Schulinfo
Höhere Technische Bundes- Lehr- und Versuchsanstalt
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Seit Beginn unserer Web-Präsenz wurden die Aktivitäten der folgenden Schuljahre erfasst:

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1999 / 2000

1998 / 1999

1997 / 1998

Photovoltaikanlage HS Altach
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E-Projekt 1997 / 98
Projekt
Photovoltaikanlage
für die Hauptschule Altach
Im Zuge der Sonnenscheinaktion war beabsichtigt, eine Photovoltaik - Gemeinschaftsanalge im Bereich der Hauptschule Altach zu installieren. Um die Schüler und die Bevölkerung für das Thema Photovoltaik und damit auch für das umfassendere Thema Energie zu interessieren und zu sensibilisieren, wollte man die PV-Module nicht auf dem vorhandenen Flachdach "versorgen", sondern möglichst hautnah und optisch ansprechend präsentieren.

Unter dieser Aufgabenstellung entstanden im Rahmen einer Projektarbeit des 4. Jahrganges der Abteilung für Elektrotechnik der HTL Bregenz mehrere Vorschläge:

„Boarding“
Dieses Projekt stellt ein Skate- bzw. Snowboard dar. Dadurch wird die Photovoltaik auch der jüngeren Generation nähergebracht.
"Das Buch"
stellt eine Verbindung zwischen Wissen, Schule und moderner Technik dar.
„Schattenspender“
Unter die Solarfläche könnte man einen Tisch mit Bänken aufstellen.
„5 vor 12“
Dieses Projekt stellt eine Sonnenuhr und zugleich die Situation der Energieverschwendung in unserer Welt dar.
"Sonnenspiegel"
Dieses Dreieck würde in Kombination mit einem Biotop faszinierende Spiegelungen hervorrufen. Es ist sicher ein Blickfang für jeden.
"Trapez"
Die Paneele werden hier zwischen dem Gerüst aufgehängt. Das Trapez ist sicher ein extravagantes Modell zur Verschönerung eines Gebäudes.

"Zick-Zack"
Durch das drehbar angebrachte Zick-Zack-Schild kann der Neigungswinkel beliebig eingestellt werden. Die Verstellung könnte man mit einer Hydraulikanlage realisieren.

„Blickfang“
Durch die großen, beleuchteten Buchstaben H & S kann man die Hauptschule schon von weitem erkennen.

Siegerprojekt


Im Rahmen einer kleinen Präsentation in der Hauptschule Altach wurde die Projektidee "das Buch" von einer Jury zum Sieger erklärt. Die Jury wurde aus Lehrer-, Schüler- und Elternvertretern zusammensetzt.

Im Vordergrund stand eindeutig das optische Erscheinungsbild der Photovol- taikanlage - sie soll Aufmerksamkeit erregen. Die dadurch eingeschränkte Nutzung der PV-Module wird dabei gerne in Kauf genommen. Um dennoch eine möglichst optimale Energiegewinnung zu gewährleisten, wird die eingestrahlte Sonnenleistung über zwei voneinander unabhängige Wechselrichter ins Versorgungsnetz eingespeist. Jede der beiden "Buchseiten" versorgt dabei einen der Wechselrichter, d. h. der Wirkungsgrad der Anlage wird optimiert!

Verwendete Module:

Polykristallines Solar Modul KC 80 KYOCERA:

Leistung 80 W
Modulfläche 0,64 m²
Gewicht 9,6 kg
Insgesamt wurden beim Bau der Anlage 32 Module verwendet.
Daraus ergibt sich die gesamte Leistung der Anlage zu 2,6 kW.

Wechselrichter:

Die Wechselrichtergesamtleistung mit 2 x 1000 W liegt unter der installierten Spitzenleistung der PV-Module. Die Erfahrung zeigt, daß diese Spitzenleistung nur an sehr wenigen Tagen des Jahres annähernd erreicht wird. Tritt der Fall einer zu hohen Sonneneinstrahlung auf, so reduziert der Wechselrichter die eingespeiste Leistung auf ca. 2 kW.

Wechselrichter PV-Sunrise mini
DC Eingangsseite:
Solargeneratorleistg. 700 bis 1550 Wp
AC Ausgangsseite:
Netzspannung 230 V AC Spitzenleistung 1050 W


Mechanischer Teil - Buchseiten:


Jede der beiden Buchseiten trägt 16 Photovoltaikmodule. Für die Außenrahmenkonstruktion wurde ein rechteckiges Formrohr gewählt. Die beiden Buchseiten stehen zueinander in einem Öffnungswinkel von ca. 150° und werden zusammengeschraubt.
Aus optischen Gesichtspunkten wurden für die Querverstrebungen, welche als tragende Elemente der Solarmodule dienen, ebenfalls ein rechteckiges Formrohr verwendet. Der gleichmäßige Abstand soll dabei an Heftzeilen erinnern.

Boden- und Wandbefestigung:

Die beiden miteinander verschraubten Buchseiten werden an drei Punkten befestigt. Als Boden- und Wandbefestigungen dienen runde Stahlrohre. Durch die runde Form gewinnt "das Buch" eigenständigen Charakter (Abgrenzung vom Objekt).

Errichtung und Bau unseres "Buches":

Bei der Befestigung der Module am Stahlgestell mußten wir mit einigen Tricks zur Sache gehen. Da die Optik uns sehr am Herzen lag, achteten wir auf eine möglichst unauffällige aber dennoch solide Befestigung. Vor Ort bereuten wir unsere Entscheidung, das Erscheinungsbild unseres Buches in den Vordergrund gestellt zu haben. Zeit, Geschick und vor allem gute Nerven waren nötig, um vom Projektentwurf zur Realität zu gelangen.

Mit 5 bzw. 6mm – Hölzchen wurde der genaue Abstand der Module zuei- nander festgelegt, bevor angezeichnet wurde. Danach wurden die Paneele wieder heruntergenommen, um sie für die Montage vorzubereiten.    Und - während die einen sich anstrengten, war der eine oder die andere anderweitig beschäftigt.

Nun wurden die Zellen erneut auf dem Stahlgerüst
fixiert, um die Löcher für die Gewindebohrungen auf dem Gerüst anzureißen. So wurde Reihe um Reihe fertiggestellt.

Bei diesem sonnigen Wetter machte die Arbeit richtig Spaß. Auch die Vorfreude auf die spätere Firstfeier beschleunigte den Aufbau.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen!


Die Hauptschule in Altach besitzt nun die jüngste Photovoltaikanlage des Landes. Weiters befindet sich noch eine Anlage zur Visualisierung der Meßwerte in Planung.

SONNIGE AUSSICHTEN:

In Planung befindet sich bereits die nächste Kreativ-Photovoltaikanlage an der Hauptschule Höchst. Viel können wir darüber noch nicht berichten, da dazu noch zu viel in den Sternen steht. Hoffen wir aber dennoch das Beste, und vertrauen wir auf unsere Kreativität! Vielleicht wird dort unser Vorschlag "Boarding" auf Gefallen stoßen, sodaß wir einen weiteren Meilenstein für Umwelt und Zukunft setzen können.
 

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