen, automatisierungsgerechte Produktgestaltung, Aufbau
elektrischer und elektronischer Schaltungen, Wärmeableitung,
Dämpfung und Schwingungsisolierung, Sicherheitsmaßnahmen.

Ein- und Ausgabegeräte:

  Bedienelemente, Lesegeräte, Anzeigeelemente, Drucker.

Optische Geräte:

  Fassung und Justierung optischer Elemente und Systeme, Toleranzen
optischer Einzelteile.

V. Jahrgang:

Robotik:

  Aufbau von Robotern, Steuerungen, Wegmesssysteme, Greifer.

Medizinische Geräte:

  Diagnose- und Therapiegeräte, Funktionsmessung.

Geräte der Massenfertigung:

  Geräte der Unterhaltungs-, Büro- und Haushaltstechnik.

Mikrostrukturtechnik:

  Mikrotechnische Bauelemente und Verfahren. Mechanische, optische,
elektrotechnische, fluidtechnische und biochemische
Funktionselemente.


                        1.4 ANGEWANDTE ELEKTRONIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die gebräuchlichen Bauelemente der Elektronik und deren
    Eigenschaften kennen;
  - elektronische Schaltungen auswählen, dimensionieren und
    analysieren können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Halbleiter:

  Leitungsmechanismen, Technologie, sperrschichtfreie Halbleiter,
pn-Übergang, Diodenarten.

Stromversorgung:

  Netzgleichrichtung, Stabilisierung.

Vierpole:

  Vierpolgleichungen, Impuls und Frequenzverhalten.

Transistor:

  Bipolar, unipolar, Funktion, Kennlinien und Kenndaten,
Anwendungsschaltungen.

Logik:

  Grundverknüpfungen, Entwurfsmethoden logischer Schaltungen.

Optoelektronik:

  Sender, Empfänger.

IV. Jahrgang:

Digitaltechnik:

  Kombinatorische und sequenzielle Schaltungen, Zahlencodes, Zähler,
Logikfamilien.

Mikrocomputer:

  Prozessor, Speicher, Befehlssatz. Peripheriegeräte,
Schnittstellen.

V. Jahrgang:

Verstärker:

  Differenzverstärker. Operationsverstärker, lineare und
nichtlineare Schaltungen.

Nachrichtentechnik:

  Modulationsverfahren, Übertragungsverfahren, Übertragungsmedien.
Breitbandkommunikationstechnik.


                1.5 MESS-, STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die Fachrichtung bedeutsamen Verfahren der Mess-,
    Steuerungs- und Regelungstechnik sowie die Bauarten und die
    Wirkungsweise der in der Praxis verwendeten Geräte kennen;
  - die einschlägigen Vorschriften und Normen kennen und beachten.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Grundlagen der Messtechnik:

  Begriffe, Kenngrößen von Messgeräten, Maß- und Eichgesetz, Arten
von Messgrößen.

Steuerungstechnik:

  Merkmale und Grundstrukturen von Steuerungen. Entwurfsmethoden,
Bauelemente und Steuerungen. Elektromechanische, elektronische,
pneumatische und hydraulische Steuerungssysteme. Programmierbare
Steuerungen.

IV. Jahrgang:

Messtechnik:

  Messabweichungen, Auswertung von Messungen (Vertrauensbereiche,
Messunsicherheit).

Analoge Messverfahren:

  Verfahren für elektrische und nichtelektrische Größen. Anzeigende
und übertragende Messgeräte. Sensoren und Messwertumformer.

Digitale Messtechnik:

  Kenngrößen. Messverfahren und Messgeräte. Prozessrechentechnik.

Regelungstechnik:

  Begriffe, Regelkreisglieder.

V. Jahrgang:

Übertragungsglieder:

  Mathematische Beschreibung im Zeit- und Bildbereich, dynamisches
Verhalten, Kenngrößen, Stabilität.

Regelungstechnik:

  Stetige Regelung (Inbetriebnahme, Abgleich, Stabilität,
Optimierung). Mehrpunktregelung, digitale Regelung.


                          1.6 TECHNISCHE OPTIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Konstruktions- und Berechnungsgrundlagen optischer Geräte
    beherrschen;
  - die Qualitätsrichtlinien optischer Systeme sowie den Aufbau und
    die Anwendungen optischer Geräte kennen.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Geometrische Optik:

  Begriffe, Abbildungen, Bildkonstruktionen, Abbildungsgleichungen,
Berechnungen des Strahlverlaufes, Abbildungsfehler (Arten;
Korrekturmöglichkeiten).

Werkstoffe:

  Optische Gläser, Kunststoffe, Kristalle und Sonderwerkstoffe,
dielektrische dünne Schichten, Absorptionsschichten.

Optische Bauelemente:

  Planoptik. Bauelemente mit brechenden und reflektierenden Sphären
und Asphären. Zylinderlinsen, Fresnellinsen, Lichtleiter und
Endoskope. Gradientenoptik.

Bündelbegrenzung:

  Blenden, Luken und Pupillen. Kenngrößen, Feldlinsen und
Kondensoren.

Lichttechnik:

  Lichtquellen und Lichtempfänger, menschliches Auge, Sehfehler
(Arten, Behebung). Farbmetrik, Spektralgeräte.

Beleuchtungssysteme:

  Signalgeber, Scheinwerfer und faseroptische Geräte.

V. Jahrgang:

Optische Instrumente:

  Projektoren; Lupen und Okulare; Mikroskope; Fernrohre und
Kollimatoren; fotographische Optik und Objektivtypenkunde;
Entfernungsmesser; Sucher.

Kohärente Optik:

  Laser - Interferometrie und Holographie.

Optoelektronische Geräte:

  Lichtschranken und Lichttaster; optische Systeme digitaler
Datenträger; Elemente der Lichtwellenleitertechnik.


                           1.7 LABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Planungs-, Mess- und Prüfaufgaben der betrieblichen Praxis
    selbstständig und sorgfältig ausführen sowie kritisch auswerten
    können;
  - für die jeweilige Aufgabe geeignete Methoden und Geräte unter
    Beachtung der Sicherheits- und Qualitätserfordernisse auswählen
    können;
  - Untersuchungsberichte zusammenstellen, auswerten und die
    Ergebnisse interpretieren können.

Lehrstoff:

IV. und V. Jahrgang:

Methoden:

  Führung eines Übungsprotokolls und die Ausarbeitung eines
Laboratoriumsberichtes. Qualitätsbewusstsein. Schutzmaßnahmen.

Übungen zur Vertiefung von wirtschaftlichen, technischen und
naturwissenschaftlichen Fachgegenständen entsprechend dem Reife- und
Ausbildungsgrad der Schüler, vor allem auch unter Berücksichtigung
wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte.

Übungen aus den Lehrstoffbereichen der Pflichtgegenstände ,,Mechanik
und Elemente der Mechatronik'', ,,Fertigungstechnik'',
,,Elektrotechnik'', ,,Feinwerk- und Mikrostrukturtechnik'',
,,Angewandte Elektronik'', ,,Mess-, Steuerungs- und
Regelungstechnik'' und ,,Technische Optik''.


                      1.8 WERKSTÄTTENLABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die in der Praxis des Fachgebietes anfallenden Mess- und
    Prüfaufgaben sowie Sonderprobleme der Fertigung, die über den
    Rahmen der Werkstättenausbildung hinausgehen, lösen und
    dokumentieren können;
  - praxisnahe Projekte mit den Instrumenten der Planung,
    Kostenrechnung, Fertigung und Qualitätssicherung abwickeln
    können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Optik:

  Glasbearbeitung (Schneiden, Rundieren, Fräsen, Vorschleifen,
Feinschleifen, Polieren, Zentrieren), Reinigen, Messen und Prüfen
von Linsen und optischen Elementen mit Planflächen; Kitten und
Gipsen von optischen Elementen.

Arbeitsvorbereitung:

  Rechnerunterstützte Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung,
Erstellung von Wartungsplänen, Beschaffungswesen; Lagerhaltung. Vor-
und Nachkalkulation.

Fertigungstechnik:

  Manuelle und rechnergestützte CNC-Programmierung. Einsätze
verschiedener Werkzeuge an CNC-Maschinen.

V. Jahrgang:

Fertigungsmesstechnik und Qualitätssicherung:

  Messen mit mechanischen und elektronischen Längenmessgeräten.
Lehren, Oberflächenmessung, Qualitätsdaten, Aufbereitung,
Qualitätsregelkarten, Qualitätsberichterstattung.

Elektronik:

  Entwerfen, Herstellen und Prüfen komplexer elektronischer Systeme.
Messen an elektronischen Systemen.

Steuerungs- und Regelungstechnik:

  Aufbau, Inbetriebnahme und Reparatur einfacher Steuerungen und
Regelkreise. Prüfung von steuerungs- und regelungstechnischen
Systemen; auch unter Verwendung von analogen und digitalen
Messgeräten. Erstellen einfacher Programme.


                         B.2 AUTOMATISIERUNG

                  2.1 ELEKTRONIK UND DIGITALTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Eigenschaften der gebräuchlichen Bauelemente der Elektronik
    und der Digitaltechnik kennen;
  - elektronische Schaltungen entwerfen und dimensionieren können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Halbleiter:

  Leitungsmechanismen, pn-Übergang, Durchlass- und Sperrverhalten.

Halbleiterdioden:

  Kennlinien, Kenngrößen; Ersatzschaltung. Arbeitspunkteinstellung,
Temperatureinfluss.

Stromversorgung:

  Netzgleichrichterung, Glättung, Stabilisierung.

Logik:

  Grundverknüpfungen, Entwurfsmethoden logischer Schaltwerke;
Minimierung. Speicherglieder, Zähler. Logikfamilien.

Bipolartransistor:

  Kennlinien, Schalteranwendung für ohmsche und induktive Last.

IV. Jahrgang:

Passive Vierpole:

  Frequenz- und Impulsverhalten, Bode-Diagramm.

Transistorverstärker:

  Arbeitspunkteinstellung und -stabilisierung, Ersatzschaltbild;
Grundschaltungen, Differenzverstärker.

Operationsverstärker:

  Aufbau, Kenngrößen, Kennlinien. Lineare und nichtlineare
Schaltungen.

Leistungselektronik:

  Lineare Verstärker, Schaltverstärker, Thyristorstromsteller.

Optoelektronik:

  Sender, Empfänger, Koppler, Anzeigen; Kenngrößen, Kennlinien.

V. Jahrgang:

Digitaltechnik:

  Filter, Signalprozessoren. Fuzzylogik (Prinzipien, Bauelemente).

Übertragungstechnik:

  Übertragungsstrecken. Mehrfachübertragung. Periodische und
nichtperiodische Vorgänge. Impulsverhalten.

Schaltnetzteile:

  Primär und sekundär getaktete Wandler, Ansteuerungsschaltungen;
Störstrahlung.


               2.2 MESS-, STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - gebräuchliche elektrische und elektronische Messgeräte handhaben
    und mit den gängigen Verfahren der Messtechnik vertraut sein;
  - für eine gegebene Aufgabe die geeigneten Geräte und Verfahren in
    günstiger Kombination von Messgenauigkeit und Aufwand auswählen
    können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Grundbegriffe:

Messen:

  Messprinzip (analog, digital, direkt, indirekt),
Messfehler(arten), Genauigkeit, Empfindlichkeit; Reproduzierbarkeit,
Fehlerfortpflanzung.

Messinstrumente:

  Eigenverbrauch, Messbereichserweiterung, Messzubehör.

Gleichstrommesstechnik:

  Spannungs-, Strom- und Leistungsmessung , Widerstandsbestimmung.
Kompensation.

Sensorik:

  Wandlungsprinzip, Empfindlichkeit, Genauigkeit, Störeinflüsse,
Ausführungsformen.

Oszilloskop:

  Messanwendung, Messzubehör. Ausführungsformen.

IV. Jahrgang:

Signalwandler:

  Analog/Digital- und Digital/Analogwandler. Abtastschaltung.

Wechselstrommesstechnik:

  Spannungs-, Strom- und Leistungsmessung. Bestimmung von
Wechselstromwiderständen.

Steuerungstechnik:

  Begriffe, Elemente. Steuerungsarten, Entwurfsmethoden. Pläne.
Realisierungsmöglichkeiten.

Regelungstechnik:

  Begriffe, Regelkreisglieder.

Regelkreis:

  Mathematische Beschreibung, dynamisches Verhalten, Stabilität.

Regelstrecken:

  Identifikation, Beschreibung im Zeit- und Bildbereich.

V. Jahrgang:

Regelstrecken:

  Rotierende und lineare Antriebe, thermische Strecken.

Stetige Regelung:

  Inbetriebnahme, Abgleich, Stabilität, Optimierung. Kaskadierte
Regelung. Proportional- und Servohydraulik.

Unstetige Regelung:

  Zweipunktregler, Dreipunktregler,Anwendungskriterien.

Regelsysteme:

  Rechnergestützte Regelung; zentrale und dezentrale Systeme.

Fernmessung und Datenübertragung:

  Analoge und digitale Verfahren; elektromagnetische
Verträglichkeit.


                        2.3 MECHANIK UND AUTOMATION

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die theoretischen Grundlagen für mechanisch-technische
    Berechnungen und rechnergestützte Problemlösungen des
    Fachgebietes beherrschen;
  - aktuelle Verfahren der mechanischen Automation kennen und
    anwenden können;
  - logische Zusammenhänge erkennen und auf Probleme des
    Fachgebietes anwenden können;
  - die einschlägigen Normen und Vorschriften beachten.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Kinematik bei allgemeiner Bewegung:

  Geschwindigkeit, Beschleunigung, Relativbewegung.

Dynamik:

  Impuls, Stoß, Massenträgheit, Energie, allgemeine Bewegung.

Festigkeit:

  Knickung, zusammengesetzte Beanspruchung.

Maschinenelemente:

  Getriebe, Gewindetriebe, Zugmitteltriebe. Kupplungen, Bremsen,
Dämpfungen.

IV. Jahrgang:

Mechanik der Flüssigkeiten und Gase:

  Hydrostatik. Hydrodynamik. Strömungsarten, Flüssigkeitsreibung,
Bernoulli'sche Gleichung. Ähnlichkeitsgesetze. Gasgesetze,
Zustandsänderungen.

Maschinenelemente:

  Positioniersysteme, Antriebe. Elemente der Hydraulik (Pumpen,
Motore, Ventile, Zylinder, Speicher, Leitungen, Proportional- und
Servoelemente).

Wärmeübertragung:

  Leistung, Konvektion, Strahlung.

V. Jahrgang:

Schwingungen:

  Freie und erzwungene Schwingungen mit und ohne Dämpfung; Biege-
und Torsionsschwingungen, Anwendungen der Modalanalyse.

Rechnergestützte Methoden der Mechanik:

  Numerische Methoden. Finite Elemente, Roboterkinematik.

Montageautomatisierung:

  Teilezubringung, flexible Fertigungssysteme, Transfersysteme.


                        2.4 PROZESSRECHENTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - typische, logische und technische Strukturen der Hardware und
    Software von Systemen der Prozessdatenverarbeitung und deren
    Anwendung kennen;
  - die Eignung von Systemen der Prozessdatenverarbeitung für eine
    gegebene Anwendung beurteilen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Anwendungen:

  Prozesse und Automatisierungsstrukturen. Ebenen der
Automatisierung. Erfassen und Verarbeiten analoger Messwerte.
Ausgaben von Analogen Signalen. Erfassen und Verarbeiten von
Binärwerten.

Hardware:

  Prozessrechner und Mikrocomputer. Periphere Geräte
(Standardperipherie). Geräteanschlüsse (Busschnittstelle,
Geräteschnittstellen). Betriebsarten. Prozessperipherie.

Software:

  Assembler, Hochsprachen. Programme mit Zugriff auf Schnittstellen
und Prozessperipherie. Anwendersoftware für Echtzeitaufgaben.

V. Jahrgang:

Anwendungen:

  Erfassen und Verarbeiten von Analog- und Digitalwerten mit
standardisierten Bussystemen. Regeln mit dem Mikrocomputer.
Prozessvisualisierung. Verknüpfung von Prozessrechner und anderen
Automatisierungsmitteln.

Hardware:

  Lokale Netze in der Automatisierungstechnik. Standardisierte
Bussysteme.

Software:

  Verknüpfung von Assembler und Hochsprachen. Software zum Betreiben
von Netzen und Bussystemen.

Kenngrößen von Systemen der Prozessdatenverarbeitung:

  Belastbarkeit, Zuverlässigkeit, Reaktionszeit, Wirtschaftlichkeit.

Informationsverarbeitung:

  Kanalkapazität. Codierung von Nachrichten, Störsicherheit.
Gebräuchliche Datenübertragungssysteme.
Breitbandkommunikationsnetze.


                            2.5 LABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Planungs-, Mess- und Prüfaufgaben der betrieblichen Praxis
    selbstständig und sorgfältig ausführen sowie kritisch auswerten
    können;
  - für die jeweilige Aufgabe geeignete Methoden und Geräte unter
    Beachtung der Sicherheits- und Qualitätserfordernisse auswählen
    können;
  - Untersuchungsberichte zusammenstellen, auswerten und die
    Ergebnisse interpretieren können.

Lehrstoff:

III. bis V. Jahrgang:

Methoden:

  Führung eines Übungsprotokolls und die Ausarbeitung eines
Laboratoriumsberichtes. Qualitätsbewusstsein. Schutzmaßnahmen.

Übungen zur Vertiefung von wirtschaftlichen, technischen und
naturwissenschaftlichen Fachgegenständen entsprechend dem Reife- und
Ausbildungsgrad der Schüler, vor allem auch unter Berücksichtigung
wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte.

Übungen aus den Lehrstoffbereichen der Pflichtgegenstände ,,Mechanik
und Elemente der Mechatronik'', ,,Fertigungstechnik'', ,,Elektronik
und Digitaltechnik'', ,,Elektrotechnik'', ,,Betriebstechnik und
Qualitätsmanagement'', ,,Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik'',
,,Mechanik und Automation'' und ,,Prozessrechentechnik''.


                       2.6 WERKSTÄTTENLABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die in der Praxis des Fachgebietes anfallenden Mess- und
    Prüfaufgaben sowie Sonderprobleme der Fertigung, die über den
    Rahmen der Werkstättenausbildung hinausgehen, lösen und
    dokumentieren können;
  - praxisnahe Projekte mit den Instrumenten der Planung,
    Kostenrechnung, Fertigung und Qualitätssicherung abwickeln
    können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Arbeitsvorbereitung:

  Rechnerunterstützte Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung,
Erstellung von Wartungsplänen, Beschaffungswesen; Lagerhaltung. Vor-
und Nachkalkulation.

Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement:

  Messen mit mechanischen und elektronischen Längenmessgeräten.
Lehren, Oberflächenmessung, Qualitätsdaten, Aufbereitung,
Qualitätsregelkarten, Qualitätsberichterstattung.

Fertigungstechnik:

  CNC-Programmierung. Anwendung von verschiedenen Werkzeugen an
CNC-Maschinen.

V. Jahrgang:

Steuerungs- und Regelungstechnik:

  Aufbau, Inbetriebnahme und Reparatur einfacher Steuerungen und
Regelkreise. Prüfung, Abgleich und Optimierung von steuerungs- und
regelungstechnischen Systemen auch unter Anwendung von analogen und
digitalen Messgeräten.

Flexible Automation:

  CAD-CAM-Kopplung. Anwendung von flexiblen Werkzeugsystemen und
Handhabungseinrichtungen in der Fertigung.

Mikrocomputerrechnik:

  Messungen und Fehlersuche an Mikrocomputersystemen. Aufbau und
Inbetriebnahme von Mikrocontrollern und Signalprozessoren. Erstellen
von Programmen für einfache Robotiksysteme.


                           PFLICHTPRAKTIKUM

  Siehe Anlage 1.


     C. FREIGEGENSTÄNDE, UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN, FÖRDERUNTERRICHT

                          C.1 FREIGEGENSTÄNDE

                KOMMUNIKATION UND PRÄSENTATIONSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Sprache und nonverbale Signale gezielt einsetzen, Emotionen in
    der Diskussion kontrollieren sowie Gespräche, Vorträge und
    Präsentationen in deutscher und englischer Sprache führen
    können;
  - seine eigene Persönlichkeit sowie Inhalte mit technischen
    Hilfsmitteln wirksam präsentieren können;
  - Diskussionen, Arbeitsbesprechungen und Konferenzen gezielt
    leiten und koordinieren können.

Lehrstoff:

I. bis V. Jahrgang:

Kommunikation, Rhetorik und Redetechnik:

  Rede- und Referatsvorbereitung, Sprachformulierungen,
Präsentationshilfen.

Präsentation:

  Technischer und strategischer Aufbau, Gestaltung von
Präsentationsmitteln, technische Hilfsmittel.

Moderation:

  Diskussionsführung, Zusammenfassen von Statements, Zeit- und
Konfliktmanagement.


                       ZWEITE LEBENDE FREMDSPRACHE

  Siehe Anlage 1.


                       C.2 UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN

                             LEIBESÜBUNGEN

  Siehe Anlage 1.


                          C.3 FÖRDERUNTERRICHT

  Siehe Anlage 1.


                                                        Anlage 1.3.1

LEHRPLAN DER HÖHEREN LEHRANSTALT FÜR ELEKTRONISCHE DATENVERARBEITUNG
                            UND ORGANISATION

                           I. STUNDENTAFEL 1)

             (Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen
                         Unterrichtsgegenstände)
--------------------------------------------------------------------
                                Wochenstunden               Lehrver-
A. Pflichtgegenstände                                        pflich-
                                  Jahrgang         Summe     tungs-
                            I. II. III. IV.  V.              gruppe
--------------------------------------------------------------------
 1. Religion .............   2   2   2   2   2       10       (III)
 2. Deutsch ..............   3   2   2   2   2       11        (I)
 3. Englisch .............   2   2   2   3   2       11        (I)
 4. Geschichte und
    politische Bildung ...   -   -   -   2   2        4        III
 5. Leibesübungen ........   2   2   2   1   1        8       (IVa)
 6. Geographie und
    Wirtschaftskunde .....   2   2   -   -   -        4       (III)
 7. Wirtschaft und Recht .   -   -   -   -   2        2        III
 8. Angewandte Mathematik    4   4   3   2   2       15        (I)
 9. Angewandte Physik ....   2   2   2   2   -        8        (II)
10. Angewandte Chemie und
    Ökologie .............   3   2   -   -   -        5         II
11. Grundlagen der
    Elektronischen
    Datenverarbeitung ....   4   5   -   -   -        9         I
12. Prozessregelung und
    Rechnerverbund mit
    Laborübungen 2) ......   -   -   4   4   2       10         I
13. Programmieren 3) .....   4   7   4   -   -       15         I
14. EDV-Betriebssysteme ..   -   -   3   -   -        3         I
15. Angewandte
    Datentechnik .........   -   -   4   -   -        4         I
16. Projektentwicklung 4)    -   -   2   3   7       12         I
17. Rechnungswesen 5) ....   2   3   2   -   -        7         I
18. Betriebliche
    Organisation .........   2   2   3   -   -        7         II
19. Computergestützte
    Textverarbeitung .....   3   -   -   -   -        3        III

Pflichtgegenstände der
schulautonomen
Ausbildungsschwerpunkte
gemäß Abschnitt B ........   -   -   -  14  13       27
--------------------------------------------------------------------
Gesamtwochenstundenzahl ..  35  35  35  35  35      175

--------------------------------------------------------------------
                                  Wochenstunden             Lehrver-
B. Pflichtgegenstände                                        pflich-
   der schulautonomen               Jahrgang       Summe     tungs-
   Ausbildungsschwerpunkte         IV.     V.                gruppe
--------------------------------------------------------------------
B.1  Kommerzielle
     Datenverarbeitung
1.1  Programmieren 3) .......       3       2         5        I
1.2  Angewandte Datentechnik
     6) .....................       3       2         5        I
1.3  System- und
     Einsatzplanung 7) ......       3       3         6        I
1.4  Rechnungswesen .........       3       2         5        I
1.5  Betriebliche
     Organisation ...........       2       2         4        II
1.6  Betriebs- und
     Führungspraxis .........       -       2         2       III

     Wochenstundenzahl B.1 ..      14      13        27

B.2  Netzwerktechnik
2.1  Datenbanksysteme .......       2       -         2        I
2.2  Netzwerktechnologien 8)        3       4         7        I
2.3  Telekommunikation 7) ...       2       3         5        I
2.4  Hardwarepraktikum 9) ...       3       -         3        I
2.5  Komplexe Systeme 7) ....       2       2         4        I
2.6  Datensicherheit und
     Datenschutz ............       2       -         2        I
2.7  Kommunikation in Netzen        -       2         2        II
2.8  Qualitätsmanagement ....       -       2         2        II

     Wochenstundenzahl B.2 ..      14      13        27

B.3  Medientechnik und
     Medienwirtschaft
3.1  Datenbanksysteme .......       2       -         2        I
3.2  Multimediatechniken 8) .       3       4         7        I
3.3  Telekommunikation 7) ...       2       3         5        I
3.4  Multimedia-Hardware 9) .       3       -         3        I
3.5  Multimediapublikationen
     in Netzen 7) ...........       2       2         4        II
3.6  Kommunikation in Netzen        -       2         2        II
3.7  Medienwirtschaft .......       2       2         4       III

     Wochenstundenzahl B.3 ..      14      13        27
--------------------------------------------------------------------
     Pflichtpraktikum .......  mindestens 8 Wochen in der
                               unterrichtsfreien Zeit vor Eintritt
                               in den V. Jahrgang

--------------------------------------------------------------------
                                Wochenstunden               Lehrver-
C. Freigegenstände,                                          pflich-
   Unverbindliche Übungen         Jahrgang                   tungs-
   Förderunterricht         I. II. III. IV.  V.              gruppe
--------------------------------------------------------------------
C.1  Freigegenstände
     Zweite lebende
     Fremdsprache 10) .....  2   2   2   2   2                (I)
     Kommunikation und
     Präsentationstechnik .  2   2   2   2   2                (I)

C.2  Unverbindliche
     Übungen
     Leibesübungen .......   2   2   2   2   2               (IVa)

C.3  Förderunterricht 11)
     Deutsch
     Englisch
     Angewandte Mathematik
     Fachtheoretische
     Pflichtgegenstände


------------------
1) Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann von dieser
Stundentafel im Rahmen des Abschnittes III abgewichen werden.
2) Mit Übungen im Laboratorium im Ausmaß von 2 Wochenstunden im
III. Jahrgang und 2 Wochenstunden im IV. Jahrgang.
3) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von je
4 Wochenstunden im I., II. und III. Jahrgang und im schulautonomen
Ausbildungsschwerpunkt ,,Kommerzielle Datenverarbeitung'' im Ausmaß
von 3 Wochenstunden im IV. und 2 Wochenstunden im V. Jahrgang.
4) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von
2 Wochenstunden im IV. und 5 Wochenstunden im V. Jahrgang.
5) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von
2 Wochenstunden im II. Jahrgang.
6) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von
2 Wochenstunden im IV. und V. Jahrgang.
7) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von
2 Wochenstunden im V. Jahrgang.
8) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von
3 Wochenstunden im IV. und 2 Wochenstunden im V. Jahrgang.
9) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von
2 Wochenstunden im IV. Jahrgang.
10) In Amtsschriften ist die Bezeichnung der Fremdsprache
anzuführen.
11) Bei Bedarf parallel zum jeweiligen Pflichtgegenstand bis zu
16 Wochenstunden pro Schuljahr; Einstufung wie der entsprechende
Pflichtgegenstand.


                    II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

  Siehe Anlage 1.

Fachrichtungsspezifische Bildungsziele:

  Die Höhere Lehranstalt für Elektronische Datenverarbeitung und
Organisation vermittelt neben einer fundierten Allgemeinbildung -
ua. technischem Englisch - EDV-Kenntnisse sowohl auf dem Gebiet der
Software als auch Hardware, Planung und Abwicklung von Projekten,
insbesondere auf dem Gebiet der Softwareentwicklung, sowie
kaufmännische Kenntnisse in betrieblicher Organisation und
Rechnungswesen. Durch die praxisnahe Ausbildung erfolgt eine
Vorbereitung auf Führungsaufgaben in verschiedensten Betrieben,
Planungsbüros und öffentlichen Ämtern.

  Diese allgemeine Fachausbildung wird durch drei alternative
Ausbildungsschwerpunkte vertieft:
- Im Ausbildungsschwerpunkt ,,Kommerzielle Datenverarbeitung'' wird
  speziell auf Software-Engineering, Datenbanksysteme und
  Netzwerkstrukturen, wie sie in der betrieblichen Praxis eingesetzt
  werden, eingegangen. Im kommerziellen Bereich erfolgt eine
  Vertiefung auf den Gebieten Rechnungswesen und Betriebliche
  Organisation.
- Im Ausbildungsschwerpunkt ,,Netzwerktechnik'' stehen vor allem die
  technischen Aspekte wie Kommunikationstechniken,
  Prozesssteuerungen und Programmierung technisch komplexer Systeme
  im Vordergrund.
- Im Ausbildungsschwerpunkt ,,Medientechnik und Medienwirtschaft''
  werden die technischen und kaufmännischen Fähigkeiten für die
  Planung, die Entwicklung und den praktischen Einsatz von
  Multimediaprodukten vermittelt, wobei besonderes Gewicht auf die
  aktuellen Soft- und Hardwareumgebungen dieser Produkte gelegt
  wird.

  Die Haupteinsatzgebiete der Absolventen liegen in der Analyse,
Betreuung und Administration von Computer- und Netzwerksystemen,
Erstellung, Test und Wartung von Software, sowie als Organisator und
Controller in verschiedensten Unternehmensbereichen.

  Das Tätigkeitsspektrum reicht von der Sachbearbeitung bis zur
leitenden Funktion im mittleren Management eines Klein-, Mittel-
oder Großbetriebes.


  III. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGEN, DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

  Siehe Anlage 1.


               IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

  Siehe Anlage 1.


V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE; AUFTEILUNG
                  DES LEHRSTOFFES AUF DIE SCHULSTUFEN

                        A. PFLICHTGEGENSTÄNDE

  ,,Deutsch'', ,,Englisch'', ,,Geschichte und politische Bildung'',
,,Leibesübungen'' und ,,Geographie und Wirtschaftskunde'':

  Siehe Anlage 1.


                       7. WIRTSCHAFT UND RECHT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll die im Fachgebiet bedeutsamen Rechtsvorschriften
kennen.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Unternehmerrecht:

  Privatrecht, Handelsrecht (Kaufmann, Firmenbuch, Dienstleistungen,
Handelsgeschäfte, Handelskauf). Wettbewerbsrecht. Gewerberecht
(Antritt und Ausübung eines Gewerbes). Schutz geistigen Eigentums.

Vertragsrecht:

  Formale Gesichtspunkte (Zustandekommen von Verträgen,
Auslegungsfragen, Nebenabreden, Rücktritt, Vertragsbruch,
Schadenersatz).

  Verträge der Eigentumsübertragung, der Arbeitsleistung
(Werkvertrag, Werklieferungsvertrag, Beförderungsvertrag, besondere
Probleme von EDV-Leistungsverträgen, der Gebrauchsüberlassung
(Mietvertrag, Pachtvertrag, Verwahrungsvertrag, Darlehensvertrag),
der Geschäftsbesorgung, der Risikoübernahme.

Datenschutzgesetz:

  Bestimmungen, Auslegungen, Verfahren.

Arbeitnehmerrecht:

  Arbeitsrecht (Arbeitsvertrag, Rechte und Pflichten der
Vertragspartner, Auflösung von Arbeitsverhältnissen;
Angestelltengesetz; Arbeiter, Lehrling), Arbeitsschutz
(Arbeitszeitschutz, allgemeiner und besonderer technischer
Arbeitsschutz, Aushangpflicht; Sozialversicherung).

Fertigkeiten:

  Handhabung von Gesetzen, Gesetzeskommentaren und öffentlichen
Verzeichnissen. Abfassung einfacher Schriftstücke zu Problemen des
Arbeitsrechts.

Weiterbildung:

  Nachschlagwerke, Zeitschriften, Institutionen.


                       8. ANGEWANDTE MATHEMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe Anlage 1.

Lehrstoff:

I. und II. Jahrgang:

  Siehe Anlage 1.

III. Jahrgang:

  Analysis: Zahlenfolgen, Grenzwert, Stetigkeit.
Differenzialrechnung (Differenzen- und Differenzialquotient,
Ableitungsregeln, Anwendungen der Differenzialrechnung).
Integralrechnung (bestimmtes und unbestimmtes Integral, Integration
elementarer Funktionen, Anwendungen der Integralrechnung).
Funktionen in zwei unabhängigen Variablen.

Numerische Mathematik:

  Fehlerabschätzung und -fortpflanzung; Konditionsproblematik;
numerische Methoden zum Lösen von Gleichungen, numerische
Integration; Interpolation.

IV. Jahrgang:

Analysis:

  Einfache Differenzen- und Differenzialgleichungen.

Lineare Algebra und analytische Geometrie:

  Matrizen (Operationen, Anwendungen), Determinanten. Geraden und
Ebenen; Kegelschnitte in Hauptlage.

V. Jahrgang:

  Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik:

  Diskrete und stetige Verteilungen, induktive Statistik
(Parameterschätzung, Signifikanzprüfung). Statistische Methoden des
Qualitätsmanagments. Anwendungen.

Aktuelle Themen der angewandten Mathematik mit besonderer
Berücksichtigung der Fachrichtung.

III. bis V. Jahrgang:

  Anwendungen aus dem Fachgebiet; Gebrauch der in der Praxis
üblichen Rechenhilfen, rechnerunterstütztes Arbeiten in der
Mathematik.

In Jahrgängen mit mindestens drei Wochenstunden vier Schularbeiten,
sonst zwei Schularbeiten.


                         9. ANGEWANDTE PHYSIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Vorgänge in der Natur beobachten, beschreiben und
    Arbeitsbereichen der Physik zuordnen können;
  - wesentliche physikalische Zusammenhänge an Experimenten und
    Simulationen unter Einsatz moderner medialer Hilfen erfahren;
  - physikalische Methoden verstehen, anwenden und auf
    physikalisch-technische Aufgabenstellungen unter Verwendung
    (einfacher) mathematischer Symbolik übertragen können;
  - Zusammenhänge verbal, in der Symbol- und Fachsprache, grafisch
    und in Form von Tabellen und Formeln beschreiben können;
  - Größenordnungen abschätzen und die Plausibilität von Ergebnissen
    beurteilen können;
  - die physikalischen Gesetze, die für die Herstellung und
    Anwendung der in der Berufspraxis gebräuchlichen Werkstoffe,
    Geräte, Maschinen, Anlagen und Verfahren bedeutsam sind, kennen
    und anwenden können, insbesondere die Technologien der
    Energienutzung kennen und ihre Auswirkungen auf die Umwelt
    beschreiben können;
  - die Denk- und Arbeitsweise der klassischen modernen Physik
    kennen, sich der Natur physikalischer Modellvorstellungen und
    ihrer Grenzen bewusst sein und zu aktuellen
    naturwissenschaftlichen Themen kritisch Stellung nehmen können;
  - grundlegende Kenntnisse auf den für die elektronische
    Datenverarbeitung wichtigen Teilgebieten der Physik,
    insbesondere der Halbleiterphysik und Digitalelektronik
    aufweisen.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Allgemeine Physik:

  Bedeutung und Arbeitsweise der Physik. Internationales
Einheitensystem (SI).

Mechanik des Massenpunktes:

  Kinematik (Geschwindigkeit, Beschleunigung, drehende Bewegung,
zusammengesetzte Bewegung). Dynamik (Trägheit, Kraft, Masse, die
Newton'schen Axiome). Arbeit, Energie, Impuls, Energiesatz,
Impulssatz, Leistung, Reibung. Zentralkräfte, Gravitation.

Aeromechanik und Hydromechanik:Druck, Auftrieb, Strömungen.
Molekularkräfte.

Elektrizität:

  Elektrische Ladung, elektrisches Feld.

II. Jahrgang:

Schwingungen und Wellen:

  Schwingungen und Wellen in Mechanik, Optik und Elektromagnetismus;
Resonanz; Ausbreitung von Wellen, stehende Wellen, Interferenz,
Beugung und Streuung; Modulation; Akustik.

Wellen- und Strahlenoptik:

  Interferenz, Beugung, Reflexion, Brechung, Polarisation,
Dispersion, Auflösungsvermögen optischer Geräte, Dualismus des
Lichtes.

Optik:

  Reflexion, Brechung, Totalreflexion, Lichtgeschwindigkeit;
Abbildung durch optische Systeme. Beugung am Spalt und am Gitter,
Auflösungsvermögen optischer Geräte, Interferenz dünner Schichten,
Polarisation, Spannungsoptik, Streuung. Licht und Farbe, Emissions-
und Absorptionsspektren; Photometrie.

III. Jahrgang:

Elektrizität und Magnetismus:

  Elektrischer Strom. Wirkungen des elektrischen Stromes.

  Elektrische Leitung in Festkörpern, Flüssigkeiten und Gasen.
Aufbau des magnetischen Feldes, magnetische Eigenschaften der
Stoffe, magnetische Felder von Strömen. Elektromagnetische
Induktion.

  Elektrische Leitung im Vakuum. Elektromagnetische Schwingungen und
Wellen. Technische Anwendungen der Elektrodynamik und Impulstechnik.

Digitalelektronik:

  Bauelemente, Gatter, Schaltungen. Optoelektronik.

IV. Jahrgang:

Thermodynamik:

  Temperatur; Wärmeenergie, Wärmetransport, Wärmedämmung;
Zustandsgleichung der idealen Gase (Aggregatszustände,
Zustandsdiagramme); Hauptsätze der Wärmelehre, Gaskinetik,
Diffusion. Gesetze der Temperaturstrahlung.

Grundgedanken der Quantenmechanik:

  Welle-Teilchen-Dualismus, Energiequantisierung, Unschärferelation,
Materiewellen. Laser.

Grundgedanken der Relativitätstheorie:

  Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, Äquivalenz von Masse und
Energie, Raum-Zeit-Kontinuum, Gedankenexperimente.

Atom- und Kernphysik:

  Aufbau der Atome und Kerne, Radioaktivität; Kernspaltung,
Kernverschmelzung; Wirkung radioaktiver Strahlung, Strahlenschutz,
Anwendung radioaktiver Isotope.

Energienutzung:

  Technologien der Energienutzung und -umwandlung;
Energieversorgung; Nutzung der Solarenergie; Entropie und
ökologisches Gleichgewicht; Energiehaushalt der Erde.


                10. ANGEWANDTE CHEMIE UND ÖKOLOGIE

  Siehe Anlage 1.


          11. GRUNDLAGEN DER ELEKTRONISCHEN DATENVERARBEITUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Aufbau und Wirkungsweise von Anlagen der elektronischen
    Datenverarbeitung kennen;
  - die den Programmiersprachen zu Grunde liegenden algorithmischen,
    maschinen- und problemorientierten Überlegungen nachvollziehen
    und die wesentlichen Merkmale der am häufigsten verwendeten
    Programmiersprachen angeben können;
  - Umformungen aus verbaler in symbolische Darstellungsweise und
    umgekehrt vornehmen können;
  - er soll Widersprüche und Mehrdeutigkeiten im Ausgangsmaterial
    identifizieren und beheben und je nach Aufgabenstellung ein
    geeignetes Strukturmodell erstellen können;
  - neu hinzugekommene Informationen sicher in eine bestehende
    Struktur einordnen bzw. diese erforderlichenfalls abändern
    können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Daten und Datenträger:

  Begriff der Datenverarbeitung, Daten und Programme, Codes, Arten
der Datenträger, periphere Geräte zur Erfassung und Verwaltung von
Daten.

EDV-System:

  Funktion und Aufbau der Bestandteile, Betriebsarten,
Anwendungsbereiche. Zusammenwirken von Hard- und Software.

Zahlensysteme:

  Darstellung, Verknüpfung und Umrechnung von Zahlen in beliebigen
Zahlensystemen, rechnerinterne Zahlendarstellung und
Zahlenverarbeitung.

Aussagenlogik:

  Boolesche Algebra. Aussagenlogische Verknüpfungen, Übertragung von
Sachverhaltsdarstellungen im Deutschen in aussagenlogische Symbolik
und umgekehrt, Wahrheitsfunktionen, Tautologien, Kontradiktionen,
Einsetzung und Ersetzung; Junktorenbasen und Normalformen.
Vereinfachung von aussagenlogischen Ausdrücken.

II. Jahrgang:

Schaltalgebra:

  Anwendung der Aussagenlogik auf Schaltkreise, Analyse und Synthese
von Schaltungen, kombinatorische und sequenzielle Bausteine,
Darstellungsarten.

Hardware:

  Rechnerarchitekturen; Überblick über den aktuellen
Entwicklungsstand.

Softwaretechnik:

  Grundlegende Algorithmen; Standard-Software, Individual-Software;
System- und Anwendungs-Software.

Programmiersprachen:

  Übersicht, Merkmale, Anwendungsbereiche, Meta- und Objektsprache,
syntaktische Beschreibungsmethoden von Programmiersprachen.

  Syntaxanalyseverfahren für Sprachen.

Logik:

  Prädikatenlogik, mehrwertige Logik.


         12. PROZESSREGELUNG UND RECHNERVERBUND MIT LABORÜBUNGEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Computer in Regelungs- und Datenkommunikationssystemen einsetzen
    können;
  - die Funktion und Struktur von Computernetzen verstehen und
    solche einrichten und administrieren können;
  - die Sicherheitsprobleme bei Netzwerken und die Maßnahmen zur
    Gewährleitung von Datensicherheit und Datenschutz kennen;
  - Netzwerkdienste einrichten und administrieren, sowie verteilte
    Anwendungen programmieren können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

  Datenaustausch zwischen Rechner und Peripherie, (Aufbau und
Programmierung von Bussystemen und Schnittstellen). Grundlagen der
Mess- und Prozesstechnik. Grundlagen der Datenkommunikation.
DFÜ-Softwareschichten (Grundlagen und Implementierung von
Protokollen). Hardware- und Softwarekomponenten von DFÜ-Systemen.
Öffentliche Telekommunikations- und Datendienste.

IV. Jahrgang:

Netzwerkplanung.

  Implementierung und Administration von Netzwerken.

  Programmieren verteilter Anwendungen in lokalen und
Weitverkehrsnetzwerken. Netzwerkdienste. Netzwerksicherheit.

V. Jahrgang:

Netzwerkmanagement.

Steuerung und Regelung:

  Begriffe. Automatisierung. Der Computer als Steuer- und
Regelorgan, Aufbau von Steuer- und Regelkreisen.

Im IV. und V. Jahrgang spezifische Themen des jeweiligen
schulautonomen Ausbildungsschwerpunkts.


                          13. PROGRAMMIEREN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - in mindestens drei aktuellen, unabhängigen Programmiersprachen
    für kaufmännisch-administrative Aufgaben und deren mathematische
    und technische Teilaspekte selbständig Programme entwerfen,
    verknüpfen, kodieren, testen, von Fehlern befreien und
    dokumentieren können;
  - die Anwendbarkeit von Programmstrukturen und deren Notation
    sowie von Programmiersprachen auf ein gegebenes Problem
    beurteilen können;
  - Standards und Methoden für Entwurf und Erstellung von
    Programmabläufen und Dokumentationen kennen und ökonomisch
    anwenden können;
  - bei der Problemlösung in Gruppenarbeit das Gruppenziel
    unterstützen und die ihm zugeteilte Rolle erfüllen;
  - bei langwierigen Aufgaben Mut und Geduld nicht verlieren;
  - auch genügend theoretisches Wissen besitzen, um neuere
    Entwicklungen von Programmiersprachen zu verstehen.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Algorithmik:

  Logischer Ablauf von Programmen (Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe).
Konstrukte der Ablaufsteuerung, Darstellungsformen.

Erste Programmiersprache:

  Semantik und Syntax. Entwerfen, Kodieren, Testen von Programmen,
Fehlersuche, Programmdurchführung. Zusammenhang mit dem verwendeten
Betriebssystem.

Programmiermethoden:

  Hilfsmittel, Standards und unterstützende Software für die
Erstellung von Programmabläufen.

II. Jahrgang:

Algorithmik:

  Vergleichende Betrachtung von verschiedenen Strukturdiagrammen,
Problemanalysen, Modellbildung.

Programmiersprachen:

  Semantik und Syntax ohne Organisation größerer Datenmengen.
Entwerfen, Kodieren, Testen von Programmen, Fehlersuche,
Programmdurchführung.

  Verbindung von Programmteilen und Integration von Bibliotheken.

Programmiermethoden:

  Modularisierung. Softwarelebenszyklus. Prinzipien der modernen
Programmiermethoden. Einsatzmöglichkeiten von Programmierwerkzeugen.

III. Jahrgang:

Programmiersprachen:

  Organisation größerer Datenmengen. Programmoptimierung
hinsichtlich Laufzeit, Sicherheit und Wartungsfreundlichkeit.
Programmdokumentation. Jeweilige Besonderheiten der bisher erlernten
Sprachen. Ableiten von Kriterien zur Wahl der für ein Problem
geeignetsten Programmiersprache.

  Abfragesprachen. Dialogverarbeitung.

Programmieranwendungen:

  Programme und Programmodule (kaufmännische und technische Themen),
Anwendung der Speicherung von Massendaten.


                       14. EDV-BETRIEBSSYSTEME

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - den Aufbau und die Wirkungsweise der Systemsoftware in ihren
    Grundzügen sowie für aktuelle Betriebssysteme ausführlich
    kennen, indem er über den modularen Aufbau und die
    Funktionsweise Bescheid weiß;
  - Unterschiede der Betriebssysteme und ihre Vor- und Nachteile im
    Hinblick auf deren Einsatzbereich beurteilen können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Aufgaben des Betriebssystems:

  Programmübersetzung, Datenmanagement (physische Speicherung,
Umsetzen der logischen in die physische Ein- und Ausgabe),
Jobsteuerung, Systemsteuerung, Verbesserung von Durchsatz und
Auslastung zur Programm- und Datenpflege, Netzwerkfähigkeit.

Betriebssystemaufbau:

  Systemkern, Monitore, Bibliothekskonzepte, Systemdateien,
betriebsicherheitsrelevante Schutzmechanismen. Konzepte der
Systemprogrammierung, relevante Dienst- und Hilfsprogramme.

Arten von Betriebssystemen:

  Unterschiede von Betriebsformen und ihre technische Realisierung,
Betriebssysteme und Anwendungen, anwendungsoptimale Betriebssysteme,
anwendungspezifische Betriebssysteme.

Systemdesign:

  Hardwarebedarf, modularer Aufbau von Betriebssystemen,
Systemgenerierung.


                      15. ANGEWANDTE DATENTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Methoden der Datenerfassung, der internen und externen
    Datenspeicherung, der Datenwiedergewinnung und der
    Datenorganisation kennen;
  - den elementaren Datenbankentwurf beherrschen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

  Datenerfassungssysteme im betrieblichen Umfeld. Datenträger.
Dateiverwaltung auf Betriebssystemebene. Interne und externe
Speicherungs- und Adressierungsformen. Organisations- und
Zugriffsformen bei Dateien. Grundlagen der Datenmodellierung.
Sprachen für die Datendefinition und -verwaltung. Grundlagen der
Datenintegrität.


                        16. PROJEKTENTWICKLUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Methoden zur Planung, Durchführung und Steuerung von
    EDV-Projekten beherrschen;
  - die Notwendigkeit sowie die Vorteile projektorientierten
    Arbeitens erkennen;
  - in der Lage sein, Projektaufgabe und -ablauf zu strukturieren
    und dabei sowohl Einzelheiten als auch Gesamtzusammenhänge zu
    berücksichtigen;
  - bei der Durchführung der Projekte die einschlägigen Standards
    berücksichtigen und symbolische und grafische Darstellungen
    sowie Hilfsmittel zweckmäßig verwenden können;
  - bei der Problemlösung in Gruppenarbeit das Gruppenziel
    unterstützen, die für ihn geeignete Rolle erkennen und
    übertragene Aufgaben erfüllen können;
  - die Kommunikation in der Gruppe fördern, Konflikte handhaben und
    Verantwortung übernehmen können;
  - getroffene Entscheidungen vertreten und Ergebnisse in geeigneter
    Form präsentieren können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Methoden des Projektmanagement:

  Methoden zur Findung, Setzung und Bewertung von Zielen;
Projektorganisation (Teambildung, Funktionen, Verantwortungen);
Steuerung und Kontrolle; Kommunikation und Dokumentation
(Projektberichte).

Projektphasen:

  Projektidee, Vorstudie (Machbarkeitsstudie, Variantenbildung,
Projektentscheid, Projektauftrag), Projektplanung (Definition,
Analyse, Realisierungsplanung), Projektdurchführung
(Implementierung, Test, Integration), Wartung. Phasenmodelle.

Methoden im Software-Engineering-Projekt:

  Zeit- und Kostenplanung, Methoden zur Istzustands-Aufnahme und
Istzustands-Analyse, Darstellungstechniken, Methoden zur
Strukturierung und für den Entwurf. Testen und Qualitätssicherung.

Kommunikation und Dokumentation:

  Pflichtenheft, Projektdokumentation, Produktdokumentation,
Online-Hilfe; Kommunikation im Team, Verhandeln mit Partnern,
Moderation und Präsentation.

IV. Jahrgang:

Computerunterstützte Projektentwicklung:

  Computerunterstützung bei Teamarbeit, Kosten- und Zeitschätzung,
bei Entwurf, Realisierung, Wartung und Dokumentation.

Fallstudien:

  Fallstudien aus den Bereichen der Betriebswirtschaft, der
betrieblichen Organisation und technischen Teilbereichen. Einfache,
angeleitete Projekte; Projektreflexion.

V. Jahrgang:

Fallstudien:

  Komplexe Fallstudien (betriebliche Funktionsbereiche, integrierte
Datenverarbeitung, bereichsübergreifende Aufgaben. Mitwirkung an
interdisziplinären Aufgaben.)

Praxisprojekt:

  Durchführung eines komplexen, arbeitsteilig zu bewältigenden
Projektes für betriebswirtschaftlich-technisch orientierte
Endbenutzer, Integration beim Kunden.

Im IV. und V. Jahrgang spezifische Themen des jeweiligen
schulautonomen Ausbildungsschwerpunkts.


                         17. RECHNUNGSWESEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Rechtsgrundlagen des Rechnungswesens kennen;
  - die verschiedenen Buchhaltungssysteme kennen, die häufigsten
    Geschäftsfälle verbuchen können und einen einfachen
    Jahresabschluss vornehmen können;
  - die auf häufige wirtschaftliche Vorgänge anwendbaren Teile des
    Steuerrechts kennen und anwenden können;
  - die gebräuchlichsten Kostenrechnungssysteme kennen und
    einschlägige Berechnungen durchführen können;
  - Datenverarbeitungsanlagen im Rechnungswesen einsetzen können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Grundlagen des Rechnungswesens:

  Begriff, Gliederung und Aufgaben des Rechnungswesens. Rechtliche
Grundlagen mit besonderer Berücksichtigung der EDV-Buchhaltung.
Belegwesen. Buchhaltungssysteme.

Doppelte Buchhaltung:

  Begriff und Merkmale, Arten der Bücher, Bilanz. Kontenrahmen und
Kontenplan.

  Eröffnung der Konten, Verbuchung laufender Geschäftsfälle im
Hauptbuch, Hauptbuchabschluss.

Steuern:

  Umsatzsteuer (Begriff, rechtliche Grundlagen, Auswirkungen im
Beschaffungs- und Absatzbereich)

II. Jahrgang:

Bilanzlehre:

  Bilanzierungsgrundsätze, Bewertung der einzelnen Aktiva und
Passiva, ausgewählte Kennzahlen.

Doppelte Buchhaltung (mit Buchhaltungsprogrammen):

  Vertiefung der Verbuchung laufender Geschäftsfälle im Hauptbuch.
Einsatz von Buchhaltungsprogrammen.

III. Jahrgang:

Kostenrechnung:

  Aufgaben und Stellung der Kostenrechnung im Rechnungswesen,
Kostenbegriff, Kostenarten, Vollkostenrechnung (Kostenartenrechnung,
Kostenstellenrechnung, Kostenträgerrechnung), Erfolgsrechnung,
Teilkostenrechnung als Instrument der Unternehmensführung (Begriffe,
Anwendungen).

Grundzüge der Personalverrechung.


                      18. BETRIEBLICHE ORGANISATION

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Aufgaben und Struktur eines Wirtschaftsbetriebs kennen;
  - Methoden und Techniken zur Durchführung von
    Organisationsaufgaben kennen und anwenden können;
  - Methoden kennen, die der Realisierung der betrieblichen
    Zielvorstellungen, der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und
    der Humanisierung der menschlichen Arbeit dienen.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Wirtschaftliche Grundbegriffe:

  Elemente der Wirtschaft, Markt, Betrieb, Unternehmen.

Rechtliche Grundlagen der betrieblichen Leistungserstellung:

  Rechtsformen der Unternehmung, Kaufmann, Firma, Firmenbuch;
Mitarbeiter.

Kaufvertrag.

II. Jahrgang:

Grundlagen der Organisation:

  Organisationsbegriff, Grundlagen, Aufbau- und Ablauforganisation.

Betriebliche Leistungserstellung und deren Organisation allgemein:

  Materialwirtschaft, Marketing.

Betriebliche Leistungsbereiche unter besonderer Berücksichtigung des
EDV-Einsatzes (warenproduzierende Betriebe):

  Forschung und Entwicklung, Produktion, Qualitätskontrolle,
Auftragsbearbeitung.

Lösung funktioneller Problemstellungen; Einsatz von EDV-Systemen,
die diesen Bereich unterstützen.

III. Jahrgang:

Branchenspezifische Besonderheiten der betrieblichen
Leistungsbereiche unter besonderer Berücksichtigung des
EDV-Einsatzes (nicht warenproduzierende Betriebe):

  Die Erstellung von Dienstleistungen, Handel (mit
Warenwirtschaftssystem), Banken, Versicherungen, öffentliche
Verwaltung und sonstige Dienstleistungsbereiche.

Organisation:

  Organisationsmodelle und deren Darstellung, Phasen der
Organisation (Organisationskreislauf, Reorganisation), Widerstände,
formale und informale Organisation, Methoden und Techniken der
Durchführung und Dokumentation in den einzelnen Phasen;
Organisationsprojekte.

Lösung organisatorischer Problemstellungen; Einsatz von
EDV-Systemen, die diesen Bereich unterstützen.


               19. COMPUTERUNTERSTÜTZTE TEXTVERARBEITUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Texte im Zehnfingersystem unter Verwendung einer
    computerunterstützten Textverarbeitung schreiben können;
  - Texte aus dem Geschäfts-, Behörden- und Privatbereich unter
    praxisgerechter Anwendung der computerunterstützten
    Textverarbeitung sicher und einwandfrei nach den geltenden
    Normen unter verschiedensten computergerechten
    Formgestaltungsmöglichkeiten erstellen können;
  - Schriftstücke unter Verwendung bzw. Einbindung von aktuellen
    Tabellenkalkulations- und Grafikprogrammen gestalten können;
  - die Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen selbstständig
    vornehmen und ergonomische Aspekte erkennen können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Normen und Usancen:

  Wesen und Art der Formatanordnung und der formalen Gliederung;
äußere Form kaufmännischer Schriftstücke; genormte und ungenormte
Geschäftsbriefe; Ausführung von Schriftstücken nach Konzepten und
ungegliederten Vorlagen.

Textverarbeitung:

  Computerunterstütztes Anlegen, Bearbeiten, Speichern, Ausdrucken
und Versenden von Schriftstücken nach handschriftlichen und
maschinschriftlichen Unterlagen sowie nach Diktat und von
Datenträgern.

  Erstellen von Serien- und Standardbriefen; Bausteinkorrespondenz.
Einbindung von aktuellen Tabellenkalkulations- und Grafikprogrammen.
Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz.


  B. PFLICHTGEGENSTÄNDE DER SCHULAUTONOMEN AUSBILDUNGSSCHWERPUNKTE

                 B.1 KOMMERZIELLE DATENVERARBEITUNG

                        1.1. PROGRAMMIEREN

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Programmieren'' im
Abschnitt A.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Programmieranwendungen:

  Programme und Programmodule (kaufmännische und technische Themen),
Anwendung der Speicherung von Massendaten. Bildschirmprogrammierung.

Unterstützende Software:

  Benutzeroberflächen. Anwendung und Adaptierung von Generatoren und
Fremdsoftware. Bibliotheken. Prototyping.

Systemprogrammierung:

  Interprozesskommunikation. Systemnahe Software.

V. Jahrgang:

Aktuelle Anwendungen (Aufgabenarten, praktische Umsetzung).
Portabilitätsüberlegungen. Vertiefung der praktischen Kenntnisse
durch theoretischen Unterbau.


                        1.2 ANGEWANDTE DATENTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - den Umgang mit in der Praxis verwendeten Datenbanksystemen
    beherrschen und mit dem einschlägigen Fachvokabular vertraut
    sein. Dabei sind die Gesichtspunkte der Datensicherheit, der
    Datenpflege, des Datenschutzes sowie der Verarbeitungszeiten bei
    Massendaten zu beachten;
  - die Techniken des konzeptionellen und physischen
    Datenbankentwurfs praktisch umsetzen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

  Datenmodelle mit Implementierungen. Relationenmodell und
Normalformen. Konzeptioneller Datenbankentwurf. Datenmodellierung
für Standardaufgaben der betrieblichen Datenorganisation. Sprachen
für die Datenbankadministration, für komplexe Datenkbankabfragen und
Datenmanipulationen; Schnittstellen zu Programmiersprachen.
Datenverschlüsselung und Datenkomprimierung.

V. Jahrgang:

Transaktionsverarbeitung und Datenkonsistenz. Interne Organisation
von Datenbanksystemen unter Berücksichtigung von Massendaten und
hohem Transaktionsvolumen. Performance-Analyse und -Verbesserung.
Verteilte Datenhaltung. Sicherheits- und Sicherungsstrategien.
Datenbank-Programmiertechniken mit Implementierungsbeispielen.
Realisierung von betrieblichen Anwendungen vom Entwurf bis zur
Implementierung.


                     1.3 SYSTEM- UND EINSATZPLANUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Begriffe, Grundlagen und Methoden beherrschen und sowohl die
    technischen Möglichkeiten, als auch die praxisorientierten und
    betrieblichen Gesichtspunkte kennen, um den Einsatz der EDV
    organisieren zu können;
  - alle für eine EDV-Ausschreibung notwendigen Begriffe,
    Richtlinien, Normen und Standards kennen;
  - die Aufbau- und Ablauforganisation bezüglich der EDV planen
    können;
  - Konzepte für Datensicherheit, -schutz und -sicherung erstellen
    können;
  - Abschätzungen und Kalkulationen für Systemkomponenten abwägen
    können;
  - Rechnersysteme installieren und integrieren können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

EDV im Unternehmen:

  Informationswesen und betriebliche Organisation; Einsatzformen;
Ablauforganisation des Informationswesens, Berufsbilder.
Anwendungsbereiche der Informationstechnologie; Einsatz der
Informationstechnologie in verschiedenen Funktionsbereichen.

Funktionen innerhalb der EDV:

  Systemplanung, Systemanalyse, System- und
Anwendungsprogrammierung, Archivierung und Systemwartung,
Arbeitsvorbereitung, Operating, Qualitätssicherung und Controlling.

Planung einer EDV-Abteilung:

  Datenflussuntersuchungen, Kommunikationsbedarf,
Wirtschaftlichkeitsüberlegungen (Kosten- und Zeitschätzungen,
voraussichtliche Datenmengen).

Ergonomische Gestaltung des EDV-Arbeitsplatzes.

  Strategisches IT-Management, Zugriff zur EDV vom Arbeitsplatz -
Teleworking.

  Installation und Integration von Standardsoftware,
Betriebssystemen, Netzwerken, Datenbanken.

V. Jahrgang:

EDV-Systemeinsatz:

  Organisatorische Vorbereitung und Massnahmen für den
Systemeinsatz; Systemeinführung, Systempflege, Systemintegration;
Dimensionierung der Systemkomponenten; Tuning.

Hardware- und Softwareanpassungen:

  Aktuelle Hard- und Software, Probleme der Systemumstellung.

Auswahl von Komponenten der Informationstechnologie:

  Vorgehensrahmen für die Beschaffung, Pflichtenheft und
Kriterienkatalog; Richtlinien für die Ausschreibung; Standards;
Angebotserstellung; Offertbeurteilung; Evaluierung.

Datensicherheit und Datenschutz:

  Grundlagen, Technische und organisatorische Maßnahmen;
vorbeugender Katastrophenschutz.


                          1.4 RECHNUNGSWESEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Bedeutung des Rechnungswesens für die Unternehmung kennen
    und das Rechnungswesen als Instrument zur Unternehmensführung
    einsetzen können;
  - die Zahlen des Rechnungswesens aufbereiten und auswerten können;
  - Bilanzen verstehen, erstellen und analysieren können;
  - häufige Aufgaben der Personalverrechnung lösen können;
  - Kenntnisse der wichtigsten Bestimmungen des Steuer- und
    Abgabenverfahrensrechts vorweisen können;
  - komplexe, fachübergreifende Probleme des Rechnungswesens lösen
    können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Einnahmen-Ausgaben-Rechnung:

  Gesetzliche Grundlagen, Durchführung.

Personalverrechnung:

  Abrechnung von laufenden und sonstigen Bezügen, Verrechnung mit
dem Finanzamt, den Sozialversicherungsträgern und der Gemeinde.

Jahresabschlüsse:

  Rücklagen. Bilanzen von Einzel- und Gesellschaftsunternehmungen.

Steuern:

  Steuersystematik, Einkommensteuer einschließlich Lohn- und
Kapitalertragssteuer, Abgabeverfahrensrecht.

  Waren- und Zahlungsverkehr mit dem Ausland.

EDV-Einsatz im Rechnungswesen.

V. Jahrgang:

Bilanzanalyse:

  Auswertung der Zahlen des Rechnungswesens. Gewinnung, Aufbereitung
und Darstellung des Zahlenmaterials, Kennzahlen, Bilanzanalyse und
Betriebsvergleich.

Finanzplanung:

  Erstellen von Finanzplänen, Einbindung in die Gesamtplanung des
Unternehmens.

Controlling.

Komplexe Probleme des Rechungswesens. Fallstudien.


                    1.5 BETRIEBLICHE ORGANISATION

  Fortführung des Pflichtgegenstands ,,Betriebliche Organisation''
im Abschnitt A.

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - betriebswirtschaftliche Probleme im kommerziellen,
    administrativen Bereich analysieren und Lösungsvorschläge
    erarbeiten können;
  - die Zusammenhänge von zielorientiertem Vorgehen mit
    organisationspsychologischen Vorgängen und Management in einem
    Betrieb erkennen;
  - Grundlagen für eine berufliche Selbständigkeit erwerben.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Instrumente zur Überprüfung von wirtschaftlichen Konzepten auf ihre
Realisierbarkeit (Investition und Finanzierung).

Organisationspsychologie und Soziologie:

  Grundannahmen menschlichen Verhaltens, Individuum, Gruppe,
Motivation, Konflikte, Arbeitsgestaltung, Organisationsentwicklung,
Organisationsberatung.

Führung in Organisationen:

  Bedeutung der Funktionen der dispositiven Arbeit, Führung
(Theorien, Führungsformen und -stile, Führungstechniken).

Theorie der Entscheidungen:

  Entscheidungsfindung, Entscheidungstechniken.

Einführung in die inner- und zwischenbetriebliche Kommunikation:

  Grundlagen, Methoden und Techniken, Kommunikationsmöglichkeiten,
Informationsverarbeitung.

Umfassende Lösung organisatorischer Problemstellungen; Einsatz von
EDV-Systemen, die diesen Bereich unterstützen.

V. Jahrgang:

Personalwirtschaft:

  Planung, Beschaffung, Auswahl, Bewerbung, Entlohnung, Beurteilung.

Unternehmensgründung:

  Rechtliche und wirtschaftliche Voraussetzungen, Standort, Risiko,
Sozialversicherungen und Steuern, Rechnungswesen, Mitarbeiter und
deren Vollmachten, Unternehmenskonzepte; Zusammenschlüsse;
Entflechtungen.

Lösung komplexer wirtschaftlich-organisatorischer Problemstellungen;
Einsatz von EDV-Systemen, die diesen Bereich unterstützen.


                    1.6 BETRIEBS- UND FÜHRUNGSPRAXIS

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll:
  - häufige Aufgaben des Managements wahrnehmen können;
  - sich in Bewerbungssituationen und bei beruflichen Anlässen
    optimal präsentieren können;
  - effektive und harmonische Kommunikationsbeziehungen herstellen
    können;
  - die Bedeutung der Weiterbildung für seine persönliche und
    berufliche Entwicklung erkennen und entsprechende Maßnahmen
    setzen können.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Management-Fallbeispiele unter Berücksichtigung aktueller Trends in
der Unternehmensführung; Weiterbildung im Bereich des Managements
(insbesondere unter Berücksichtigung moderner Fachliteratur).

Persönlichkeitsentwicklung:

  Kommunikation; Rhetorik, Präsentation; Verhandlungstechnik.

Karriereplanung:

  Bewerbung, weitere Berufsplanung.


                         B.2 NETZWERKTECHNIK

                         2.1 DATENBANKSYSTEME

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Medien, Methoden und Systeme der Datenspeicherung und der
    Datenwiedergewinnung sowie die Logik der internen Verarbeitung
    in Netzwerken und verteilten Systemen kennen und anwenden
    können.
  - die Lösung häufiger Aufgaben der Datenhaltung mit Hilfe von
    Datenbanken in Netzwerken unter Berücksichtigung der
    Datenintegrität, der Wartbarkeit, der optimalen
    Speicherplatznutzung und der daraus folgenden Verarbeitungszeit
    planen und durchführen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Graphentheoretische Grundlagen für Datenstrukturen und Netzwerke.
Verschlüsselung und Komprimierung von Daten. Medien und Strukturen
der Datenspeicherung und Methoden der Datenwiedergewinnung.
Verteilte Datenhaltung. Theorie und Praxis von Datenbanksystemen und
deren Einbindung in Netzwerken.


                        2.2 NETZWERKTECHNOLOGIEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Netzwerke als Erweiterung eines Computers einsetzen können.
  - ein Rechnernetz entwerfen und bei der Generierung eines solchen
    Netzes mitarbeiten können;
  - die Verwendung fertiger Software und von
    Netzwerkbetriebssystemen sowie die Integration von
    Softwareapplikationen in bestehenden öffentlichen Netzwerken
    kennen;
  - die Probleme, die bei der Vernetzung von Computern auftreten
    können, sowie Lösungsansätze dazu kennen und einsetzen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Installation von Komponenten:

  Überblick über die wichtigsten Netzwerkbetriebssysteme und deren
Einsetzbarkeit; Planung und Installation von Servern,
Arbeitsstationen, Peripherie und Applikationen.

Operator:

  Betreuung von Arbeitsgruppen, Applikationen, Drucksystemen,
Wartungstätigkeiten bei Netzwerkhardware und Software.

V. Jahrgang:

Intranet und Internet:

  Heterogene Netzwerke; spezielle Protokolle und deren
Zusammenwirken; firmenweite und firmenübergreifende
Datenverarbeitung; spezielle Software für Arbeitsgruppen,
Dokumentenmanagement. Planung kompletter Netzwerke;
Gegenüberstellung der wichtigsten Netzwerkkomponenten;
Internetdienste.

Management und Troubleshooting:

  Managementsysteme und deren Einsatz in konkreten Netzwerken.
Softwaredistribution und Inventarisierung, Lizensierungsstrategien
und deren Überwachung. Messgeräte für Netzwerke und Messungen in
bestehenden Netzen, um Engpässe und Fehler zu finden.


                         2.3 TELEKOMMUNIKATION

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Computer in der Telekommunikation einsetzen können;
  - den Einsatz der Telekommunikation in Rechnernetzen entwerfen und
    beim Aufbau solcher Netze mitarbeiten können;
  - Kenntnisse über alle Telekommunikationsmöglichkeiten und deren
    Einbindung in die EDV-Landschaft eines Unternehmens kennen;
  - die Probleme, die vor allem beim Einsatz der Telekommunikation
    auftreten, und Lösungsansätze dazu kennen.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Überblick über Telekommunikationsdienste und ihre
Einsatzmöglichkeiten in der Datenverarbeitung. Anwendungen von
Multiplexverfahren, Anwendungen der Basis- und Breitbandtechniken,
Kapazitätsüberlegungen. Zusammenspiel von klassischen
Nicht-EDV-Telekommunikationsdiensten und EDV-Diensten.

V. Jahrgang:

Einsatz konkreter Produkte an Hand einiger Beispiele. Einbindung
mobiler, dezentraler externer Mitarbeiter.


                         2.4 HARDWAREPRAKTIKUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - sowohl an Hand einfacher Schaltungen für Steuerungs- und
    Regelungsvorgänge als auch mittels einfacher Netzwerkkomponenten
    den Umgang mit Hardware erlernen und diese Kenntnisse in der
    betrieblichen Praxis einsetzen können;
  - gezielte Hardwarekomponenten auswählen und ihr Zusammenspiel zu
    einem Gesamtsystem einschätzen können;
  - in Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachleuten die
    Installation eines Netzwerkes planen und überwachen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Aufbau von einfachen Schaltungen zu regelungstechnischen Aufgaben
und deren Verbindung zu einem Gesamtsystem. Einbindung von
Mikrokontrollern in Netzwerke und deren Kommunikation über einfache
Schnittstellen.

Verwendung und Konfigurationen von Netzwerkkomponenten
(Schnittstellen, Repeater, Hub, Switch); Eigenschaften von
Netzwerkverkabelung; Störquellen und Störfestigkeit; Aufbau einer
Übertragungsstrecke.


                           2.5 KOMPLEXE SYSTEME

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Wissen aus mehreren Teilbereichen auf komplexe Systeme anwenden
    können, dabei insbesondere in Teamarbeit seine persönlichen
    Stärken einbringen und an der Lösung größerer Probleme mitwirken
    können;
  - auch komplexe Systeme in der Datenverarbeitung beherrschen und
    einsetzen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Übersicht über komplexe Systeme in der Datenverarbeitung;
Einsetzbarkeit solcher Systeme für aktuelle Aufgabenstellungen;
Materialsuche in internationalen Datennetzen.

V. Jahrgang:

Aktuelle Fallstudien:

Umsetzung von Projekten an Hand von Aufgabenstellungen, die sich
klassischen Lösungsansätzen verschließen oder mit diesen nur mit
enormen bzw. nicht vertretbarem Aufwand bewältigen lassen.


                  2.6 DATENSICHERHEIT UND DATENSCHUTZ

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Probleme der Datensicherheit und des Datenschutzes kennen
    und den einschägigen Gefahren in diesem Bereich begegnen können;
  - in einem EDV-System Vorsorgestrategien planen und implementieren
    können, dabei auch die Güte der verwendeten Strategie abschätzen
    und testen können;
  - bei der Erstellung eines Katastrophenhandbuches an führender
    Stelle mitarbeiten können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Datenschutz:

  Einführung und Begriffe, Zutritts- und Zugriffsschutz,
Verschlüsselungsverfahren, Authentizitätsprüfung und
Schlüsselverteilung, Einbindung der Sicherheitsmechanismen in ein
Netzwerkreferenzmodell, Normen. Realisierung mindestens einer
Datenschutzeinrichtung.

Datensicherheit:

  Einführung und Begriffe, Störprogramme, Netzwerkbackupstrategien,
redundante Speicherformen, Ausfallssicherheit, Planen einer
Vorsorgestrategie, Erstellen eines Katastrophenhandbuches,
Durchführung einer Desaster Recovery.


                      2.7 KOMMUNIKATION IN NETZEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die einschlägigen Fachvokabel, den notwendigen Wortschatz und
    die Sprachstrukturen beherrschen, englische Fachliteratur und
    Handbücher verstehend lesen, Programme in englischer Sprache
    dokumentieren, Vorträge in englischer Sprache verfassen und
    halten sowie mittels E-Mail aktiv kommunizieren können.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Projektanbahnung mit einer fremdsprachigen Institution,
Literaturbeschaffung, Diskussionen in englischer Sprache,
Dokumentationen erstellter Projekte in englischer Sprache.

Präsentation mit modernen Hilfsmitteln; Weiterführung des Projektes;
Fachvokabel. Grundlagen des Schriftverkehrs, Wortschatz und
Sprachstrukturen.


                         2.8 QUALITÄTSMANAGEMENT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Aspekte der Gesamtführungsaufgabe, welche die
    Qualitätspolitik festlegt und verwirklicht, kennen und bei der
    Erfüllung dieser Aufgabe mitwirken können;
  - die dazu notwendigen Qualitätssicherungssysteme kennen und sie
    in die betriebliche Praxis, insbesondere im EDV-Bereich umsetzen
    und deren Einhaltung überprüfen können;
  - in allen Teilbereichen des Qualitätsmanagement, insbesondere bei
    der Qualitätsplanung, der Qualitätsbewertung und der Einführung
    und Überwachung qualitätsichernder Maßnahmen, mitwirken können.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Qualitätssicherung und -management:

  Einschlägige Gesetze, Verordnungen, Normen und Vorschriften;
QS-Systeme; QM-Maßnahmen; Auswirkungen auf innerbetriebliche und
zwischenbetriebliche Strukturen; QM-Handbuch; Audit, Zertifizierung;
Abläufe und Kosten; TQM-Strategien; Aktuelle QM-Entwicklungen;
praxisorientierte voraussehbare Zukunftsentwicklungen.


                 B.3 MEDIENTECHNIK UND MEDIENWIRTSCHAFT

                          3.1 DATENBANKSYSTEME

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Datenbanksysteme'' in Abschnitt B.2.


                         3.2 MULTIMEDIATECHNIKEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - einen Überblick über die Multimediatechniken erhalten und deren
    spezifische Einsatzmöglichkeiten kennen;
  - die grundlegenden Techniken der Medienproduktion beherrschen und
    die Programmiertechniken in Multimedia-Anwendungen kennen lernen
    und anwenden können;
  - unter Verwendung eines ausgewählten Autorensystems ein
    Multimediaprojekt planen und durchführen können;
  - die theoretischen Ausarbeitungen für ein derartiges Projekt
    erstellen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Multimediabereiche:

  Grundlagen der Kombination von Text, Bild, Ton und bewegtem Bild.

Fotografie:

  Digitale Bildaufzeichnung. Aufnahmetechniken und Endfertigung.

Film:

  Produktionsmöglichkeiten, Kamera- und digitale Aufnahmetechnik.
Schnitt. Studioausstattung.

Video:

  Grundausstattung und Zubehör. Aufnahmetechnik, Schnitt und
Aufzeichnung auf den aktuellen Medien.

Grundlagen der Gestaltung unter Verwendung der aktuellen
multimedialen Datenformate.

V. Jahrgang:

Computeranimation:

  Konzeption, Geräte, Verfahren und Programmiertechniken zur
Umsetzung.

Virtual Reality:

  Geräte- und Programmiertechniken. Einsatzmöglichkeiten.

Mediensoftware:

  Einführung in handelsübliche Softwarepakete für
Multimedia-Erstellung und Präsentations-Techniken und ihre Anwendung
anhand praktischer Beispiele. Analysieren derartiger Pakete und
Erkennen der Vor- und Nachteile.

Praktische Anwendung im Rahmen eines Projekts:

  Definition des Projektziels. Projektstrukturplan. Ressourcen- und
Kostenplanung.

Projektbegleitung:

  Entscheidungsfindung. Berichtswesen. Präsentation und
Visualisierung von Zwischen- und Endergebnissen.


                        3.3 TELEKOMMUNIKATION

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Telekommunikation'' in
Abschnitt B.2.


                       3.4 MULTIMEDIA-HARDWARE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die aktuelle Hardware- und Geräteausstattung sonstiger Art für
    den Multimediabereich kennenlernen und einwandfrei bedienen
    können;
  - in der Lage sein anwendungsspezifisch erforderliche Ein- und
    Umbauten sowie kleinere Reparaturen selbst durchführen zu
    können;
  - Softwaretools und multimediale Produkte in Datennetzen sowie auf
    gängigen Datenträgern installieren können und die einschlägigen
    Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften kennen und
    beachten.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Bildtechnik:

  Kameras (Fotografie, Film, Video, digitale Bildaufzeichnung).

Audiotechnik:

  Geräte der Ton-Studioausstattung, Sprachein- und ausgabegeräte.

Visualisierungstechnik:

  Bildschirm und Projektionsgeräte.

Multimedia-Hardware:

  Computer und Computerperipherie. Hardware der Vermittlungstechnik
unter besonderer Berücksichtigung der mobilen
Kommunikationseinrichtungen sowie der Hardware für Steuerungs- und
Regelungstechnik.

Sicherheitsvorschriften und Unfallverhütung

Projektspezifische Sonderthemen.


                    3.5 MULTIMEDIAPUBLIKATIONEN IN NETZEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - lokale und internationale Datennetze kennen und bedienen können;
  - sowohl ökonomische als auch werbewirksame Maßnahmen von
    Publikationen kennen und anwenden können;
  - aber auch in der Lage sein, derartige Publikationen mit den
    gebräuchlichen Tools zu erstellen und in Netzen zu installieren;
  - sich schließlich der ethischen Verantwortung derartiger
    Publikationen gegenüber der Gesellschaft bewusst sein und diese
    in seiner Arbeit stets beachten.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Medieninhalte:

  Information, Infotainment, Kunst, Kultur und weitere Beispiele aus
dem Berufsleben.

Medienproduktion:

  Herstellung von Medienprodukten in Theorie und Praxis. Beispiele
aus dem Berufsleben.

Medien für Werbung und Marketing:

  Maßnahmen für die Benutzung verschiedener multimedialer
Werbemedien.

V. Jahrgang:

Online-Direktmarketing:

  Dialogorientierte Telekommunikationsdienste und ihre Verwendung.
Erstellung von praxisgerechten Beispielen.

Multimedia-Kataloge:

  Produktpräsentation in neuen Medien. Erstellung von
praxisgerechten Beispielen.

Multimedia-KIOSK-Systeme:

  Architektur und Implementierung eines verteilten multimedialen
KIOSK-Systems in einem oder mehreren Bereichen der folgenden
Möglichkeiten: Präsentation, Transaktion, Beratung, Information und
Schulung.

Medienethik:

  Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Gesellschaftspolitische
Wirkung der Medien, Kontrolle und Selbstbeschränkung.


                       3.6 KOMMUNIKATION IN NETZEN

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Kommunikation in Netzen'' in
Abschnitt B.2.


                          3.7 MEDIENWIRTSCHAFT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Entwicklung und Arbeitsweisen der Medienwirtschaft kennen;
  - Methoden der Werbeplanung und Werbepsychologie anwenden können;
  - medienrelevante Bestimmungen und Gesetze kennen;
  - innerbetriebliche Zusammenhänge von und betriebliche
    Entscheidungsvorgänge in Medienbetrieben verstehen können;
  - die Kosten von Erzeugnissen des Fachgebietes kalkulatorisch
    zusammenstellen und Kostenstellen bewerten können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Grundzüge der Medienwirtschaft:

  Entwicklung der Medien. Presse- und Meinungsfreiheit,
verfassungsrechtliche Bezüge. Arbeitsweisen (Redaktion,
Nachrichtenagentur, Produktagenturen, Herstellung und Vertrieb).

Grundlagen der Werbung:

  Werbung als Form der Marktkommunikation. Werbeplanung (Analysen
des Konsumentenverhaltens, Marktsegmentierung). Werbebotschaft.
Grenzen der Werbung. Marktforschung. Medien und Mediaplanung.
Media-Analyse.

Werbepsychologie:

  Gestalt-, Farb- und Lernpsychologie. Tiefenpsychologische Aspekte.
Zielgruppenverhalten in der Werbung. Präsentation von
Medienproduktionen.

Urheber- und Medienrecht. Wettbewerbsrecht.

V. Jahrgang:

Unternehmensführung bei Medienbetrieben:

  Aufbauorganisation von Betrieben der Informationsbeschaffung,
-verarbeitung und -distribution. Informations- und
Telekommunikationsdienste. Kapitalaufbringung, Haftung, steuerliche
Aspekte. Kooperation zwischen Medienbetrieben. Vertriebswege in der
Medienwirtschaft.

Kalkulation von Medienprodukten:

  Kalkulationsdaten. Kalkulation technischer Arbeitsabläufe.
Material- und Sachkostenberechnung. Lohn- und Gehaltsschemata,
Betriebsstrukturen. Preisgestaltung. Kalkulation spezifischer
Medienprodukte.

Medienökonomie:

  Medienforschung. Volkswirtschaftliche Bedeutung klassischer und
,,neuer'' Medien.


                           PFLICHTPRAKTIKUM

  Siehe Anlage 1.


      C. FREIGEGENSTÄNDE, UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN, FÖRDERUNTERRICHT

                          C.1 FREIGEGENSTÄNDE

                       ZWEITE LEBENDE FREMDSPRACHE

  Siehe Anlage 1.


                   KOMMUNIKATION UND PRÄSENTATIONSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Sprache und nonverbale Signale gezielt einsetzen, Emotionen in
    der Diskussion kontrollieren sowie Gespräche, Vorträge und
    Präsentationen in deutscher und englischer Sprache führen
    können;
  - seine eigene Persönlichkeit sowie Inhalte mit technischen
    Hilfsmitteln wirksam präsentieren können;
  - Diskussionen, Arbeitsbesprechungen und Konferenzen gezielt
    leiten und koordinieren können.

Lehrstoff:

I. bis V. Jahrgang:

Kommunikation, Rhetorik und Redetechnik:

  Rede- und Referatsvorbereitung, Sprachformulierungen,
Präsentationshilfen.

Präsentation:

  Technischer und strategischer Aufbau, Gestaltung von
Präsentationsmitteln, technische Hilfsmittel.

Moderation:

  Diskussionsführung, Zusammenfassen von Statements, Zeit- und
Konfliktmanagement.


                     C.2 UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN

                            LEIBESÜBUNGEN

  Siehe Anlage 1.


                         C.3 FÖRDERUNTERRICHT

  Siehe Anlage 1.


                                                        Anlage 1.3.2

    LEHRPLAN DER HÖHEREN LEHRANSTALT FÜR WIRTSCHAFTSINGENIEURWESEN

                           I. STUNDENTAFEL 1)

           (Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen
                         Unterrichtsgegenstände)
--------------------------------------------------------------------
                                Wochenstunden               Lehrver-
A. Pflichtgegenstände                                        pflich-
                                  Jahrgang         Summe     tungs-
                            I. II. III. IV.  V.              gruppe
--------------------------------------------------------------------
 1. Religion .............   2   2   2   2   2       10       (III)
 2. Deutsch ..............   3   2   2   2   2       11        (I)
 3. Englisch .............   2   2   2   2   3       11        (I)
 4. Geschichte und
    politische Bildung ...   -   -   -   2   2        4        III
 5. Leibesübungen ........   2   2   2   1   1        8       (IVa)
 6. Geographie und
    Wirtschaftskunde .....   2   2   -   -   -        4       (III)
 7. Wirtschaft und Recht .   -   -   -   2   2        4        III
 8. Angewandte Mathematik    4   3   3   2   2       14        (I)
 9. Darstellende Geometrie
    2) ...................   3   -   -   -   -        3        (I)
10. Angewandte Physik ....   2   2   2   -   -        6        (II)
11. Angewandte Chemie und
    Ökologie .............   3   2   -   -   -        5         II
12. Betriebsinformatik ...   2   2   -   -   -        4         I
13. Mechanik 2) ..........   -   3   2   -   -        5        (I)
14. Werkstoff- und
    Fertigungstechnik ....   2   3   2   2   2       11         I
15. Maschinenelemente ....   -   3   2   -   -        5         I
16. Betriebstechnik 3) ...   -   -   2   4   5       11         I
17. Mitarbeiterführung ...   -   -   -   -   2        2        III
18. Konstruktionsübungen .   3   3   2   2   -       10         I
19. Werkstätte ...........   9   8   -   -   -       17        (Va)

Pflichtgegenstände der
schulautonomen
Ausbildungsschwerpunkte
gemäß Abschnitt B ........   -   -  16  18  16       50
--------------------------------------------------------------------
Gesamtwochenstundenzahl ..  39  39  39  39  39      195

--------------------------------------------------------------------
                                  Wochenstunden             Lehrver-
B. Pflichtgegenstände                                        pflich-
   der schulautonomen              Jahrgang         Summe    tungs-
   Ausbildungsschwerpunkte     III.   IV.   V.               gruppe
--------------------------------------------------------------------
B.1  Betriebsmanagement
1.1  Betriebsinformatik .....    2     2     -        4        I
1.2  Mechanik ...............    1     2     -        3       (I)
1.3  Werkstoff- und
     Fertigungstechnik ......    1     2     1        4        I
1.4  Qualitäts- und
     Umweltmanagement .......    -     3     -        3        I
1.5  Maschinen und Anlagen ..    -     -     3        3        I
1.6  Elektrotechnik und
     Elektronik .............    2     2     -        4        I
1.7  Mess-, Steuerungs- und
     Regelungstechnik .......    -     2     2        4        I
1.8  Konstruktionsübungen ...    1     1     4        6        I
1.9  Laboratorium ...........    -     4     6       10        I
1.10 Werkstätte .............    9     -     -        9       (Va)

     Wochenstundenzahl B.1 ..   16    18    16       50

B.2  Betriebsinformatik
2.1  Betriebsinformatik .....    2     2     3        7        I
2.2  Programmieren und
     Projektentwicklung 4) ..    5     7     5       17        I
2.3  EDV-Netzwerke ..........    -     2     2        4        I
2.4  Elektrotechnik,
     Steuerungs- und
     Regelungstechnik .......    2     3     2        7        I
2.5  Laboratorium ...........    2     4     4       10        I
2.6  Werkstätte .............    5     -     -        5       (Va)

     Wochenstundenzahl B.2 ..   16    18    16       50
--------------------------------------------------------------------
     Pflichtpraktikum .......  mindestens 8 Wochen in der
                               unterrichtsfreien Zeit vor Eintritt
                               in den V. Jahrgang

--------------------------------------------------------------------
                                Wochenstunden               Lehrver-
C. Freigegenstände,                                          pflich-
   Unverbindliche Übungen         Jahrgang                   tungs-
   Förderunterricht         I. II. III. IV.  V.              gruppe
--------------------------------------------------------------------
C.1  Freigegenstände
     Zweite lebende
     Fremdsprache 5) ......  2   2   2   2   2                (I)

C.2  Unverbindliche
     Übungen
     Leibesübungen ........  2   2   2   2   2               (IVa)

C.3  Förderunterricht 6)
     Deutsch
     Englisch
     Angewandte Mathematik
     Fachtheoretische
     Pflichtgegenstände


--------------
1) Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann von dieser
Stundentafel im Rahmen des Abschnittes III abgewichen werden.
2) Mit Übungen im Ausmaß von einer Wochenstunde.
3) Einschließlich Marketing.
4) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von
4 Wochenstunden im III. und V. und 5 Wochenstunden im IV. Jahrgang.
5) In Amtsschriften ist die Bezeichnung der Fremdsprache anzuführen.
6) Bei Bedarf parallel zum jeweiligen Pflichtgegenstand bis zu
16 Unterrichtseinheiten pro Schuljahr; Einstufung wie der
entsprechende Pflichtgegenstand.


                      II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

  Siehe Anlage 1.

Fachrichtungsspezifische Bildungsziele:

  Die Höhere Lehranstalt für Wirtschaftsingenieurwesen vermittelt
die theoretischen und praktischen Grundlagen auf dem Gebiet der
Werkstoff- und Fertigungstechnik sowie einer umfassenden
betriebstechnischen Ausbildung mit den Kernbereichen
Betriebstechnik, Marketing, Mitarbeiterführung und
Qualitätsmanagement. Einer Konstruktionslehre unter Miteinbeziehung
elektrotechnischer und steuerungs- und regelungstechnischer
Aufgabenstellungen und unter Einbeziehung computergestützter
Konstruktions- und Fertigungsmethoden kommt dabei besondere
Bedeutung zu. Im Rahmen der Gesamtausbildung wird auf eine allgemein
bildende, kommunikative und fachzentrierte Ausbildung besonders Wert
gelegt.

  Die allgemeine Fachausbildung wird durch zwei alternative
Ausbildungsschwerpunkte vertieft:
- Im Ausbildungsschwerpunkt ,,Betriebsmanagement'' erfolgt eine
  breite Ausbildung in allen Kernbereichen der Betriebstechnik wie
  Unternehmensorganisation, Kostenrechnung, Controlling,
  Sicherheitstechnik, Projektmanagement und Marketing. Aktuelle
  Schwerpunkte werden im Qualitäts- und Umweltmanagement gesetzt.
- Im Ausbildungsschwerpunkt ,,Betriebsinformatik'' liegt das Profil
  auf der Erstellung betrieblicher Informationssysteme in
  verschiedenen Programmiersprachen, Datenbanksystemen und
  Betriebssystemumgebungen mit modernen Techniken der
  Softwareentwicklung. Darüber hinaus erfolgt eine breite Ausbildung
  in den Kernbereichen der Betriebstechnik wie der
  Unternehmensorganisation, der Logistik, des Controllings und des
  Projektmanagements. Aktuelle Schwerpunkte liegen auf der
  Entwicklung Client-Server basierender Kommunikations- und
  Informationssysteme in firmeninternen und weltweiten Netzen.

  Die Einsatzbereiche der Absolventen liegen, aufbauend auf eine
Ausbildung im Maschinenbau und der Fertigungstechnik, in der
Projektierung, Fertigung, und Inbetriebnahme von Anlagen aller Art,
im Vertrieb und Service technischer Produkte und in der Planung und
Organisation technisch orientierten Dienstleistungen. Die
Arbeitsbereiche Kostenrechnung samt Kalkulation, Marketing,
Logistik, Qualitätssicherung und Informationswesen werden von den
Absolventen der Fachrichtung besonders gut abgedeckt.


  III. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGEN, DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

  Siehe Anlage 1.


               IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

  Siehe Anlage 1.


V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE; AUFTEILUNG
                   DES LEHRSTOFFES AUF DIE SCHULSTUFEN

                          A. PFLICHTGEGENSTÄNDE

  ,,Deutsch'', ,,Englisch'', ,,Geschichte und politische Bildung'',
,,Leibesübungen'' und ,,Geographie und Wirtschaftskunde'':

  Siehe Anlage 1.


                         7. WIRTSCHAFT UND RECHT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Bedeutung betriebswirtschaftlicher Überlegungen und
    volkswirtschaftlicher Zusammenhänge für die Produktion im
    Fachbereich,
  - die für die Unternehmensführung einschlägigen Rechtsvorschriften
    einschließlich der Vorschriften für Ausbilder im Lehrlingswesen,
  - die Grundlagen des betrieblichen Rechnungswesens und der
    Vertragstechnik kennen;
  - staatsbürgerliche und verfassungsmäßige Prinzipien und
    Handlungsweisen kennen und praktizieren können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Volkswirtschaftslehre:

  Wirtschaftssysteme, österreichische Wirtschaftsordnung;
Produktionsfaktoren; Markt und Preis; Geld und Währung; Konjunktur
und Wirtschaftswachstum; Budgetpolitik; Einkommen und Konsum,
Außenhandel und Zahlungsbilanz; Weltwirtschaft, europäische
Integration, bilaterale Wirtschaftsbeziehungen, Entwicklungshilfe.

Finanzbuchhaltung:

  Rechtliche Grundlagen; Einnahmen- Ausgabenrechnung. Prinzip der
doppelten Buchhaltung; Bilanz- und Erfolgsrechnung; österreichischer
Kontenrahmen.

Recht:

  Überblick über wesentliche Rechtsbereiche. Grundlagen aus dem ABGB
und HGB im Hinblick auf die Vertragstechnik; Zahlungsverkehr,
Scheck- und Wechselrecht. Grundlagen des Umweltrechts und
Europarechts.

Kaufmännischer Schriftverkehr.

V. Jahrgang:

Arbeits- und Sozialrecht:

  Grundlagen des Arbeits-, Sozialrechts und
Sozialversicherungsrechts. Grundzüge der Personalverrechnung.
Rechtliche Grundlagen der Lehrlingsausbildung.

Steuerrecht:

  Steuerarten, Bemessungsgrundlagen, Steuereinhebung.
Insolvenzrecht.

Gewerberecht:

  Gewerberecht und gewerblicher Rechtsschutz; Schritte zur Gründung
eines Unternehmens. Finanzierung. Produkthaftung.

Österreichisches Rechtssystem und Bundesverfassung:

  Grundsätze der Bundesverfassung (demokratisches, republikanisches,
rechtsstaatliches und bundesstaatliches Prinzip, Gewaltentrennung).
Parlament, Bundesregierung und Bundespräsident. Gesetzgebung des
Bundes und der Länder, Verwaltung (Aufbau, Körperschaften mit
Selbstverwaltung), Gerichtsbarkeit (Instanzen, Gerichtsverfahren),
Kontrolle der Staatsgewalt (parlamentarische Kontrolle;
Höchstgerichte, Volksanwaltschaft, Rechnungshof).


                        8. ANGEWANDTE MATHEMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe Anlage 1.

Lehrstoff:

I. und II. Jahrgang:

  Siehe Anlage 1.

III. Jahrgang:

Analysis:

  Zahlenfolgen, Grenzwert, Stetigkeit. Differenzialrechnung
(Differenzen- und Differenzialquotient, Ableitungsregeln,
Anwendungen der Differenzialrechnung). Integralrechnung (bestimmtes
und unbestimmtes Integral, Integration elementarer Funktionen),
Anwendungen der Integralrechnung).

Numerische Mathematik:

  Fehlerabschätzung und -fortpflanzung; Konditionierungsproblematik;
numerische Methoden zum Lösen von Gleichungen, numerische
Integration; Interpolation.

IV. Jahrgang:

Analysis:

  Einfache Differenzen- und Differenzialgleichungen.

Lineare Algebra:

  Matrizen (Operationen, Anwendungen), Determinaten.

Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik:

  Diskrete und stetige Verteilungen, induktive Statistik
(Parameterschätzung, Signifikanzprüfung).

V. Jahrgang:

Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik:

  Zusammenhangsanalysen (Korrelation, Regression).

Statistische Methoden des Qualitätsmanagements:

  Auswertungsverfahren. Statistische Prozesslenkung.

Planungsmathematik:

  Lineare Optimierung. Graphen und Netzwerke.

III. bis V. Jahrgang:

Anwendungen aus dem Fachgebiet; Gebrauch der in der Praxis üblichen
Rechenhilfen, rechnerunterstütztes Arbeiten in der Mathematik.

In den Jahrgängen mit mindestens drei Wochenstunden vier, sonst zwei
Schularbeiten.


                        9. DARSTELLENDE GEOMETRIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - aus Rissen eines Objektes dessen Aufbau ablesen und die in der
    Zeichnung enthaltenen Informationen deuten, konstruktiv
    verwerten und räumliche Gegebenheiten in Handskizzen darstellen
    können;
  - geometrische Formen an technischen Objekten gemäß den
    Erfordernissen der einzelnen Fachrichtungen erkennen und mit
    Hilfe einer Konstruktionszeichnung erfassen sowie eigenständiges
    technisch-konstruktives Denken unter Anwendung geeigneter
    Abbildungsmethoden zeichnerisch umsetzen können;
  - durch Modellbildungen konstruktive Sachverhalte in Teilprobleme
    zerlegen und Lösungsalgorithmen entwickeln können;
  - mit der Erzeugung und den Gesetzmäßigkeiten der für die
    Fachrichtung bedeutsamen Kurven, Flächen und Körper vertraut
    sein.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Räumliches Koordinatensystem.

Abbildungsmethoden (Projektionsarten).

Hauptrisse einfacher geometrischer und technischer Körper sowie
Axonometrie zur Übung im Erfassen der Gestalt eines Objekts aus
gegebenen Rissen.

Konstruieren in zugeordneten Normalrissen:

  Strecke und Gerade, ebene Figur und Ebene in Hauptlage, in
projizierender und allgemeiner Lage; Länge einer Strecke, Größe und
Gestalt einer projizierenden Figur, Projizierendmachen einer Geraden
und einer Ebene; orthogonale Lage einer Geraden und einer Ebene;
Schnitte ebenflächig begrenzter Objekte mit projizierenden Ebenen;
Kreis in Hauptlage und in projizierender Lage.

Normale Axonometrie eben- und krummflächig begrenzter Objekte.

Drehflächen. Ebene Schnitte von Drehflächen.

Durchdringungen.

3D-Konstruktionen.


                         10. ANGEWANDTE PHYSIK

  Siehe Anlage 1.


                    11. ANGEWANDTE CHEMIE UND ÖKOLOGIE

  Siehe Anlage 1.


                         12. BETRIEBSINFORMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Aufbau und Wirkungsweise von Anlagen der elektronischen
    Datenverarbeitung kennen;
  - zur Lösung einfacher Aufgaben des Fachgebietes Programme in
    einer verbreiteten prozeduralen und objektorientierten Sprache
    erstellen, testen und dokumentieren können;
  - den Aufbau und die Wirkungsweise von Hardwarekomponenten und
    Betriebssystemsoftware kennen und anwenden können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Hardwarekomponenten von EDV-Systemen:

  Aufbau, Funktion, Zusammenwirken, Schnittstellen.

Betriebssystem:

  Arten der Betriebssysteme (Single-User, Multi-User). Grundlegende
Befehle eines Betriebssystems. Dateisystem, Dateiverwaltung,
Benutzeroberflächen.

Standardsoftware:

  Textverarbeitung, Tabellenkalkulation.

Programmieren:

  Methoden des Softwareentwurfs. Strukturierte Programmierung.
Lösung einfacher Aufgaben in einer Programmiersprache.

II. Jahrgang:

Programmieren:

  Aufgaben aus verschiedenen Fachgebieten.

Standardsoftware:

  Tabellenkalkulation. Datenbanken, Präsentationssoftware.

Einführung in das Internet und World-Wide-Web.


                             13. MECHANIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die theoretischen Grundlagen für technische Berechnungen und
    Konstruktionen der Fachrichtung beherrschen;
  - logische Zusammenhänge der mechanischen Berechnungen erkennen
    und auf Probleme des Ausbildungsschwerpunktes anwenden können.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Statik:

  Masse, Kraft, Kraftmoment, Kräftepaar, Zerlegung von Kräften im
Komponenten. Reibung. Ebene Kräftesysteme. Gleichgewicht von
Kräften. Anwendungen auf Balken und Stäbe. Schwerpunkt von Linien,
Flächen und Körpern. Momentenverteilung am Balken. Querkraft.

Festigkeit von Werkstoffen:

  Beanspruchungsarten, Spannungsarten, Belastungsfälle. Festigkeit
und zulässige Spannung. Spannungsberechnungen des Balkens (Biege-,
Torsions- und Wärmespannungen).

III. Jahrgang:

Kinematik und Dynamik:

  Bewegungsarten, Bewegungsgrößen, Bewegungsabläufe. Ebene Bewegung
und Relativbewegung des starren Körpers. Dynamisches Grundgesetz für
den Massenpunkt und den starren Körper. Energie-, Impuls- und
Drehimpulserhaltung. Arbeitssatz. Massenmomente. Drallsatz.
Einmassenschwingungen.

Hydrostatik:

  Begriffe. Eigenschaften der Flüssigkeiten. Hydrostatik (Druck,
Auftrieb).


                   14. WERKSTOFF- UND FERTIGUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Arten und Eigenschaften der in der Praxis verwendeten
    Werkstoffe und die Verfahren zu ihrer Prüfung kennen;
  - die Fertigungsverfahren der Metallbearbeitung und
    Kunststofftechnik gründlich kennen;
  - auf Grund technischer, wirtschaftlicher und ökologischer
    Kriterien die zweckmäßige Werkstoffauswahl und Auswahl
    entsprechender Bearbeitungsverfahren für Einzel-, Serien- oder
    Massenfertigung treffen können;
  - den Einsatz von Werkzeugen, Vorrichtungen und Maschinen planen
    können;
  - mit den Methoden und Mitteln der Automatisierung und flexiblen
    Fertigung vertraut sein.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Fertigungsverfahren:

  Übersicht; spanlose und spanende Bearbeitungsverfahren, Maschinen
und Geräte.

Werkstoffe:

  Einteilung und normgemäße Bezeichnung der Werkstoffe.

II. Jahrgang:

Spanlose Fertigung:

  Ur- und Umformverfahren wie Gießen, Warm- und Kaltwalzen, Ziehen,
Richten, Strangpressen, Freiform- und Gesenkschmieden.
Fügeverfahren. Herstellung elektronischer Bauelemente.

Werkstoffe:

  Legierungen, Zustandsdiagramme, Wärmebehandlung (Glühen, Härten,
Vergüten, Aushärten). Korrosion. Oberflächenschutz.

Prüfverfahren:

  Statische und dynamische Verfahren der Werkstoffprüfung,
zerstörende und nichtzerstörende Prüfmethoden.

Kunststoffe:

  Mechanische und thermische Eigenschaften. Herstellung und
Anwendungsgebiete. Formteilherstellung aus Thermoplasten und
Duroplasten. Verarbeitung von Fasern und Faserwerkstoffen.

III. Jahrgang:

Spanlose Fertigung:

  Fügeverfahren wie Schweißen, Löten und Kleben. Plastische
Verformbarkeit von Werkstoffen. Schneiden, Stanzen, Tiefziehen,
Biegen, Rollen, Abkanten, Blechumformtechniken. Maschinen und
Werkzeuge.

Spanende Fertigung:

  Fertigungsverfahren, Fertigungswerkzeuge (Dreh-, Fräs-, Bohr-,
Räum- und Schleifwerkzeuge), Schneidengeometrie, Spanbildung,
Schnittkräfte und Schnittleistung. Schneidwerkstoffe, Kühlmittel,
Standzeit, Verschleiß. Herstellung von textilen Flächen.

IV. Jahrgang:

Vorrichtungen:

  Bestimmen, Positionieren und Spannen, Spannkräfte, genormte
Bauteile, Baugruppen.

Werkstück- und Werkzeugtransport:

  Magazine und Speicher, Greifeinrichtungen, Transporteinrichtungen.

Werkzeugmaschinen:

  Werkzeugmaschinen aller Art; CNC-Verfahren und CNC-Maschinen.
Bearbeitungszentren. Flexible Fertigung. Fundamente. Textile
Produktionsmaschinen.

V. Jahrgang:

Werkzeugbau:

  Trenn-, Umform- und Fügewerkzeuge, Formenbau.

Sonderbearbeitungsverfahren und -maschinen:

  Feinstbearbeitung. Anwendung von Laserstrahlen,
Elektronenstrahlen, Flüssigkeitsstrahlen, Ultraschall, Erosion;
Feinschmieden, Ätzverfahren.

Herstellung von Textilien.


                          15. MASCHINENELEMENTE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die im Fachgebiet gebräuchlichen Maschinenelemente unter
    Berücksichtigung technischer Erfordernisse, einschlägiger Normen
    und der Wirtschaftlichkeit berechnen und gestalten können.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Verbindungselemente:

  Lösbare und nicht lösbare Verbindungselemente; Sicherungselemente.

Elemente der drehenden Bewegung:

  Achsen, Wellen, Mitnehmerverbindungen, Wälz- und Gleitlager.

Konstruktionsregeln:

  Schweiß-, Guss- und Schmiedekonstruktionen.

III. Jahrgang:

Elemente der drehenden Bewegung:

  Kupplungen.

Federelemente:

  Zug-, Druck-, Torsions- und Biegefedern, Silentelemente.

Getriebe:

  Ebene Verzahnungen. Zahnräder und Zahnradgetriebe.
Zugmitteltriebe.


                           16. BETRIEBSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - einzelne und vernetzte Aufgaben der betrieblichen Planung,
    Durchsetzung und Kontrolle analysieren, beurteilen und lösen
    können;
  - den Einsatz der Produktionsfaktoren aufeinander abstimmen und
    optimieren können;
  - die Ergebnisse dieser Prozesse beurteilen und bewerten können;
  - betriebliche Aktivitäten an den Kundenbedürfnissen orientieren
    können und Marketinginstrumente kennen und anwenden können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Unternehmensorganisation:

  Unternehmensfunktionen. Wirtschaftliche, soziale und ökologische
Ziele. Aufbau- und Ablauforganisation.

Arbeitsstudium:

  Arbeitsgestaltung und Ergonomie. Rationelle und humane
Arbeitssysteme. Zeitwirtschaft.

Kostenrechnung:

  Kostenarten, Kostenstellen, Kostenträger, Kostenerfassung.

IV. Jahrgang:

Logistik:

  Materialwirtschaft, Lagersysteme, Transportwesen.

Arbeitsvorbereitung:

  Produktionsplanung und -steuerung. Betriebsmitteleinsatz und
-instandhaltung.

Personalwirtschaft:

  Personalplanung. Anforderungsermittlung und Entlohnung.
Arbeitspädagogik.

Kostenrechnung:

  Voll- und Teilkostenrechnung (Deckungsbeitragsrechnung),
periodische Erfolgsrechnung.

Projektmanagement:

  Einbettung von Projekten in die Gesamtorganisation. Projektplanung
und -entwicklung einschließlich EDV-Unterstützung. Projekteinführung
und Projektanalyse.

V. Jahrgang:

Betriebsstättenplanung:

  Neuplanung, Umplanung, Betriebserweiterung.

Sicherheitstechnik und Umweltschutz:

  Rechtliche Vorschriften, Schutzmaßnahmen und betriebliche
Sicherheitseinrichtungen, umweltschonender Einsatz betrieblicher
Ressourcen.

Controlling:

  Spezielle Kostenmodelle und Kostenfunktionen. Plankostenrechnung,
Soll-Ist-Vergleich, Kostenabweichungsanalyse. Wirtschaftlichkeits-
und Investitionsrechnung, Finanzplanung und Finanzierung.
Bilanzanalytik und betriebliche Kennzahlen. Planungs- und
Entscheidungstechniken.

Marketing:

  Marketingziele, Marktforschung. Marketinginstrumente und
Marketingmix. Produktinnovationen und Produktmanagement. Erstellen
von Betriebs- und Serviceanleitungen.

Umfassendes Qualitätsmanagement.


                         17. MITARBEITERFÜHRUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Aufgaben der Führungskraft für die Erreichung des
    Unternehmensziels kennen;
  - Konflikte in Organisationen diagnostizieren und handhaben
    können;
  - das Leistungsklima positiv beeinflussen können.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Führungsaufgaben:

  Ziele vereinbaren. Planen, organisieren und kontrollieren.
Projektmanagement.

Führungspersönlichkeit:

  Stärken- und Schwächenanalyse, persönliche Arbeitstechnik (Time
Management, effiziente Beschaffung und Weitergabe von Information).

Rolle der Führungskraft im Analyse-, Entscheidungs- und
Durchsetzungsprozess.

Menschenführung:

  Kommunikation, Moderation, Motivation, Beurteilung, Aus- und
Weiterbildung, Förderung.


                       18. KONSTRUKTIONSÜBUNGEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Entwurfs-, Konstruktions- und Entwicklungsaufgaben des
    jeweiligen Ausbildungsschwerpunktes mit und ohne
    Rechnerunterstützung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen
    und ökologischen Gegebenheiten sowie der Fertigung auf Grund
    praxisüblicher Konstruktionsunterlagen lösen, dokumentieren und
    präsentieren können;
  - selbständig sowie in Gruppen unter Einhaltung der gültigen
    Vorschriften und Normen arbeiten können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Grundlagen:

  Zeichengeräte, händische und rechnergestützte Zeichentechniken,
Normen, Bemaßung und Beschriftung, Toleranzen und Passungen;
Oberflächenzeichen.

Methoden:

  Skizzieren und Darstellen einfacher technischer Körper in den drei
Hauptrissen und in genormter Axionometrie mit Bleistift und
Rechnerunterstützung.

Konstruktion:

  Werkzeichnungen einfacher Normteile und Bauteile nach
Zeichnungsvorlage und Modell; Stücklisten.

II. Jahrgang:

Methoden:

  Aufgabenanalyse, Entwurf, Berechnung und Konstruktion im
Regelkreis der konstruktiven Gestaltung.

Konstruktion:

  Einzelteile und einfache Baugruppen grundlegender
Verbindungselemente.

III. Jahrgang:

Methoden:

  Aufgaben- und Funktionsanalyse. Arbeiten mit Norm- und
Herstellerdatenblättern sowie Katalogen. Großformatiger Entwurf.
Vertiefung der CAD-Kenntnisse. Einführung in die Teamarbeit.

Konstruktionen:

  Konstruktionen von Einzelteilen und Baugruppen.

IV. Jahrgang:

Methoden:

  Techniken der Teamarbeit und Vertiefung der methodischen
Konstruktionslehre; technische Beschreibung und Dokumentation.
Arbeiten mit computergestützten Arbeitshilfen.

Konstruktionen:

  Komplexe Baugruppen aus den jeweiligen Fachgebieten.


                             19. WERKSTÄTTE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die im Fachgebiet verwendeten Einrichtungen, Werkzeuge,
    Maschinen und Arbeitsbehelfe wirtschaftlich handhaben und
    instandhalten können;
  - die Eigenschaften sowie die Bearbeitungs- und
    Verwendungsmöglichkeiten der für die Fachrichtung bedeutsamen
    Werk- und Hilfsstoffe kennen;
  - facheinschlägige Erzeugnisse nach normgerechten Zeichnungen und
    Schaltplänen herstellen sowie facheinschlägige praktische
    Tätigkeiten ausführen können;
  - die Arbeitsgänge und Arbeitsergebnisse in exakter Fachsprache
    analysieren können;
  - die einschlägigen Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften
    und umweltrelevante Bestimmungen kennen und beachten.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Arbeitsmethoden:

  Werkstättenbetrieb, Werkstättenordnung, Unfallverhütung;
Sicherheitsvorschriften, Schutzmaßnahmen. Führung von Aufzeichnungen
und Arbeitsprotokollen.

Mechanische Grundausbildung:

  Fertigkeiten (Messen, Anreißen, Körnen, Feilen, Schleifen von
Hand, Meißeln, Sägen, Senken, Gewindeschneiden von Hand, Schaben,
Stempeln, Schleifen, Passen, Reiben von Hand). Bohren.

Blechbearbeitung und Stahlbau:

  Richten, Biegen, Nieten, Abkanten, Schneiden, Weichlöten.
Oberflächenschutz durch Anstrich. Kleben. Grundkenntnisse der
gebräuchlichen Beschläge.

Mechanische Werkstätte:

  Drehen (Innen- Außen- und Plandrehen); Fräsen (Stirn- und
Nutfräsen); maschinelles Gewindeschneiden.

Schmiede:

  Freiformschmieden, Strecken, Breiten, Spitzen, Stauchen, Lochen,
Spalten, Absetzen, Richten, Biegen, Kröpfen. Einfache Glüh- und
Härtearbeiten.

II. Jahrgang:

Mechanische Werkstätte:

  Stirn- und Umfangfräsen. Einfache Teilkopfarbeiten. Einfache
Arbeiten an programmmgesteuerten Fräs- und Drehmaschinen.
Dreharbeiten zwischen Spitzen, mit Setzstöcken, Planscheiben und
Drehdornen. Herstellen von Innen- und Außengewinden, Rändeln,
Federwickeln. Einfache Arbeiten an programmgesteuerten Maschinen.

Schweißerei:

  Sicherheitsvorschriften für die Durchführung von Schweißarbeiten.
Gasschmelz-, Elektro- und Schutzgasschweißen (Arbeitsweise und
Bedienung von Schweißgeräten. Schweißen von Stumpf-, Kehl- und
Ecknähten an verschiedenen Werkstücken und in verschiedenen
Positionen, Blech- und Rohrschweißen); Hartlöten, Brennschneiden.
Punktschweißen, Stahlbauarbeiten.

Montage und Installationstechnik:

  Zerlegen und Zusammenbau von Maschinen, Baugruppen und Geräten.
Justieren, Prüfen und Instandsetzen. Feststellen und Beheben von
mechanischen Störungen. Zurichten, Verlegen und Prüfen von
druckmittelführenden Leitungen. Installationsarbeiten.
Heizungsanlagen. Wasserversorgung und Pumpen.

Kunststofftechnik:

  Verarbeitung thermoplastischer Halbzeuge und duroplastischer
Faserverbundwerkstoffe. Spanende Bearbeitungsverfahren (Sägen,
Fräsen, Bohren, Feilen, Drehen). Schweiß- und Klebetechnik.

Formenbau:

  Modelltischlerei (Anwendung im Modellbau, Fertigkeiten,
Holzverbindungen). Anfertigen einfacher Modelle aus verschiedenen
Werkstoffen. Formgestaltung, Formaufbereitung und Formprüfung.
Herstellen von Formen nach unterschiedlichen Techniken und
Verfahren.


  B. PFLICHTGEGENSTÄNDE DER SCHULAUTONOMEN AUSBILDUNGSSCHWERPUNKTE

                      B.1 BETRIEBSMANAGEMENT

                      1.1 BETRIEBSINFORMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - zur Lösung betrieblicher Aufgaben Standardsoftware auswählen und
    anwenden können;
  - die für den Produktionsbetrieb eines EDV-Systems notwendigen
    Tätigkeiten kennen und innerbetriebliche Einsatzmöglichkeiten
    planen können;
  - die wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Auswirkungen des
    EDV-Einsatzes beurteilen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Programmieren:

  Aufgaben des Fachgebietes; Programme von
Informationsverarbeitungssystemen.

Datensysteme:

  Dateien, Arten der Datenorganisation, Datenbanksysteme.
Client-Server-Systeme. Abfragesprachen (Structured Query Language).

Kommunikation:

  ISO/OSI-Schichtenmodell, Netzwerkkomponenten, Datenübertragung,
Datenfernübertragung, öffentliche Netze und Dienste.

Standardsoftware:

  Anwendungen der Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und
Datenbanken.

IV. Jahrgang:

Betriebssysteme:

  Systemverwaltungsfunktionen, Konfigurationen, Benutzerverwaltung.

Innerbetriebliche Informationsverarbeitung:

  Datenbeschaffung, Erfassen und Darstellen des Informationsflusses,
Methoden und Verfahren zur Planung und Gestaltung betrieblicher
Abläufe und Strukturen.

Praktisches Datenmanagement:

  Erstellung von Leistungsverzeichnissen, Auswertung von Angeboten,
Einführungsstrategien, Kosten-Nutzen-Rechnung.

Auswirkungen der Informatik:

  Betriebliche und soziale Auswirkungen.
Mensch-Maschine-Kommunikation. Datenschutz. Datensicherheit.


                             1.2 MECHANIK

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Mechanik'' im
Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Festigkeit von Werkstoffen:

  Berechnung der Formänderung bei Zug-, Druck-, Torsions- und
Biegebeanspruchung. Superposition und zusammengesetzte
Beanspruchung. Vergleichsspannung. Stabilitätsphänomene (Knickung,
Beulung).

IV. Jahrgang:

Hydrodynamik:

  Kontinuitäts- und Bernoulligleichung. Rohrreibung. Ausfluss aus
Gefäßen und Mündungen. Kraftwirkung strömender Flüssigkeiten.

Thermodynamik:

  Thermodynamisches System. Zustandsgrößen. Prozessgrößen (Arbeit,
Wärme). Anwendungen des ersten Hauptsatzes der Thermodynamik.
Zustandsgleichungen und -änderungen idealer und realer Gase. Zweiter
Hauptsatz der Thermodynamik. Kreisprozesse. Wärmeübertragung.


               1.3 WERKSTOFF- UND FERTIGUNGSTECHNIK

  Ergänzung des Pflichtgegenstandes ,,Werkstoff- und
Fertigungstechnik'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Werkstoffe:

  Vertiefung im Bereich der Herstellung, Eigenschaften und
Verwendung der wichtigsten technischen Werkstoffe.

IV. Jahrgang:

Vorrichtungen:

  Deformationen, Spannvorrichtungen. Genormte Bauteile und
Baugruppen.

Werkzeugmaschinen:

  Vertiefungen in den Stoffgebieten Werkstück- und Werkzeugtransport
sowie Werkzeugmaschinen.

V. Jahrgang:

Kunststoffverarbeitung:

  Laminieren, Faserverbundwerkstoffe, Recycling von Kunststoffen.

Pulvermetallurgie:

  Verfahren, Werkstoffe.


                   1.4 QUALITÄTS- UND UMWELTMANAGEMENT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - statistische Gesetzmäßigkeiten des Qualitätsmanagement anwenden
    können;
  - den betriebswirtschaftlichen Einsatz des Qualitäts- und
    Umweltmanagements kennen;
  - die für die Berufspraxis notwendige Sicherheit in der Anwendung
    von Techniken des Qualitäts- und Umweltmanagements besitzen.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Qualitätssicherungssystem:

  Normen; Aufbau eines Qualitätssicherungssystems. Qualitätsaudits.
Kosten. Zertifizierungen nach ISO-9000-Normen. Erstellen eines
Qualitätshandbuches. Auswirkungen der Qualitätssicherung auf
innerbetriebliche und zwischenbetriebliche Strukturen und Abläufe.

Anwendung praxisüblicher statistischer Methoden.

Qualitätsorganisation:

  Prüfplanung. Lieferantenbeurteilung, Zuverlässigkeitsplanung.
Qualitätsbewertung.

Qualitätsbetriebswirtschaft:

  Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems. Methoden und Werkzeuge
der ständigen Qualitätsverbesserung. Auditierung, Zertifizierung,
Akkreditierung. Qualitätsmotivation und -entlohnung.
Qualitätscontrolling und Qualitätskennzahlen.

Grundzüge des Umweltmanagements:

  Ökobilanz; Input-Outputanalyse, Wirkungsbeurteilung.
EMAS-Verordnung; Schnittstellen zwischen Zertifizierungen nach
ISO-9000 und ISO-14000.


                     1.5 MASCHINEN UND ANLAGEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - den Aufbau, die Arbeitsweise, das Betriebsverhalten und die
    Regelung von Kraft- und Arbeitsmaschinen sowie von Anlagen der
    Energie-, Haus- und Umwelttechnik kennen.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Fördermaschinen:

  Hebemaschinen (Winden, Kräne, Aufzüge). Stetigförderer,
Flurförderer.

Pumpen und Verdichter:

  Bauarten, Betriebsverhalten. Anwendungen.

Verbrennungskraftmaschinen:

  Bauarten, Betriebsverhalten: Einsatzbereiche.

Anlagen der Haus- und Umwelttechnik:

  Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen, Wärmepumpen. Nutzung
alternativer Energien. Anlagen der Luft- und Gewässerreinhaltung.


                   1.6 ELEKTROTECHNIK UND ELEKTRONIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die Fachrichtung bedeutsamen Gesetze der Elektrotechnik
    und der industriellen Elektronik sowie die Bauarten, die
    Wirkungsweise und das Betriebsverhalten von elektrischen
    Betriebsmitteln kennen;
  - die einschlägigen Vorschriften, Normen und Sicherheitsmaßnahmen
    kennen und beachten.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Begriffe:

  Größen und Einheiten. Elektrisches und magnetisches Feld.
Stromarten. Messgeräte.

Gleichstromtechnik:

  Stromleitung in Metallen. Begriffe, Gesetze, Schaltungen von
Widerständen, Spannungsquellen und Kondensatoren.

Wechselstrom- und Drehstromtechnik:

  Begriffe, Kennwerte (Spitzen-, Effektiv- und
Gleichrichtmittelwert). Wechselstromwiderstände. Zeigerbild.
Gesetze. Schaltungen.

Elektroinstallationen:

  Normen. Schaltpläne. Schutzmaßnahmen.

IV. Jahrgang:

Elektrische Maschinen und Transformatoren:

  Aufbau, Wirkungsweise, Betriebsverhalten.

Bauelemente der Elektronik:

  Passive und aktive Bauelemente (Aufbau, Wirkungsweise, Kennlinien,
Anwendungen). Stromrichter.

Kommunikationstechnik.

Mikrocomputertechnik:

  Mikroprozessoren. Speicher. Bussysteme. Schnittstellen.


            1.7 MESS-, STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die Fachrichtung bedeutsamen Verfahren der Mess-,
    Steuerungs- und Regelungstechnik sowie die Bauarten und die
    Wirkungsweise der in der Praxis verwendeten Geräte kennen;
  - die einschlägigen Vorschriften und Normen kennen und beachten.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Messgeräte:

  Kenngrößen von Messgeräten. Messwertaufnehmer, Messwertumformung
und -übertragung.

Analoge Messverfahren:

  Verfahren für elektrische und nichtelektrische Größen. Sensoren
und Messwertumformer. Messwertübertragung. Anzeigegeräte.

Digitaltechnik:

  Kenngrößen. Logische Verknüpfungen. Codierung. Digitale
Messverfahren (Messverfahren für Zählgrößen, Analog-Digital-Wandler,
Digital-Analog-Wandler). Mikrocomputertechnik.

Steuerungstechnik:

  Unterscheidungsmerkmale und Grundstrukturen von Steuerungen.
Gesetzmäßiges Erfassen von Steuerungsaufgaben. Bauelemente von
Steuerungen.

V. Jahrgang:

Steuerungstechnik:

  Elektromechanische, elektronische, pneumatische und hydraulische
Steuerungssysteme. Programmierbare Steuerungen.

Regelungstechnik:

  Regelgrößen, Führungsgröße, Störgröße, Regelabweichung,
Regelkreis, Regler, Regelstrecke. Regelkreisglieder (Arten,
Zeitverhalten, Kennlinien). Stabilitätskriterien und Optimierung von
Regelkreisen. Mehrpunktregelungen.

Stelltechnik:

  Übersicht. Stellantriebe, Stellglieder.


                        1.8 KONSTRUKTIONSÜBUNGEN

  Ergänzung des Pflichtgegenstandes ,,Konstruktionsübungen'' im
Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. und IV. Jahrgang:

  Projekte aus den Stoffgebieten der Pflichtgegenstände ,,Werkstoff-
und Fertigungstechnik'' und ,,Maschinenelemente''.

V. Jahrgang:

Projektphasen:

  Pflichtenheft; Termin- und Zeitplan; unterschiedliche
Konstruktionsmethoden, Variantenauswahl und -beurteilung.
Konstruktionsstrategien, Kostenberechnungen. Variantenkonstruktion;
Variantenpräsentation; Endauswahl und Angebotsvergleich, Vergabe.
Dokumentation.

Konstruktionen:

  Mindestens ein komplexes Projekt, das die typenbildenden
Pflichtgegenstände des Ausbildungsschwerpunktes mit einschließt.
Fertigungs- und Montageplanung.


                            1.9 LABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Planungs-, Mess- und Prüfaufgaben der betrieblichen Praxis
    selbstständig und sorgfältig ausführen sowie kritisch auswerten
    können;
  - für die jeweilige Aufgabe geeignete Methoden und Geräte unter
    Beachtung der Sicherheits- und Qualitätserfordernisse auswählen
    können;
  - Untersuchungsberichte zusammenstellen, auswerten und die
    Ergebnisse interpretieren können.

Lehrstoff:

IV. und V. Jahrgang:

Methoden:

  Führung eines Übungsprotokolls und die Ausarbeitung eines
Laboratoriumsberichtes. Qualitätsstandards. Schutzmaßnahmen.

  Übungen zur Vertiefung von wirtschaftlichen, technischen und
naturwissenschaftlichen Fachgegenständen.

  Übungen aus den Stoffgebieten der Pflichtgegenstände ,,Mechanik'',
,,Werkstoff- und Fertigungstechnik'', ,,Betriebstechnik'',
,,Mitarbeiterführung'', ,,Werkstätte'', ,,Betriebsinformatik'',
,,Qualitäts- und Umweltmanagement'', ,,  Maschinen- und Anlagen'',
,,Elektrotechnik und Elektronik'' und ,,Mess-, Steuerungs- und
Regelungstechnik'' sowie chemisch-technologische Untersuchungen.


                           1.10 WERKSTÄTTE

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Werkstätte'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Mechanische Werkstätte:

  Fräs- und Bohrarbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
Verzahnungen mit Teilapparat. Fräsen und Bohren nach
Koordinatensystem. Dreharbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
Formdrehen, Außermittedrehen, Kegeldrehen, Gewindesonderformen,
mehrgängige Innen- und Außengewinde, Arbeiten an numerisch
gesteuerten Maschinen. Erstellen von CNC-Programmen.

Werkzeug- und Vorrichtungsbau:

  Herstellen von Vorrichtungen, Schnitt-, Spritz- und
Druckgusswerkzeugen. Wärmebehandlung des Stahles, Härteprüfung.
Schleifen und Abziehen von Schneidewerkzeugen. Rund-, Form- und
Flachschleifen.

Arbeitsvorbereitung:

  Rechnerunterstützte Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung.
Arbeitsaufträge. Vor- und Nachkalkulation. Werkstattzeichnungen.
Beschaffungswesen. Führung praxisüblicher Dateien. Lagerhaltung.

Elektrotechnik und Elektronik:

  Niederspannungsinstallation, Zurichten und Verlegen von Leitungen,
Herstellen von Verbindungen. Installationsschaltungen.
Inbetriebnahme und Wartung von Verteil-, Sicherungs- und
Schalteinrichtungen unter Beachtung der elektrischen und
mechanischen Schutzmaßnahmen. Inbetriebsetzen elektrischer Geräte.
Anschließen von elektrischen Maschinen. Fehlersuche an elektrischen
und elektronischen Geräten und Systemen.


                         B.2 BETRIEBSINFORMATIK

                         2.1 BETRIEBSINFORMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - zur Lösung betrieblicher Aufgaben Standardsoftware auswählen und
    anwenden können;
  - die für den Produktionsbetrieb eines EDV-Systems notwendigen
    Tätigkeiten kennen und planen können;
  - den Einsatz betrieblicher Informationssysteme planen und die
    Integration von Datenverarbeitungskonzepten in Betrieben
    organisieren können;
  - die wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Auswirkungen des
    EDV-Einsatzes beurteilen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Aussagenlogik:

  Boolesche Algebra. Aussagenlogische Verknüpfungen,
Wahrheitsfunktionen, Tautologien, Kontradiktionen, Normalformen,
Vereinfachung von aussagenlogischen Ausdrücken, Anwendung der
Aussagenlogik auf Schaltkreise.

Datenbanksysteme:

  Dateien, Arten von Dateiorganisationen (sequenziell,
indexsequenziell, random). Dateizugriffsverfahren. Datenbanksysteme
(Konzepte, Aufbau, Zugriffsmöglichkeiten, Transaktionen,
Einsatzmöglichkeiten, Datenkonsistenz, verteilte Systeme).
Datenmodellierung (Entwurf von Datenmodellen für die Anwendung in
Datenbanksystemen).

Informationsbeschaffung:

  Datenbankabfragesprachen (Syntax und Semantik). Durchführung
interaktiver Datenbankabfragen; Benützen von allgemein zugänglichen
öffentlichen Datenbanken.

Standardsoftware:

  Einsatz aktueller Standardsoftware für fachspezifische Probleme.
Präsentationssoftware.

IV. Jahrgang:

Betriebssysteme:

  Aufgaben des Betriebssystems (Datenmanagement, Jobsteuerung,
Systemsteuerung), Betriebssystemaufbau, Arten von Betriebssystemen
(Betriebsformen und ihre technische Realisierung),
Systemgenerierung, Rechnerkonfiguration.

Innerbetriebliche Informationsverarbeitung:

  Datenbeschaffung, Erfassen und Darstellen des Informationsflusses,
Methoden und Verfahren zur Planung und Gestaltung betrieblicher
Abläufe und Strukturen. Richtlinien zur Gestaltung von
Benutzerschnittstellen (Formen, Formulare, Beleggestaltung).

Datenmodellierung:

  Strategien zur Ermittlung eines unternehmensweiten Datenmodells,
Projektabgrenzung durch Einsatz der Clusteranalyse.

Praktisches Datenverarbeitungsmanagement:

  Erstellen von Leistungsverzeichnissen und Auswerten von Angeboten,
Einführungsstrategien. Bewertungsgrundsätze, Richtlinien für die
Ausschreibung, Offertbeurteilung, Kosten-Nutzen-Rechnung;
organisatorisch-technische Grundlagen.

V. Jahrgang:

Integration der EDV im Unternehmen:

  Berücksichtigung der betrieblichen Organisation bei der
Realisierung von EDV-Lösungen, Straffung und Umgestaltung von
Arbeitsabläufen, Varianten des EDV-Einsatzes (zentrale, dezentrale
Datenverarbeitung, Inanspruchnahme von externen
EDV-Dienstleistungen), Wirtschaftlichkeitsüberlegungen
(Kosten-Nutzen-Schätzung).

Datensicherheit und Datenschutz:

  Organisatorische Maßnahmen. Qualitätsbeurteilung der
Informationsproduktion, Methoden und Strategien der Datensicherung
(vorbeugender Katastropheneinsatz), Konzepte der Datensicherheit
(Computerkriminialität).

Künstliche Intelligenz:

  Wissensrepräsentation; Neuronale Netze, Fuzzylogik,
Spielstrategien; Prinzip natürlichsprachlicher Systeme,
Expertensysteme, Deduktionssysteme; Robotik, Probleme des
Bilderkennens.


               2.2 PROGRAMMIEREN UND PROJEKTENTWICKLUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - ein den Aufgabenstellungen eines Unternehmens adäquate, flexible
    Datenverarbeitungslösung bestimmen und die diesem zu
    übertragenden Aufgaben auswählen können;
  - den Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung planen,
    organisieren und den Einsatz von computerunterstützten
    Entwicklungstechniken zur Produktivitätssteigerung verstehen und
    anwenden können;
  - zur Lösung von Aufgaben des Fachgebietes Programme in einer
    geeigneten Programmiersprache erstellen, testen und
    dokumentieren können;
  - mindestens zwei unterschiedliche Programmiersprachenkonzepte zur
    Problemlösung einsetzen können und eigene und fremde Programme
    verändern können;
  - symbolische und graphische Darstellungen sowie Methoden moderner
    Softwareentwicklung mit und ohne Einbeziehung von
    computerunterstützten Entwurfsinstrumenten, kennen und anwenden
    können;
  - den Aspekt der Software-Qualitätssicherung im ganzen
    Lebenszyklus der Softwareentwicklung anwenden können;
  - moderne Methoden der Datenerfassung und -speicherung sowie der
    internen Datenorganisation kennen und anwenden können;
  - die Lösung häufiger Aufgaben der Datenorganisation unter
    besonderer Berücksichtigung der Verarbeitungszeiten und der
    Datenpflege planen können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Programmiersprachen :

  Syntax und Semantik. Entwerfen, Kodieren und Testen von
Programmen, Fehlersuche, Programmdurchführung. Organisation größerer
Datenmengen (intern und extern). Zugriffe auf Dateien.
Programmoptimierung hinsichtlich Laufzeit und
Wartungsfreundlichkeit. Programmdokumentation.

Programmdesign:

  Programmiersprachenunabhängige Methoden, Hilfsmittel und Normen
für Entwurf und Darstellung von Programmabläufen und
Programmstrukturen. Kriterien für Zerlegung, Zusammenfassung und
Gestaltung von Modulen, Prozeduren und Funktionen (Arten der
Parameterübergabe, Sichtbarkeitsregeln, Gültigkeitsbereiche).

Projektvorplanung:

Zielsetzungen, Kompetenzfragen, Teambildung. Fixierung der
Aufgabenstellung, Dokumentationsstandards, Terminplan, Kontrolle des
Arbeitsfortganges, Berichterstattung.

Planungsphasen:

  Projektanalyse mit Ermittlung des Anforderungsprofils,
Projektentwicklung (Grob- und Feinprojektierung), Projekteinführung
(Implementierungsvorbereitung, Implementierung). Aufwandschätzung
(Kosten- und Zeitschätzungen, voraussichtliche Datenmengen),
Netzpläne.

Programmieranwendungen:

  Fallbeispiele und praktische Anwendungen von Datei- und
Datenbanksystemen. Programmoptimierungen hinsichtlich
Dateiorganisation und Datenbanksystem (Optimierung der Datenbasis,
Datenbankadministration). Aufbau von relationalen Datenbanken anhand
bestehender Strukturdiagramme. Erstellen prozeduraler Module mit
Datenbankzugriffen.

IV. Jahrgang:

Algorithmen und Datenstrukturen:

  Sortieralgorithmen, Suchalgorithmen; Laufzeitbeurteilung von
Algorithmen. Baumstruktur, lineare und zyklische Datenstrukturen.

  Realisierung von Anwendungsbeispielen.

Analyseverfahren und Planungsmethoden:

  Softwarelebenszyklus, Prinzipien der modernen Analyseverfahren,
Strukturierungsmethoden, Methoden graphischer Ablaufdarstellungen,
Datenflussuntersuchungen. Entwicklung von Programmiervorgaben.

Programmieren:

  Einsatz von Programmgeneratoren und rechnergestützten
Entwicklungswerkzeugen.

Software - Qualitätssicherung:

  Grundlagen, Verfahren, Normen und Prinzipien.

Projektarbeit und Fallstudien:

  Komplexe Projekte (betriebliche Funktionsbereiche), integrierte
Datenverarbeitung, bereichsübergreifende Aufgaben. Mitwirkung an
interdisziplinären Aufgaben. Projekterweiterungen (Analyse des
zusätzlichen Nutzens, Anpassung).

V. Jahrgang:

Weitere Programmiersprachen:

  Vergleich von Programmiersprachen, einschließlich
Programmiersprachen der Künstlichen Intelligenz (Übersicht,
Merkmale, Anwendungsbereiche, Meta- und Objektsprache). Jeweilige
Besonderheiten gegenüber den bisher erlernten Sprachen. Ableiten von
Kriterien zur Wahl der für ein Problem am besten geeigneten
Programmiersprache.

Themenübergreifende Projekte und Fallstudien:

  Praxisrelevante komplexe Projekte aus den Bereichen der
Betriebsinformatik (Produktionsplanungsysteme,
Management-Informations-Systeme, Controlling Systeme,
Qualitätsmanagementsysteme).


                          2.3 EDV-NETZWERKE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - ein den Aufgabenstellungen eines Unternehmens adäquates Netzwerk
    planen, entwerfen, spezifizieren, analysieren, ausschreiben und
    in groben Zügen realisieren können;
  - in der Lage sein, für gestellte Anforderungen geeignete
    Netzwerkarchitekturen, Netzwerkkomponenten, Übertragungsmedien
    auswählen und ein Vernetzungskonzept erstellen können;
  - für gewünschte Services die erforderlichen Netzwerkprotokolle
    bestimmen können;
  - Client-server-basierende Kommunikations- und Informationssysteme
    in firmeninternen und weltweiten Netzen planen, entwerfen,
    konfigurieren und deren Kosten kalkulieren können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Architekturen:

  Netzwerkarchtitekturen (Stern-, Bus- Ringsysteme und Mischformen);
Übertragungsmedien. Netzwerkkomponenten.

Standards:

  Netzwerkschichtenmodelle. Netzwerk-Standards (Ethernet, Token
Ring, usw.)

Protokolle:

  Protokollfamilie TCP/IP; Protokolle der Netzwerk-, Transport- und
Anwenderschicht.

Client-Server-Konfigurationen:

  Client-Server-Software der Internet Services. Kosten und
Alternativen einer lokalen und wide-area Netzwerkanbindung.

V. Jahrgang:

Netzwerkmanagement:

  Namens- und Zugangsvergaben. Routing; Monitoring.

Protokolle:

  LAN- und WAN-Protokolle.

Datensicherheit:

  Sicherheits-, Authentizitäts- und Verschlüsselungssysteme.

Planung und Entwurf:

  Planung, Entwurf, Spezifikation und Ausschreibung von
firmeninternen Netzen (Intranet) und weltweiten Netzzugängen (mit
Informationsangeboten, Online-Diensten, Datenbankverknüpfungen).


        2.4 ELEKTROTECHNIK, STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die Fachrichtung bedeutsamen Gesetze der Elektrotechnik
    und der industriellen Elektronik sowie die für die Fachrichtung
    bedeutsamen Verfahren der Mess-, Steuerungs- und
    Regelungstechnik kennen;
  - Bauarten, Wirkungsweise und Betriebsverhalten von elektrischen
    Betriebsmitteln sowie von den in der Praxis verwendeten Geräten
    kennen;
  - soll die einschlägigen Vorschriften, Normen und
    Sicherheitsmaßnahmen kennen und beachten.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Gleich- und Wechselstromtechnik:

  Größen und Einheiten. Stromleitung in Metallen. Spannungsquellen.
Stromarten. Kennwerte (Spitzenwert, Effektivwert, Mittelwerte).
Widerstände. Gleichstrom-, Wechselstrom- und Drehstromschaltungen.
Schutzmaßnahmen.

Bauelemente der Elektronik:

  Passive und aktive Bauelemente (Aufbau, Wirkungsweise, Kennlinien,
Anwendungen).

Stromrichter und Motoren:

  Betriebsverhalten, Auswahlkriterien

IV. Jahrgang:

Digitaltechnik:

  Logische Verknüpfungen. Codierung. Analog-Digital-Wandler,
Digital-Analog-Wandler.

Messverfahren:

  Verfahren für elektrische und nichtelektrische Größen.
Messwertaufnehmer, Messwerterfassung, Messwertumformung und
-übertragung.

Steuerungstechnik:

  Unterscheidungsmerkmale und Grundstrukturen von Steuerungen.
Gesetzmäßiges Erfassen von Steuerungsaufgaben. Elektromechanische,
elektronische und pneumatische Steuerungssysteme, insbesondere
Montage- und Transportsteuerung sowie Antriebe von
CNC-Werkzeugmaschinen.

V. Jahrgang:

Mikrocomputertechnik:

  Mikroprozessoren. Speicher. Bussysteme. Schnittstellen.
Programmierbare Steuerungen.

Regelungstechnik:

  Einfacher Regelkreis (Regelkreiselemente und Kenngrößen).
Regelstrecke und Regler (Arten, Zeitverhalten, Kennlinien).
Stabilitätskriterien und Optimierung von Regelkreisen. Analoge und
digitale Regelungen.

Leittechnik:

  Integration von dezentralen Steuer-, Regel- und Messeinrichtungen
einer Produktionsanlage zu einem Leitsystem.


                             2.5 LABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Planungs-, Mess- und Prüfaufgaben der betrieblichen Praxis
    selbstständig und sorgfältig ausführen sowie kritisch auswerten
    können;
  - für die jeweilige Aufgabe geeignete Methoden und Geräte unter
    Beachtung der Sicherheits- und Qualitätserfordernisse auswählen
    können;
  - Untersuchungsberichte zusammenstellen, auswerten und die
    Ergebnisse interpretieren können.

Lehrstoff:

III. bis V. Jahrgang:

Methoden:

  Führung eines Übungsprotokolls und die Ausarbeitung eines
Laboratoriumsberichtes. Qualitätsstandards. Schutzmaßnahmen.

  Übungen zur Vertiefung von wirtschaftlichen, technischen und
naturwissenschaftlichen Fachgegenständen.

  Übungen aus den Stoffgebieten der Pflichtgegenstände ,,Mechanik'',
,,Werkstoff- und Fertigungstechnik'', ,,Betriebstechnik'',
,,Mitarbeiterführung'', ,,Betriebsinformatik'', ,,Programmieren und
Projektentwicklung'', ,,EDV-Netzwerke'' und ,,Elektrotechnik,
Steuerungs- und Regelungstechnik''.


                             2.6 WERKSTÄTTE

  Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Werkstätte'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Mechanische Werkstätte:

  Fräs- und Bohrarbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
Verzahnungen mit Teilapparat. Fräsen und Bohren nach
Koordinatensystem. Dreharbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
Formdrehen, Außermittedrehen, Kegeldrehen, Gewindesonderformen,
mehrgängige Innen- und Außengewinde, Arbeiten an numerisch
gesteuerten Maschinen. Erstellen von CNC-Programmen.

Arbeitsvorbereitung:

  Rechnerunterstützte Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung.
Arbeitsaufträge. Vor- und Nachkalkulation. Werkstattzeichnungen.
Beschaffungswesen. Führung praxisüblicher Dateien. Lagerhaltung.

Elektrotechnik und Elektronik:

  Niederspannungsinstallation, Zurichten und Verlegen von Leitungen,
Herstellen von Verbindungen. Installationsschaltungen.
Inbetriebnahme und Wartung von Verteil-, Sicherungs- und
Schalteinrichtungen unter Beachtung der elektrischen und
mechanischen Schutzmaßnahmen. Inbetriebsetzen elektrischer Geräte.
Anschließen von elektrischen Maschinen. Fehlersuche an elektrischen
und elektronischen Geräten und Systemen.


                           PFLICHTPRAKTIKUM

  Siehe Anlage 1.


      C. FREIGEGENSTÄNDE, UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN, FÖRDERUNTERRICHT

                          C.1 FREIGEGENSTÄNDE

                       ZWEITE LEBENDE FREMDSPRACHE

  Siehe Anlage 1.


                        C.2 UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN

                              LEIBESÜBUNGEN

  Siehe Anlage 1.


                           C.3 FÖRDERUNTERRICHT

  Siehe Anlage 1.


                                                        Anlage 1.3.3

         LEHRPLAN DER HÖHEREN LEHRANSTALT FÜR BETRIEBSMANAGEMENT

                            I. STUNDENTAFEL 1)

           (Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen
                          Unterrichtsgegenstände)
--------------------------------------------------------------------
                                Wochenstunden               Lehrver-
A. Pflichtgegenstände                                        pflich-
                                  Jahrgang         Summe     tungs-
                            I. II. III. IV.  V.              gruppe
--------------------------------------------------------------------
 1. Religion .............   2   2   2   2   2       10       (III)
 2. Deutsch ..............   3   2   2   2   2       11        (I)
 3. Englisch .............   2   2   2   2   3       11        (I)
 4. Geschichte und
    politische Bildung ...   -   -   -   2   2        4        III
 5. Leibesübungen ........   2   2   2   1   1        8       (IVa)
 6. Geographie und
    Wirtschaftskunde .....   -   2   2   -   -        4       (III)
 7. Wirtschaft und Recht .   -   -   -   2   3        5        III
 8. Angewandte Mathematik    4   3   3   2   -       12        (I)
 9. Angewandte Physik ....   2   2   2   -   -        6        (II)
10. Angewandte Chemie und
    Ökologie .............   2   3   -   -   -        5         II
11. Betriebswirtschaft und
    Rechnungswesen 2) ....   4   4   4   3   3       18         I
12. Angewandte Informatik    2   2   -   -   -        4         I
13. Maschinentechnik und
    Elektronik ...........   3   3   -   -   -        6         I

Pflichtgegenstände der
schulautonomen
Ausbildungsschwerpunkte
gemäß Abschnitt B ........  13  12  20  23  23       91
--------------------------------------------------------------------
Gesamtwochenstundenzahl ..  39  39  39  39  39      195

--------------------------------------------------------------------
                                Wochenstunden               Lehrver-
B. Pflichtgegenstände der                                    pflich-
   Ausbildungszweige              Jahrgang         Summe     tungs-
                            I. II. III. IV.  V.              gruppe
--------------------------------------------------------------------
B.1  Holzwirtschaft

1.1  Forst- und
     Holzwirtschaft ......   2   2   2   2   2       10        III
1.2  Technologie des
     Holzes ..............   -   -   3   3   4       10         I
1.3  Säge- und
     Holzbearbeitungs-
     technik .............   -   2   3   3   4       12         I
1.4  Baukonstruktion und
     Holzbau .............   -   -   2   2   2        6         I
1.5  Maschinentechnik und
     Elektronik ..........   -   -   2   2   -        4         I
1.6  Betriebsmanagement ..   -   -   -   -   2        2         I
1.7  Konstruktionsübungen
     und Projekt .........   2   3   3   3   3       14         I
1.8  Laboratorium ........   -   -   -   4   6       10         I
1.9  Werkstättenlabora-
     torium ..............   -   -   -   4   -        4        III
1.10 Werkstätte ..........   9   5   5   -   -       19        (Va)

     Wochenstundenzahl B.1  13  12  20  23  23       91

B.2  Qualitäts- und
     Umweltmanagement

2.1  Angewandte Informatik   -   -   2   2   2        6         I
2.2  Basisprodukte 3) ....   3   2   2   2   2       11         II
2.3  Basistechnologie ....   2   2   -   -   -        4         I
2.4  Qualitäts- und
     Umweltmanagement ....   2   2   5   4   4       17         I
2.5  Maschinentechnik und
     Elektronik ..........   -   -   2   2   -        4         I
2.6  Qualitätsprüfung und
     -lenkung ............   -   -   3   3   -        6         I
2.7  Statistische Methoden
     des
     Qualitätsmanagements
     4) ..................   -   -   4   3   3       10         I
2.8  Betriebs- und
     Führungstechnik .....   -   -   -   2   2        4         II
2.9  Computergestützte
     Methoden des
     Qualitätsmanagements
     2) ..................   -   -   -   -   2        2         I
2.10 Innovative
     Technologien und
     Dienstleistungen ....   -   -   -   -   2        2         II
2.11 Projektentwicklung 5)   -   -   2   2   2        6         I
2.12 Technisches Zeichnen    -   2   -   -   -        2       (III)
2.13 Laboratorium ........   -   -   -   3   4        7         I
2.14 Werkstätte ..........   6   4   -   -   -       10        (Va)

     Wochenstundenzahl B.2  13  12  20  23  23       91

B.3  Produktionstechnik

3.1  Angewandte Informatik   -   -   2   2   2        6         I
3.2  Basisprodukte 3) ....   3   2   2   2   2       11         II
3.3  Basistechnologie ....   2   2   -   -   -        4         I
3.4  Qualitäts- und
     Umweltmanagement ....   2   2   -   -   -        4         I
3.5  Maschinentechnik und
     Elektronik ..........   -   -   2   2   -        4         I
3.6  Betriebs- und
     Führungstechnik .....   -   -   -   2   2        4         II
3.7  Textilbetriebstechnik   -   -   4   3   3       10         I
3.8  Produktentwicklung ..   -   -   2   3   3        8         II
3.9  Angewandte Mathematik   -   -   -   -   2        2        (I)
3.10 Projektentwicklung 5)   -   -   2   2   2        6         I
3.11 Technisches Zeichnen    -   2   -   -   -        2       (III)
3.12 Laboratorium ........   -   -   -   3   3        6         I
3.13 Werkstättenlabora-
     torium ..............   -   -   -   4   4        8        III
3.14 Werkstätte ..........   6   4   6   -   -       16        (Va)

     Wochenstundenzahl B.3  13  12  20  23  23       91

--------------------------------------------------------------------
                                Wochenstunden               Lehrver-
B. Pflichtgegenstände der                                    pflich-
   Ausbildungszweige              Jahrgang         Summe     tungs-
                            I. II. III. IV.  V.              gruppe
--------------------------------------------------------------------
B.4  Marketing und
     Controlling

4.1  Angewandte Informatik   -   -   2   2   2        6         I
4.2  Basisprodukte 3) ....   3   2   2   2   2       11         II
4.3  Basistechnologie ....   2   2   -   -   -        4         I
4.4  Qualitäts- und
     Umweltmanagement ....   2   2   -   -   -        4         I
4.5  Französisch .........   -   2   4   4   3       13        (I)
4.6  Betriebsmanagement ..   -   -   4   3   3       10         I
4.7  Betriebs- und
     Führungstechnik .....   -   -   -   2   2        4         II
4.8  Wirtschaftsrecht ....   -   -   3   2   -        5        III
4.9  Marketing ...........   -   -   3   2   -        5         II
4.10 Betriebswirtschaft
     und Rechnungswesen ..   -   -   -   3   2        5         I
4.11 Angewandte Mathematik   -   -   -   -   2        2        (I)
4.12 Projektentwicklung 6)   -   -   2   3   7       12         I
4.13 Werkstätte ..........   6   4   -   -   -       10        (Va)

     Wochenstundenzahl B.4  13  12  20  23  23       91

B.5  Textilchemie und
     Ökologie

5.1  Angewandte Informatik   -   -   2   2   2        6         I
5.2  Basisprodukte 3) ....   3   2   2   2   2       11         II
5.3  Basistechnologie ....   2   2   -   -   -        4         I
5.4  Qualitäts- und
     Umweltmanagement ....   2   2   -   -   -        4         I
5.5  Betriebs- und
     Führungstechnik .....   -   -   -   2   2        4         II
5.6  Analytische Chemie ..   -   -   2   3   3        8         I
5.7  Chemische Technologie   -   -   2   3   3        8         I
5.8  Umwelttechnik .......   -   -   -   -   2        2         I
5.9  Angewandte Mathematik   -   -   -   -   2        2        (I)
5.10 Projektentwicklung 5)   -   -   2   2   2        6         I
5.11 Technisches Zeichnen    -   2   -   -   -        2       (III)
5.12 Laboratorium ........   -   -   4   4   4       12         I
5.13 Werkstättenlabora-
     torium ..............   -   -   -   3   3        6        III
5.14 Werkstätte ..........   6   4   6   -   -       16        (Va)

     Wochenstundenzahl B.5  13  12  20  23  23       91
--------------------------------------------------------------------
     Pflichtpraktikum ....      mindestens 8 Wochen in der
                                unterrichtsfreien Zeit vor Eintritt
                                in den V. Jahrgang

--------------------------------------------------------------------
                                Wochenstunden               Lehrver-
C. Freigegenstände,                                          pflich-
   Unverbindliche Übungen         Jahrgang                   tungs-
   Förderunterricht         I. II. III. IV.  V.              gruppe
--------------------------------------------------------------------
C.1  Freigegenstände
     Lebende Fremdsprache
     7) ...................  -   2   2   2   2                (I)
     Technisches Zeichnen    -   2   -   -   -               (III)

C.2  Unverbindliche
     Übungen
     Leibesübungen ........  2   2   2   2   2               (IVa)

C.3  Förderunterricht 8)
     Deutsch
     Englisch
     Angewandte Mathematik
     Fachtheoretische
     Pflichtgegenstände


----------------
1) Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann von dieser
Stundentafel im Rahmen des Abschnittes III abgewichen werden.
2) Mit einschlägigen Übungen in Angewandter Elektronischer
Datenverarbeitung im Ausmaß von einer Wochenstunde im V. Jahrgang.
3) Mit Übungen im Ausmaß von einer Wochenstunde im IV. und
V. Jahrgang.
4) Mit Übungen im Ausmaß von einer Wochenstunde im III., IV. und
V. Jahrgang.
5) Mit Übungen im IV. und V. Jahrgang.
6) Mit einschlägigen Übungen in Angewandter Elektronischer
Datenverarbeitung im Ausmaß von drei Wochenstunden im IV. Jahrgang
und vier Wochenstunden im V. Jahrgang.
7) In Amtsschriften ist die Bezeichnung der Fremdsprache anzuführen.
8) Bei Bedarf parallel zum jeweiligen Pflichtgegenstand bis zu
16 Unterrichtseinheiten pro Schuljahr; Einstufung wie der
entsprechende Pflichtgegenstand.


                       II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

  Siehe Anlage 1.

Fachrichtungsspezifische Bildungsziele:

  Die Höhere Lehranstalt für Betriebsmanagement vermittelt
Kenntnisse über industrielle und gewerbliche Fertigungen sowie das
wirtschaftliche Umfeld unternehmerischer Tätigkeit. So wird das für
die Berufspraxis notwendige Basiswissen über Auswahl und Lagerung
von Rohstoffen, Bedienung von Maschinen und über Planung von
Material-, Maschinen- und Personaleinsatz in Verbindung mit
Management- und Führungskompetenzen unterrichtet. Zusätzliche
Qualifikationen werden durch die Möglichkeit einer Ausrichtung auf
spezielle Technologien (Holz, Textil, Textilchemie) erworben. Die
Absolventen sollen befähigt sein, in Planung, Produktion, Beratung,
Ein- und Verkauf sowie im Qualitätsmanagement Aufgaben auf der Ebene
des Sachbearbeiters bis hinauf zur Führungsebene zu übernehmen.

  Die Höhere Lehranstalt für Betriebsmanagement sieht neben einer
allgemeinen bereichsübergreifenden Fachausbildung fünf
Ausbildungszweige vor:
- Der Ausbildungszweig ,,Holzwirtschaft'' vermittelt die für die
  holzwirtschaftliche Berufspraxis notwendigen Kenntnisse über die
  Auswahl und Lagerung von Holz und Holzwerkstoffen, die Bedienung
  von Holzbe- und -verarbeitungsmaschinen, über Holztrocknung und
  Holzveredlung, über Planung von Material-, Maschinen- und
  Personaleinsatz, über Methoden der Entscheidungsfindung nach
  technischen, sicherheitsvorkehrenden, ökonomischen und
  ökologischen Aspekten sowie über die in der Branche üblichen
  Fremdsprachen.
- Der Ausbildungszweig ,,Qualitäts- und Umweltmanagement''
  vermittelt die für die Berufspraxis notwendige Basis für die Ein-
  und Weiterführung sowie Auditierung und Bewertung des Qualitäts-
  und Umweltmanagements im Betrieb, die notwendigen Kenntnisse und
  Fähigkeiten hinsichtlich der unterstützenden statistischen und
  sonstigen Methoden, der Interpretation der Ergebnisse, der
  Evaluierung von Abläufen, der Projektentwicklung und -führung,
  Team- und Zusammenarbeitsfähigkeit mit externen Organisationen
  sowie der Bewertung und Adaption innovativer Verfahren.
- Der Ausbildungszweig ,,Produktionstechnik'' vermittelt das für die
  Berufspraxis notwendige Basiswissen über die Entwicklung und
  Herstellung von Produkten, über Planung von Material-, Maschinen-
  und Personaleinsatz und über Methoden der Entscheidungsfindung
  nach technischen, sicherheitstechnischen, ökonomischen und
  ökologischen Aspekten.
- Der Ausbildungszweig ,,Marketing und Controlling'' vermittelt die
  im technischen und kaufmännischen Bereich erforderlichen
  Kenntnisse und Fertigkeiten, die für eine selbständige Tätigkeit
  in Führungspositionen erforderlich sind, weiters das technische
  Verständnis für Produkte, im Speziellen aus dem textilen Bereich,
  sowie die in der Berufspraxis erforderlichen
  Fremdsprachenkenntnisse.
- Der Ausbildungszweig ,,Textilchemie und Ökologie'' vermittelt die
  im Bereich der Produktion und insbesondere der Veredelung von
  textilen Materialien notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten unter
  Berücksichtigung fachgerechter Umweltschutzmaßnahmen und befähigt,
  ua. als Umwelt- und Abfallbeauftragter in Betrieben tätig zu
  werden.


    III. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGEN, DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

  Siehe Anlage 1.

  Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann im
Ausbildungsschwerpunkt B.4 (,,Marketing und Controlling'') anstelle
des Pflichtgegenstandes Französisch eine andere Lebende Fremdsprache
(ausgenommen Englisch) festgelegt werden.


                IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

  Siehe Anlage 1.


        V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABE DER UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE;
             AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE SCHULSTUFEN

                         A. PFLICHTGEGENSTÄNDE

  ,,Deutsch'', ,,Englisch'', ,,Geschichte und politische Bildung'',
,,Leibesübungen'', ,,Geographie und Wirtschaftskunde'' und
,,Wirtschaft und Recht'':

  Siehe Anlage 1.


                        8. ANGEWANDTE MATHEMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe Anlage 1.

Lehrstoff:

I. und II. Jahrgang:

  Siehe Anlage 1.

III. Jahrgang:

Analysis:

  Zahlenfolgen, Grenzwert, Stetigkeit; Differenzialrechnung
(Differenzen- und Differenzialquotient, Ableitungsregeln,
Anwendungen der Differenzialrechnung); Integralrechnung (bestimmtes
und unbestimmtes Integral, Integration elementarer Funktionen,
Anwendungen der Integralrechnung).

Numerische Mathematik:

  Fehlerabschätzung und -fortpflanzung; Konditionsproblematik;
numerische Methoden zum Lösen von Gleichungen, numerische
Integration; Interpolation.

IV. Jahrgang:

Analysis:

  Einfache Differenzen- und Differenzialgleichungen.

Lineare Algebra und analytische Geometrie:

  Matrizen (Operationen, Anwendungen), Determinanten; Geraden und
Ebenen; Kegelschnitte in Hauptlage; Algebraische Strukturen.


                          9. ANGEWANDTE PHYSIK

  Siehe Anlage 1.


                    10. ANGEWANDTE CHEMIE UND ÖKOLOGIE

  Siehe Anlage 1.


                  11. BETRIEBSWIRTSCHAFT UND RECHNUNGSWESEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - den Aufbau von Betrieben, die Vorgänge in Betrieben und die
    Beziehungen von Betrieben zur Außenwelt sowie die Funktions- und
    Leistungsbereiche von Betrieben kennen;
  - die Grundprinzipien der doppelten Buchhaltung beherrschen und
    gebräuchliche Kostenrechnungssysteme kennen und Kalkulationen
    durchführen können;
  - wirtschaftliche Entscheidungen treffen können und betriebliche
    Daten analysieren und interpretieren können;
  - Methoden zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und zur
    Humanisierung der menschlichen Arbeit kennen.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Elemente der Wirtschaft:

  Markt, Betrieb, Arbeitsteilung, Produktionsfaktoren.

Kaufvertrag:

  Rechtliche Grundlagen; Inhalt; Anbahnung, Abschluss und Erfüllung;
vertragswidrige Erfüllung.

Rechnungswesen:

  Grundlagen der doppelten Buchhaltung, Einheitskontenrahmen,
Verbuchung laufender Geschäftsfälle, Hauptbuchabschluss.

Textverarbeitung:

  Grundlagen der Texterfassung, Anwendung von
Textverarbeitungssoftware.

II. Jahrgang:

Rechtliche Grundlagen:

  Kaufmann, Firma, Firmenbuch; Rechtsform.

Betriebliche Funktionen:

  Beschaffung, Lagerung, Absatz einschließlich Logistik.

Rechnungswesen:

  Vertiefung der Verbuchung laufender Geschäftsfälle,
Bilanzierungsgrundsätze, Bewertung der Aktiva und Passiva, Einsatz
von Buchhaltungsprogrammen.

III. Jahrgang:

Produktion:

  Betriebswirtschaftliche Probleme der Fertigung und des
Außenhandels.

Kostenrechnung:

  Voll- und Teilkostenrechnung.

IV. Jahrgang:

Organisation:

  Aufbau-, Ablauforganisation, Organisationskreislauf.

Rechnungswesen:

  Grundzüge der Personalverrechnug; Grundzüge der Einkommensteuer;
steuerliche Aspekte im Abschluss.

V. Jahrgang:

Investition und Finanzierung:

  Investition; Eigen-, Fremd- und Selbstfinanzierung.

Rechnungswesen:

  Betriebswirtschaftliche Kennzahlen.

Computerunterstützte Anwendungen in Betriebswirtschaft und
Rechnungswesen.


                        12. ANGEWANDTE INFORMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Aufbau, Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten elektronischer
    Informationsverarbeitungsanlagen kennen und diese Geräte
    bedienen können;
  - Standardsoftware zur Lösung von Aufgaben der Berufspraxis
    auswählen und einsetzen können;
  - mit Hilfe einer höheren Programmiersprache einfache Probleme der
    Berufspraxis lösen können;
  - Informationen auf elektronischem Weg beschaffen und weitergeben
    können;
  - die gesellschaftlichen Auswirkungen des Einsatzes der
    elektronischen Informationsverarbeitung kennen.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Informationsverarbeitungssysteme:

  Aufbau, Funktion, Zusammenwirken der Komponenten; Betriebssysteme;
Bedienung.

Standardsoftware:

  Textverarbeitung, Tabellenkalkulation.

Programmieren:

  Lösung einfacher Probleme durch Algorithmen; Umsetzung in
Programme.

II. Jahrgang:

Programmentwicklung:

  Methoden des Softwareentwurfes; strukturierte Programmierung,
Strukturelemente; Datenstrukturen; Objekte.

Kommunikationstechnik:

  Netzwerke; Informationsbeschaffung.

Standardsoftware:

  Datenbankanwendungen; Grafik; Zusammenwirken von Softwarepaketen.

Informatik und Gesellschaft:

  Auswirkungen der Informatik; Datenschutz.


                   13. MASCHINENTECHNIK UND ELEKTRONIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Roh- und Werkstoffe des Maschinenbaus sowie die gebräuchlichsten
    Maschinenelemente kennen;
  - die Grundlagen der Mechanik, der Festigkeitslehre, der
    Elektrotechnik und der Elektronik kennen;
  - die einschlägigen Vorschriften, Normen und Sicherheitsmaßnahmen
    beachten.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Roh- und Werkstoffe:

  Vorkommen, Gewinnung, Eigenschaften und Verwendung der in der
Technik gebräuchlichen Werkstoffe.

Maschinenelemente:

  Verbindungselemente, Achsen, Wellen, Lager.

Mechanik:

  Angewandte Statik, Kinematik.

Festigkeitslehre:

  Spannung, Festigkeit, Beanspruchung, Lastfälle.

II. Jahrgang:

Energieumwandlungen, Arbeits- und Kraftmaschinen.

Maschinenelemente:

  Kupplungen, Bremsen, Zahn- und Hüllgetriebe.

Mechanik, angewandte Dynamik.

Festigkeitslehre, Dimensionierung von Bauteilen.

Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik:

  Grundgesetze, Bauteile, Geräte; Gefahren, Schutzmaßnahmen.


              B. PFLICHTGEGENSTÄNDE DER AUSBILDUNGSZWEIGE

                         B.1 HOLZWIRTSCHAFT

                    1.1 FORST- UND HOLZWIRTSCHAFT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die ökologischen (Forstbotanik, Waldbau, Forstökologie,
    Waldschutz) und technischen Grundlagen (Arbeitstechnik,
    Forstmaschinen und Holzbringung) der heimischen Forstwirtschaft
    kennen und vom Standpunkt der Holzwirtschaft beurteilen können;
  - den anatomischen Aufbau der Wirtschaftsbaumarten kennen und
    bestimmen können;
  - die Holz-, Holzhalbprodukte und Holzfertigprodukte kennen;
  - über den Inlandsholzmarkt und die bedeutendsten Holzimport- und
    Holzexportländer sowie über Marketingstrategien im Allgemeinen
    Bescheid wissen;
  - über betriebstechnische Belange ausgebildet werden.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Holz- und Waldtechnologie, der Wald in Österreich, Ökologie und
Standortlehre, Waldaufbau, Baumartenkunde, Holzanatomie und
Holzartenkunde.

II. Jahrgang:

Holz- und Waldtechnolgie, Holzanatomie und Holzartenkunde, Waldbau,
Forsttechnik, Waldschutz.

III. Jahrgang:

Produktgestaltung:

  Rundholzfehler, Rohholzsortierung und Vermessung, Industrieholz
und Vermessung, Schnittholzsortierung und Vermessung,
Ausbeuteberechnungen, Furniere, Holzwerkstoffe (Plattenwerkstoffe,
diverse andere Holzwerkstoffe).

IV. Jahrgang:

Rechtliche und formale Grundlagen bei Holzgeschäften:

  Österreichische Holzhandels- und neuere Usancen, Geltungsbereiche,
Ausdrücke, Bemängelung, Haftung, Expertise, Dokumente.

Spezielle betriebstechnische Aspekte der Holzbe- und -verarbeitung:

  Arbeitsvorbereitung, Materialwirtschaft, Betriebsdatenerfassung,
Qualitätssicherung.

V. Jahrgang:

Grundlagen der Holzmarktlehre:

  Angebot und Nachfrage, Holzmärkte, Holzmarktformen,
holzwirtschaftliche Kennziffern, Marketingüberlegungen.

Holzmärkte:

  Rundholzmarkt, Schnittholzmarkt, Markt für Sägenebenprodukte,
Brennholzmarkt, Außen- und Weltmarkt diverser Holzprodukte.


                       1.2 TECHNOLOGIE DES HOLZES

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Eigenschaften des Holzes und der Holzwerkstoffe kennen;
  - die wesentlichen Grundlagen und Technologien zur Verarbeitung
    von Holz zu Halb- und Fertigprodukten beherrschen;
  - die Technologien zur Herstellung von Holzwerkstoffen und die
    Möglichkeiten und Verfahren der Oberflächenbehandlung und des
    Holzschutzes kennen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Holzrohprodukte:

  Anatomie und chemischer Aufbau des Holzes, physikalische und
mechanische Eigenschaften des Holzes, energetische Nutzung von Holz,
Holztrocknung, Kochen und Dämpfen des Holzes, spanlose
Holzbearbeitung.

IV. Jahrgang:

Holzprodukte:

  Klebstoffe und Klebetechnologie, Oberflächenbehandlung,
Holzschutz, Massivholzplatten, Konstruktionselemente, Fensterkantel
und Fenster, Wand- und Deckenverkleidungen, Fußböden, Türen,
Stiegen.

V. Jahrgang:

Holzprodukte:

  Furniere und Sperrholz, Holzwerkstoffe (wie Span-, Faserplatte),
Zellstoff-, Holzschliff- und Papierherstellung.


                  1.3 SÄGE- UND HOLZBEARBEITUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - den Aufbau, die Wirkungsweise und die Instandsetzungsmaßnahmen
    der wichtigsten Werkzeuge in der Holzbe- und Holzverarbeitung
    kennen;
  - die Grundsätze der Planung von Sägewerksanlagen und die in der
    Sägeindustrie üblichen Arbeitsverfahren einschließlich des
    innerbetrieblichen Förderwesens kennen;
  - den Aufbau, die Bauarten und die Wirkungsweise der wichtigsten
    Maschinen und Anlagen zur Holzbe- und verarbeitung sowie die
    dazu benötigten Hilfseinrichtungen kennen;
  - die einschlägigen Sicherheitsvorschriften kennen.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Werkzeugkunde:

  Werkzeugarten, Schneidengeometrie, Instandsetzungsmaßnahmen.

Spanungslehre:

  Schnittrichtungen; Arbeitsverfahren.

III. Jahrgang:

Sägetechnik:

  Betriebsstrukuren; Arbeitsabläufe; Maschinenaufstellungen;
spezielle Sägewerksmaschinen.

Servoeinrichtungen:

  Pneumatik; Hydraulik.

Steuerungstechnik:

  Grundlagen der numerisch gesteuerten Holzbearbeitung.

IV. Jahrgang:

Sägemaschinen:

  Gatter-, Band-, Kreis- und Kettensägen.

Messermaschinen:

  Abricht- und Dickenhobelmaschinen; Fräs- und Kehlmaschinen;
Zerspaneranlagen; Furniermaschinen.

Schleifmaschinen.

V. Jahrgang:

Förderanlagen:

  Stetig- und Unstetigförderer.

Spanlose Holzbearbeitung:

  Biegemaschinen; Leimmaschinen; Pressen; mechanische Einrichtungen
in Trocknungsanlagen.

Hilfseinrichtungen:

  Holzverbrennungs- und Holzvergasungsanlagen; Kraft- und
Arbeitsmaschinen; elektronische Messanlagen.


                    1.4 BAUKONSTRUKTION UND HOLZBAU

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für den Ausbildungszweig bedeutsamen bautechnischen
    Verfahren und Konstruktionen kennen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Grundlagen:

  Bauweisen, Ablauf und Rahmenbedingungen des Bauvorhabens.

Hochbau:

  Elemente und Werkstoffe der Primärstruktur, bauphysikalische
Aspekte.

IV. Jahrgang:

Hochbau:

  Elemente der Sekundärstruktur (Konditionierung), bauphysikalische
Aspekte.

Holzbau:

  Grundlagen, Elemente, Tragwerke und Berechnung.

V. Jahrgang:

Hochbau:

  Elemente der Tertiärstruktur (Bodenaufbauten, Trockenbau).

Holzbau:

  Holzbauweisen, Wandsysteme aus Holz.


                   1.5 MASCHINENTECHNIK UND ELEKTRONIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die theoretischen Grundlagen für mechanisch-technische
    Berechnungen sowohl in der Statik als auch im Maschinenbau
    beherrschen;
  - die Eigenschaften und Einsatzbereiche der im Fachgebiet
    eingesetzten Maschinenteile kennen;
  - elektrische Störungen an solchen Maschinen und Anlagen
    eingrenzen und einfache Störungen beheben können;
  - die Wirkungsweise und die Anwendung elektrischer Messgeräte im
    Ausbildungszweig kennen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Maschinenelemente:

  Lösbare Verbindungen (Schrauben, Bolzen, Wellen-Naben-
Verbindungen), Achsen und Wellen, Wälzlager, Gleitlager.

Festigkeitslehre:

  Spannung und Festigkeit, Beanspruchungsarten, Lastfälle;
Flächenmomente, Widerstandsmomente, Tragfähigkeit, Durchbiegung,
Knickung, zusammengesetzte Beanspruchung

IV. Jahrgang:

Maschinenelemente:

  Kupplungen und Bremsen, Zahnräder, Hüllgetriebe, Grundlagen der
Hydraulik und Pneumatik.

Elektrotechnik:

  Grundlagen; Sicherheitstechnik; elektrische Energieversorgung.

Elektronik:

  Grundlagen; angewandte Messtechnik; Steuerungs- und
Regelungstechnik; Datenübertragungstechnik.


                       1.6 BETRIEBSMANAGEMENT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Zusammenhänge zwischen kommunikativem Denken, wirtschaftlichen
    Sachverhalten und Verhaltensweisen erkennen;
  - die Grundlagen von modernem Qualitätsmanagement beherrschen.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Gesprächsführung und Informationsübertragung; Projektmanagement;
Qualitätsmanagement


                 1.7 KONSTRUKTIONSÜBUNGEN UND PROJEKT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - selbständig unter Einhaltung der gültigen Vorschriften und
    Normen Entwurfsaufgaben des Ausbildungszweiges lösen können;
  - einzelne Objekte und Baugruppen aus dem Fachbereich sowohl unter
    Verwendung herkömmlicher Zeichentechniken als auch durch
    computerunterstützte Konstruktionsmethoden berechnen und
    darstellen können;
  - fächerübergreifende Problemstellungen auch unter intensiver
    Verwendung überregionaler Datenbestände in Form von
    Projektarbeiten vornehmlich in Gruppenarbeiten bearbeiten
    können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Zeichnen und Schrift:

  Normgerechte Darstellungstechniken in Normalrissen sowie in
räumlichen Ansichten; Freihandzeichnungen einfacher
Konsruktionselemente aus dem Holzbereich.

II. Jahrgang:

Rechnerunterstützte Konstrukion:

  Grundbegriffe der CAD-Technik; Darstellung einfacher Teile aus dem
Fachbereich.

Maschinenelemente:

  Darstellung einfacher Elemente und Baugruppen aus dem
Maschinenbau.

III. Jahrgang:

Berechnungen und Konstruktionen zusammengesetzter Baugruppen aus den
Fachbereichen der Pflichtgegenstände ,,Grundlagen'' sowie
,,Baukonstrukion und Holzbau''.

IV. und V. Jahrgang:

Konstrukion(en) und fächerübergreifende(s) Projekt(e) aus den
Stoffgebieten der Pflichtgegenstände ,,Technologie des Holzes'',
,,Säge- und Holzbearbeitungstechnik'' und ,,Baukonstruktion und
Holzbau'' in enger Kooperation und Abstimmung mit den Inhalten der
Pflichtgegenstände ,,Betriebsmanagement'', ,,Laboratorium'' und
,,Werkstättenlaboratorium''.


                           1.8 LABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Planungs-, Mess- und Prüfaufgaben der betrieblichen
    Laboratoriumspraxis selbständig ausführen und auswerten;
  - die für die jeweilige Aufgabe geeignetsten Methoden und Geräte
    unter Beachtung der Sicherheitserfordernisse auswählen;
  - Untersuchungsberichte zusammenstellen und die Ergebnisse
    interpretieren können.

Lehrstoff:

IV. und V. Jahrgang:

Übungen aus den Stoffgebieten der Pflichtgegenstände
,,Betriebswirtschaft und Rechnungswesen'', ,,Forst- und
Holzwirtschaft'', ,,Technologie des Holzes'', ,,Säge- und
Holzbearbeitungstechnik'' und ,,Baukonstruktion und Holzbau''.


                      1.9 WERKSTÄTTENLABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - betriebliche Planungs- ,Steuerungs- und Kontrollmöglichkeiten
    kennen;
  - die in der Praxis vorkommenden Güteprüfungen durchführen können;
  - computerunterstützte Planungen, Programmierungen und Fertigungen
    ausführen können;
  - aktuelle Möglichkeiten der Fertigung und Werkzeugtechnik der
    Holzbe- und Holzverarbeitung kennen.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Übungen aus den Stoffgebieten der Pflichtgegenstände
,,Betriebswirtschaft und Rechnungswesen'', ,,Forst- und
Holzwirtschaft'', ,,Technologie des Holzes'', ,,Säge- und
Holzbearbeitungstechnik'' und ,,Werkstätte''.


                             1.10 WERKSTÄTTE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die im Fachgebiet verwendeten Einrichungen, Werkzeuge, Maschinen
    und Arbeitsbehelfe nach technischen und wirtschaftlichen
    Gesichtspunkten handhaben und instandhalten können;
  - die Eigenschaften sowie die Bearbeitungs- und
    Verwendungsmöglichkeiten der Werk- und Hilfsstoffe kennen;
  - facheinschlägige Erzeugnisse nach normgerechten Zeichnungen
    herstellen und montieren sowie facheinschlägige Tätigkeiten
    ausführen können;
  - die Produktionsplanung und -steuerung (PPS) im Zusammenhang mit
    der Werkzeug-, Maschinen- und Materialverwaltung ausführen
    können;
  - die CNC-Technologie im Bereich der Holzverarbeitung kennen;
  - die Arbeitsgänge und Arbeitsergebnisse in exakter Fachsprache
    analysieren können;
  - die einschlägigen Sicherheits- und Unfallvorschriften kennen und
    beachten, um Berufskrankheiten vorzubeugen.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Grundausbildung:

  Werkstättenbetrieb, Werkstättenordnung, Unfallverhütung;
Arbeitsvorbereitung; Metallbearbeitung (Messen, Anreißen, Körnen,
Feilen, Sägen, Schneiden, Bohren, Senken, Reiben, Passen, Schleifen,
Gewindeschneiden von Hand, Stempeln).

Holzbearbeitung:

  Messen, Anreißen, Herstellen von Längs- und Querschnitten, Hobeln,
Stemmen, Sägen, Fräsen, Lamellieren, Dübeln, Leimen, Schleifen,
Lackieren, Beizen; Benützung von Handmaschinen und einfache Arbeiten
an Holzbearbeitungsmaschinen.

II. Jahrgang:

Holzbearbeitung:

  Abrichten, Dickenhobeln, Fräsen, Zuschneiden, Bohren, Leimen,
Pressen, Schleifen, Lackieren, Furnieren.

Sägen:

  Doppelbesäumer (Einstellen, Blattwechsel, Probeschnitte). Kappsäge
(Einrichten, Probeschnitte).

Rund-und Schnittholz:

  Rundholzmanipulation (Vermessen, Sortieren, Österreichische
Holzhandelsusancen, Poltern, Transportieren);
Schnittholzmanipulation (Vermessen, Sortieren, Österreichische
Holzhandelsusancen, Stapeln, Paketieren, Transportieren);
Manipulation mit Flurfördermitteln (Radlader, Rundholzbagger,
Stapler).

Metallbearbeitung:

  Instandsetzung von Gatter- und Kreissägeblättern,
Tischlerbandsägen, Hobel- und Hackmesser (Schweißen, Löten,
Schärfen, Schränken, Stauchen, Richten, Spannen, Abziehen, Messen,
Einrichten); Arbeiten an Schärfautomaten, Anfertigen von einfachen
Werkstücken unter Verwendung von Maschinen, Vorrichtungen und
Spezialwerkzeugen; Materialverwaltung.

III. Jahrgang:

Sägetechnik:

  Gatter (Einhängen, Spannen, Einschnittberechnung, Probeschnitte,
Einschnitt von Nadel- und Laubholz); Kappsäge (Ausformung von
Listenaufträgen); Doppelbesäumer (Besäumen unter Berücksichtigung
der Güteklassen); Trennbandsäge (Einstellung, Probeschnitte);
Zerspaner (Einstellung, Probeschnitte).

Rund- und Schnittholz:

  Rundholzsortierung (nach Liste oder Holzauszug, EDV-Einsatz,
Qualifikation nach Österreichischen Holzhandelsusancen, Beförderung
mit Flurfördermittel); Schnittholzmanipulation (Güteklassen nach
Österreichischen Holzhandelsusancen, Vermessen, Transportieren);
Trockenkammer.

Holzbearbeitung:

  CNC-Technik (Fertigung von Werkstücken); Materialverwaltung (PPS);
Tischlereimaschinen (Holz- und Plattenbearbeitung).

Schärfen:

  Instandsetzung von Block- und Trennbandsägeblättern,
Hartmetallsägen und Fräsen (Maschineneinstellung, Schärfen, Richten,
Spannen, Stauchen, Schweißen, Neubezahnen, Reparieren); Kettensägen
(Reinigen, Schärfen).


                    B.2 QUALITÄTS- UND UMWELTMANAGEMENT

                         2.1 ANGEWANDTE INFORMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe Anlage 1.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Programmentwicklung:

  Modifizieren bestehender Programme bzw. Unterprogramme;
Objektorientierte Programmiertechniken. CASE-Tools.

Standardsoftware:

  Installieren und Konfigurieren von Betriebssystemen, Software und
Einrichten einer Arbeitsumgebung; Desktop Publishing, Entwurfs- und
Konstruktionssoftware.

IV. Jahrgang:

Standardsoftware:

  Datenbank-Design und Datenbankprogrammierung; Präsentationsgrafik
und Multimedia.

Kommunikationstechnik:

  Datenfernverarbeitung, Telekommunikation.

V. Jahrgang:

Software:

  Standardsoftware für mathematisch/wissenschaftliche und
wirtschaftliche Berechnungen, Personalinformationssysteme und
Logistik; Programmierung von Makros.

Hardware:

  Technische und wirtschaftliche Entscheidungskriterien für den
Ankauf von EDV-Systemen; Erstellen von Anforderungsprofilen und
Auswerten von Angeboten.

Innovationen:

  Neue Entwicklungen in den Bereichen Hard- und Software.


                           2.2 BASISPRODUKTE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die wichtigsten in der Technik verwendeten Produkte und ihre
    Eigenschaften kennen;
  - die im Fachbereich verwendeten, erzeugten und vermarkteten Roh-,
    Zwischen- und Endprodukte und deren Einsatzmöglichkeiten kennen;
  - die an ein Produkt gestellten Anforderungen abschätzen können;
  - Art und Bedeutung von Maßnahmen zu deren Erfüllung angeben und
    die Beschaffenheit von Produkten analysieren können und die für
    den Handel bedeutsamen produktionsspezifischen Kriterien kennen;
  - Zusammenhänge zwischen technischen, wirtschaftlichen und
    ökologischen Aspekten kennen.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Textilien:

  Vorkommen, Gewinnung, Eigenschaften, Verwendung,
Handelsbezeichnungen.

Merkmale textiler Produkte:

  Fasern, Fäden, Flächen; fachbezogene Normen- und Vorschriften;
Material- und Pflegekennzeichnung.

II. Jahrgang:

Basisprodukte des technischen Bedarfes:

  Übersicht (Werkzeuge und Betriebsmittel, Einrichtungen, Transport-
und Fördermittel); Eigenschaften und Einsatz.

Zuordnung von Textilien im Alltag:

  Gruppieren nach Verwendung; Eigenschaften, Herkunft, Aufbau,
Gebrauchswert (Nutzung, Pflege), Geltungswert; Produktbeschreibung
(Datenblätter, Handelsbezeichnungen).

III. Jahrgang:

Technische Produkte:

  Bedeutung und Erfassung der Eigenschaften technischer Roh-,
Zwischen- und Endprodukte.

Textile Produkte:

  Bedeutung und Erfassung der Eigenschaften von Fasern, Fäden und
Fertigprodukten (Maschenwaren, Webwaren, Vliesstoffe); technische
und modische Elemente der Mustergestaltung; Einflüsse der
Verarbeitungsstufen und Nachbehandlung; bekleidungsphysiologische
Aspekte.

IV. Jahrgang:

Analyse:

  Materialzusammensetzung, technische Daten, Muster, Modifikationen.

Technische Kalkulation:

  Ermittlung von Kenndaten, Produkt- und Fertigungsberechnungen,
Prozessparameter.

High-Performance-Textilien:

  Eigenschaften und Einsatzgebiete (Technik, Medizin; Funktionelle
Bekleidung); Verbund- und Matrixwerkstoffe.

V. Jahrgang:

Kollektionsgestaltung:

  Trendbeobachtung, Termin- und Fertigungsplanung,
Produktentwicklung.

Reklamationsbearbeitung:

  Produkt- und Fehleranalyse, Auswahl von Prüfmöglichkeiten,
Verbesserungsvorschläge, Fehlervermeidung; Dokumentation.


                         2.3 BASISTECHNOLOGIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die in der industriellen und gewerblichen Fertigung zur
    Anwendung kommenden Technologien exemplarisch kennen und einen
    Überblick über das Fachgebiet in Bezug auf seine weitere
    Ausbildung erhalten;
  - die Bedeutung ökonomischer und ökologischer Gesichtspunkte
    kennen und branchenunabhängige Aspekte gewerblicher und
    industrieller Produktion kennen.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Grundlagen der Betriebstechnik:

  Aufbau- und Ablauforganisationen; Produktionsstufen;
Produktionsorganisation.

Textile Fertigungsbetriebe:

  Aufbau; industrielle und gewerbliche Produktion.

II. Jahrgang:

Produktionsverfahren:

  Herstellung von Fäden und textilen Flächen, Ausrüstung, Veredelung
und Reinigung; Technologische Merkmale der eingesetzten Maschinen.

Begleitende Technologien:

  Herstellungsverfahren für Bauteile und Funktionsgruppen im
Maschinenbau und in der Elektrotechnik.


                 2.4 QUALITÄTS- UND UMWELTMANAGEMENT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Grundsätze des Qualitäts- und Umweltmanagements,
    einschließlich Vorteil und Aufwand kennen;
  - über die jeweils aktuellen Regelwerke informiert sein und die
    Bedeutung der im Qualitäts- und Umweltmanagement anzuwendenden
    Verfahren kennen;
  - die Bedeutung des Qualitätsmanagements und des Umweltmanagements
    aus betriebs- und volkswirtschaftlicher sowie ökologischer und
    rechtlicher Sicht kennen.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Qualitäts- und Umweltmanagement:

  Begriffe und deren Bedeutung, Übersicht über die Regelwerke (Önorm
EN 29000ff, Önorm EN 14000ff, Önorm EN 45000ff, EMAS-Verordnung
sowie deren Weiterentwicklung), vernetzte Systeme, allgemeine
Verfahrensabläufe.

Praktische Beispiele aus dem Betriebsalltag, der Produktion und
Dienstleistung.

II. Jahrgang:

Qualitätsmanagement:

  Entwicklung, aktueller Stand, Ziele.

Werkzeuge des Qualitätsmanagements:

  Arten, Anwendbarkeit und Wirksamkeit.

III. Jahrgang:

Einschlägige Regelwerke:

  Gesetze, Verordnungen, Normen, Vorschriften und Richtlinien von
nationaler und internationaler Bedeutung (Önorm EN 29000ff, Önorm
EN 14000ff, Önorm EN 45000ff, EMAS-Verordnung sowie deren
Weiterentwicklung).

Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme:

  Struktur und Elemente, Forderungen der einschlägigen Regelwerke
und deren Umsetzung in unterschiedlichen betrieblichen Situationen.

Dokumentation von Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen:

  Handbuch, Verfahrensanweisungen, Arbeitsanweisungen und relevante
Organisationsdokumente.

IV. Jahrgang:

Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme:

  Umsetzung der Normforderungen und rechtlichen Anforderungen in der
Aufbau- und Ablauforganisation, Prozessorganisation und
-optimierung.

Qualitäts- und Umweltpolitik:

  Ziele, Strategien, Maßnahmen; Auswirkungen auf Kunden,
Mitarbeiter, Lieferanten, Gesellschaft und Umwelt sowie den
Geschäftserfolg.

Audit:

  Arten, Audittechnik.

V. Jahrgang:

Implementierung von Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen:

  Voraussetzungen, Organisation, Projektablauf.

Externe Nachweise:

  Bedeutung, Organisation und Optimierung der Kosten-Nutzen-Relation
bei Konformitätsbewertung, Zertifizierung, ÖKO-Audit, Akkreditierung
und anderen externen Nachweisverfahren.

Umfassendes Qualitätsmanagement:

  Verbesserung von Unternehmensprozessen, Qualitätsförderung,
Motivation; Werkzeuge des Qualitätsmanagements,
Qualitätsinformationen, Qualitätskosten, Bewertung von
Qualitätsmanagementsystemen.


                  2.5 MASCHINENTECHNIK UND ELEKTRONIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Kenntnisse in Mechanik und Elektrotechnik vertiefen und
    erweitern;
  - die Grundlagen für mechanisch-technische Berechnungen
    beherrschen;
  - die Funktion der Arbeitsmaschinen und Kraftanlagen kennen;
  - Anwendungen der Gleich- und Wechselstromtechnik und der
    Elektronik kennen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Fertigungstechnik:

  Werkstoffbearbeitung, Dimensionierung und Gestaltung von
Maschinenelementen.

Arbeitsmaschinen:

  Pumpen und Kompressoren; Grundlagen der Hydraulik und Pneumatik,
Vakuumanlagen.

Kraftanlagen:

  Dampferzeugung, Wärmekraftmaschinen; Erneuerbare Energiequellen,
Energieversorgung.

IV. Jahrgang:

Gleichstromtechnik:

  Arbeit und Leistung; Magnetismus und Elektromagnetismus.

Wechselstromtechnik:

  Wechselstromgrößen, Wechselstromkreise, Drehstrom, Arbeit und
Leistung.

Elektrische Maschinen und Anlagen:

  Motoren, Transformatoren, Schaltgeräte, Stromversorgung.

Licht- und Installationstechnik.

Elektronik:

  Halbleiter, Grundlagen elektronischer Schaltungen.


                   2.6 QUALITÄTSPRÜFUNG UND -LENKUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die theoretischen Grundlagen zur Planung und Durchführung von
    Qualitätsprüfungen beherrschen;
  - die Kriterien des Prüfmanagements und der Prozesslenkung kennen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Qualitätsprüfung:

  Auswahl und Bewertung von Prüfverfahren, Prüfplanung, Probennahme,
Prüfablauf, Handhabung von Prüfmitteln und deren Überwachung,
Bewertung von Prüfergebnissen, Ergebnisdokumentation.

IV. Jahrgang:

Qualitätslenkung:

  Überwachung von Fertigungs- und Dienstleistungsprozessen mittels
Produkt- und Prozessparameter, Regelschleifen und Dokumentation.


           2.7 STATISTISCHE METHODEN DES QUALITÄTSMANAGEMENTS

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - anhand einfacher Methoden und Verfahren das Wesen der Statistik
    und statistischer Aussagen erfassen;
  - die modellhaften Vorstellungen in die Praxis umsetzen und die
    daraus gewonnenen Erkenntnisse in einfache Formalismen, die das
    mathematische Basiswissen der Statistik darstellen, fassen
    können;
  - die in der betrieblichen Praxis üblichen und aktuellen
    statistischen Auswert- und Schätzverfahren in ihrer Bedeutung
    und Anwendung beherrschen;
  - Ergebnisse statistischer Methoden zum Steuern in Qualitäts- und
    Umweltmanagementsystemen einsetzen können;
  - darüber hinaus aber auch jenes Wissen besitzen, welches eine
    kritische Einschätzung der Verwendbarkeit gestattet.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Merkmale und deren Verteilungen:

  Gesetz der großen Zahlen; Verteilungen für Zählergebnisse,
Verteilungen für Messwerte, Lebensdauerverteilung, Parameter der
Verteilungen und ihre Schätzwerte; zentraler Grenzwertsatz.

Grundgesamtheit und Stichprobe:

  Stichprobenkenngrößen und Parameter der Grundgesamtheit; direkter
Schluss - Zufallsstreubereiche, indirekter Schluss -
Vertrauensbereiche.

Versuche:

  Modellversuche in Gruppenarbeit, rechnergestützte Simulation;
statistische Prozesslenkung und Prozesskontrolle;
Prozessfähigkeitsanalyse, Qualitätsregelkarten für Messwerte und
Zählergebnisse.

Anwendungen:

  Beispiele weitgestreut aus den Bereichen der Produktion und
Dienstleistung.

IV. Jahrgang:

Stichproben:

  Rechenverfahren zur Ermittlung von Kennwerten, grafische
Darstellung, fachspezifische Software.

Stichprobensysteme:

  Auswahl, Handhabung, Bewertung von Stichprobenanweisungen zur
Beurteilung der Losqualität; Stichprobenpläne, Annahmekennlinien.

Zuverlässigkeitsprüfung:

  Begriffe und Verteilungen der Zuverlässigkeitsprüfung, Planung der
Datenerfassung und Auswertung der Ergebnisse.

Statistische Tests:

  Parameter-, Anpassungs-, Ausreissertests, parameterfreie Tests.

Statistische Zusammenhänge:

  Korrelation, Regression, Varianzanalyse, Streuungsfortpflanzung.

Versuche:

  Modellversuche in Gruppenarbeit, rechnergestützte Simulationen.

Anwendungen:

  Beispiele weitgestreut aus den Bereichen der Produktion und
Dienstleistung.

V. Jahrgang:

Industrielle Versuchsmethodik:

  Planung von Versuchen unter Berücksichtigung der
Auswertungsmöglichkeiten; multivariante Versuche.

Problemstellungen aus der Praxis:

  Fallbeispiele, Lösungsansätze, mathematische Hintergründe.

Praktische Anwendung statistischer Verfahren:

  Auswertung von konkreten Stichprobenergebnissen; Umsetzung des
Lehrstoffes des III. und IV. Jahrganges und der industriellen
Versuchsmethodik auf konkrete Situationen; Übungen mit
Taschenrechner und Computer mit geeigneter Software.

Anwendungsbereich statistischer Methoden:

  Abschätzung der Genauigkeit von Aussagen, Planung des
erforderlichen Stichprobenumfanges, Grenzbereiche der sinnvollen
Anwendung.


                   2.8 BETRIEBS- UND FÜHRUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - häufige Probleme der Betriebsführung bewältigen können und
    Zielsetzungen des Betriebes durch entsprechendes
    Führungsverhalten umsetzen können;
  - zweckmäßige Verhaltensweisen und Kommunikationsformen gegenüber
    Kollegen, Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden anwenden;
  - in die Zukunft gerichtet agieren und motivieren können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Personalwesen:

  Personalbedarfsermittlung (qualitative und quantitative Methoden),
Personalbeschaffung (Methoden; Bewerbung, Auswahl), Beurteilung,
Personalentwicklung, Bildungscontrolling.

Kommunikation:

  Verbale und nonverbale Kommunikation, Grundlagen der Rhetorik,
inner- und zwischenbetriebliche Kommunikation.

V. Jahrgang:

Management:

  Führungstechniken, Führungsmodelle, Führungsverhalten;
Fallbeispiele unter Berücksichtigung aktueller Trends und
sozialwissenschaftlicher Erkenntnisse.

Persönlichkeitsentwicklung:

  Kommunikation, Rhetorik, Präsentation, Verhandlungstechnik;
Karriereplanung.


       2.9 COMPUTERGESTÜTZTE METHODEN DES QUALITÄTSMANAGEMENTS

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die aktuellen Möglichkeiten softwaregestützter Managementsysteme
    kennen;
  - Lösungsmöglichkeiten für konkrete Problemstellungen des
    Qualitäts- und Umweltmanagements erarbeiten können.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Informationssysteme:

  Einsatzmöglichkeiten und spezielle Anforderungen von EDV-Systemen
in Hinblick auf Qualitäts- und Umweltmanagement.

Einsatz von Software:

  Bewertung, Auswahl und Handhabung von handelsüblichen
Softwarepaketen zu Qualitäts- und Umweltmanagement.


           2.10 INNOVATIVE TECHNOLOGIEN UND DIENSTLEISTUNGEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die nach der jeweiligen Aktualität ausgesuchten innovativen
    Dienstleistungen, Produkte oder Verfahren kennen und in ihrer
    Bedeutung und praktischen Verwendbarkeit beurteilen können;
  - die Fähigkeit besitzen, Innovationen offen, aber nicht kritiklos
    zu begegnen.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

  Innovative Produkte und Verfahren aus Wissenschaft, Industrie,
Technik und Dienstleistung.


                      2.11 PROJEKTENTWICKLUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Entwicklung und die Methoden zur Planung, Durchführung und
    Überwachung von Projekten im Betrieb beherrschen und dabei
    sowohl Einzelheiten als auch Gesamtzusammenhänge wahrnehmen
    können;
  - die Fertigkeit der Präsentation von Projekten erwerben;
  - sowohl die sich aus seiner Schwerpunktausbildung ergebende
    fachliche Rolle wahrnehmen und einbringen als auch seine
    Fähigkeiten in der Teamarbeit unter Beweis stellen;
  - die sich aus der Zusammenarbeit ergebenden Interessenskonflikte
    erkennen und handhaben können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Projektvorplanung:

  Zielsetzung, Kompetenzfragen, Vollmachten, Teambildung;
Koordination mit allen Stellen des Unternehmens; Fixierung der
Aufgabenstellung, Dokumentationsstandards, Terminplan, Kontrolle des
Arbeitsfortganges, Berichterstattung.

Planungsphasen:

  Projektanalyse (eine Vorgehensmodell, Ermittlung des
Anforderungsprofils), Projektanalyse (Grob- und Feinprojektierung),
Projekteinführung (Implimentierungsvorbereitung, Implementierung).

Planungsmethoden:

  Methoden der Istzustandsaufnahme und -analyse,
Strukturierungsmethoden; Methoden grafischer Ablaufdarstellungen,
Entscheidungstabellen, einfache Netzpläne.

Kommunikation:

  Arbeitsanweisungen, Organisationshandbuch, Bedieneranweisung.

IV. Jahrgang:

Methoden:

  Techniken der Teamarbeit und Vertiefung, Technische Beschreibung
und Dokumentation; computergestütztes Arbeiten.

Einfache Projekte.

V. Jahrgang:

Projektphasen:

  Pflichtenheft, Termin- und Zeitplan, Variantenbildung, -auswahl
und -beurteilung; Strategien und Kostenberechnungen; Präsentation;
Vergabeverhandlungen.

Komplexe Projekte.


                         2.12 TECHNISCHES ZEICHNEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Skizzen anfertigen, Werkzeichnungen und Pläne lesen und umsetzen
    können;
  - mit Konstruktionszeichnungen (auch softwaregestützten) vertraut
    sein.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Darstellungstechnik:

  Skizzen, Normalriss, schiefe Projektion, technische Schnitte,
normgerechte Werkzeichnung.

Konstruktionszeichnungen:

  Hauptrisse, Axonometrie, Isometrie, Konstruktionssoftware.


                            2.13 LABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - exemplarisch Prüfungen zum Qualitäts- und Umweltmanagement sowie
    zur Behandlung von Reklamationen praktisch durchführen und
    auswerten können;
  - die Fähigkeit besitzen, geeignete Prüfverfahren und
    Prüfbedingungen für eine effiziente Qualitätseinstufung und
    Qualitätskontrolle auszuwählen;
  - die Ergebnisse interpretieren und Berichte verfassen können;
  - im Qualitäts- und Umweltmanagement in Gruppenarbeit und im
    Rollenspiel geübt sein;
  - die psychologischen Erfordernisse und die organisatorischen
    Maßnahmen zur Implementierung von Managementsystemen und für
    Audits und Verbesserungsprogramme kennen und umsetzen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Mess- und Prüfmittel:

  Beschaffung (Auswahlkriterien, Spezifikation, Messgenauigkeit),
Überwachung (Kennzeichnung, Eichen, Kalibrieren, Justieren), Einsatz
(Durchführung von Messungen und Prüfungen, Messwerterfassung,
Prüf-Software).

Problemstellungen aus der Praxis der Qualitätskontrolle:

  Fallbeispiele, Erarbeiten von Lösungsmodellen und Prüfanweisungen
in der Gruppe, Prüfmanagement.

V. Jahrgang:

Problemstellungen aus der Praxis der Qualitätskontrolle:

  Fallbeispiele, Erarbeiten von Lösungsmodellen und Prüfanweisungen
in der Gruppe, Prüfmanagement.

Planung und beispielhafte Realisierung von Maßnahmen zum Qualitäts-
und Umweltmanagement:

  Probenahme und Auswahlverfahren; Stichprobensysteme
(Stichprobenanweisungen, Stichprobenpläne); Statistische
Prozesslenkung (Prozessfähigkeitsanalyse, Qualitätsregelkarten);
Zuverlässigkeitsprüfung und -planung (Prüfpläne und
Stichprobensysteme, Zuverlässigkeit von Systemen); Statistische
Versuchsplanung; Praktische Übungen an Prüfeinrichtungen,
statistische Auswertung von Prüfergebnissen, Anfertigen von
Protokollen; Praktische Übungen zur Mitarbeiterführung,
Audit-Durchführung und Vorbereitung auf eine Zertifizierung.


                             2.14 WERKSTÄTTE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die im Fachgebiet verwendeten Einrichtungen, Werkzeuge,
    Maschinen und Arbeitsbehelfe handhaben und instandhalten können;
  - die Eigenschaften sowie die Bearbeitungs- und
    Verwendungsmöglichkeiten der für die Fachrichtung bedeutsamen
    Werk- und Hilfsstoffe kennen;
  - die Arbeitsgänge und Arbeitsergebnisse in exakter Fachsprache
    analysieren und den Zweck der einzelnen Arbeitsschritte erfassen
    können;
  - die Besonderheiten der Arbeitsbereiche im Hinblick auf die
    Schwerpunktwahl in der weiteren Ausbildung unterscheiden können;
  - die einschlägigen Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften
    kennen und beachten.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Grundausbildung:

  Werkstättenbetrieb, Werkstättenordnung, allgemeine
Unfallverhütung; einschlägige Sicherheits- und
Verhaltensvorschriften; Führen von Arbeitsberichten.

Technische Basisfertigkeiten:

  Messen, Anreißen, Bohren, Biegen, Gewindeschneiden, Senken,
Feilen, Schleifen, Sägen, Nieten, Oberflächenbehandlung, Kleben,
Löten, Schweißen.

Maschinen und Maschinengruppen:

  Fadentechnik, Maschinentechnik, Gewebetechnik, Vorbehandlung,
Veredelungstechnik; Arbeitsweise und Einsatz der Maschinen.

Praktische Tätigkeiten:

  Handhabung von Maschinen und Hilfsmitteln; einfache Einricht-,
Einstell- und Instandhaltungsarbeiten; Herstellen einfacher
Produkte.

II. Jahrgang:

Maschinen und Maschinengruppen:

  Siehe I. Jahrgang und weiters Konfektionstechnik, Textilpflege,
Qualitätskontrolle; Arbeitsweise und Einsatz der Maschinen.

Praktische Tätigkeiten:

  Handhabung von Maschinen und Hilfsmitteln; einfache Einricht-,
Einstell- und Instandhaltungsarbeiten; Herstellen einfacher
Produkte.


                       B.3 PRODUKTIONSTECHNIK

                      3.1 ANGEWANDTE INFORMATIK

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Angewandte Informatik'' in
Abschnitt B.2.


                          3.2 BASISPRODUKTE

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Basisprodukte'' in Abschnitt B.2.


                         3.3 BASISTECHNOLOGIE

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Basistechnologie'' in Abschnitt B.2.


                  3.4 QUALITÄTS- UND UMWELTMANAGEMENT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Qualitäts- und Umweltmanagement'' in
Abschnitt B.2.

Lehrstoff:

I. und II. Jahrgang:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Qualitäts- und Umweltmanagement'' in
Abschnitt B.2.


                  3.5 MASCHINENTECHNIK UND ELEKTRONIK

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Maschinentechnik und Elektronik'' in
Abschnitt B.2.


                   3.6 BETRIEBS- UND FÜHRUNGSTECHNIK

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Betriebs- und Führungstechnik'' in
Abschnitt B.2


                       3.7 TEXTILBETRIEBSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die produktbezogenen technischen, wirtschaftlichen und
    ökologischen Kriterien für die Auswahl von Produktionsverfahren
    der Einzel- und Massenfertigung kennen;
  - die in der textilen Fertigung verwendeten Verfahrenstechniken
    sowie einschlägige Vorschriften und Normen kennen;
  - am Beispiel der Textiltechnik den Einsatz von Produktionsmitteln
    und Produktionsverfahren aufeinander abstimmen, optimieren,
    beurteilen und bewerten können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Fadenherstellung:

  Produktionsverfahren in Spinnerei, Zwirnerei und Spulerei;
Funktionselemente und deren Wirkungsweise, Produktionsparameter.

Vorbereitung:

  Vorbereitungsarbeiten für die Herstellung textiler Flächen;
Bereitstellung von Hilfs- und Betriebsmitteln.

Flächenherstellung:

  Funktionsgruppen an Schaft- und Jacquardwebmaschinen,
Flachstrickmaschinen, Rundstrickmaschinen und Kettenwirkmaschinen

IV. Jahrgang:

Mustereinrichtungen und Steuereinrichtungen:

  Elemente der Muster und Ablaufsteuerung an Web-, Strick-, und
Wirkmaschinen.

Maschinenwahl:

  Auswahl von Maschinen für Massen- und Serienfertigung.

V. Jahrgang:

Maschinen und Verfahren:

  Herstellung spezieller Bindungen und Artikelvarianten in der
Weberei und Maschentechnik; Einsatz von elektronischen und
EDV-Komponenten in der Muster- und Maschinensteuerung.

Vliesstoffe:

  Verfahren der Vliesbildung und -verfestigung.

Planung:

  Anpassung der Produktionsverfahren an Vorgaben der
Produktentwicklung unter Berücksichtigung wirtschaftlicher
Gesichtspunkte; Produktionsparameter in der Textilindustrie;
einschlägige Vorschriften der Gewerbeordnung und des
Arbeitnehmerschutzes.


                       3.8 PRODUKTENTWICKLUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die in der Praxis gestellten Anforderungen an ein Produkt nach
    technischen, kreativen, wirtschaftlichen und ökologischen
    Aspekten ausarbeiten können;
  - die Möglichkeiten des Materialeinsatzes, des konstruktiven
    Aufbaues, der technischen Parameter und des Designs zur
    Erfüllung von Anforderungen unter Berücksichtigung technischer
    und wirtschaftlicher Bedingungen angeben können;
  - am Beispiel textiler Produkte diese Aufgaben konkret durchführen
    können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Anforderungen:

  Ökonomische, ökologische und juridische Rahmenbedingungen als
Quelle für Qualitätsforderungen; Darstellungsmöglichkeiten von
Anforderungsprofilen; Produktgruppen und produktspezifische
Anforderungen; Spezielle Anforderungen an Textilien.

Materialeinsatz:

  Verwendung von einheitlichen, gemischten und kombinierten
Materialien; Einflüsse und Auswirkungen.

Produkte:

  Roh-, Zwischen- und Fertigprodukte aus den Bereichen Spinnerei,
Weberei, Wirkerei und Strickerei.

IV. Jahrgang:

Anforderungen:

  Spezielle Anforderungen an Bekleidung, Ausstattung, technische und
medizinische Textilien (Funktionalität, Gebrauchswert,
Geltungswert).

Disposition:

  Erfüllung von Anforderungen durch geeignete Wahl von Rohmaterial,
Produktionstechnik, Produkt- und Produktionsparameter, Design;
Nachbehandlung und Ausfertigung.

Materialeinsatz:

  Einsatz von Spezialfasern; Möglichkeiten der Materialmischung und
-kombination.

V. Jahrgang:

Technische Kalkulation:

  Auswirkungen von Parametern auf das Endprodukt (Fasern, Fäden,
Flächen); Material-, Maschinen- und Personalbedarf;
Kosten-Nutzen-Rechnung.

Produktionsorganisation:

  Erarbeiten von Produktionsabläufen, Maßnahmen zur Sicherstellung
der Qualität.

Nachbehandlung und Ausfertigung:

  Möglichkeiten; Einflüsse und Auswirkungen.

Produktmanagement:

  Produktbeschreibung und -präsentation; Saison- und Jahresplanung.


                       3.9 ANGEWANDTE MATHEMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Angewandte Mathematik'' in
Abschnitt A.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik:

  Diskrete und stetige Verteilungen, induktive Statistik
(Parameterschätzung, Signifikanzprüfung).

Operations Research:

  Lineare Optimierung, Methode Branch and Bound; Zuordnungsproblem;
Reisendenproblem, Netzplantechnik.

Aktuelle Themen der angewandten Mathematik mit besonderer
Berücksichtigung des Ausbildungszweiges.


                         3.10 PROJEKTENTWICKLUNG

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Projektentwicklung'' in
Abschnitt B.2.


                        3.11 TECHNISCHES ZEICHNEN

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Technisches Zeichnen'' in
Abschnitt B.2.


                            3.12 LABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Entwicklungs-, Mess- und Prüfaufgaben der betrieblichen Praxis
    durchführen und auswerten können, sowie die Ergebnisse
    interpretieren und Berichte verfassen können;
  - die für die jeweilige Aufgabe geeigneten Methoden unter
    Berücksichtigung ökonomischer Aspekte auswählen können.

Lehrstoff:

IV. und V. Jahrgang:

Übungen aus den Stoffgebieten der Pflichtgegenstände
,,Textilbetriebstechnik'' und ,,Produktentwicklung'' sowie
textiltechnische Untersuchungen, jeweils unter Nutzung der
Fertigkeiten aus dem Stoffgebiet der Pflichtgegenstände ,,Angewandte
Informatik'', ,,Maschinentechnik und Elektronik'' sowie
,,Basisprodukte''.


                    3.13 WERKSTÄTTENLABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - den für Führungsaufgaben erforderlichen Überblick über die
    praktischen Produktionsvorgänge des Fachbereiches besitzen;
  - Arbeitsabläufe nach betriebswirtschaftlichen, ökologischen und
    technologischen Gesichtspunkten qualitäts- und
    zukunftsorientiert planen und exemplarisch praktisch durchführen
    und dokumentieren können;
  - sein theoretisches und praktisches Wissen in Form von
    Demonstrationen und Unterweisungen weitergeben können;
  - Aufgaben der Fertigungsplanung und -steuerung sowie der
    Fertigungs- und Qualitätskontrolle aus der betrieblichen Praxis
    durchführen, auswerten, interpretieren und dokumentieren können;
  - Aspekte der Sicherheit und Arbeitsplatzgestaltung einbeziehen
    können.

Lehrstoff:

IV. und V. Jahrgang:

Arbeitsvorbereitung:

  Termin-, Einsatz- und Materialflussplanung, Kollektionsgestaltung;
Einsatzkriterien; Arbeitsabläufe; Vernetzung von Planung, Produktion
und Produktkontrolle an Hand von Fallbeispielen.

Produktentwicklung:

  Praktische Realisierung von Produkten unter Berücksichtigung
modischer Tendenzen, neuer Technologien und rechnergestützter
Entwurfsmethoden.

Produktion:

  Aufbau, Inbetriebnahme, Instandhaltung und Prüfung von
Betriebsmitteln; Analyse, Auswertung; Maschinenkapazität;
qualitätssichernde Dokumentation.

Praktische Mitarbeiterführung:

  Demonstrationen, Unterweisungen und Hilfestellungen.


                           3.14 WERKSTÄTTE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe Abschnitt B.2.

  Der Schüler soll darüber hinaus
  - Arbeitsprozesse der Fadentechnik, Maschentechnik, Gewebetechnik
    und Konfektionstechnik in ihrem Zusammenhang und logischen
    Abfolge verfahrens- und maschinentechnisch erfassen können;
  - durch allmähliche Anhebung des Schwierigkeitsgrades und durch
    Verringerung der Anweisungen in den einzelnen Bereichen in der
    Gewandtheit seiner Fertigkeiten und in seiner Selbständigkeit
    gefördert werden;
  - die Arbeitsgänge und Arbeitsergebnisse analysieren und in
    exakter Fachsprache wiedergeben können.

Lehrstoff:

I. und II. Jahrgang:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Werkstätte'' in Abschnitt B.2.

III. Jahrgang:

Maschen- und Gewebetechnik:

  Herstellen von facheinschlägigen Produkten mit steigendem
Schwierigkeitsgrad unter Verwendung von mechanischen und
computergesteuerten Betriebsmitteln.

Konfektionstechnik:

  Produktentwicklung unter Verwendung branchenüblicher Maßtabellen
und Schnittkonstruktionstechniken (manuell und rechnergestützt).

Verfahrens- und Fertigungstechniken der industriellen Konfektion.


                     B.4 MARKETING UND CONTROLLING

                       4.1 ANGEWANDTE INFORMATIK

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Angewandte Informatik'' in
Abschnitt B.2.


                           4.2 BASISPRODUKTE

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Basisprodukte'' in Abschnitt B.2.


                          4.3 BASISTECHNOLOGIE

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Basistechnologie'' in Abschnitt B.2.


                   4.4 QUALITÄTS- UND UMWELTMANAGEMENT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Qualitäts- und Umweltmanagement'' in
Abschnitt B.2.

Lehrstoff:

I. und II. Jahrgang:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Qualitäts- und Umweltmanagement'' in
Abschnitt B.2.


                            4.5 FRANZÖSISCH

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - allgemeine und beruflich relevante Kommunikationssituationen in
    der Fremdsprache auf der Basis des Hörverstehens, des
    Leseverstehens, des Sprechens und des Schreibens bewältigen
    können, wobei Kommunikationsfähigkeit und Verständlichkeit im
    Vordergrund zu stehen haben;
  - Informationen aus der Muttersprache in die Zielsprache und
    umgekehrt inhaltlich richtig vermitteln und kommentieren können;
  - Fälle aus der Berufspraxis unter Berücksichtigung der üblichen
    Kommunikationsformen mündlich und schriftlich abwickeln und an
    branchenüblichen Gruppenaktivitäten mit der lebenden
    Fremdsprache als Arbeitssprache teilnehmen können, technische
    Kommunikations- und Informationsmittel situationsgerecht
    einsetzen und sich dabei moderner Präsentations- und
    Moderationstechniken bedienen können.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Allgemeine Kommunikationsthemen:

  Routinesituationen.

Wortschatz und sprachliche Strukturen:

  Aussprache, Intonation, Schreibung; grundlegende Formen- und
Satzlehre.

III. Jahrgang:

Allgemeine Kommunikationsthemen:

  Themen aus dem sozialen Umfeld.

Beruflich relevante Kommunikationsthemen:

  Kurzreferate, Einsatz der Telekommunikation jeweils aus dem
technischen und kaufmännischen Bereich; Anleitung zum Gebrauch des
Wörterbuches.

Sprachstrukturen:

  Erweiterung und Vertiefung der Formen- und Satzlehre.

IV. Jahrgang:

Allgemeine Kommunikationsthemen:

  Themen mit vorwiegend nationaler und regionaler Bedeutung.

Beruflich relevante Kommunikationsthemen:

  Bericht, Zusammenfassung, Diskussion; jeweils aus dem technischen
und kaufmännischen Bereich.

Sprachstruktur:

  Ausbau- und Festigung der Formen- und Satzlehre.

V. Jahrgang:

Allgemeine Kommunikationsthemen:

  Aktuelle Themen mit Bezug auf französischsprachige Länder.

Beruflich relevante Kommunikationsthemen:

  Volkswirtschaftliche und sozialpolitische Aspekte des
Fachgebietes; Geschäftsorientierte Kommunikation; jeweils aus dem
technischen und kaufmännischen Bereich.

Sprachstruktur:

  Schwerpunktmäßiges Wiederholen der Grammatik.

In jeder Schulstufe zwei bis vier Schularbeiten - auch zweistündig.


                         4.6 BETRIEBSMANAGEMENT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - spezifische Problemstellungen aus der Sicht des Managers
    bearbeiten können und Instrumente des strategischen und
    operativen Controlling und Methoden zum Aufbau
    controllinggerechter Informationssysteme kennen;
  - Rationalisierungsmöglichkeiten im Betrieb erkennen und
    selbständig betriebswirtschaftliche Entscheidungen treffen
    können und dabei sozial und umweltbewusst handeln.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Handel:

  Funktionen, Betriebe, Entwicklungstendenzen.

Organisationspsychologie:

  Bedürfnis, Motivation, Gruppenpsychologie; Konflikte;
Führungsstile.

Rechnungswesen:

  Beurteilung der Abschlüsse von Gesellschaftsunternehmen unter
besonderer Berücksichtigung von Produktionsbetrieben.

IV. Jahrgang:

Management:

  Managementfunktionen, Managementkonzepte.

Controlling:

  Strategisches und operatives Controlling; Informationsmanagement,
Zeitmanagement, Risk-Management.

V. Jahrgang:

Konstitutive Entscheidungen:

  Neugründung und Erwerb einer Unternehmung;
Unternehmenszusammenschlüsse.

Technisches Controlling:

  Fallbeispiele unter besonderer Berücksichtigung von
Produktionsbetrieben.


                   4.7 BETRIEBS- UND FÜHRUNGSTECHNIK

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Betriebs- und Führungstechnik'' in
Abschnitt B.2.


                          4.8 WIRTSCHAFTSRECHT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - in die spezifischen rechtlichen Grundlagen der Wirtschaftspraxis
    eingeführt werden;
  - Kommunikation im rechtlichen Bereich üben, um Verhandlungen
    erfolgreich führen zu können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Rechtliche Aspekte von Wechsel und Scheck.

Versicherungen:

  Arten der Versicherungen; Versicherungsverträge.

Vertragsrecht:

  In der Wirtschaftspraxis relevante Verträge.

Datenschutz:

  Grundrecht auf Datenschutz, Datenschutz im öffentlichen und
privaten Bereich, Kontrollorgane.

Schutz geistigen Eigentums:

  Begriff des Eigentums in der österreichischen Rechtsordnung;
Urheberrecht (Werk, Rechte des Urhebers, freie Werknutzungen);
Patentrecht (technische Produkte und Verfahren), Musterrecht,
Markenrecht.

IV. Jahrgang:

Verfahrensrecht:

  Grundzüge der Zivilprozessordnung, insbesondere Mahnverfahren;
Grundzüge der Strafprozessordnung (aufbauend auf dem materiellen
Strafrecht).

Europarecht:

  Entwicklung und Struktur der EU; Verfahren der Entstehung und
Umsetzung von Rechtsnormen.

EDV-Leistungsverträge:

  Vertragstypen, besondere Probleme bezüglich des Gewährleistung.

Arbeitsrecht:

  Angestelltengesetz, Kollektivverträge, Betriebsrat.

Gewerberecht:

  Gewerberechtliche Verfahren, Betriebsanlagengenehmigung.

Umweltrecht:

  Verfassungsrechtliche Grundlage, umweltschutzrelevante
Straftatbestände, Umweltinformationsgesetz.


                           4.9 MARKETING

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Entscheidungen zur Lösung absatzwirtschaftlicher Probleme
    einzeln und im Team vorbereiten, treffen, begründen,
    präsentieren und vertreten können;
  - die Stellung des Betriebes im Spannungsfeld des Weltmarktes
    kennen und den Auswirkungen der Veränderungen des Marktes auf
    den Betrieb Rechnung tragen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Marketinggrundlagen:

  Konzepte, Marktgrößen, Marktbestimmungen.

Marktforschung:

  Arten, Methoden, Ablauf; rechnergestützte Marktforschung.

Beschaffungsmarketing:

  Beschaffungspolitische Instrumente; Investitionsgütermarketing.

Absatzmarketing:

  Absatzpolitische Instrumente.

IV. Jahrgang:

Außenhandel:

  Rahmenbedingungen, Import, Export, internationales Marketing.

Merchandising:

  Gestaltung von Verkaufsräumen und Schaufenstern, Verkaufshilfen,
Regalpflege; Produktpräsentation und Kollektionsgestaltung.

Produktabsatzförderung:

  Persönlicher Verkauf, Verkaufsmanagement.


              4.10 BETRIEBSWIRTSCHAFT UND RECHNUNGSWESEN

  Ergänzung des Pflichtgegenstandes ,,Betriebswirtschaft und
Rechnungswesen'' in Abschnitt A.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Betriebswirtschaft und
Rechnungswesen'' in Abschnitt A. und weiters:

Fallstudien:

  Planung und Überwachung konkreter industrieller Aufgaben.

V. Jahrgang:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Betriebswirtschaft und
Rechnungswesen'' in Abschnitt A. und weiters:

Praxisprojekte:

  Interdisziplinäre Projekte aus den Stoffgebieten der
Pflichtgegenstände ,,Maschinentechnik und Elektronik'', ,,angewandte
Informatik'', ,,Basisprodukte'', ,,Basistechnologie'',
,,Betriebsmanagement'', ,,Betriebs- und Führungspraxis'',
,,Wirtschaftsrecht'', ,,Marketing'' sowie ,,Rechnungswesen''.


                      4.11 ANGEWANDTE MATHEMATIK

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Angewandte Mathematik'' in
Abschnitt B.3.


                        4.12 PROJEKTENTWICKLUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Projektentwicklung'' in
Abschnitt B.2..

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Projektentwicklung'' in
Abschnitt B.2..

IV. Jahrgang:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Projektentwicklung'' in
Abschnitt B.2. und weiters:

Computerunterstützte Projektentwicklung:

  Computerunterstützung bei Teamarbeit, Kosten- und Zeitschätzung,
bei Entwurf, Realisierung, Wartung und Dokumentation.

V. Jahrgang:

Projektphasen:

  Pflichtenheft, Termin- und Zeitplan, Variantenbildung, -auswahl
und -beurteilung; Strategien und Kostenberechnungen; Präsentation;
Vergabeverhandlungen.

Fallstudien:

  Komplexe Fallstudien (betriebliche Funktionsbereiche), integrierte
Datenverarbeitung).

Praxisprojekt:

  Durchführung eines komplexen, arbeitsteilig zu bewältigenden
Projektes für betriebswirtschaftlich-technisch orientierte
Endbenutzer.

Im IV. und V. Jahrganges spezifische Themen des Ausbildungszweiges.


                             4.13 WERKSTÄTTE

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Werkstätte'' in Abschnitt B.2.


                      B.5 TEXTILCHEMIE UND ÖKOLOGIE

                        5.1 ANGEWANDTE INFORMATIK

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Angewandte Informatik'' in
Abschnitt B.2.


                            5.2 BASISPRODUKTE

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Basisprodukte'' in Abschnitt B.2.


                          5.3 BASISTECHNOLOGIE

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Basistechnologie'' in Abschnitt B.2.


                   5.4 QUALITÄTS- UND UMWELTMANAGEMENT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Qualitäts- und Umweltmanagement'' in
Abschnitt B.2.

Lehrstoff:

I. und II. Jahrgang:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Qualitäts- und Umweltmanagement'' in
Abschnitt B.2.


                    5.5 BETRIEBS- UND FÜHRUNGSTECHNIK

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Betriebs- und Führungstechnik'' in
Abschnitt B.2.


                         5.6 ANALYTISCHE CHEMIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Prinzipien und Methoden der analytischen Chemie, deren
    Einsatz und ihre Grenzen zur Lösung allgemeiner und
    praxisbezogener Aufgaben kennen;
  - die Voraussetzungen zum Gelingen experimenteller Vorgänge
    beherrschen;
  - stöchiometrische Berechnungen durchführen können;
  - die Übersicht über die aktuellen Spurenanalysen besitzen und
    deren Prinzip kennen und festgelegte toxikologische Grenzwerte
    kritisch bewerten können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Laboratoriumstechnik:

  Gefahrenquellen und Sicherheitsmaßnahmen, Umgang mit Chemikalien,
Handhabung von Laboratoriumsgeräten, Anorganisch-präparative
Arbeiten.

Quantitative Analyse:

  Stöchiometrische Berechnungen, gravimetrische und volumetrische
Einzelbestimmungen, Fasertrennungen.

Qualitative Analyse:

  Identifizierungsreaktionen einzelner Ionen und Fasern,
Aufschlussverfahren.

IV. Jahrgang:

Quantitative Analyse:

  Gravimetrische und maßanalytische Bestimmungen; Elektrochemische
Bestimmungsmethoden (Elektrogravimetrie, Potenziometrie,
Konduktometrie).

Instrumentelle Analyse:

  Kolorimetrie, Photometrie, Infrarot-, Ultraviolett- und Sichtbare
Licht-Spektralanalyse, Chromatographie;
Atomabsorptions-Spektralanalyse, Plasmaanalysen,
Massenspektroskopie, Kernspektroskopie.

Umweltanalytik:

  Grenzwerte und Methodenwahl; Umweltrelevante Summenparameter.

V. Jahrgang:

Elementaranalyse:

  Nachweis- und Bestimmungsmethode von Heteroatomen in organischen
Substanzen.

Textilhilfsmitteluntersuchungen:

  Tenside, Waschmittel, Färberei- und Druckereihilfsmittel.

Farbstoffuntersuchungen:

  Farbstoffuntersuchungen in der Substanz und auf der Faser.

Umweltanalytik:

  Abwasser-, Abluft- und Bodenuntersuchungen.


                       5.7 CHEMISCHE TECHNOLOGIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die natürlichen, modifizierten und synthetischen Roh- und
    Hilfsstoffe, Produktionstechniken und Verfahrensabläufe sowie
    Produkte und Produktdeklarationen kennen;
  - Einsatz- und Entsorgungstechniken kennen;
  - den wirtschaftlichen Nutzen und die Auswirkungen auf die
    ökologischen Schäden abschätzen können;
  - die umweltrelevanten Bereiche Luft, Wasser und Boden in ihrer
    produktionstechnischen Bedeutung erkennen können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Textilveredlung:

  Textile Faserstoffe, Behandlungsbäder, Textilvorbehandlung
(mechanische und chemische Verfahren), Textilreinigung,
Energiebilanz, Faserschädigung.

IV. Jahrgang:

Farbgebung:

  Farbstoffchemie, Farbstoffklassen, Farbmessung, Färbemechanismen
und Kolorierung (Färbe- und Druckverfahren), Rezeptierung.

Techniken:

  Apparate und maschinelle Einrichtungen.

V. Jahrgang:

Techniken:

  Kontinuierliche und diskontinuierliche Verfahrensabläufe.

Qualitätsprüfung und -kontrolle:

  Beurteilung und Korrektur.

Textilnachbehandlung:

  Mechanische und chemische Veredlungsverfahren.

Umwelt- und Entsorgungstechnik (Wasser, Luft, Boden).


                            5.8 UMWELTTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Beurteilung der wichtigsten Umweltstandards erkennen und
    erfassen können;
  - Grenzwerte für die Gesundheit kennen und interpretieren können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Umweltstandards:

  Messverfahren und Grenzwerte; Boden-, Luft-, Wasser- und
Schallmessungen; ÖKO-Audit und ÖKO-Labels.

Gesetze und Regelwerte:

  Abfallwirtschaftsgesetz, Chemikaliengesetz, Umwelthaftungsgesetz,
Umweltinformationsgesetz, ArbeitnehmerInnenschutzgesetz,
Abwasserverordnungen.

Umweltmanagement:

  Praktische Einführung am Beispiel eines Produktionsablaufes.


                       5.9 ANGEWANDTE MATHEMATIK

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Angewandte Mathematik'' in
Abschnitt B.3.


                        5.10 PROJEKTENTWICKLUNG

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Projektentwicklung'' in
Abschnitt B.2.


                       5.11 TECHNISCHES ZEICHNEN

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Technisches Zeichnen'' in
Abschnitt B.2.


                           5.12 LABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Grundlagen der Laboratoriumstechnik kennen und praktisch
    anwenden können;
  - die Geräte und Apparate handhaben können;
  - die Grundsätze der Waren- und Produktionskontrolle sowie
    Umweltanalytik kennen und dieses Wissen in Form von Projekten
    anwenden können;
  - seine Ergebnisse unter Berücksichtigung der Qualitätssicherung
    dokumentieren können;
  - die in chemischen Laboratorien des Fachgebietes verwendeten
    Geräte, Apparate und Chemikalien unter Berücksichtigung der
    Sicherheitsmaßnahmen gewandt handhaben können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Allgemeine Laboratoriumstechnik:

  Gefahrenquellen, Sicherheitsmaßnahmen, Umgang mit Chemikalien und
Laborgeräten, Glasarbeiten.

Anorganisch präparatives Arbeiten.

Qualitative Analyse:

  Faser- und Ionenidentifizierung, Aufschlüsse.

Quantitative Analyse:

  Gravimetrische und maßanalytische Bestimmungen.

IV. Jahrgang:

Organisch präparative Arbeiten:

  Substitutions-, Additions-, Redoxreaktionen.

Volumetrie:

  Säure/Basen-, Redox-, Fällungs- und komplexometrische Titration.

Instrumentelle Analyse:

  Kolorimetrie, Photometrie, Infrarot-Spektrometrie, Refraktometrie.

Elektrochemische Analyse:

  Elektrogravimetrie, Potentiometrie.

Farbgebende Prozesse:

  Färbe- und Druckverfahren.

Fasertrennungen:

  Quantitative Analyse; Zwei- und Mehrkomponentenmischungen.

Kontrolle von Behandlungsbädern:

  Vor-, Farb- und Nachbehandlungsbäder.

V. Jahrgang:

Färben und Drucken:

  Färben und Drucken von Einzelfasern und Fasermischungen.

Elementaranalyse:

  Nachweis und quantitative Bestimmung von Heteroatomen in
organischen Substanzen.

Untersuchung textiler Produkte:

  Textilhilfsmitteluntersuchungen, Farbstoffuntersuchungen,
Qualitätsprüfung an Fertigprodukten.

Umweltanalytik:

  Abwasser-, Abluft- und Bodenuntersuchung.


                    5.13 WERKSTÄTTENLABORATORIUM

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Werkstättenlaboratorium'' in
Abschnitt B.3.


                          5.14 WERKSTÄTTE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Werkstätte'' in Abschnitt B.2.

Lehrstoff:

I. und II. Jahrgang:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Werkstätte'' in Abschnitt B.2.

III. Jahrgang:

Grundausbildung:

  Umgang mit Chemikalien, Farbstoffen und Hilfsmitteln; Handhabung
der maschinellen Einrichtungen.

Textilveredlung:

  Warenvorbehandlung; Farbgebung durch Färbung und Druck;
Warennachbehandlung.

Textilpflege:

  Textilreinigung und Detachur.

Textilpflegekennzeichnung, Textilmaterialkennzeichnung,
Qualitätskontrolle.


                           PFLICHTPRAKTIKUM

  Siehe Anlage 1.


      C. FREIGEGENSTÄNDE, UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN, FÖRDERUNTERRICHT

                          C.1 FREIGEGENSTÄNDE

                         LEBENDE FREMDSPRACHE

  (Französisch, Italienisch, Spanisch, Serbokroatisch, Ungarisch)

  Siehe den Pflichtgegenstand Englisch (sinngemäß).


                         TECHNISCHES ZEICHNEN

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Technisches Zeichnen'' in
Abschnitt B.2.


                      C.2 UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN

                            LEIBESÜBUNGEN

  Siehe Anlage 1.


                         C.3 FÖRDERUNTERRICHT

  Siehe Anlage 1.


                                                        Anlage 1.4.1

            LEHRPLAN DER HÖHEREN LEHRANSTALT FÜR KUNST UND DESIGN

                           I. STUNDENTAFEL 1)

             (Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen
                         Unterrichtsgegenstände)
--------------------------------------------------------------------
                                Wochenstunden               Lehrver-
A. Pflichtgegenstände                                        pflich-
                                  Jahrgang         Summe     tungs-
                            I. II. III. IV.  V.              gruppe
--------------------------------------------------------------------
 1. Religion .............   2   2   2   2   2       10       (III)
 2. Deutsch ..............   3   2   2   2   2       11        (I)
 3. Englisch .............   2   2   2   2   3       11        (I)
 4. Geschichte und
    politische Bildung ...   -   -   -   2   2        4        III
 5. Leibesübungen ........   2   2   2   1   1        8       (IVa)
 6. Geographie und
    Wirtschaftskunde .....   -   2   2   -   -        4       (III)
 7. Wirtschaft und Recht .   -   -   -   2   3        5        III
 8. Angewandte Mathematik    3   3   2   2   -       10        (I)
 9. Angewandte Physik ....   2   2   2   -   -        6        (II)
10. Angewandte Chemie und
    Ökologie .............   3   2   -   -   -        5         II
11. Darstellende Geometrie   2   -   -   -   -        2        (I)
12. Angewandte Informatik    2   -   -   -   -        2         I
13. Technologie und
    Phänomenologie .......   2   -   -   -   -        2         I
14. Darstellung und
    Komposition 2) .......   5   4   4   3   -       16         II
15. Stilkunde ............   -   -   2   2   2        6        III
16. Typografischer Entwurf   2   -   -   -   -        2         II

    Pflichtgegenstände der
    Ausbildungszweige
    gemäß Abschnitt B. ...   9  18  19  21  24       91
--------------------------------------------------------------------
Gesamtwochenstundenzahl ..  39  39  39  39  39      195

--------------------------------------------------------------------
                                Wochenstunden               Lehrver-
B. Pflichtgegenstände der                                    pflich-
   Ausbildungszweige              Jahrgang         Summe     tungs-
                            I. II. III. IV.  V.              gruppe
--------------------------------------------------------------------
B.1  Grafik- und
     Kommunikations-Design

1.1  Technologie und
     Phänomenologie ......   -   2   2   2   2        8         I
1.2  Design und
     Kommunikation 2) ....   -   -   -   2   2        4         II
1.3  Marketing und Werbung   -   -   -   2   2        4         II
1.4  Medienlabor .........   -   5   5   5   5       20         I
1.5  Entwurf 3) ..........   9   9  10  10  13       51         I
1.6  Typografischer
     Entwurf .............   -   2   2   -   -        4         II

     Wochenstundenzahl B.1   9  18  19  21  24       91

B.2  Textil-Design
2.1  Technologie und
     Phänomenologie ......   -   2   2   2   -        6         I
2.2  Darstellung und
     Komposition 2) ......   -   -   -   -   3        3         II
2.3  Dessinatur -
     Gewebetechnik 4) ....   2   4   4   3   4       17         I
2.4  Dessinatur -
     Maschentechnik 4) ...   2   4   3   4   4       17         I
2.5  Dessinatur -
     Drucktechnik 5) .....   -   -   2   2   3        7         I
2.6  Textilmanagement ....   -   -   -   2   2        4         II
2.7  Entwerfen 3) ........   5   5   5   5   5       25        III
2.8  Atelier und
     Werkstätte ..........   -   3   3   3   3       12         Va

     Wochenstundenzahl B.2   9  18  19  21  24       91

B.3  Audiovisuelles
     Mediendesign

3.1  Darstellende
     Geometrie ...........   -   2   -   -   -        2        (I)
3.2  Technologie und
     Phänomenologie ......   -   3   3   2   2       10         I
3.3  Digitale
     Bildbearbeitung 6) ..   -   2   2   2   2        8         I
3.4  Medientechnik 7) ....   -   4   5   6   6       21         I
3.5  Produktion und
     Organisation ........   -   -   -   2   2        4        III
3.6  Entwerfen 3) ........   9   4   6   6   6       31        III
3.7  Atelier und
     Werkstätte ..........   -   3   3   3   6       15         Va

     Wochenstundenzahl B.3   9  18  19  21  24       91

B.4  Möbel-Raum-Design

4.1  Darstellende
     Geometrie ...........   -   2   -   -   -        2        (I)
4.2  Technologie und
     Phänomenologie ......   -   2   2   2   2        8         I
4.3  Baukonstruktion .....   -   -   2   2   2        6         I
4.4  Innenräume ..........   -   2   2   2   2        8         I
4.5  Projektmanagement ...   -   -   -   2   2        4         II
4.6  Entwurf 3) ..........   9   7   8   8  11       43         I
4.7  Atelier und
     Werkstätte ..........   -   5   5   5   5       20         Va

     Wochenstundenzahl B.4   9  18  19  21  24       91

B.5  Plastisches Design

5.1  Darstellende
     Geometrie ...........   -   2   -   -   -        2        (I)
5.2  Technologie und
     Phänomenologie ......   -   2   2   2   2        8         I
5.3  Gestalt- und
     Farblehre ...........   -   2   2   -   -        4        III
5.4  Dimension und Raum ..   -   -   -   2   2        4         II
5.5  Materialien der
     Gestaltung und
     Formgebung ..........   -   -   2   2   2        6        III
5.6  Marketing und Werbung   -   -   -   2   2        4         II
5.7  Entwerfen 3) ........   9   7   8   8  11       43        III
5.8  Atelier und
     Werkstätte ..........   -   5   5   5   5       20         Va

     Wochenstundenzahl B.5   9  18  19  21  24       91

B.3  Produktdesign und
     -präsentation

6.1  Darstellende
     Geometrie ...........   -   2   -   -   -        2        (I)
6.2  Technologie und
     Phänomenologie ......   -   2   2   2   2        8         I
6.3  Produktentwicklung ..   -   3   3   -   -        6         II
6.4  Ergonomie ...........   -   -   -   2   2        4         I
6.5  Medientechnik 6) ....   -   2   2   2   2        8         I
6.6  Marketing und Werbung   -   -   -   2   2        4         II
6.7  Entwerfen 3) ........   9   5   8   9  12       43        III
6.8  Atelier und
     Werkstätte ..........   -   4   4   4   4       16         Va

     Wochenstundenzahl B.6   9  18  19  21  24       91
--------------------------------------------------------------------
     Pflichtpraktikum ....      mindestens 8 Wochen in der
                                unterrichtsfreien Zeit vor Eintritt
                                in den V. Jahrgang

--------------------------------------------------------------------
                                Wochenstunden               Lehrver-
C. Freigegenstände,                                          pflich-
   Unverbindliche Übungen         Jahrgang                   tungs-
   Förderunterricht         I. II. III. IV.  V.              gruppe
--------------------------------------------------------------------
C.1  Freigegenstände
     Zweite lebende
     Fremdsprache 8) ......  2   2   2   2   2                (I)

C.2  Unverbindliche
     Übungen
     Leibesübungen ........  2   2   2   2   2               (IVa)

C.3  Förderunterricht 8)
     Deutsch
     Englisch
     Angewandte Mathematik
     Fachtheoretische
     Pflichtgegenstände


------------------
1) Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann von der
Stundentafel im Rahmen des Abschnittes III. abgewichen werden.
2) Mit Übungen.
3) Mit fächerübergreifendem Projekt im V. Jahrgang.
4) Mit Übungen im Ausmaß von 1 Wochenstunde im I. Jahrgang und von
je 2 Wochenstunden im II. bis V. Jahrgang.
5) Mit Übungen im Ausmaß von 2 Wochenstunden im V. Jahrgang.
6) Mit Laborübungen im Ausmaß von 1 Wochenstunde in jedem Jahrgang.
7) Mit Laborübungen im Ausmaß von 2 Wochenstunden im II. Jahrgang,
3 Wochenstunden im III. Jahrgang, je 5 Wochenstunden im IV. und
V. Jahrgang.
8) In Amtsschriften ist die Bezeichnung der Fremdsprache anzuführen.
9) Bei Bedarf parallel zum jeweiligen Pflichtgegenstand bis zu
16 Unterrichtseinheiten pro Schuljahr; Einstufung wie der
entsprechende Pflichtgegenstand.


                       II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

  Siehe Anlage 1.

Fachrichtungsspezifische Bildungsziele:

  Die Höhere Lehranstalt für Kunst und Design vermittelt Kenntnisse
über den Einsatz eigenschöpferischer Fähigkeiten zum Konzipieren,
Entwerfen und Designen in den diversen gestalterischen Disziplinen
der Formgebung und Kommunikation. Damit verbunden sind sowohl
Kenntnisse über Fertigungsmethoden, Materialeinsätze und
Kalkulation, als auch über einschlägige Normen und Gesetze sowie
über Mitarbeiterführung und die Bedeutung und Verantwortung des
Gestalters gegenüber der Gesellschaft.

  Die Höhere Lehranstalt für Kunst und Gestaltung sieht neben einer
allgemeinen Fachausbildung sechs Ausbildungszweige vor:
- Der Ausbildungszweig ,,Grafik- und Kommunikations-Design''
  (Grafik-, Medien- und Werbe-Design) vermittelt eine vertiefte
  Fachausbildung über das Finden von Lösungen durch geistig
  eigenschöpferische Leistung, deren Gestaltung und Umsetzung im
  Bereich der visuellen und multimedialen Kommunikation innerhalb
  soziokultureller und wirtschaftskultureller Wertefelder liegt.
- Der Ausbildungszweig ,,Textil-Design'' vermittelt eine vertiefte
  Fachausbildung hinsichtlich der Kreation visionärer Trends und
  deren Transformierung in textile Medien unter Einbeziehung
  künstlerischer, technischer, ökonomischer, soziokultureller
  Aspekte und multimedialer Technologien, weiters hinsichtlich der
  Rezeption interdisziplinärer Aktionsformen durch Sensibilisierung
  auf Erscheinungsbilder der Semiotik, der Textur sowie anderer
  Kommunikations- und Interpretationsmethoden.
- Der Ausbildungszweig ,,Audiovisuelles Mediendesign'' vermittelt
  eine vertiefte Fachausbildung hinsichtlich Konzeption und
  Produktion konventioneller und elektronischer Bild- und Tonträger,
  Kameraführung, Beleuchtungs- und Beschallungstechnik, Drehbuch,
  Regie, Schnitt und Endfertigung.
- Der Ausbildungszweig ,,Möbel-Raum-Design'' vermittelt eine
  vertiefte Fachausbildung hinsichtlich Planung, Gestaltung,
  Organisation und Ausführung von raumbildenden Innenausbauten,
  Möbeln und Produkten unterschiedlicher Funktionsstrukturen
  (Wohnen, Sondereinrichtungen aus Bereichen wie Verwaltung, Kultur,
  Freizeit usw.) mit besonderen Kenntnissen der erforderlichen
  Materialien und Konstruktionen unter Berücksichtigung sowohl
  historischer als auch zeitgenössischer Vorbilder aus
  Innenarchitektur, Architektur und Design.
- Der Ausbildungszweig ,,Plastisches Design'' vermittelt eine
  vertiefte Fachausbildung für Keramik-Gestaltung (in raum- und
  funktionsbezogenem kreativen Entwurf und Ausführung in Silikat-
  und Sintertechnik), für Metall-Gestaltung (in kreativem Entwurf
  und Ausführung hinsichtlich körperbezogener Schmuckformen in
  metallgerechter Verformungs- und Verbindungstechniken) und für
  Plastische Formgebung (in kreativem Entwurf und Ausführung von
  Skulpturen und Plastiken im öffentlichen Bereich unter Anwendung
  von fachspezifischen Ergänzungs- und Reduzierungstechniken).
- Der Ausbildungszweig ,,Produktdesign und -präsentation''
  vermittelt eine vertiefte Fachausbildung hinsichtlich Konzipierung
  und Umsetzung realräumlicher und dinglicher Kommunikations- und
  Gestaltungsstrukturen, somit die Kreation von Produktpräsentation
  und Präsentationsräumen sowie die Basis des Produktdesigns unter
  Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und kultureller
  Wertefelder.


   III. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGEN, DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

  Siehe Anlage 1.

  Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann im Ausbildungszweig
,,Plastisches Design'' bei den Pflichtgegenständen ,,Technologie und
Phänomenologie'', ,,Materalien der Gestaltung und Formgebung'',
,,Entwerfen'' und ,,Atelier und Werkstätte'' vom vorgegebenen
Lehrstoff insofern abgewichen werden, als auch nur ein bzw. zwei der
in den betreffenden Pflichtgegenständen angeführten Themenbereiche
als Lehrstoff festgelegt werden.


              IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

  Siehe Anlage 1.


        V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABE DER UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE;
             AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE SCHULSTUFEN

                        A. PFLICHTGEGENSTÄNDE

  ,,Deutsch'', ,,Englisch'', ,,Geschichte und politische Bildung'',
,,Leibesübungen'', ,,Geographie und Wirtschaftskunde'' und
,,Wirtschaft und Recht'':

  Siehe Anlage 1.


                       8. ANGEWANDTE MATHEMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die Berufspraxis und für weiterführende Studien
    notwendigen mathematischen Begriffe, Denkweisen und Methoden
    kennen und anwenden können;
  - einfache Sachverhalte in Natur, Technik und Wirtschaft mit
    mathematischen Modellen beschreiben, analysieren, Modellösungen
    gewinnen und interpretieren können;
  - die Mathematik als Werkzeug zur Infomationsgewinnung und zur
    Kommunikation im technisch-naturwissenschaftlichen und im
    kommerziellen Bereich einsetzen können;
  - moderne Hilfsmittel zielführend einsetzen können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Algebra:

  Zahlenbereiche; Rechnen mit Variablen und Termen; Vektoren
(Darstellung, Betrag, Addition, Subtraktion, Multiplikation mit
einem Skalar); lineare Gleichungen und Ungleichungen,
Formelumwandlungen, lineare Gleichungssysteme.

Numerisches Rechnen:

  Darstellung von Zahlen, Darstellungsfehler, Abschätzen von
Ergebnissen.

Funktionen:

  Begriff, Darstellung in Koordinatensystemen; lineare Funktion;
Interpretieren von Tabellen, Interpolation; direkte und indirekte
Proportionalität.

Geometrie:

  Planimetrie (Ähnlichkeit; Dreieck, Viereck, Kreis; pythagoräische
Lehrsatzgruppe); Stereometrie; Trigonometrie des rechtwinkeligen
Dreieckes.

II. Jahrgang:

Algebra und Geometrie:

  Vektoren (Skalarprodukt, Orthogonalität, vektorielles Produkt);
Quadratische Gleichungen; Exponenzialgleichungen; Komplexe Zahlen
(Darstellung, Rechenoperationen); Trigonometrie des schiefwinkeligen
Dreieckes.

Funktionen:

  Eigenschaften; Umkehrfunktionen; quadratische Funktionen, Potenz-
und Wurzelfunktionen, Exponenzial- und logarithmische Funktionen;
allgemeine Sinusfunktion, Summensätze; Interpretation von
Funktionsgraphen und -gleichungen; Parameterdarstellung.

Wirtschaftsmathematik:

  Zinseszinsrechnung; lineare Optimierung.

Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik:

  Häufigkeitsverteilung; Kenngrößen; Wahrscheinlichkeit (Additions-
und Multiplikationsregel).

III. Jahrgang:

Analysis:

  Zahlenfolgen, Grenzwert, Stetigkeit; Differenzialrechnung
(Differenzen- und Differenzialquotient, Ableitungsregeln);
Integralrechnung (bestimmtes und unbestimmtes Integral, Integration
elementarer Funktionen); Anwendungen der Differenzial- und
Integralrechnung.

Numerische Mathematik:

  Fehlerabschätzung und -fortpflanzung; Konditionsproblematik;
numerische Methoden zum Lösen von Gleichungen, numerische
Integration.

IV. Jahrgang:

Analysis:

  Fachspezifische Anwendungen.

Lineare Algebra und analytische Geometrie:

  Matrizen (Operationen, Anwendungen), Determinanten; Geraden und
Ebenen; Körperschnitte in Hauptlage.

In Jahrgängen mit mindestens drei Wochenstunden vier Schularbeiten,
sonst zwei.


                           9. ANGEWANDTE PHYSIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Denk- und Arbeitsweise der klassischen und modernen Physik
    kennen, sich der Natur physikalischer Modellvorstellungen und
    ihrer Grenzen bewusst sein und zu aktuellen
    naturwissenschaftlichen Themen kritisch Stellung nehmen können;
  - physikalische Methoden verstehen, anwenden und auf
    physikalisch-technische Aufgabenstellungen unter Verwendung
    einfacher mathematischer Symbolik übertragen sowie Zusammenhänge
    verbal, in der Symbol- und Fachsprache, grafisch und in Form von
    Tabellen und Formeln beschreiben, schließlich Größenordnungen
    auf Plausibilität abschätzen können;
  - die physikalischen Gesetze, die für die Herstellung und
    Anwendung der in der Berufspraxis gebräuchlichen Werkstoffe,
    Geräte, Maschinen, Anlagen und Verfahren bedeutsam sind, kennen
    und anwenden können, insbesondere die Technologien der
    Energienutzung kennen und ihre Auswirkungen auf die Umwelt
    beschreiben können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Allgemeine Physik:

  Bedeutung und Arbeitsweise der Physik; internationale Einheiten
(SI).

Kinematik und Dynamik:

  Geschwindigkeit, Beschleunigung, zusammengesetzte Bewegungen;
Newton'sche Gesetze, Kraft, Arbeit, Energie, Leistung, Wirkungsgrad,
Impuls; Erhaltungssätze der Mechanik; Rotation, Zentralkräfte,
Gravitation.

Aeromechanik und Hydromechanik:

  Druck, Auftrieb, Strömungen; Molekularkräfte.

II. Jahrgang:

Elektrizität und Magnetismus:

  Elektrisches und magnetisches Feld; Leitungsmechanismen;
magnetische Eigenschaften der Stoffe; Induktion; Stromkreis,
Energieversorgung.

Schwingungen und Wellen:

  Schwingungen und Wellen in Mechanik, Optik und Elektromagnetismus;
Resonanz; Ausbreitung von Wellen, stehende Wellen, Interferenz,
Beugung und Streuung; Modulation; Akustik.

Optik:

  Reflexion, Brechung, Totalreflexion, Lichtgeschwindigkeit;
Abbildung durch optische Systeme; Beugung am Spalt und am Gitter,
Auflösungsvermögen optischer Geräte, Interferenz dünner Schichten,
Polarisation, Spannungsoptik, Streuung.

Strahlung:

  Licht und Farbe, Spektren, Emission und Absorption von Strahlung;
Nutzung der Solarenergie; Laser; Photometrie, Gesetze der
Temperaturstrahlung.

III. Jahrgang:

Thermodynamik:

  Temperatur; Wärmeenergie, Wärmetransport, Wärmedämmung;
Zustandsgleichung der idealen Gase (Aggregatszustände,
Zustandsdiagramme); Hauptsätze der Wärmelehre, Gaskinetik,
Diffusion.

Grundgedanken der Quantenmechanik:

  Welle-Teilchen-Dualismus, Energiequantisierung, Unschärferelation,
Materiewellen.

Grundgedanken der Relativitätstheorie:

  Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, Äquivalenz von Masse und
Energie, Raum-Zeit-Kontinuum, Gedankenexperimente.

Atom- und Kernphysik:

  Aufbau der Atome und Kerne, Radioaktivität; Kernspaltung,
Kernverschmelzung; Wirkung radioaktiver Strahlung, Strahlenschutz,
Anwendung radioaktiver Isotope.

Energienutzung:

  Technologien der Energienutzung und -umwandlung;
Energieversorgung; Entropie und ökologisches Gleichgewicht;
Energiehaushalt der Erde.


                   10. ANGEWANDTE CHEMIE UND ÖKOLOGIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die Denk- und Arbeitsweisen der modernen Chemie kennen, sich der
    Natur chemischer Modellvorstellungen und ihrer Grenzen bewusst
    sein und zu aktuellen naturwissenschaftlichen Themen kritisch
    Stellung nehmen können;
  - die für den persönlichen Lebensraum und die Berufspraxis
    bedeutsamen Gesetzmäßigkeiten und Methoden der Chemie kennen,
    anwenden und auf chemische Aufgabenstellungen unter Verwendung
    der Fachsymbolik übertragen sowie Zusammenhänge verbal, in der
    Symbol- und Fachsprache, grafisch und in Form von Tabellen und
    Formeln beschreiben, schließlich Größenordnungen auf
    Plausibilität abschätzen können;
  - bei der Nutzung von Stoffen (Gewinnung, Produktion, Entsorgung)
    ökologische und gesundheitliche Faktoren verantwortungsbewusst
    berücksichtigen sowie die Möglichkeiten und Grenzen der
    technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Bewertung von
    Produkten sowie die Bedeutung des Lebensraumes Boden, Luft,
    Wasser, Kreisläufe in der Natur, sowie deren Veränderungen durch
    anthropogene Einflüsse erkennen können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Aufbau der Materie:

  Reinstoffe, Gemenge, Element, Verbindung, Atommodelle, Nuclide
Radioaktivität, Periodensystem, chemische Bindungen,
Formelschreibweise und Nomenklatur.

Chemische Reaktionen:

  Reaktionsgleichungen, Energiebilanz, chemisches Gleichgewicht,
Katalyse, Stöchiometrie.

Reaktionstypen:

  Protolyse (Säuren und Basen; pH-Wert, Indikatoren, Säuren- und
Basenstärke); Redoxreaktionen (Oxidationszahlen).

Elektrochemie:

  Spannungsreihe, galvanische Elemente, Elektrolyse, Korrosion,
Korrosionsschutz.

Anorganische Grundstoffe:

  Herstellung, Verwendung, Kreisläufe und Reststoffverwertung.

Ökologie:

  Ökosphäre und Ökosysteme (Luft, Wasser, Boden), Kreisläufe,
Gleichgewichte, Belastungen, Umweltschutz.

II. Jahrgang:

Kohlenstoff:

  Bindungsformen, Modifikationen; anorganische
Kohlenstoffverbindungen (Oxide, Kohlensäure und ihre Salze),
Kohlenwasserstoffe, Petrochemie (Erdöl, Förderung, Verarbeitung,
Produkte), Kohlenwasserstoffderivate (halogen-, sauerstoff-,
stickstoffhaltige), Makromoleküle (Natur- und Kunststoffe),
Herstellung, Anwendung, Reststoffverwertung.

Silicium:

  Elementares Silicium, Kieselsäuren, natürliche und technische
Silicate, organische Siliciumverbindungen, Herstellung, Anwendung,
Reststoffverwertung; Baustoffe.

Ökologie:

  Beeinflussung der Ökosphäre (Luft, Wasser, Boden) im Umfeld der
Kohlenstoff- und Siliciumchemie, Umweltanalytik und Maßnahmen des
Umweltschutzes an ausgewählten Beispielen.


                        11. DARSTELLENDE GEOMETRIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - aus Rissen eines Objektes dessen Aufbau ablesen und die in der
    Zeichnung enthaltenen Informationen deuten, konstruktiv
    verwerten und darstellen können;
  - mit der Erzeugung und den Gesetzmäßigkeiten der für die
    Fachrichtung bedeutsamen Kurven, Flächen und Körper vertraut
    sein;
  - aus geometrischen Grundobjekten einfache Raumobjekte gemäß den
    Erfordernissen des Fachbereiches erkennen, skizzenhaft
    entwickeln, konstruieren und gegebenenfalls computergestützt
    generieren können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Räumliches Koordinatensystem.

Abbildungsmethoden (Projektionsarten).

Grundkörper und einfache zusammengesetzte Körper in den Hauptrissen
und in Axonometrie.

Wahre Länge einer Strecke, wahre Größe einer ebenen Figur in
projizierender Lage.

Schnitte von Geraden und Ebenen.

Perspektive (Durchstoßmethode).

Im Jahrgang zwei Schularbeiten.


                        12. ANGEWANDTE INFORMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Aufbau, Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten elektronischer
    Informationsverarbeitungsanlagen kennen und bedienen können;
  - Standardsoftware zur Lösung von Aufgaben der Berufspraxis
    kennen, auswählen und einsetzen können;
  - Informationen auf elektronischem Weg beschaffen und weitergeben
    können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Informationsverarbeitungssysteme:

  Aufbau, Funktion, Zusammenwirken der Komponenten; Betriebssysteme;
grafische Oberflächen, grundlegende Funktionalitäten,
Datenverknüpfung.

Standardsoftware:

  Grundlagen der grafischen Datenverarbeitung, Dateiformate;
Textverarbeitung, Tabellenkalkulation.

Programmieren:

  Grundlagen der Algorithmen (Anweisung, Schleife, logische
Verzweigung), Anwendung in Makros und Skripts der Standardsoftware.

Kommunikationstechnik:

  Netzwerke; Informationsbeschaffung; Auswirkungen auf Mensch,
Arbeitswelt, Gesellschaft, Kultur; Datenschutz.


                   13. TECHNOLOGIE UND PHÄNOMENOLOGIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - ,,Technik'' als mediale Bedingung des Vollzugs verstehen, die an
    der Realisierung von Projekten als Instrument der Wertschöpfung
    maßgeblich beteiligt ist, indem sie die ,,Sprache der Dinge''
    mit der ,,Sprache der Methoden'' konfrontiert;
  - Verfahrensweisen und Verfahrenstechniken in ihren Struktur- und
    Regelbedingungen kennen;
  - die Empfindlichkeit des Ergebnisses gegenüber den medialen
    Bedingungen und ihren Rückbezüglichkeiten in theoretischen und
    praktischen Grundzügen erfassen können;
  - fachspezifische Terminologien mit einem grundsätzlichen
    Verständnis für technologische Vorgänge und Zusammenhänge sowohl
    im technologischen als auch im phänomenologischen Sinne
    verbinden können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Darstellungstechnologie:

  Vollzug, Ressourcen, Instrumente: persönliche, kulturelle,
materielle Ressourcen; der Blick und das Sehen (Physiologie,
Psychologie, Mythologie), Farbtheorien; Instrumente und Phänomene
zwischen Kausalität und Finalität.

Kunstbetrachtung und Wertanalyse:

  Schauen, beschreiben, vergleichen.


                      14. DARSTELLUNG UND KOMPOSITION

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Schüler sollen
  - den persönlichen Wahrnehmungsbereich erweitern, sensibilisieren
    und in einer bildnerischen Auseinandersetzung vertiefen;
  - Phänomene der Verdeutlichung über darstellerische und
    kompositorische Mittel der bildnerischen Gestaltung,
    insbesondere Ziel-Mittel-Relationen und damit verbundene
    Sinnorientierungen kennen;
  - sich mit dem Bereich zwischen Wahrnehmung und Darstellung und
    den damit verbundenen Phänomenen der Intention, Artikulation und
    Anmutung mit Mitteln zeichnerischer, malerischer und sonstiger
    bildnerischer Verfahrensweisen auseinander setzen können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Grundphänomene der bildnerischen Darstellung:

  Offene, nicht axiomatisch orientierte sowie konkretisierende
Verfahrensweisen der Verdeutlichung,Verfahrensweisen, die die
Relation zwischen Wahrnehmen und Darstellen in verschiedener Weise
betreffen; Empfindlichkeit der ästhetischen Mittel und
darstellerische Intention; Hell-Dunkel-Werte, Textur-, Strukturwerte
im Hinblick auf Bedeutung und Rolle, kontur-, texturbezogene
Darstellung von Objekt und Raum; räumliche Phänomene auf der Fläche
(Kontur, Fläche, Farbe und Raumempfindung); Organisation der Fläche
nach rhythmischen und darstellerischen Kriterien; Phänomene zwischen
Verdeutlichung und Anmutung; Zeichnen aus der Beobachtung und aus
der Vorstellung, narrative Schilderungen aus dem persönlichen
Erlebnisbereich und aus dem kulturellen Bereich.

II. Jahrgang:

Studie, Skizze und Anmutung:

  Darstellerische Mittel im Hinblick auf Verdeutlichung in der
Abstraktion; Körper-, Raum-, Objekt-Studien, grafische und
malerische Darstellungstechniken; Darstellungsmittel zur Umsetzung
in unterschiedlichen Vollzugsbedingungen; Skizzenbereich im
Zusammenhang mit den aus der jeweiligen Anwendung hervorgehenden
Anforderungen; Relationen zwischen Darstellungsintention, Wahl der
ästhetischen Mittel und Darstellungswert; Relationen zwischen
Proportion, Maß, Gewichtung, Dynamik, Statik; Relation zwischen
Ästhetik und Semantik (Hierarchie der darstellerischen Mittel im
Hinblick auf den Grad ihrer Verdeutlichung); Relationen zwischen
Rhythmus, Ordnung, Bedeutung und Sinnentwicklung (skizzenhafte
Schilderung von Bildkonzepten); Phänomen der Offenheit in der
Skizze, lineare und flächige Darstellungsmittel; Objekt-, Raum-,
Material-, Oberflächen- und Licht-Sphären-Schilderung; zeichnerische
und malerische Darstellungstechniken mit verschiedenen Materialien
und Werkzeugen.

III. Jahrgang:

Konzept und Komposition:

  Darstellerische Mittel im Hinblick auf ihren
ästhetisch-semantischen Wert und ihren ästhetisch-künstlerischen
Ausdruckswert; Darstellungen für Präsentationen im Hinblick auf
verschiedene Anforderungen der Argumentation und Verdeutlichung;
kompositorische Wertzugänge und bildhafte Verdeutlichung, visuelle
Konzeption und Argumentation, Kopf, Akt und Figur,
präsentationsreife Darstellung im anwendungsbezogenen Bereich und im
freien künstlerischen Bereich, Vorstufen für Umsetzungen in anderen
Medien.

IV. Jahrgang:

Inhalt, Dramaturgie, Bildsprache:

  Darstellerische Mittel im Hinblick auf Verdeutlichung der Relation
von Ästhetik und Semantik, von Relationen dramaturgischer,
semantischer und visueller Ästhetik; Interpretation und
Zwischenraum, Prozessschilderung, Sequenzen und Abläufe, Zeitspur
(Synchronie, Diachronie), Kopf-, Akt- und Figurdarstellung.


                           15. STILKUNDE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die grundlegenden Kriterien und Zusammenhänge der wichtigsten
    Kulturepochen und deren Kunstformen von den Anfängen der Kunst
    bis in die Gegenwart überblicken;
  - die Entwicklung der Kunst als Teil einer gesamten Kultur- und
    Geistesgeschichte verstehen und Zusammenhänge historischer
    Entwicklungen mit philosophischen, religiösen, politischen,
    sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten kennen;
  - Zusammenhänge von Form, Funktion, Material und Technik kennen;
  - in vergleichender Kunstbetrachtung Stilmerkmale einzelner
    Epochen ikonografisch und ikonologisch unterscheiden können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Kulturepochen:

  Prähistorik, antike Hochkulturen, Byzanz, Mittelalter.

IV. Jahrgang:

Kulturepochen:

  Renaissance, Manierismus, Barock, Rokkoko, französische
Revolution, 19. Jahrhundert; Individualisierung und Sujektivierung
der abendländischen Kunst, Polarisierung zwischen Realitäts- und
Idealitätsbegriff.

V. Jahrgang:

Kulturepochen und -auffassung:

  20. Jahrhundert; Pluralismus und Irrationalität, Wahrnehmung und
Imagination, Veränderungen traditioneller ästhetischer Wertigkeiten
und Grenzen, Wechselbeziehungen; Kunstbetrachtung als theoretische
Wissenschaft, Kunstanalyse und -formen (angewandte Strukturanalyse,
Kunstkategorien).


                       16. TYPOGRAFISCHER ENTWURF

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Charakteristik von Schrifttypen, den Aufbau der Buchstabenformen
    und die ästhetischen Kriterien der typografischen Gestaltung und
    deren Anwendungsfelder kennen;
  - Schrift und Typografie als Instrumente der visuellen
    Kommunikation im Verhältnis zur Ästhetik und Gestik der
    Kommunikationsleistung sinnbezogen anwenden können;
  - Wechselbeziehungen der computerunterstützten und der manuellen
    Buchstabenbearbeitung (Logobereich), Textbearbeitung und des
    Layouts funktionell und ästhetisch lösen können und mit
    computergestützten Techniken und Kopiertechniken
    präsentationsreif ausführen können;
  - Gestaltungsleistungen auf der Basis des jeweils aktuellen
    technologischen und wissenschaftlichen Entwicklungsstandes
    erstellen können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Typografie und Schrift:

  Grundsätzliche Wertzugänge, Formaler Aufbau und Charakteristik der
klassischen Schrifttypen (Schriftklassifizierungen, Schriftschnitte,
Schriftfamilien, Formtypus und Formcharakter); Einzelbuchstaben aus
dem Standardbereich der Schrift- und Typografieentwicklung (Serifen-
und serifenlose Schriftformen); ästhetische Phänomene zwischen Form
und Anmutung im Zusammenhang mit gezeichneten Schriften; Handschrift
und ästhetische Steigerung; kalligrafische Ansätze, geschriebene und
gezeichnete Schriftbereiche.


             B. PFLICHTGEGENSTÄNDE DER AUSBILDUNGSZWEIGE

                B.1 GRAFIK- UND KOMMUNIKATIONS-DESIGN

                  1.1 TECHNOLOGIE UND PHÄNOMENOLOGIE

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Technologie
und Phänomenologie'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Fotografie:

  Allgemeine Grundlagen der analogen und digitalen Fotografie;
Funktionsweisen fotografischer Wahrnehmung und Verfahrensstrukturen
bei Bildaufzeichnung, Bildbearbeitung, Wiedergabe;
Aufzeichnungsmedien, Belichtung, Tonwertwiedergabe,
Schärfe/Unschärfe, Kontrast, Auflösung und Perspektive in
Wechselbeziehung zu Bildgestaltung und Bildaussage.

Typografie:

Schrift:

  Schriftgeschichte, Typographiegeschichte; Schriftsysteme und ihr
kultureller historischer Kontext, Phänomene zwischen
Schriftanwendung und Schriftanmutung.

Allgemeine Grundlagen der Satzerstellung:

  Fachterminologien und Phänomene im Bereich der Satzerstellung;
Lesbarkeitsphänomene; Fachterminologien und Phänomene im Bereich
computergestützter Textbearbeitung (DTP).

III. Jahrgang:

Fotografie:

  Wechselbeziehungen zwischen Technologie und Sujets; historische
Entwicklung der Fotografie; Licht und Farbe in der analogen und
digitalen Fotografie, Videotechnik, Drucktechnik; Verfahrensweisen
der digitalen Fotografie (Aufzeichnung, Bearbeitung und Wiedergabe);
Relationen zwischen Technologie, Ästhetik und
Kommunikationsleistung; Definition und Analyse umfassender
fotografischer Gestaltungsphänomene.

Druckverfahren und Produktionstechnik:

  Historische Entwicklungen der Drucktechniken, originalgrafische
Druckverfahren, industrielle Druckverfahren; Endfertigung;
Materialien; Farbsysteme.

IV. Jahrgang:

Druckvorbereitung, Produktionsabläufe und Organisation:

  Computergestützte Verfahrensweisen für die Erstellung und
Aufbereitung von Bild- und Textdokumenten der Druckvorstufe.

Kommunikationstechnik:

  Präsentationstechnik im Grafikdesign, Rhetorik und Dramaturgie,
Argumentationsaufbau, Argumentationslogik, mediale
Argumentationsunterstützung, Strukturierung von Briefings und
Rebriefings, Erstellen von Booklets.

V. Jahrgang:

Kommunikationstechnik und Phänomene neuer Medien:

  Multimediale Technologien und Phänomene moderner Medien;
audiovisuelle Rhetorik und Dramaturgie, Diskursrelationen zwischen
Ton, Bild, Bewegung, Raum.


                    1.2 DESIGN UND KOMMUNIKATION

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Phänomene zwischen Semiotik und Ästhetik in
    theoretisch-praktischer Auseinandersetzung erkennen, wobei
    Strukturphänomene zwischen Semiotik und Ästhetik, die damit
    verbundenen paradigmatischen Relationen zwischen Ästhetik,
    Semantik und Sinnstiftung (Semantik, Syntaktik und Pragmatik) im
    Zentrum der Auseinandersetzung stehen;
  - Phänomene der Zeichensetzung, der Zeicheninterpretation in ihrem
    Strukturaufbau und der damit verbundenen Funktionsparadigmen als
    relationale Bedingungen erkennen;
  - anhand von typischen Beispielen auf der Basis von exemplarischen
    Übungen zu theoretisch- und ästhetisch-reflektierender
    Auseinandersetzung und zu relationaler Wertorientierung zwischen
    Semiotik und Ästhetik finden.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Designation und Kommunikation:

  Einführung in die Kommunikationstheorie und Semiotik; Wurzeln
(Philosophie, Linguistik, Strukturalismus); semiotische Disziplinen
(Semantik, Syntaktik, Pragmatik); Informationstheorie und
Kybernetik; Kommunikation (alltäglicher Vorgang und Theorie,
operatives Instrument, Schnittstelle zwischen Welt und Geschichte);
Kommunikationsraum, Transformationsparadigmen und Wertachsen
(Bedeutungs- und Sinnentwicklung); mythologischer und logischer
Sinnraum (Wertraum und Wertterritorium); mythologisches und
logisches Weltbild; subjektzentristische Weltsicht und ihre
Abstraktionen.

Medium und Code:

  Spuren der Codes und der Medien (Symptome, Verschiebungen,
Deformationen, Störungen; Vollzugsbedingungen); kaltes und heißes
Medium, Einfluss auf Kommunikation und Erinnerung; kulturelles
Gedächtnis (kalte und warme Erinnerung); Empfindlichkeit der
Botschaft gegenüber der Einflusssphäre des Übertragungscodes.

Ästhetik und Semiotik:

  Symbolischer Tausch, Anwesenheit und Abwesenheit; Sender -
Empfänger - Medium - Kultur; Medienrealität (Medium zwischen
Materialität und Immaterialität); Ästhetik und semiologische
Aufladung; Ausdehnungsvarianten des Sinns.

Zeichenlesen als Schlussziehungsprozess:

  Sinnlich wahrnehmbare Präsenz, kommunikativer und expressiver
Sinn; Deduktion, Induktion, Abduktion; Schlussziehung und
Assoziation.

Elemente der Semiologie:

  Denotation - Konnotation; System - Syntagma; Synchronie -
Diachronie; Langue - Parole; Universum des Signals und des Sinns
(Code, Signal, Symptom, Zeichen); kybernetischer
Informationsbegriff; Entropie, Information und Exformation
(thermodynamische Tiefe), Information und Redundanz; Bedeutung und
Ordnung, Identität und Muster; Ästhetik und Semiotik; Farbe, Textur,
Kontur, Schärfe/Unschärfe, Hell/Dunkel in Verbindung mit der Rolle;
Ordnung, Bedeutung und Sinnentwicklung; archetypische
Ordnungsgestiken; elaborierter und restringierter Code, ästhetische
Wertparadigmen; objektsprachlicher und metasprachlicher Ausdruck;
Differenz und Zwischenraum; Diskursrelationen (Bild/Bild bzw.
Text/Bild).

V. Jahrgang:

Kommunikationsfiguren und Diskursrelationen:

  Mythos als Aussagesystem (Aufbau und Funktionsweise); Mythos und
Faktum (Funktionsparadigmen); Reales - Symbolisches - Imaginäres;
kulturell Unbewusstes, Kommunikations- und Mangelraum; Unwritten
Rules (Thematisierungen - Tabuzonen - Selbstverständlichkeiten);
Objekt als Zeichen - ,,Doppelexistenz'' des Objekts; Designation und
Referenz - Vormoderne, Moderne, Postmoderne, Dekonstruktivismus und
ihre Beziehungen zu semiotischen Wertorientierungen.


                      1.3 MARKETING UND WERBUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die betriebs- und volkswirtschaftliche Bedeutung von Marketing
    und Werbung kennen;
  - die Marketingphilosophie als Managementaufgabe verstehen und im
    betrieblichen sowie im freiberuflichen Alltag die Aufgaben des
    Marketingmix umsetzen können;
  - die Mechanismen und Phänomene der Kommunikation verstehen und
    die Medien kennen;
  - das Wesentliche der Werbeplanung verstehen, die Bedeutung der
    Werbepsychologie erkennen und anwenden können;
  - die medienrelevanten Gesetze kennen.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Marketing:

  Marketingplanung, Produktlebensanalyse, Portfolioanalyse,
Marktanalyse, Marketingziele, Marktbearbeitungsstrategien,
absatzpolitische Instrumente (Marketing-Mix), Marketingkontrolle;
Nonprofit-Marketing.

Marktforschung:

  Aufgabe, Methoden, Voll- und Teilerhebung, Primär- und
Sekundärforschung, Datenerhebung, -erfassung, -auswertung und
-interpretation.

Leistungsprogrammatik:

  Produktpolitik, Sortimentspolitik, Wirtschaftlichkeitsanalyse.

Kontrahierungspolitik:

  Preispolitik, Konditionenpolitik.

Distributionspolitik:

  Absatzwege und Absatzorgane, Marketinglogistik.

V. Jahrgang:

Kommunikationspolitik:

  Werbung (Advertising), Begriff, Aufgabe, Konzeption und
Durchführung; Werbemittel, -medien, -träger; Öffentlichkeitsarbeit
(Public Relations, Corporate Identity, Corporate Design), Direct
Marketing, Verkaufsförderung (Sales-promotion), persönlicher Verkauf
(Personel Selling), Verkaufsgespräch.

Werbepsychologie:

  Wahrnehmen, Erkennen, Erinnern, Werbewirkung.

Zielgruppen:

  Demografische und psychografische Merkmale.

Marketing und Konsumentenschutz:

  Marken- und Musterrecht; Urheber- und Medienrecht; Werberecht;
Werbebeschränkung; Haftung, Konsumentenschutz.


                             1.4 MEDIENLABOR

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die technischen Vollzugsmedien (Bedingungen der Werkzeugsphäre)
    in einer wechselweise praktisch-theoretischen Auseinandersetzung
    kennen;
  - die Wahl des technischen Instrumentariums, dessen technologische
    und phänomenologische Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen
    beurteilen können;
  - die Empfindlichkeit des Ergebnisses gegenüber den Bedingungen
    der technologischen Realisierungsproblematik beachten,
    korrigieren und in den theoretisch-praktischen Grundzügen
    erfassen können, sowie Relationen der Machbarkeit in einem
    Verhältnis zur Sinnhaftigkeit beobachten und beurteilen können;
  - fachspezifische Realisierungsergebnisse mit einem
    grundsätzlichen Verständnis für technologische Vorgänge und
    Zusammenhänge sowohl im technologischen Sinne als auch im
    phänomenologischen Sinne verbinden können.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Labor für Fotografie:

Grundlagen fotografischer Gestaltungsproblematiken:

  Gerätehandhabung, Aufnahmetechnik, Ausarbeitungsverfahren,
Lichttechnik und Lichtführung.

Desktop Publishing:

  Grundlagen des computerunterstützten gestalterischen Umgangs mit
Schrift und Typografie, Mikro-, Makrotypografie, Satz.

III. Jahrgang:

Computergestütztes Design:

  Grundlagen der Werkzeughandhabung in objekt- und pixelorientierten
Programmen; Flächen, Strukturen, rhythmische Gliederung;
exemplarische Übungen zu Desktop Publishing, Satz, Layout;
Datenorganisation, Datentransfer, Konvertierung.

Labor für Fotografie:

  Sujetbezogene exemplarische Auseinandersetzung mit dem Medium
Fotografie im Zusammenhang mit Entwurf; exemplarische
Aufgabenstellungen zu Realisierungsproblematiken zwischen
Technologie, Ästhetik und Kommunikationsleistung; Wechselbeziehungen
Fotografie - Computer.

IV. Jahrgang:

Labor für Fotografie und elektronische Bildbearbeitung:

  Digitale Bildaufzeichnung, digitale Bildbearbeitung,
gestalterische Möglichkeiten der Bildanwendung und
Kommunikationsleistung; Scannen und Bildbearbeitung im Hinblick auf
zielgerechtes Einsetzen der Arbeitsschritte in die Druckvorstufe;
Erstellung und Aufbereitung von umfassenden Bild- und Textdokumenten
für die Druckvorstufe; Hybridgrafik (Experiment im Wechselspiel
zwischen Entwurf, Darstellung und Komposition und
computerunterstützter Weiterbearbeitung); exemplarische
Aufgabenstellungen zu Realisierungsproblematiken zwischen
Technologie, Ästhetik und Kommunikationsleistung; Organisation und
Evaluierung der Arbeitsschritte.

Labor für Originalgrafik und Drucktechnik:

  Wechselbeziehungen zwischen Entwurf und Ausführung (Hochdruck,
Tiefdruck, Flachdruck, Serigrafie und andere Techniken);
Experimentelle Anwendung und Kombination klassischer und neuer
Techniken.

Druck- und Reprotechnik:

  Exemplarische Übungen zur Logistik von Produktionsabläufen im
drucktechnischen und reprotechnischen Bereich; Druckvorstufe,
Druckformenherstellung, Andruck.

V. Jahrgang:

Elektronische Bildbearbeitung:

  Einführung in multimediale Kommunikationstechnologien und
Computeranimation sowie in Grundlagen der Netzkommunikation;
Organisation und Evaluierung der Arbeitsschritte.

Neue Medien und multimediale Darstellungsformen:

  Darstellungsformen und Funktionsanalysen neuer Medien und
multimedialer Netzstrukturen; multimediale
Präsentationsmöglichkeiten; Organisation und Evaluierung der
Arbeitsschritte.


                            1.5 ENTWURF

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Entwurfsarbeiten aus den exemplarischen Phänomenbereichen von
    Grafik- und Kommunikationsdesign eigenständig erstellen können;
  - Erfahrungen mit Objektivierung und Qualitätssteigerung im
    Zusammenhang mit Kreation und Werkgenese erwerben, und dabei
    wechselseitige Relationen praktischer Gestaltungsarbeit,
    reflektierender Sensibilisierung und theoretischer Reflexion
    bearbeiten können;
  - verschiedene Herangehensweisen an Entwurfsprozesse kennen,
    persönliche Entwurfsstrategien im Zusammenhang mit Methoden
    quantitativer und qualitativer Zielformulierungen entwickeln und
    die persönlichen Ressourcen im Zusammenhang mit kulturellen und
    wirtschaftlichen und medialen Kontexten sinnvoll umsetzen
    können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Axiomatisch- und erlebnisorientierte Wertzugänge zu
Entwurfsprozessen:

  Bereiche grundsätzlicher Erfahrungs- und Erkenntniswerte im
Zusammenhang mit der Gestaltung von exemplarischen Phänomenen aus
den Bereichen des Grafikdesign und der visuellen Kommunikation;
Wechselbeziehungen zwischen handwerklichen Fähigkeiten, medialen
Bedingungen und gestalterischer Wertschöpfung; Wechselbeziehungen
zwischen individuellem Entwicklungsstand und soziokulturellen
Zusammenhängen; verschiedene praktisch-reflektierende Zugangsweisen
zu klassischen Problembereichen des Grafik- und Kommunikationsdesign
im Zusammenhang mit den jeweiligen medialen Bedingungen
(Farbverständnis, Farbempfindung, Farbinterpretation,
Texturverständnis, Texturempfindung, Texturinterpretation,
Formverständnis, Formempfindung, Formanmutung, Raumverständnis,
Raumempfindung, Raumanmutung); Farb-, Textur- und Formqualitäten im
Zusammenhang mit Anmutung und Kommunikationsleistung der jeweiligen
Kommunikationsfigur.

II. Jahrgang:

Spielerisch-experimentielle, strategisch-assoziative
Gestaltungsaufgaben:

  Integration von spielerischen Umgangsformen in strategische
Wertzugänge an Entwurfsprozesse, die Funktion des Zufalls im
Erschließen von Ressourcen; Bereiche grundsätzlicher Erfahrungswerte
im Zusammenhang mit ästhetisch-semantischen Phänomenen; Relationen
zwischen Inhalt, Gestik und Artikulation; Gestaltungsaufgaben mit
Hintergründen steigender Komplexität des Weltbildes.

Idee, Vollzug und Steigerung:

  Quantitative und qualitative Wertzugänge; Auseinandersetzung mit
Beispielen aus der Praxis im Hinblick auf eine quantitative und
qualitative Sondierung, Bildung und Sensibilisierung der
Urteilsfähigkeit auf der Basis morphologischer Analysen;
praktisch-reflektierende Zugangsweisen zu Gestaltungsaufgaben mit
Hintergründen steigender Komplexität des Weltbildes.

III. Jahrgang:

Entwurf:

  Gestaltungsobjekte in Relationen mit kulturellen Wertzugängen und
technologischen Wertzugängen, Selektion und Orientierung;
Fallbeispiele aus Bereichen des Kommunikationsdesigns (Topografie
und Orientierung), der Marktkommunikation (Produkt und
Präsentation), der Werbekommunikation (Werbemedien, Werbesujets),
des Journalismus (Zeitungs- und Zeitschriftendesign), der
Buchgestaltung, Gestaltungsobjekte der Identitätsbildung
(Markenorientierung), der Imagebildung (Corporate Identity,
Corporate Design); Strukturanalysen, Kommunikationsleistungen,
Technologien; unterschiedliche Strategien zur Entwicklung von
Konzepten;

Layout:

  Auseinandersetzung mit exemplarischen Beispielen aus den
unterschiedlichen Medienbereichen unter wechselseitiger Beziehung
zwischen Ordnungsrelationen und Kommunikationsleistungen
(literarische, bildhafte Ordnung, archetypische Ordnungsgestiken),
Diskursrelationen (ästhetische, semantische Hierarchien)
restringierter und elaborierter Code.

IV. Jahrgang:

Entwurfsbereich:

  Auseinandersetzung mit exemplarischen Beispielen aus der Praxis in
Bereiche der visuellen, Markt- und Werbekommunikation in den
unterschiedlichen Medien; Objekt und Jargon, Nuancen der
Ausdrucksweise im Hinblick auf Anmutung, Sinn und Bedeutung,
Auseinandersetzung mit Artikulations- und Assoziationsfeldern,
Jargons, die Einflussphäre der Nuancen ästhetischer Qualität im
Hinblick auf Wertschöpfung, Empfindlichkeit der Semantik gegenüber
der ästhetischen Einflusssphäre; Ästhetik und
Kommunikationsleistung, Bildästetik, Textästetik, Gestaltungs- und
Interpretationsphänomene (objektsprachliche und metasprachliche
Kommunikationsphänomene), Funktions-, Geltungs-, Empfindungswerte,
semantisch-ästhetische Relationen und Dichte, quantitative und
qualitative Wertzugänge), Diskursrelationen mit steigendem
Komplexitätsgrad; Bildung und Sensibilisierung der Urteilsfähigkeit
auf der Basis morphologischer Analysen im Hinblick auf eine
quantitative und qualitative Sondierung; verschiedene
praktisch-reflektierende Zugangsweisen zu den Gestaltungsaufgaben
mit Hintergründen steigender Komplexität des Weltbildes.

V. Jahrgang:

Entwurfsprojekt (Konzeption und exemplarische Realisierung):

  Dem Ausbildungszweig entsprechende Projektarbeit gehobenen und
fächerübergreifenden Umfanges (mit Zielformulierung, Recherche und
mediengerechter Umsetzung, Relationen visueller
Kommunikationsinstrumente im Zusammenhang mit mehrschichtigen
medienrelevanten Designstrategien).


                     1.6 TYPOGRAFISCHER ENTWURF

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Typografischer
Entwurf'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Schrift und Typografie, Gestus und Ästhetik:

  Typografische Gestaltung, konzeptionell-strategische und
spielerisch-experimentelle Wertzugänge; Schriftbilder und
Sprachbilder; onomatopoetische Figuren.

Typografischer Entwurf im Buchstaben- und Logobereich:

  Typografische Handskizze und finale Steigerung, gezeichnete
Schriftbereiche und computergestützte Weiterbearbeitung,
Modifikationen im Wechselfeld zwischen Satzschrift, Handzeichnung
und Computerbearbeitung.

Typografisch-praktischer Entwurf:

  Gestus, Ästhetik und Kommunikationsleistung (Empfindlichkeit der
Ästhetik gegenüber der Textfunktion), Lesetypografie, Akzidenzen,
einfache Übungen mit Textbildern, typografische Wechselgänge,
hierarchische Gliederung und semantisch-ästhetische Ordnung;
Auseinandersetzung im Hinblick auf eine quantitative und qualitative
Sondierung; exemplarische Beispiele aus der Praxis; Bildung und
Sensibilisierung der Urteilsfähigkeit auf der Basis morphologischer
Analysen mit Hintergründen steigender Komplexität des Weltbildes.

Künstlerisch-kreative Gestaltungsarbeit:

  Künstlerisch-konzeptionelle und technologisch-praktische
Zugangsweisen zu Gestaltungsaufgaben im Hinblick auf
Wechselbeziehungen zwischen Typografie und Entwurf (Computer und
Kopierer).

III. Jahrgang:

Schrift und Schriftlichkeit:

  Ästhetisch-semantische Wechselbeziehungen (Buchstaben-, Wort-,
Textbereich).

Typografische Gestaltung und Grundlagen des Textlayouts:

  Textfunktionen, Kommunikationsleistungen und typografischer Gestus
(appellative, narrative und referenzielle Textästhetik; Lesbarkeit
und Sprachbezug).

Schrift und Sprache, Text und Kontext:

  Semiotisch-ästhetische Relationen (zweifache Gliederung der
Sprache), Sememe und Mytheme, Langue und Parole, elaborierter und
restringierter Code.

Schrift und Bild:

  Typografie im Bereich von Bild-Text-Relationen
(konzeptionell-strategische und spielerisch-experimentelle
Wertzugänge); Diskursrelationen zwischen Text- und Bildgestus.

Kulturelle Kontexte:

  Sprachspiele und gestische Verdeutlichung (semantische
Typografie), Kommunikationsleistungen im objektsprachlichen und im
metasprachlichen Gestus; Erschließen von Ressourcen aus den
verschiedenen Kontextbereichen, semiotische Aufladung von Schrift-
und Textformen.

Fachterminologie:

  Terminologien im klassischen Bereich der typografischen
Gestaltung, im Bereich der computerunterstützten typografischen
Gestaltung und im Hinblick auf Kommunikationsleistungen.

Künstlerisch-kreative Gestaltungsarbeit:

  Künstlerisch-konzeptionelle und technologisch-praktische
Zugangsweisen zu Gestaltungsaufgaben im Hinblick auf
Wechselbeziehungen zwischen Typografie und computer-, scanner- und
kopierergestütztem Entwurf.


                          B.2 TEXTIL-DESIGN

                 2.1 TECHNOLOGIE UND PHÄNOMENOLOGIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - aus der Perspektive der Maschinentechnologien und der
    Produktionsabläufe Zusammenhänge sehen, die zur Entwicklung von
    Endprodukten führen;
  - technische Möglichkeiten und Verfahrensweisen der textilen
    Produktionskette unter Berücksichtigung aller Zwischen- und
    Endprodukte kennen lernen;
  - Qualitätskontrollen und Qualitätssicherung am Produktionsweg
    kennen lernen.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Faserstoffe:

  Natur- und Chemiefasern. Herstellungsverfahren, Eigenschaften,
Einsatzkriterien.

Spinnerei:

  Übersicht über die Faseraufbereitung, Effektgarne,
Nummerierungsverfahren unter praktischen Aspekten.

Weberei:

  Übersicht über die Webverfahren und Technologien.

III. Jahrgang:

Spezialfasern:

  Eigenschaften, Einsatzgebiete, aktueller Stand der Technik.

Spezielle Textiltechniken:

  Vliestechnik, Tuftingtechnik, Bobinettechnik, technische Gewebe.

IV. Jahrgang:

Veredlungsverfahren:

  Vorbehandlung, Farbgebung, Nachbehandlung und Endausrüstung.

Textildruck:

  Druckarten, Druckverfahren und Drucktechniken,
Druckpastenherstellung, Qualitätskontrolle und Textilpflege.


                    2.2 DARSTELLUNG UND KOMPOSITION

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Darstellung
und Komposition'' im Abschnitt A.

V. Jahrgang:

Architektur im Zusammenhang mit Raumgestaltung, Bildnerische
Darstellungstechniken zum dreidimensionalen Bereich, innovative
Realisierung von persönlichen Intentionen zur Ziel-Mittel-Relation.

Produkt und Projektpräsentationen.


                    2.3 DESSINATUR - GEWEBETECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Phänomene der Textur und die maschinelle Entwicklung bis zu den
    zeitgemäßen Web-, Strick-, Wirk- und Drucktechnologien erkennen
    und in soziokulturellen Zusammenhängen erfassen;
  - die Bedeutung von den physiologischen Anwendungsmöglichkeiten
    bis zum kulturellen Stellenwert textiler Endprodukte kennen
    lernen;
  - aus Entwürfen selbständig unter Berücksichtigung modischer und
    wirtschaftlicher Aspekte fertigungsgerechte textiltechnische
    Musterzeichnungen anfertigen können;
  - in der Musterumsetzung fachspezifische Hard- und Software
    anwenden können;
  - in eigenständiger Auswahl bekannter Techniken die Grundlagen für
    verkaufsfähige Produkte aufbereiten können;
  - aus Gewebeanalysen Rückschlüsse auf die Herstellung und
    Produktionsform ziehen können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Grundbindungen:

  Patronen, Schnitte, Webschema, Gewebedaten (Einstellung,
Einsatzbereiche) und Übungen an eigenen Entwicklungen.

Gewebeplanung/Technische Darstellung:

  Übertragen von Mustern auf verschiedene Patronenpapiere,
Darstellungsmittel, Darstellungstechnik, Rapportanschlüsse.

II. Jahrgang:

Schafttechnik:

  Spezifische Technik, Bindungsaufbau einlagiger Gewebe.

Jacquardtechnik:

  Ausführung von Entwürfen in einsystemigen Musterungs- und
Gewebetechniken.

Dekomposition einfacher einsystemiger Schaft- und Jacquardgewebe.

III. Jahrgang:

Jacquardtechniken:

  Bindungskombinationen mit der Schafttechnik, einfache
mehrsystemige Gewebe, Musterungstechnik, technische Ausarbeitung
eigener Entwürfe, Darstellungsformen und Möglichkeiten.

Dekomposition einfacher mehrsystemiger Schaft- und Jacquardgewebe;
Gewebeberechnungen und Produktionsvorschriften.

Einführung in die fachspezifische angewandte Computertechnologie,
Projektentwicklungen.

IV. Jahrgang:

Jacquardtechnik:

  Komplexe mehrsystemige Musterungstechniken und deren
Dekomposition.

Ausführung von eigenen Entwürfen mit Computerunterstützung.

Anwendung verschiedener CAD-Programme und Gewebesimulationen,
Projektentwicklungen.

V. Jahrgang:

Jacquardtechnik:

  Ausführung eigener Entwürfe in mehrchoriger Bindungstechnik für
Möbel- und Dekorgewebe, Goblins, Samte und Teppiche.

Projektentwicklungen, Gruppenarbeiten und Einzelreferate.

Hinführen zum eigenständigen Arbeiten am Computer durch vorgegebene
Aufgabenstellungen.


                     2.4 DESSINATUR - MASCHENTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Phänomene der Textur von der Industrialisierung bis zu den
    zeitgemäßen Maschentechnologien kennen und in soziokulturellen
    Zusammenhängen erfassen;
  - die Bedeutung von den physiologischen Anwendungsmöglichkeiten
    bis zum kulturellen Stellenwert textiler Endprodukte kennen
    lernen;
  - aus Entwürfen selbständig unter Berücksichtigung modischer und
    wirtschaftlicher Aspekte fertigungsgerechte textiltechnische
    Zeichnungen für die Strickerei und Wirkerei anfertigen können;
  - in der Musterumsetzung fachspezifische Hard- und Software
    anwenden können;
  - in eigenständiger Auswahl erlernter Techniken die Grundlagen für
    verkaufsfähige Produkte aufbereiten können;
  - aus Warenanalysen Rückschlüsse auf die Herstellung und
    Produktion schließen können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Ein- und Mehrfadentechnik:

  Überblick über die Strick- und Wirktechnik, Nummerierungssysteme
der maschenbildenden Maschinen, Maschenbildungsvorgänge der
gängigsten Strick- und Wirktechniken, Darstellungsformen,
Rechts-Links-Gestricke und Gewirke.

Ausarbeitung von Mustervorstellungen:

  Angaben über Material, Einsatzbereich, Maschinen und
Eigenschaften, Analyse vorgegebener Stoffmuster.

II. Jahrgang:

Einfadentechnik:

  Rechts-Rechts-Gestricke.

Kettfadentechnik:

  Rechts-Links-Kettgewirke.

Maschenbildungsvorgänge:

  Kurzbeschreibungen der maschenbildenden Elemente; fachtechnische
Darstellungen; Analyse, Materialverbrauchsberechnungen;
Einsatzbereiche; Ausarbeitung von Mustervorstellungen;
Handelsbezeichnungen.

III. Jahrgang:

Einfadentechnik:

  Rechts-Rechts-Gestricke (Spezialtechniken); Links-Links-Gestricke.

Kettfadentechnik:

  Rechts-Links-Kettengewirke; mehrschienige Mustertechniken.

Maschenbildungsvorgänge:

  Kurzbeschreibungen der maschenbildenden Elemente; fachtechnische
Darstellungen; Analyse, Materialverbrauchsberechnungen;
Einsatzbereiche; Ausarbeitung von Mustervorstellungen;
Handelsbezeichnungen.

IV. Jahrgang:

Einfadentechnik:

  Spezialtechniken; Kombinationen verschiedener Mustertechniken;
computerunterstützte Musterentwicklung; Kollektionsgestaltung.

Kettfadentechnik:

  Spezialtechniken; Kombinationen verschiedener Mustertechniken;
Kettengewirke für den technischen Einsatz.

Maschenbildungsvorgänge:

  Kurzbeschreibungen der maschenbildenden Elemente; fachtechnische
Darstellungen. Analyse, Materialverbrauchsberechnungen;
Einsatzbereiche Ausarbeitung von Mustervorstellungen;
Handelsbezeichnungen.

V. Jahrgang:

Einfadentechnik:

  Spezialtechniken; computerunterstützte Dessinierung;
Musterprogrammierung; Kombinationen verschiedener Mustertechniken.

Kettfadentechnik:

  Spezialtechniken; computerunterstützte Dessinierung; Kombinationen
verschiedener Mustertechniken.

Maschenbildungsvorgänge:

  Kurzbeschreibungen der maschenbildenden Elemente; fachtechnische
Darstellungen. Analyse, Materialverbrauchsberechnungen;
Einsatzbereiche Ausarbeitung von Mustervorstellungen;
Handelsbezeichnungen.


                     2.5 DESSINATUR - DRUCKTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Phänomene der Textur und die maschinelle Entwicklung bis zu den
    zeitgemäßen Web-, Strick-, Wirk- und Drucktechnologien erkennen
    und in soziokulturellen Zusammenhängen erfassen;
  - die Bedeutung von den physiologischen Anwendungsmöglichkeiten
    bis zum kulturellen Stellenwert textiler Endprodukte kennen
    lernen;
  - aus Entwürfen selbständig unter Berücksichtigung modischer und
    wirtschaftlicher Aspekte fertigungsgerechte textiltechnische
    Musterzeichnungen anfertigen können;
  - in der Musterumsetzung fachspezifische Hard- und Software
    anwenden können;
  - in eigenständiger Auswahl bekannter Techniken die Grundlagen für
    verkaufsfähige Produkte aufbereiten können;
  - aus Gewebeanalysen Rückschlüsse auf die Herstellung und
    Produktionsform ziehen können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

  Folien und Produktionsgrundlagen für einfärbige Drucke, Punkte,
Linien, Flächen, Umsetzung für andere Druckverfahren.

Einfache, mehrfärbige Drucke.

IV. Jahrgang:

Produktionsgrundlagen für mehrfarbige Drucke, manuelle und
fotografische Vervielfältigungsverfahren, Effekte mit erhöhten
Schwierigkeitsgraden, Rasterungen, Aquarelliereffekte.

V. Jahrgang:

Kopiervorlagenerstellung und Druckelementherstellung:

  Walzendruck (Rouleaux- und Reliefdruck); Flachfilmdruck
(Schablongazen, Fotoemulsion); Rotationsfilmdruck (Foto- und
Lasergravur); Kriterien für Drucktechnikauswahl; Druckstoffanalysen;
manuelle und computergestützte Farbauszüge.


                        2.6 TEXTILMANAGEMENT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - unternehmerische Entscheidungen unter Berücksichtigung von
    Markttendenzen und Einflüssen aus Wirtschaftsfaktoren finden
    können;
  - Wechselwirkungen zwischen Design und Marketingstrategien
    erkennen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Marktforschung:

  Auswertung und Interpretation von Marktdaten, Werbepsychologie,
Trend und Prognosenentwicklung.

V. Jahrgang:

Unternehmensführung:

  Managementmethoden (Modelle für die systematische, marktgerechte
Entwicklung textiler Produkte unter Berücksichtigung
gesamtwirtschaftlicher, soziokultureller, umwelttechnischer Aspekte
und branchenspezifischer Marktsituationen).


                             2.7 ENTWERFEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - durch Analyse semiotischer und ästhetischer Phänomene visuell
    sensibilisiert, Kritik- und Urteilsvermögen im Bereich der
    Kommunikations- und Interpretationsmethoden erlangen;
  - Entwurfsarbeiten aus den exemplarischen Phänomenbereichen von
    Textil- und Modedesign unter wirtschaftlichen sowie technischen
    Aspekten eigenständig erstellen und zu Kollektionen
    zusammenfassen können;
  - bei der Realisierung eigener Intentionen und bei der
    Rapportgestaltung die eletronische Datenverarbeitung
    zielorientiert einsetzen können;
  - elementare Erfahrungs- und Erkenntniswerte durch theoretische
    Reflexion und praktische Gestaltungsarbeit erwerben;
  - mit den theoretisch und praktisch erworbenen Kenntnissen und
    Fähigkeiten auf die sich permanent verändernden beruflichen
    Anforderungen flexibel und kreativ reagieren können;
  - Zeitphänomene durch reflektierende Auseinandersetzung erkennen,
    Analogieschlüsse daraus ziehen und visionäre Trends sowie deren
    Transformierung in textile Medien kreieren können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Vorgebene und erlebnisorientiere Gestaltungsaufgaben:

  Bereiche grundsätzlicher Erfahrungs- und Erkenntniswerte im
Zusammenhang mit exemplarischen Phänomenen der Gestaltung;
Integration handwerklicher Fähigkeiten im Bereiche gestalterischer
Wertschöpfung im Zusammenhang mit exemplarischen Anforderungen der
Praxis; verschiedene praktisch-reflektierende Zugangsweisen zu
klassischen Problembereichen (Farb-, Form-, Raum- bzw.
Texturverständnis, -empfindung, -interpretation, -anmutung,
Medienverständnis, -empfindung, -interpretation); Farb-, Textur- und
Formqualitäten im Zusammenhang mit Interpretation und Rolle des
Gestaltungsobjektes.

II. Jahrgang:

Einfache Gestaltungsaufgaben:

  Integration von technisch, ästhetischen Voraussetzungen und
Gegebenheiten zur Erfüllung; Motiventwicklung, serielle Anordnung,
Angular- und Zentralrelationen, Bearbeiten von grundsätzlicher
Artikulationsmöglichkeiten hinsichtlich anwendungsbezogener
Flächengestaltung der Maschen-, Gewebe- und Drucktechniken;
Auseinandersetzung mit exemplarischen Beispielen und
Erfahrungswerten im Hinblick auf eine qualitative und quantitive
Sondierung; Sensibilisierung und Schulung der Urteilsfähigkeit auf
der Basis morphologischer Analysen.

III. Jahrgang:

Entwurfs- und Gestaltungsobjekte:

  Optimale Koordination von technologischen und kulturellen
Wertzugängen; sichere Anwendung und Umgang mit fachspezifischen
Gestaltungskriterien (Bewusstmachen individueller Ressourcen und
deren Ausschöpfung zur Realisation authentischer Entwürfe).

Modegrafik:

  Einführung in die Grundlagen der Modegrafik, Skizze und Anmutung;
Darstellung von Halb- und Ganzfigurinen.

IV. Jahrgang:

Praxisorientierte Gestaltungsaufgaben:

  Entwicklung und Kreation visionärer Trends unter Einbeziehung
künstlerischer, technischer, soziokultureller Aspekte und
multimedialer Technologien; fachspezifische Kollektionserstellung
und Präsentationstechiken.

Modegrafik:

  Zeichentechnik und Modelldarstellungstechnik aus der Kombination
von vergangenen Kulturen und der Sensibilität für
Zukunftsperspektiven; Styling - Modetrends, Lifestyle.

V. Jahrgang:

Modegrafik:

  Anwendung der Zusammenhänge aus kulturgeschichtlichen und
soziokulturellen Aspekten und Marketingstrategien; Entwicklung und
Umsetzung von eigenen Ideen aus dem Entwurfsbereich zu
modegrafischen Kollektionen.

Entwurfsprojekt:

  Projektarbeit gehobenen und fächerübergreifenden Umfanges (mit
Zielformulierung, Recherche und mediengerechter Umsetzung).


                      2.8 ATELIER UND WERKSTÄTTE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die im Ausbildungszweig verwendeten Einrichtungen, Werkzeuge,
    Maschinen, Hard- und Software und Arbeitsbehelfe handhaben
    können;
  - Arbeitsvorgänge und Arbeitsergebnisse in exakter Fachsprache
    analysieren können;
  - projektorientierte Aufgaben der Produktfertigung lösen können;
  - einschlägige Sicherheits- und Unfallverhütugsvorschriften kennen
    und beachten.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

  Werkstättenbetrieb, Werkstättenordnung, Unfallverhütung;
Produktionsabläufe und Herstellungsmethoden.

Gewebetechnik:

  Schaft- und Jacquardweberei.

Maschentechnik:

  Rechts-Rechts-, Spezial- und Jacquardstrickerei; Stricken auf
Handflachstrickmaschinen.

III. Jahrgang:

Schnittkonstruktion und Konfektiontechniken:

  Industrielle Grund- und Modellschnittkonstruktionen,
facheinschlägige Software, Konfektions-Verfahrenstechniken.

Textile Drucktechniken:

  Flachdruck, Schablonenherstellung, Musterabschlag.

IV. Jahrgang:

Textile Drucktechniken:

  Flach- und Rotationsfilmdruck, Druckpasten, Mehrfärber;
Experimentelle Web- und Flächengestaltung.

V. Jahrgang:

Praktische Produktentwicklung- und Fertigung nach Projekten:

  Gewebetechnik; Maschentechnik; Drucktechik.


                   B.3 AUDIOVISUELLES MEDIENDESIGN

                     3.1 DARSTELLENDE GEOMETRIE

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Darstellende
Geometrie'' im Abschnitt A.

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe Abschnitt A.

  Der Schüler soll darüber hinaus
  - gegebenenfalls Konstruktionen computergestützt erstellen können.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Wahre Größe einer ebenen Figur; orthogonale Lage von Geraden und
Ebenen; Schnitte ebenflächig begrenzter Objekte in zugeordneten.

Kreis in Haupt-, projizierender und allgemeiner Lage.

Drehflächen:

  Grundbegriffe; ebene Schnitte und einfache Durchdringungen.

Einführung in Regel- und Schraubflächen.

Normale Axonometrie ebenflächig begrenzter Objekte.

Perspektive:

  Durchschnittverfahren; einfache Anwendung auf ebenflächig
begrenzte Objekte; krummflächig begrenzte Objekte mittels Näherung;
Erzeugen anschaulicher Zentralrisse von Objekten; freihändiges
Bearbeiten bereits gezeichneter Perspektiven.

Im Jahrgang zwei Schularbeiten.


                  3.2 TECHNOLOGIE UND PHÄNOMENOLOGIE

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Technologie
und Phänomenologie'' im Abschnitt A.

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe Abschnitt A.

  Der Schüler soll darüber hinaus
  - die theoretischen Grundlagen der Fotografie und des Bewegtbildes
    unter Berücksichtigung zeitgemäßer Materialien und Technologien
    erlernen;
  - die historische Entwicklung der audiovisuellen Medien
    nachvollziehen können;
  - grundsätzliche Gedanken der modernen Medienpsychologie verstehen
    und umsetzen lernen.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Basistechnologie:

  Informationen zum Berufsbild, Bild-, Material- und
Verfahrenskunde, Formate, technische Parameter; Grundlagen der
Elektronik und Elektrotechnik; Grundzusammenhänge von
Belichtungstechnik; Bildgestaltung, Brennweite und Perspektive;
Reproduktionstechnik; Einführung in das Phänomen ,,Bewegtbild'';
Grundlagen der Lichtführung; Geschichte und Stilkunde von Film,
Fotografie und Fernsehen.

III. Jahrgang:

Licht-, Kamera- und Bildtechnik:

  Qualität des Lichtes; Bildkreis und Parallelverstellung der
Fachkamera; Farbtheorie, Farbkorrektur; Grundlagen der
Wahrnehmungspsychologie, der Technik des Sehens und Erkennens;
Kamerafunktionen; Grundlagen der Schnitttechnik; Technik der
Belichtungsmessung; Grundlagen der elektronischen
Nachrichtentechnik.

Dramaturgie und Drehbuch:

  Wesen, Technik, Abfassen.

IV. Jahrgang:

Bild- und Tontechnik:

  Großbildtechnik; Farbnegativtechnik (Filterbestimmung,
Coloranalyser, Farbchemie); historische Aufnahmetechniken;
Fotografie als Kunst - Kunst als Fotografie; Bildsprache,
Bildanalyse, Bildgestaltung; Akustik und Tontechnik; Lichtgestaltung
für S/W und Farbe; Gestaltungsgrundlagen und Erzähltechnik des
Spielfilms.

  Historische Entwicklung der Video-, Computer- und Medienkunst.

V. Jahrgang:

Trends:

  Techniken und Tendenzen zeitgenössischer Fotografie; Journalismus
und Dokumentarfilm; Ethik und Verantwortung der Filmproduzenten;
Videoelektronik; Systeme der Videorecorder, ihre Anwendung und
Vergleiche; Fernseh- und Studiotechnik; Zukunftsaspekte.


                    3.3 DIGITALE BILDBEARBEITUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - digitale Bildaufnahmeverfahren, die Bearbeitung digitaler
    Bildinformation am Computer sowie deren Ausgabemöglichkeit auf
    Grundlagen der mathematisch-grafischen Voraussetzungen einsetzen
    können;
  - digitale Bildelemente im Bereich Bewegtbild (Film und Video) und
    in Bezug auf deren Integration in Live-Szenen konstruieren
    können.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Einführung in die Technik digitaler Fotografie; Aufnahme; Einführung
in die Ebenentechnik.

III. Jahrgang:

Grundlagen und Technik der Bildmontage.

IV. Jahrgang:

Bildmanipulation; Drucktechniken; Filmbelichter.

V. Jahrgang:

Realisierung und Präsentation eigener Arbeiten.


                         3.4 MEDIENTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die im Bereich der audiovisuellen Medien angewandten
    messtechnischen Verfahren theoretisch verstehen und praktisch
    anwenden können;
  - die im Bereich der Fotografie angewandten Techniken bei Aufnahme
    und Ausarbeitung erlernen und fachgerecht ausüben können;
  - die Möglichkeiten von Computergrafik und Computeranimation
    kennen lernen und diese in kreativer Form mit den Möglichkeiten
    des elektronischen Schnitts verbinden können;
  - die technischen Grundlagen des digitalen Schnitts erlernen und
    die verschiedenen Möglichkeiten selbstständig gestalterisch
    umsetzen können.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Mediengerechte Aufbereitung von Bild- und Toninformationen.

Spezifische EDV-Anwendungen:

  Einführung in die Computertechnik in Bezug auf audiovisuelle
Anwendungen; Aufnahmetechniken; Bildgestaltung; szenische Umsetzung.

III. Jahrgang:

Filmbearbeitung:

  Grundlagen der digitalen Filmbearbeitung; digitaler Filmschnitt;
Einführung in die dritte Dimension; Objekt- und Landschaftsdesign;
Oberflächentechniken; Überblick über bestehende Systeme und
Plattformen.

Filmtechnik:

  Praktische Einführung in die Filmtechnik; Bild- und Tontechnik,
praktischer Umgang mit der professionellen Filmausrüstung;
Grundlagen des Filmschnittes; individuelle Übungsprojekte.

IV. Jahrgang:

Digitaler Filmschnitt:

  Erstellen computergenerierter Objekte; 3-D-Illustration.

Digitale Kunst:

  Webseiten-Design; Multimedia-Design; Erstellen multimedialer
Anwendungen.

V. Jahrgang:

Studioarbeit:

  Digitaler Filmschnitt; Computeranimation; Compositing; Grundlagen
der CGE-Technik; professionellen Anwendung elektronischer
Gestaltungsmöglichkeiten und Geräte.


                  3.5 PRODUKTION UND ORGANISATION

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die selbständige Abwicklung von Projekten erforderlichen
    kaufmännischen und rechtlichen Grundlagen erlernen und umsetzen
    können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Fachliche Abwicklung:

  Kalkulation; Filmfinanzierung; Förderungs- und Subventionswesen;
Disposition und Drehplanung; Vorbereitung und Abwicklung von
Ausstellungen, Filmpremieren und multimedialen Präsentationen.

V. Jahrgang:

Fachrecht:

  Internationale Einheiten, Symbole und Normen; Urheber- und
Verwertungsrecht; Kollektivvertrag; Verleihwesen.


                          3.6 ENTWERFEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - im Umgang mit den audiovisuellen Medien der Gegenwart kreative
    Fähigkeiten entwickeln und Ideen in anwendungsspezifische,
    realisierbare Konzepte umsetzen;
  - die Technik des Drehbucherfassens an Hand konkreter
    Themenstellungen erlernen;
  - die Geschichte und Stilkunde des Films, der Fotografie sowie der
    modernen Kommunikationstechnologien beherrschen.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Entwerfen'' in Abschnitt B.2.

II. Jahrgang:

Gestaltungsaufgaben:

  Entwurfs- und Darstellungstechniken aus dem audiovisuellen
Bereich; Aufbereitung eines Entwurfsprozesses; Fachspezifische
Entwurfsaufgaben; Konzeption und Planung von Kurzfilmen.

III. Jahrgang:

Gestaltungsaufgaben:

  Schriftliche, zeichnerische und bildmäßige Darstellung von Themen
und Botschaften; Ausarbeitung eines Drehbuches für den
Jahrgangsfilm; experimentelle Techniken.

IV. Jahrgang:

Gestaltungsaufgaben:

  Anwendung spezifischer Gestaltungsmöglichkeiten mit Hilfe der
klassischen Dramaturgie; Filmsprache; Erstellen von Drehbüchern;
Entwurf von Jahrgangsprojekten.

V. Jahrgang:

Entwurfsprojekt:

  Projektarbeit gehobenen und fächerübergreifenden Umfanges (mit
Zielformulierung, Recherche und mediengerechter Umsetzung).


                     3.7 ATELIER UND WERKSTÄTTE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Kenntnisse und Techniken in der praktischen Handhabung
    audiovisueller Geräte, Einrichtungen und Arbeitsbehelfe
    erlernen, welche sie befähigen, ihre Entwurfsideen selbständig
    und/oder im Teamwork auszuführen.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Handhabung und Instandhaltung der Geräte, Einrichtungen und
Arbeitsbehelfe.

III. Jahrgang:

Studioarbeiten mit unterschiedlichen Beleuchtungstechniken;
Entwicklungs- und Kopiertechniken.

IV. Jahrgang:

Farbnegativtechnik (Arbeit mit Coloranalysern); Lagerung und
archivfeste Verarbeitung von Filmen und Abzügen; Bildpräsentation.

V. Jahrgang:

Multimediale Arbeiten unter Anwendung aller audiovisueller
Techniken.

Präsentationen eigener Arbeiten.


                     B.4 MÖBEL-RAUM-DESIGN

                   4.1 DARSTELLENDE GEOMETRIE

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Darstellende Geometrie'' im
Abschnitt B.3.


               4.2 TECHNOLOGIE UND PHÄNOMENOLOGIE

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Technologie
und Phänomenologie'' im Abschnitt A.

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe Abschnitt A.

  Der Schüler soll darüber hinaus
  - eine positive Werthaltung zu Material, Rohstoff und Ressourcen
    entwickeln, sich mit Materialien des raumbildenden Innenausbaues
    bewusst auseinander setzen und diese nach dem Prinzip der
    Materialgerechtheit und Umweltverträglichkeit einsetzen können;
  - die theoretischen Grundlagen der Werkstoffbearbeitung und
    Produktionsverfahren sowie jene Werkzeuge, Instrumente und
    Technologien kennen, die eine Relativierung zwischen Intention
    und realisierbaren Ergebnis ermöglichen.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Technologiegrundlagen:

  Holz, Kunststoff, Glas, Stein, Metalle, Textilien; Kombinationen.

II. Jahrgang:

Holztechnologie:

  Holz als Phänomen und Rohstoff; Holzerkennung; Furniere,
Furniertechniken, Werkstoffdarstellung und -eigenschaften,
Materialverbindungen, Grundkonstruktionsarten im Innenausbau.

III. Jahrgang:

Materialtechnologie:

  Plattenwerkstoffe, Kunststoffe; Oberflächen, Normen und
Verordnungen.

Möbelkonstruktionen:

  Möbelbauarten und -entwicklung; Konstruktionsvarianten der
Möbelelemente, Beschlägetechnik; Rationalisierung im Innenausbau.

Bearbeitungsverfahren:

  Werkzeuge und Schneidenstoffe, Zerspanungstechnologie,
Prüftechniken, Messwerkzeuge.

IV. Jahrgang:

Spezialtechnologien:

  Klebetechniken, Befestigungstechnik und Hilfsstoffe.

Sonderkonstruktionen:

  Einbaumöbel, technologische Anforderungen an Möbel; Normmaße,
Tischkonstruktionen, Tischvergrößerungen, Sitzmöbel.

V. Jahrgang:

Gebäudeöffnungen:

  Fensterarten, Normfenster, Fensterläden; Außen-, Innen-,
Brandschutztüren; Schallschutz, Wärmeschutz, Normen und
Vorschriften.


                         4.3 BAUKONSTRUKTION

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Grundkenntnisse der gebräuchlichen Konstruktionen und
    Materialien aus dem Bereich der Bautechnik (Hochbau und
    Innenausbau) sowie des Technischen Ausbaues und der Bauphysik
    zur Lösung von Aufgaben aus dem Bereich des raumbildenden
    Ausbaues entwickeln können;
  - Grundkenntnisse der Baugesetze und der Bauorganisation erwerben.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Grundlagen der Ausbauarbeiten:

  Fußboden, Wand und Decke (Belagsarten, Oberflächen,
Unterkonstruktionen).

Innenausbau:

  Leichte Trennwände (Systeme, Materialien); Treppen (Arten,
Materialien, Konstruktionssysteme, Gesetze, Normen).

IV. Jahrgang:

Sonderkonstruktionen aus Metall und Glas:

  Veranden, Wintergärten.

Technischer Ausbau:

  Heizung (Einzel-, Zentralheizungen, alternative Heizsysteme);
Elektroinstallation (Hausinstallation, Elektrogeräte);
Sanitärinstallation (Wasser- und Warmwasserversorgung,
Sanitäreinrichtung).

V. Jahrgang:

Grundbegriffe des Hochbaues:

  Baugrund, Baugrube, Fundamente; aufgehendes Mauerwerk (Naturstein,
Ziegel, Beton, Blähton, Porenbeton, Fänge); Geschoßdecken (Gewölbe,
Massivdecken, Holzbalkendecken); Dächer (Formen, Konstruktionen,
Deckungen).


                           4.4 INNENRÄUME

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - theoretische Kenntnisse der Planung des Ausbaues und der
    Ausstattung von Innenräumen sowie des Möbelbaues besitzen;
  - grundlegende Fähigkeiten zur Erfassung funktioneller,
    künstlerischer, gestalterischer, umweltgerechter und
    barrierefreier Notwendigkeiten im Planungs- und Bauprozess
    entwickeln;
  - den Menschen und seine Maße, räumliche Erfordernisse,
    Proportionen, Gliederungen, Zuordnungen, Orientierungen sowie
    das Zusammenwirken von Ökologie, Ökonomie, Funktion,
    Konstruktion, Form, Farbe, Material und Licht kennen.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Grundlagen:

  Raum- und Funktionsprogramm; Planungsabläufe; der Mensch und seine
Maße (Maßordnungen, Goldener Schnitt); Wohnen (Geräte,
Gebrauchsgegenstände, Raumgrößen, Funktionsabläufe, Flächenbedarf),
unterschiedliche kulturelle Wertzugänge (Europa, Asien, Amerika).

III. Jahrgang:

Raumbildungs- und Gestaltungsfaktoren:

  Wertungskriterien (Raumwirkung, Raumerlebnis, Farbpsychologie,
Physiologie, soziologische Aspekte); Raum und Licht; Räume des Wohn-
und Nicht-Wohnbereiches; Ausstellungs- und Messegestaltung
(Funktion, Form, Farbe, Material, Marketingstrategien);
behindertengerechte und barrierefreie Planungsanforderungen; Möbel,
Design, Präsentation.

IV. Jahrgang:

Formen des Wohnbaus:

  Ein- und Mehrfamilienhäuser, verdichteter Wohnbau,
Gartenstadtbewegung, Atriumhäuser, Gemeinschaftseinrichtungen sowie
Sonderformen.

V. Jahrgang:

Gemeinschaftsbauten:

  Funktion, Form und gesellschaftlich-kulturelle Einbindung (Kultur
und Religion, Freizeit, Dienstleistung, Verwaltung, Gewerbe und
Industrie, Fremdenverkehr).


                          4.5 PROJEKTMANAGEMENT

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - die für die selbständige Abwicklung von Projekten erforderlichen
    organisatorischen, rechtlichen und kaufmännischen Grundlagen
    erlernen und umsetzen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Grundbegriffe der Baugesetzgebung und des Projektmanagements.

Projektdurchführung:

  Büroorganisation, Projektbetreuung und -koordination.

Kostenrechnung:

  Verbrauchsmengenberechnung, Arbeitszeitberechnung.

V. Jahrgang:

Grundbegriffe des Vergabewesens:

  Leistungsverzeichnisse, Vergabe, Kalkulation, einschlägige Normen.

Baupläne:

  Arten, Maßstäbe, Darstellungstechnik.


                            4.6 ENTWURF

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Entwurfsarbeiten aus den exemplarischen Phänomenbereichen von
    Möbel - Raum - Design eigenständig erstellen können;
  - Erfahrungen mit Objektivierung und Qualitätssteigerung im
    Zusammenhang mit Kreation und Werkgenese erwerben, und dabei
    wechselseitige Relationen praktischer Gestaltungsarbeit,
    reflektierender Sensibilisierung und theoretischer Reflexion
    bearbeiten können;
  - verschiedene Herangehensweisen an Entwurfsprozesse kennen,
    persönliche Entwurfsstrategien im Zusammenhang mit Methoden
    quantitativer und qualitativer Zielformulierungen entwickeln und
    die persönlichen Ressourcen im Zusammenhang mit kulturellen und
    wirtschaftlichen und medialen Kontexten sinnvoll umsetzen
    können;
  - Zeichen- und Konstruktionsmethoden (Skizzen,
    Entwurfszeichnungen, axonometrische und perspektivische
    Schaubilder, Modelle usw.) bis zum ausführungsreifen und
    normgerechten Bau- und Konstruktionsprojekt erlernen und
    anwenden können;
  - die erforderlichen Teilschritte (Literaturstudium, Raum- und
    Funktionsprogramm, Problemanalysen, Schlussfolgerungen,
    Bewertungen, Lösungsvorschläge, Entwurfskonzepte,
    projektbezogene Farb-, Material- und Modellstudien)
    dokumentieren und präsentieren können;
  - die für den Ausbildungszweig spezifischen Kenntnisse in einem
    repräsentativen fächerübergreifenden Einzel- und/oder
    Teamprojekt, unter Nachvollziehbarkeit der individuellen
    Leistung, demonstrieren können;
  - zweidimensionale Entwurfs- und Ausführungspläne sowie
    dreidimensionale Projektpräsentationsunterlagen, auch
    computergestützt erstellen können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Vorgegebene und erlebnisorientierte Gestaltungsaufgaben:

  Bereiche grundsätzlicher Erfahrungs- und Erkenntniswerte im
Zusammenhang mit exemplarischen Phänomenen der Gestaltung;
Integration handwerklicher Fähigkeiten in Bereiche gestalterischer
Wertschöpfung in Zusammenhang mit exemplarischen Anforderungen der
Praxis; verschiedene praktisch-refektierende Zugangsweisen zu
klassischen Problembereichen (Farb-, Form-, Raum- bzw.
Texturverständnis, -empfindung, -interpretation, -anmutung,
Medienverständnis, -empfindung, -interpretation), Farb-, Textur- und
Formqualitäten im Zusammenhang mit Interpretation und Rolle des
Gestaltungsobjektes.

II. Jahrgang:

Einzelobjekte (Möbel) und einfache Innenausbaukonzepte:

  Projektbezogene Entwurfs- und Darstellungstechniken sowie
Präsentationsmethoden (Bestandsaufnahme, Bestandspläne,
Funktionsschemen, normgerechte Konstruktionsmethoden des Möbels bzw.
raumbildenden Innenausbaues, Darstellungsarten, konstruktive
Detailbearbeitung).

III. Jahrgang:

Komplexe Einzelmöbel und Innenausbaukonzepte:

  Thema Wohnen (Anwendung computergestützter Zeichentechnik,
projektbezogene Präsentation, Modell-, Farb- und Materialstudien);
Projektbearbeitung im Team (Netzwerkmanagement).

IV. Jahrgang:

Designaufgaben vom Einzelobjekt bis zur möglichen Serienfertigung:

  Themenbereich Ausstellungsgestaltung (Messen, Kunstausstellungen
usw.), des Wohnungsausbaues (Anwendung computergestützter
Zeichentechnik, ausführungsreife Konstruktions- und Fertigungspläne,
normgerechte Ausschreibungsunterlagen, projektbezogene Präsentation,
Modell-, Farb- und Materialstudien).

V. Jahrgang:

  Entwurfsaufgaben des Innenausbaues für Bauten der Gemeinschaft,
Kultur, Gewerbe und Industrie (Anwendung computergestützter
Zeichentechnik, Normteilverwaltungen zur Effizienzsteigerung,
projektbezogene Präsentation, Modell-, Farb- und Materialstudien;
3D-Präsentationsunterlagen, Rendering, Visualisierung, Animation
Projektarbeit).

Entwurfsprojekt:

  Projektarbeit gehobenen und fächerübergreifenden Umfanges (mit
Zielformulierung, Recherche und mediengerechter Umsetzung).


                         4.7 ATELIER UND WERKSTÄTTE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - den praktischen Bezug zu Materialien des Innenausbaues aufbauen
    und durch empirisches Entdecken die Möglichkeiten und Grenzen
    von Materialien, Verarbeitungsverfahren und Konstruktionen
    erfahren;
  - den Umgang mit Holzwerk-, Plattenwerk- und Kunststoffen erlernen
    und in ständiger Wechselwirkung Theoretisches mit Praktischem
    vergleichen können;
  - moderne und herkömmliche Technologien kennen und sinnvoll
    einsetzen sowie in weiterer Folge Materialien und
    Verarbeitungsverfahren auf Umweltbelastung, einschließlich
    ordnungsgemäßer Entsorgung, abschätzen können.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Handfertigung:

  Einfache Projekte aus dem Entwurfsunterricht;
Standardmaschinenarbeiten nach entsprechender
Sicherheitsunterweisung.

III. Jahrgang:

Holzbearbeitungsmaschinen:

  Maschinengefertigte Werkstücke; Vermittlung von
Sicherheitsmaßnahmen im Maschinenumgang; Arbeiten mit
Plattenmaterialien, Furnieren sowie einfachen
Oberflächenbehandlungen.

IV. Jahrgang:

Entwurfsausfertigung:

  Umsetzung von im Entwurfsunterricht vorbereiteten Sonderaufträgen,
womöglich in Form von Teamarbeit, unter besonderer Förderung der
individuellen Initiative hinsichtlich Materialien, Konstruktionen
und Fertigungstechniken sowie Nachweis der individuellen Leistung.

V. Jahrgang:

Kleinmöbel:

  Projekt und Realisierung (Entwurf, Arbeitsvorbereitung,
Materialbeschaffung, Fertigung).


                          B.5 PLASTISCHES DESIGN

                        5.1 DARSTELLENDE GEOMETRIE

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Darstellende Geometrie'' im
Abschnitt B.3.


                    5.2 TECHNOLOGIE UND PHÄNOMENOLOGIE

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Technologie
und Phänomenologie'' im Abschnitt A.

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe Abschnitt A.

  Der Schüler soll darüber hinaus
  - Materialien und Technologien zur Realisierung von Projekten in
    Handwerk, Gewerbe und Industrie kennen lernen;
  - ökologische und technische Qualität in Hinblick auf
    Beständigkeit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit
    ermitteln können;
  - Funktion, unfallfreie Handhabung und Wartung der entsprechenden
    Werkzeuge, Geräte und Maschinen, Produktionsplanung,
    Arbeitsvorbereitung und Kalkulation kennen.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Themenbereich ,,Keramik-Gestaltung'':

  Grundlagen der Geologie und Mineralogie; Nomenklatur; Formenbau;
Plastischer und unplastischer Zustand; Zusammensetzung keramischer
Massen; Thixotropie, Viskosität, Koagulation, Wasseranlagerung,
Sedimentation, Texturen, Flotation; Aufbereitungs- und
Formgebungsmaschinen; Berechnungsmethoden für keramische Größen und
Prozesse und EDV-Anwendung.

Themenbereich ,,Metall-Gestaltung'':

  Vorkommen und Gewinnung der Metalle; Edelmetalle und ihre
Legierungen; Gebrauchsmetalle und ihre Legierungen; Werkstoffprüfung
und Fertigungsverfahren von Edelmetallen.

Themenbereich ,,Plastische Formgebung'':

  Gipse, Vorkommen und Gewinnung, Kristallisationsprozess,
Oberflächenbehandlungsmethoden, Formen, Güsse, Züge, Profile;
Holzmythologie, Holzentstehung, Hygroskopie des Holzes, Einteilung
der Hölzer, Oberflächengestaltungen, Verbindungen, Verleimungen,
Übertragungsmethoden, Bearbeitungsmethoden von Schnitzhölzern.

III. Jahrgang:

Themenbereich ,,Keramik-Gestaltung'':

  Verflüssigung von Tonen und Massen; Chemische und physikalische
Analysen; Trocknung, Porosität, Kapillare, Sinterung, Schmelzen,
Kristallumwandlungen, Schwindung, Dehnung, Thermotropie, Rheologie;
Berechnungsmethoden für keramische Größen und Prozesse und
EDV-Anwendung; Gips, Verarbeitung, Formenbau.

Themenbereich ,,Metall-Gestaltung'':

  Werkstoffprüfung und Fertigungsverfahren von Gebrauchsmetallen;
Facheinschlägige Chemikalien und Hilfsstoffe; Galvanik.

Themenbereich ,,Plastische Formgebung'':

  Betonwerkstoffe, Zemente (Herstellung, Zuschlagstoffe,
Zusatzstoffe, Zusatzmittel, Mischungsverhältnisse,
Werkstoffprüfung); Entstehung und Aufbau der Erde, Gesteine,
Gesteinsbildung im Laufe der Erdgeschichte, Kreislauf der Gesteine,
physikalische Eigenschaften (Verwitterung), direkte und indirekte
Werksteinbearbeitung.

IV. Jahrgang:

Themenbereich ,,Keramik-Gestaltung'':

  Brennöfen, Brennzyklen, Pyrometrie; Energienutzung,
Energieumwandlung, Energiequellen; Kristallbildung-, umwandlung-,
neubildung; Instrumentierung, Regelung, Stoff- Transformation,
Oxidation, Reduktion, Energie, Energiepotenzial;
Kunststoffformenbau; Berechnungsmethoden für keramische Größen und
Prozesse und EDV-Anwendung; experimentelles Erkennen von stofflichen
Wirkungen (These, Versuch, Auswirkung).

Themenbereich ,,Metall-Gestaltung'':

  Nichmetallische Werkstoffe; Punzierungsgesetz; fachtechnische
Berechnungen; Kalkulation.

Themenbereich ,,Plastische Formgebung'':

  Konservierung, Restaurierung, Renovierung, Revitalisierung,
Festigungs- und Ergänzungsmethoden; Metalle, Eisen und
Nichteisenmetalle, physikalische Eigenschaften, thermische
Behandlungen, Formtechniken, Metallverbindungen, (Schweißen, Löten,
Patinieren); Kunst und Naturstoffe, plastische Werkstoffe,
Definition, Bearbeitungs-, Form- und Anwendungstechniken.

V. Jahrgang:

Themenbereich ,,Keramik-Gestaltung'':

  Keramischer Gesamtprozess; Thermisch-physikalische Vorgänge und
Prüfmethoden; Feuerfestkeramik, Mechanokeramik; Einstoffsysteme,
Zweistoffsysteme und Dreistoffsysteme; Abschlussarbeiten zu
ausgewählten Stoffgebieten aus allen Jahrgängen.

Themenbereich ,,Metall-Gestaltung'':

  Fachtechnische Berechnungen; Legierungsrechnen; Marktforschung,
Produktentwicklung, Auftragsabwicklung, Vertriebsformen.

Themenbereich ,,Plastische Formgebung'':

  Natürliche und künstliche Farbstoffe, physikalische Eigenschaften,
Anwendungs- und Verarbeitungstechniken, Glas, physikalische
Eigenschaften, Formtechniken; Materialkombinationen, physikalische
Eigenschaften.


                      5.3 GESTALT- UND FARBLEHRE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - parallel zur Kunst- und zur Menschheitsgeschichte zur
    Entwicklung eines persönlichen Gedankenmodelles und Weltbildes
    zu den Begriffen Symbol, Gestalt und Farbe hingeführt werden;
  - mit Wahrnehmungstheorien und Wahrnehmungsfehlern sowie mit
    Grundlagen der Information vertraut werden;
  - die Grundbegriffe der Farblehre und Farbtheorien exemplarisch
    lernen;
  - die Grundlagen der Zeichnung als umgesetztes Bild der
    persönlichen Wirklichkeit und Phänomene der zweidimensionalen
    Darstellung der Wirklichkeit kennen lernen;
  - Formenkreise der dreidimensionalen Gestaltung, abhängig von den
    einschlägigen Stoffkonstanten der unterschiedlichen Materialien
    und den Formen aus der Geschichte erlernen und entwickeln
    können;
  - verschiedene Qualitäten der Ordnung erkennen lernen;
  - durch einschlägiges Literaturstudium zu differenzierten
    Sichtweisen über Ästhetik in der Gestaltungslehre hingeführt
    werden;
  - grundlegende Sichtweisen über Flächen, Raum und Hohlraum mit
    Hilfe der naturwissenschaftlichen und der philosophischen
    Betrachtungen durch einfache Bewusstmachungsprozesse erhalten;
  - erworbene Erkenntnisse in der praktischen Arbeit verwerten
    können.

II. Jahrgang:

Farbe und Komposition:

  Farbtheorien, Farbwirklichkeit, Farbpsychologie, physikalische
Theorie des Lichtes, Sehapparat; Zeichen, Symbole, Worte, Intellekt
als Leerform; Virtualität, Digitale Darstellung; Wahrnehmung, Sinne,
Wahrnehmungsfehler, Täuschungen, Wirklichkeit; Bildanalyse,
Proportion; Punkt, Linie, Fläche, Raum; Musik, musikalische
Klangsysteme; Komposition, Symmetrie, Kinderzeichnung, Interaktion,
Dualität; Wirkung und Bedeutung einfacher Formen.

III. Jahrgang:

Gestaltung:

  Grundlagen der Gestaltphilosophie; Information; Vervielfältigung;
mathematisch-logische Ordnung, Denken, Bewusstsein; statische und
Bewegungsform; Flächen und Raumsysteme; Einform, Zweiform,
Komposition; Schwere und Leichtigkeit einer Form; Proportion,
Rhythmus; ästhetische Flächennetze, Ornamente, Dekore,
Oberflächengestaltung; Abstraktion; Typologie und Morphologie der
Form; Kunst, Transzendenz.


                         5.4 DIMENSION UND RAUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - umfassende Kenntnisse auf theoretischer Basis von Dimension,
    Raum, und Zeit von der zweiten bis zur vierten Dimension
    vermittelt erhalten;
  - grundlegende Fähigkeiten zur Erfassung von künstlerisch-,
    funktionell-angewandten Gestaltungsräumen, bis hin zu
    umweltgerechten Denk- und Gestaltungsprozessen, allein und im
    Teamwork erfahren und umsetzen können;
  - den Menschen und seine Maße, Proportionen, Gliederungen,
    Orientierungen, Raumordnungen, Farb-, Zeit-, Klang-, sakrale und
    virtuelle Räume, als logisches Raum- und Maßverständnis
    verstehen lernen;
  - das Zusammenwirken der Dimensionen von Raum und Zeit, von
    Ökologie und Ökonomie, vom globalen bis hin zum universellen
    Raum in seine persönliche Gedanken- und Realprojektion einbinden
    können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Fläche und Raum:

  Proportionen, goldener Schnitt, Wahrnehmungs- und
Empfindungsmaßstäbe, Maße- und Maßordnungen, Raum- und
Flächengrößen, Farbe und Raum, Raumordnungen, optischer Raum,
religiöser Raum, Denkraum, Lebensraum.

V. Jahrgang:

Raum und Zeit:

  Raum, Volumen und Masse als plastische und architektonische
Ausdrucksform, Kunst und öffentlicher Raum, Außen-, Innenraum,
Lichtraum, Naturraum, Dimension von Raum und Zeit, Raumakustik,
virtueller Raum, Erlebnisraum, Raumanalyse, sozialer Raum; globaler
und universeller Raum.


              5.5 MATERIALIEN DER GESTALTUNG UND FORMGEBUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - fachtheoretische mineralogische, gemmologische und lignitische
    Kenntnisse zur Bestimmung und Bewertung echter und synthetischer
    Werkstücke erwerben;
  - exemplarische Proben untersuchen und begutachten können;
  - Methoden der Restaurierung und Erhaltung von Objekten kennen und
    anwenden können;
  - chemische, thermische und physikalische Grundlagen der
    spezifischen Materialien erlernen.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Themenbereich ,,Keramik-Gestaltung'':

  Charakteristische Besonderheiten kristalliner und glasartiger
Werkstoffe; Analysieren anorganischer Substanzen an den geeigneten
Laborgeräten; Glaszustand, Glasstruktur, Eigenschaften;
Kristallografische Grundlagen, Kristallstruktur, Eigenschaften;
Grundrohstoffe und Hilfsmittel zur Erzeugung der Glasuren;
Toxizität, Gesundheitsschutz; Glasurarten, Berechnung der Glasuren,
Segerformel, EDV-Programme; Entwicklungsreihen als Kontrolle und
Evaluation des Entwicklungsprozesses, Glasuren, Aufbereitung,
Applikation, Brennvorgang, (EDV-unterstützt und mit den
Laborgeräten).

Themenbereich ,,Metall-Gestaltung'':

  Gemmologie als Teilgebiet der Mineralogie; Einführung in die
Mineralogie, Entstehung und Vorkommen der Mineralien, chemische und
physikalische Eigenschaften; Kristallographie; optische
Eigenschaften; Einführung in die Methoden der Edelsteinuntersuchung.

Themenbereich ,,Plastische Formgebung'':

  Begriffe und Definition, Denkmalschutz in Österreich, Verfahren
und Kriterien einer Unterschutzstellung, Carta von Venedig, Haager
Konvention, Schadensbild, Bau- und Naturaufnahmen in zeichnerischer
Darstellung, Schadensursache, physikalische und chemische Methoden
zur Befunderstellung, Dokumentation.

IV. Jahrgang:

Themenbereich ,,Keramik-Gestaltung'':

  Glasuren als glasige oder kristalline Überzüge auf dem keramischen
Scherben; Thermo-physikalische Eigenschaften von Glasuren;
Untersuchung der Spannung zwischen Glasur und Scherben; Glasurarten;
Glasurfehler und deren Beseitigung; Einfluss der Brennatmosphären
auf Glasuren im Elektroofen und im Gasofen; Entwicklungsreihen als
Kontrolle und Evaluation des Entwicklungsprozesses, Glasuren,
Aufbereitung, Applikation, Brennvorgang, (EDV-unterstützt und mit
den Laborgeräten).

Themenbereich ,,Metall-Gestaltung'':

  Edel- und Schmucksteine; Edelsteinuntersuchungen; Organisches
Schmuckmaterial; Synthesen; Imitationen.

Themenbereich ,,Plastische Formgebung'':

  Technologie der Holzrestaurierung, Klimamessung,
Oberflächenreinigung, Imprägnierung, Holzleimung, plastische
Ergänzung, Fassungen, Freilegungstechniken, Konservierungsmittel.

V. Jahrgang:

Themenbereich ,,Keramik-Gestaltung'':

  Glasurfehler und deren Beseitigung; Spezielle Glasurarten;
Zusammenstellung und Untersuchung von Glasuren in Mehrstoffsystemen;
Glasurbildung und Optimierung der Eigenschaften; Qualitätsprüfung,
Reduktionsbrand im Gasofen; Physikalisch-mechanische und chemische
Untersuchungsmethoden an den Laborgeräten; Mikroskopie;
Entwicklungsreihen als Kontrolle und Evaluation des
Entwicklungsprozesses, Glasuren, Aufbereitung, Applikation,
Brennvorgang, (EDV-unterstützt und mit den Laborgeräten); Projekt
mit praktischer und schriftlicher Arbeit.

Themenbereich ,,Metall-Gestaltung'':

  Edelsteinschleifen; Edelsteinuntersuchung und Begutachtung;
Bestimmung und Bewertung der Edelsteine.

Themenbereich ,,Plastische Formgebung'':

  Technologien der Stein-, Gips-, Stuckrestaurierung, Entsalzung,
Entfeuchtung, Oberflächenreinigung, Freilegung, Härtung,
Ergänzungsmaterialien, Ergänzungsmethoden.


                      5.6 MARKETING UND WERBUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Marketing und Werbung'' im
Abschnitt B.1.

Lehrstoff:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Marketing und Werbung'' im
Abschnitt B.1, und weiters Kulturmanagement.


                            5.7 ENTWERFEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - selbst oder im Teamwork Aufgaben und Wettbewerbe aus allen
    Bereichen des kulturellen und öffentlichen Lebens im Kontext
    dreidimensional realisieren können;
  - Zusammenhänge von Teilbereichen wie Ästhetik, Funktion, Ökologie
    und Materialökonomie in ihrem zeitgemäßen Wert verstehen;
  - Entwurf als Prozess verstehen, in dem er sich mit den
    soziokulturellen Rahmenbedingungen der Medien, den Institutionen
    und der Gesellschaft auseinander setzt;
  - über die Idee, die Analyse, das Experiment, die Visualisierung,
    der Realisierung und der Korrektur vom plastischen bis hin zum
    virtuellen Modell Themen mit komplexen Inhalten selbst und
    gegebenenfalls computergestützt lösen können;
  - im Umgang mit elementaren Grundmaterialien sensibel auf
    verschiedenste Umweltperspektiven reagieren und öffentliche
    Prozesse in den projektbezogenen Unterricht aufnehmen können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Entwerfen'' in Abschnitt B.2.

II. Jahrgang:

Themenbereich ,,Keramik-Gestaltung'':

  Sensibilisierung von Motorik und Sensorik für die Formensprache im
Entwurf, materialgerechte Umsetzung von Naturformen in abstrahierte
Objekte, Entwurfszeichnung keramischer Objekte.

Themenbereich ,,Metall-Gestaltung'':

  Entwurf hinsichtlich Darstellungstechniken und Erkennen der
Zusammenhänge von Ästhetik - Semantik - Technik - Funktion -
Material; Normzeichnung, freie Entwürfe, Modelle.

Themenbereich ,,Plastische Formgebung'':

  Entwurf hinsichtlich Reliefformen, Modellbau, haptische Körper,
plastische Strukturen, Formen mit der Masse und um die Masse.

III. Jahrgang:

Themenbereich ,,Keramik-Gestaltung'':

  Entwurf hinsichtlich Umsetzung von Funktion und Ästhetik in der
Gebrauchs- und Objektkeramik; Herstellung keramischer Oberflächen
(Texturen, Strukturen, Farbe, Glasur); Präsentation und Beschreibung
von Objekt und Umgebung.

Themenbereich ,,Metall-Gestaltung'':

  Entwurf hinsichtlich Optik - Haptik - Motorik - Akustik, Ergonomie
(Beziehung zwischen Produkt und Mensch), Plastik (Relief -
Rundplastik - Objekt), Material (Funktionalität - Semantik -
Ökonomie).

Themenbereich ,,Plastische Formgebung'':

  Entwurf hinsichtlich Plastik, Skulptur, Kinetik, Masse mit
raumbezogenen Formteilen; computergestütztes Entwerfen und
Darstellen, Fotomontage, Freiform - Modellierung, Objektoberfläche,
Raumgeometrie.

IV. Jahrgang:

Themenbereich ,,Keramik-Gestaltung'':

  Auseinandersetzung mit Architektur, Natur, Kunst, Technik und
sozialen Räumen und deren konzeptionelle oder keramische Darstellung
als Objekt, Identifikation der eigenen Persönlichkeit über den
keramischen Arbeitsprozess und Präsentation; computergestütztes
Entwerfen und Darstellen.

Themenbereich ,,Metall-Gestaltung'':

  Auseinandersetzung mit Problemen technischer Systeme, der
Architektur, der Natur, der Kunst und sozialer Räume, der eigenen
Identität; computergestütztes Entwerfen und Darstellen.

Themenbereich ,,Plastische Formgebung'':

  Angewandtes Design, Bühnenbild, Installationen, Rekonstruktionen,
computergestütztes Entwerfen und Darstellen, digitaler Modellbau,
dreidimensionale Raumillusion, animierte Räume, synthetische
Umgebung.

V. Jahrgang:

Themenbereich ,,Keramik-Gestaltung'':

  Entwurf hinsichtlich Synthese der Erkenntnisse aus den
vorangegangenen Jahrgängen und deren materialgerechte Umsetzung;
Herstellung von Ausstellungsobjekten und deren Darstellung.

Themenbereich ,,Metall-Gestaltung'':

  Entwickeln und Entwerfen freier und funktionsgebundener Objekte
aus allen Themenkreisen der Schmuck und Metall-Gestaltung, sowohl
für das Einzelobjekt als auch für die Serienproduktion;
computergestütztes Entwerfen und Darstellen.

Themenbereich ,,Plastische Formgebung'':

  Sakrale Formen, Architekturkunst, plastische Werbung;
Präsentationsformen; Videografie, Videoanimation, immaterielle
Körperlichkeit, visuelle Experimente, Transform.

Entwurfsprojekt:

  Projekt gehobenen und fächerübergreifenden Umfanges (mit
Zielformulierung, Recherche und mediengerechter Umsetzung).


                    5.8 ATELIER UND WERKSTÄTTE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - spezielle Kenntnisse, Methoden und zeitgemäße Technologien in
    der praktischen Handhabung von Materialien, Maschinen und
    Werkzeugen erlangen;
  - materialgerechte Gestaltungsprozesse bewältigen und
    handwerkliche Fertigkeiten erlernen, sowie in facheinschlägigen
    Techniken experimentieren, forschen und arbeiten können.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Sicherheitsbestimmungen und Werkstättenordnung.

Themenbereich ,,Keramik-Gestaltung'':

  Modellbau; Formenbau mit dem Material Gips und Holz zur
Vervielfältigung; Drehen auf der Töpferscheibe; Modellieren;
Glasieren in der Spritz- und Schüttechnik; Beschickung der Trockner
und Brennöfen; Aufbereitung keramischer Arbeitsmassen;
Serienfertigung in der Schlickergusstechnik.

Themenbereich ,,Metall-Gestaltung'':

  Grundarbeitsvorgänge in der Metall-Gestaltung von Hand und an
Maschinen; Grundlegende Arbeitstechniken des Gold- und
Silberschmiedes.

Themenbereich ,,Plastische Formgebung'':

  Ton, Gips, Holz, Modellieren, Aufbereiten, Formen; Gießen, Ziehen,
Schneiden, Hobeln, Leimen, Schnitzen, Schleifen, Drechseln, Schärfen
von Werkzeugen, Handhabung von Kleinmaschinen (Kettensäge,
Stichsäge, Bohrmaschine, Delta-, Winkel- und Bandschleifer,
Exzenterschleifer, Drechselmaschine, Schleifbock).

III. Jahrgang:

Themenbereich ,,Keramik-Gestaltung'':

  Computerunterstützter Formenbau; Drehen auf der Töpferscheibe;
Modellieren; Glasieren in verschiedenen Techniken (Spritzen,
Tauchen, Überschütten, Bemalen); Schneiden und Schleifen von Gips
und Keramik mit der Band- und Diamantsäge; Wartung der Trockner,
Brennöfen und Brennhilfsmittel; Überwachung des keramischen Brandes;
Mischung keramischer Massen mit den Aufbereitungsmaschinen;
Serienfertigung in der Schlickergusstechnik.

Themenbereich ,,Metall-Gestaltung'':

  Verfeinerte Arbeitstechniken des Gold- und Silberschmiedes;
Arbeitstechniken artverwandter, Metall verarbeitender Berufe.

Themenbereich ,,Plastische Formgebung'':

  Naturstein, Betonwerkstoffe, Spalten, Spitzen, Schneiden, Zahnen,
Stocken, Scharrieren, Schleifen, Polieren; Handwerkzeuge,
Bohrhammer, Nassschneidmaschinen, Winkelschleifer, Druckluftgeräte,
Gerüstbau und Schaltechnik.

IV. Jahrgang:

Themenbereich ,,Keramik-Gestaltung'':

  Kunststoffformenbau und Herstellung komplexer Formen;
rundsymmetrischer Formenbau auf der Gipsspindel und der Drehbank;
computerunterstützter Formenbau auf der NC-Fräsmaschine;
Aufbereitung spezieller keramischer Arbeitsmassen; Drehen auf der
Töpferscheibe und auf der Eindrehscheibe; Modellieren in der
Überschlagtechnik; Glasieren in verschiedenen Techniken (Spritzen,
Tauchen, Überschütten, Bemalen); Schneiden mit der Bandsäge und
Diamantsäge und Schleifen von Gips und Keramik mit verschiedenen
Schleifmaschinen; Serienfertigung in der Schlickergusstechnik;
selbständiges Überwachen verschiedener Brennprozesse; Mischen
keramischer Massen mit den Aufbereitungsmaschinen.

Themenbereich ,,Metall-Gestaltung'':

  Spezielle Techniken des Gold- und Silberschmiedes mit erhöhtem
Schwierigkeitsgrad; Verbindung von Metallen und nichtmetallischen
Werkstoffen; Herstellen von Hilfsvorrichtungen und Werkzeugen.

Themenbereich ,,Plastische Formgebung'':

  Metall, Kunst- und Naturstoffe, Schneiden, Feilen, Sägen,
Schweißen, Löten, Bohren, Biegen, Nieten, Formen, Gießen,
Laminieren, Färben, Kleben, Schleifen, Lackieren, Handwerkzeuge,
Schweißgerät, Lötkolben, Abkantmaschine.

V. Jahrgang:

Themenbereich ,,Keramik-Gestaltung'':

  Selbständige Herstellung von Werkstücken nach genauen Vorgaben aus
dem Fertigungsprozess; Kunststoffformenbau und Herstellung komplexer
Formen; Rundsymmetrischer Formenbau auf der Gipsspindel und der
Drehbank; Aufbereitung spezieller keramischer Arbeitsmassen; Drehen
von speziellen Formen auf der Töpferscheibe und auf der
Eindrehscheibe; Modellieren in der Überschlagtechnik; Glasieren
einzelner Werkstücke in verschiedenen Techniken (Spritzen, Tauchen,
Überschütten, Bemalen); Schneiden mit der Bandsäge und Diamantsäge
und Schleifen von Gips und Keramik mit verschiedenen
Schleifmaschinen; Serienfertigung in der Schlickergusstechnik;
Selbständiges Überwachen verschiedener Brennprozesse.

Themenbereich ,,Metall-Gestaltung'':

  Vertiefen der handwerklichen Kenntnisse und Steigerung der
Selbständigkeit durch Anwendung und Koordinierung verschiedener
Techniken bei der Ausführung selbst entworfener Metallobjekte.

Themenbereich ,,Plastische Formgebung'':

  Farbe, Glas, Materialkombinationen, Fassen, Vergolden, Härten,
Ergänzen, Handwerkzeuge und Maschinen.


                 B.6 PRODUKTDESIGN UND -PRÄSENTATION

                     6.1 DARSTELLENDE GEOMETRIE

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Darstellende Geometrie'' im
Abschnitt B.3.


                  6.2 TECHNOLOGIE UND PHÄNOMENOLOGIE

  Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes ,,Technologie
und Phänomenologie'' im Abschnitt A.

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe Abschnitt A.

  Der Schüler soll darüber hinaus
  - auf Grund der Auseinandersetzung mit technischen Produkten und
    deren sich daraus ableitbaren Prinzipien sowie Fertigungs- und
    Verfahrenstechniken sowohl gestalterisch als auch konstruktiv
    Einfluss nehmen;
  - Kenntnisse über die Techniken und Verfahren der
    Oberflächengestaltung besitzen;
  - neben allgemeinem technischen Grundwissen die wesentlichen
    Parameter im Fertigungs- und Präsentationsbereich kennen.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Werkstoffe:

  Gestalt- und bearbeitbare Materialien (Holz, Stein, Metall,
Kunststoff usw.).

Farbe:

  Grundlagen der Farbmaterie (Farbpigmente, Bindemittel,
Lösemittel); Färbetechniken und Arbeitsverfahren; Farbnormsysteme.

Fotografie:

  Geräte und Prozesse, historische Entwicklung der Fotografie;
optische Grundlagen, phänomenologische Grundlagen;
fächerübergreifend zu Medientechnik.

III. Jahrgang:

Präsentation:

  Zwei-, dreidimensionale und virtuelle Präsentationsformen;
Darstellung und Konzeption von Präsentationsobjekten;
technisch-ökonomische Einflussfaktoren.

Produktanalyse:

  Praktische, ästhetische, symbolische Funktion;
Beurteilungskriterien zum Produktdesign, Begriffe, Normen.

Fotografie und digitale Bildbearbeitung:

  Wechselbeziehungen zwischen Objekt-, Milieu-, Licht-, Kamera-,
Objektiv- und Technologiewahl und deren Einfluss auf Bildwirkung und
Kommunikationsleistung; Relationen zwischen Technologie, Ästhetik
und Semiotik (Schärfe - Unschärfe - Relationen, Oberfläche,
Gradation, Körnung, Auflösung, Farbstellungen, Farbverschiebungen);
analoge und digitale Technologien, elektronische Bildbearbeitung,
fächerübergreifend zu Fotolabor und Computerlabor.

IV. Jahrgang:

Verbundstoffe und Verbindungsarten:

  Präsentationssysteme im Ausstellungs- und Messebau.

Licht und Sonsorik:

  Phänomenologische, emotionelle Bedeutung des Lichtes;
physikalische, physiologische und technische Grundlagen der
Lichttechnik.

V. Jahrgang:

Komplexe Technologien:

  Technische Abläufe und Grundlagen der Bearbeitungsverfahren und
Werkzeuge (Druckguss, Werkzeugtrennung, Trennfugen,
Ausformschrägen).

Design:

  Produkt und Präsentation; soziologische, kulturelle, ästhetische,
wirtschaftliche Auswirkung.

Licht und Sensorik:

  Dynamisches, gesteuertes Licht; Laserlichttechnik; Grundlagen der
elektronischen Sensorik.


                         6.3 PRODUKTENTWICKLUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - anhand konkreter Beispiele EDV-unterstützt Ziele, Möglichkeiten,
    Strategien und Auswirkungen der Produktentwicklung realistisch
    einschätzen können;
  - vernetztes Denken entwickeln können;
  - technische, wirtschaftliche, ökologische, benutzerbezogene
    Faktoren, das heißt alle für ein Produkt relevanten Größen, in
    den Produktentwicklungsprozess integrieren können.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Ecodesign:

  Grundbegriffe und Merkmale; Konzeptdesign; Produktlebenszyklus;
Rohstoffminimierung; Abfall- und Emissionsvermeidung;
Materialmangement; Nachhaltigkeitsstrategie;
Informationsbeschaffung; soziale, mikro- und makroökonomische
Aspekte.

Ökologische Bewertung von Produkten:

  Kriterien und Strategien (Umweltzeichen, Produktlinienanalyse,
Produktökobilanzen; Produktbewertungsmatrix uä.)

III. Jahrgang:

Produktdesign:

  Optimale Systematisierung der Subelemente (Problemstrukturierung,
Form - Kontext, Alternativenbildung).

Designprozess:

  Ablauf und Beachtung der ökologischen, gestalterischen,
technischen, ökonomischen und kommunikativen Dimensionen; Trends im
Produktdesign.


                           6.4 ERGONOMIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Merkmale und Eigenschaften von Produkten und Systemen, die
    physisch und psychisch auf den Menschen wirken, erkennen können;
  - Möglichkeiten zur Optimierung des Mensch-Maschine-Systems und
    des Mensch-Umwelt-Systems kennen lernen;
  - Optimierungsmöglichkeiten der afferenten und efferenten
    Kanalstrecken kennen lernen und experimentell erfahren;
  - Produkte hinsichtlich ihrer ergonomischen Qualität analysieren
    können;
  - Vorschläge für ergonomische Verbesserungen erstellen können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Grundbegriffe der Ergonomie:

  Anthropometrie, optosensorische, haptische, audiosensorische,
olfaktorische Wahrnehmung; Bewegungssinn (Kinästhesie); klimatischer
Einfluss; Stoff- und Energiewechsel.

V. Jahrgang:

Komplexe Ergonomie:

  Wahrnehmungspsychologische Faktoren im Design; Software-Ergonomie;
Einfluss von Makrostrukturen und Organisationsformen (Zeit-,
Informations- und Verkehrsstrukturen, Arbeitsorganisation);
Analyseverfahren und Anwendungen.


                           6.5 MEDIENTECHNIK

Bildungs- und Lehraufqabe:

  Der Schüler soll
  - die im Bereich der Fotografie angewandten Techniken bei Aufnahme
    und Ausarbeitung erlernen und fachgerecht ausführen können;
  - eine umfassende Kenntnis über die gestalterischen Möglichkeiten
    technischer Geräte gewinnen;
  - mediengerechte Entwürfe und Konzepte, bezogen auf darstellende
    bilderzeugende Maschinen entwickeln;
  - die Möglichkeiten von Computergrafik und Computeranimation
    kennen lernen und diese in kreativer Form mit den Möglichkeiten
    des Produktdesigns verbinden können;
  - sämtliche mit der technischen Ausführung verbundenen
    Manipulationen selbständig planen, veranlassen und überwachen
    können.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Fotografie:

  Grundbegriffe der Schwarz-Weiß-Fotografie, kreative Umsetzung von
Themen aus dem Fachspartenbereich; Studiofotografie,
Dokumentationsfotografie, mediengerechte, experimentelle,
fotografische Übungen.

III. Jahrgang:

Bildaufzeichnung:

  Farbfotografie und digitale Bildaufzeichnung; Farb- und
Digitaltechnik (elektronische Aufnahmetechnik);
multimedial-sequenzielle Bild- und Tonquellen; Reproduktions- und
Drucktechnik; Einführung; Druckvorlagen am Computer, Digitalprint,
Druckvorstufen.

IV. Jahrgang:

Licht:

  Beleuchten von Flächen, Körpern und Räumen bezogen auf die
atmosphärische Bedeutung; Experimentieren mit verschiedenen
Lichtarten und Lichtträgern; farbiges Licht.

Sensorik:

  Einführung in die ästhetisch angewandte Sensorik; experimentelle
Übungen mit verschiedenen Sensoren (Licht, Temperatur, Schall,
Feuchtigkeit, Bewegung usw.), elektronischen Wandlern und visuellen,
akustischen oder andere Sinne ansprechenden Ausgabegeräten.

V. Jahrgang:

Licht:

  Anwenden von dynamischem Licht, Lichtkinematik und
Laserlichttechnik.

Sensorik:

  Präsentatonen und Installationen mit Sensoren und Messgeräten
(Licht, Temperatur, Schall, Feuchtigkeit, Bewegung usw.),
elektronischen Wandlern und visuellen, akustischen oder andere Sinne
ansprechenden Ausgabegeräten, wie zB. Licht, Musik, Motoren,
Schaltungen.


                      6.6 MARKETING UND WERBUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Marketing und Werbung'' im
Abschnitt B.1.

Lehrstoff:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Marketing und Werbung'' im
Abschnitt B.1, und weiters Kulturmanagement.


                          6.7 ENTWERFEN

Bildungs- und Lehraufqabe:

  Der Schüler soll
  - die Charakteristik und Bandbreite real räumlicher und dinglicher
    Kommunikationsstrukturen kennen lernen;
  - selbständig gestalterische und technische Entwurfsaufgaben des
    Produktdesign und der Präsentation entwickeln, entwerfen und
    computergestützt, umsetzen können;
  - materielle und immaterielle Gegebenheiten unter
    unterschiedlichsten Funktionskonstellationen präsentieren
    können;
  - farbige, plastische, räumliche, zeitliche und lichtbedingte
    Phänomene in die Produktentwicklung und Präsentationsgestaltung
    integrieren können;
  - im Entwurfsprozess erforderliche Teilschritte (Recherche,
    Skizze, Entwurfszeichnung, Perspektive, Modell, 3D-Animation)
    anwenden können;
  - Methoden der Projektabwicklung (Entwurf, Präsentation,
    Ausführung) beherrschen.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

  Siehe den Pflichtgegenstand ,,Entwerfen'' im Abschnitt B.2.

II. Jahrgang:

Spielerisch-experimentelle und strategisch-assoziative Entwürfe:

  Grundlagen der Produktgestaltung und Präsentation; einfache, in
ihrer Thematik überschaubare flächige, räumliche und dingliche
Präsentationen (unter Farbrelativität, Helligkeit und Farbwerte,
Interferenz Hell-Dunkel, Raumillusion, Nähe und Gleichheit,
Offenheit und Geschlossenheit, Oberflächen und Struktur,
Wahrnehmungspsychologie); Übungen zur Erkenntnis von digitaler und
programmorientierter Ästhetik unter objektorientierter Software.

III. Jahrgang:

Einfache Produkte und Präsentationen:

  Anwendung unterschiedlicher Entwurfsstrategien; Auseinandersetzung
mit Beispielen aus den Bereichen der Produktgestaltung,
Rauminstallation, Werbegestaltung; dreidimensionale Entwürfe
(Baukastensysteme, Stapel- und Kombinierbarkeit, Symetriecharakter);
wiederkehrende Variationen; Konturbehandlung (Umhüllungen von
Volumen); industriell herstellbares Gebrauchsprodukt;
Präsentationsdarstellungen und Aufgaben über die Identitätsbildung
und die Imagebildung von Produkten; Entwürfe zu Präsentations- und
Veranstaltungsräumen.

Digital-Design-Bildbearbeitung:

  Produktdesign und Präsentation unter Anwendung von
Bildbearbeitungsprogrammen; Datentransfer und -konvertierung.

IV. Jahrgang:

Prototypenentwurf:

  Kleindimensionale Protypen (Gehäuse, Bedienungselemente,
struktur-formidente Geräte).

Präsentation als Prozess:

  Prozessuelle Gestaltung, Vernetzung von Gegebenheiten, Raum,
Bewegung und Licht als Gestaltungskriterien der Präsentation.

Digital-Design:

  Produktdesign und Präsentation mittels Design- und
Animationsprogrammen.

V. Jahrgang:

Entwurf:

  Produkt oder Präsentation unter realisierungsrelevanten Kriterien
(Grundlagenanalyse, Idee, Markt, Zielgruppe,
Konstruktionsprinzipien, Materialien, Wartung, Bedienung, Transport,
Recycling usw.).

Digital-Design-Multmedia:

  Erarbeitung von Präsentations- und Produktdesignentwürfen mittels
innovativer und sequenzieller Bild- und Tonquellen; Entwicklung von
Produktdesign und Präsentation mittels Design- und
Animationsprogrammen.

Net-Publishing:

  Netzkommunikation (Dienste, Installation); Systeme und
Benutzeroberflächen; Navigieren und Datentransfer.

Entwurfsprojekt:

  Projekt gehobenen und fächerübergreifenden Umfanges (mit
Zielformulierung, Recherche und mediengerechter Umsetzung).


                     6.8 ATELIER UND WERKSTÄTTE

Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Schüler soll
  - Modellbautechniken beherrschen und maßstabsgetreue Volumen-,
    Funktions- und Präsentationsmodelle herstellen können;
  - handwerkliche und innovative Fähigkeiten im Modellbau erwerben;
  - Produktpräsentationen durchführen können;
  - mit den praktisch erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten den
    sich ständig verändernden materiellen Anforderungen substanziell
    gewachsen sein.

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Materialerfahrung:

  Technische Fertikeiten des Modellbaus (Material, Verbindung,
Maßstab, Rendering, Perspektive).

Präsentation:

  Waren, Warengruppen, Schaufenster, Vitrine, Präsentationsmodelle.

Produktgestaltung:

  Formung, Oberflächen.

III. Jahrgang:

Präsentation von Firmen:

  Messe, Verkauf, Präsentationsmodelle.

Produktdesign:

  Volumensmodelle, Anschauungsmodelle; Werkzeichnung; Produktgrafik.

IV. Jahrgang:

Präsentation:

  Inszenierung, Performance, Event (Skript, Materialien, Medien,
Modell).

Produktdesign:

  Ergonomische und Funktionsmodelle, Grafik, Beschriftung,
Beschreibung; Herstellen von Werbeobjekten.

V. Jahrgang:

Produktrealisierung:

  Funktionsmodell, Designmodell, Prototyp; modellhafte Umsetzung von
funktionsorientierten Aufgabenstellungen verbunden mit Präzision und
Anforderungen an den technischen Realisierungsstand.


                           PFLICHTPRAKTIKUM

  Siehe Anlage 1.


       C. FREIGEGENSTÄNDE, UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN, FÖRDERUNTERRICHT

                          C.1 FREIGEGENSTÄNDE

                      ZWEITE LEBENDE FREMDSPRACHE

  Siehe Anlage 1.


                      C.2 UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN

                             LEIBESÜBUNGEN

  Siehe Anlage 1.


                         C.3 FÖRDERUNTERRICHT

  Siehe Anlage 1.

      

      
Dokumentnummer
BGBL/OS/19981105/2/0382&&