| Im Zuge der Sonnenscheinaktion
war beabsichtigt, eine Photovoltaik - Gemeinschaftsanalge
im Bereich der Hauptschule Altach zu installieren. Um die
Schüler und die Bevölkerung für das Thema Photovoltaik
und damit auch für das umfassendere Thema Energie zu
interessieren und zu sensibilisieren, wollte man die PV-Module
nicht auf dem vorhandenen Flachdach "versorgen", sondern möglichst
hautnah und optisch ansprechend präsentieren.
Unter dieser Aufgabenstellung entstanden im
Rahmen einer Projektarbeit des 4. Jahrganges der Abteilung
für Elektrotechnik der HTL Bregenz mehrere Vorschläge:
|
„Boarding“
Dieses Projekt stellt ein Skate- bzw.
Snowboard dar. Dadurch wird die Photovoltaik auch der jüngeren
Generation nähergebracht.
|
"Das Buch"
stellt eine Verbindung zwischen Wissen,
Schule und moderner Technik dar.
|
„Schattenspender“
Unter die Solarfläche könnte
man einen Tisch mit Bänken aufstellen.
|
„5 vor 12“
Dieses Projekt stellt eine Sonnenuhr und
zugleich die Situation der Energieverschwendung in unserer
Welt dar.
|
"Sonnenspiegel"
Dieses Dreieck würde in Kombination
mit einem Biotop faszinierende Spiegelungen hervorrufen.
Es ist sicher ein Blickfang für jeden.
|
"Trapez"
Die Paneele werden hier zwischen dem Gerüst aufgehängt.
Das Trapez ist sicher ein extravagantes Modell zur Verschönerung
eines Gebäudes.
|
"Zick-Zack"
Durch das drehbar angebrachte Zick-Zack-Schild
kann der Neigungswinkel beliebig eingestellt werden. Die
Verstellung könnte man mit einer Hydraulikanlage realisieren.
|
„Blickfang“
Durch die großen, beleuchteten Buchstaben
H & S kann man die Hauptschule schon von weitem erkennen.
|
|
|
Siegerprojekt
Im Rahmen einer kleinen Präsentation in der Hauptschule
Altach wurde die Projektidee "das Buch" von einer Jury zum
Sieger erklärt. Die Jury wurde aus Lehrer-, Schüler-
und Elternvertretern zusammensetzt.
Im Vordergrund stand eindeutig das optische
Erscheinungsbild der Photovol- taikanlage - sie soll Aufmerksamkeit
erregen. Die dadurch eingeschränkte Nutzung der PV-Module
wird dabei gerne in Kauf genommen. Um dennoch eine möglichst
optimale Energiegewinnung zu gewährleisten, wird die
eingestrahlte Sonnenleistung über zwei voneinander
unabhängige Wechselrichter ins Versorgungsnetz eingespeist.
Jede der beiden "Buchseiten" versorgt dabei einen der Wechselrichter,
d. h. der Wirkungsgrad der Anlage wird optimiert!
|
| Verwendete Module:
Polykristallines Solar Modul KC 80 KYOCERA:
Leistung 80 W
Modulfläche 0,64 m²
Gewicht 9,6 kg
Insgesamt wurden beim Bau der Anlage 32 Module verwendet.
Daraus ergibt sich die gesamte Leistung der Anlage zu 2,6
kW.
Wechselrichter:
Die Wechselrichtergesamtleistung mit 2 x 1000
W liegt unter der installierten Spitzenleistung der PV-Module.
Die Erfahrung zeigt, daß diese Spitzenleistung nur
an sehr wenigen Tagen des Jahres annähernd erreicht
wird. Tritt der Fall einer zu hohen Sonneneinstrahlung auf,
so reduziert der Wechselrichter die eingespeiste Leistung
auf ca. 2 kW.
|
Wechselrichter PV-Sunrise mini
DC Eingangsseite:
Solargeneratorleistg. 700 bis 1550 Wp
AC Ausgangsseite:
Netzspannung 230 V AC Spitzenleistung 1050 W
|
Mechanischer Teil - Buchseiten:
|
Jede der beiden Buchseiten trägt 16
Photovoltaikmodule. Für die Außenrahmenkonstruktion
wurde ein rechteckiges Formrohr gewählt. Die beiden Buchseiten
stehen zueinander in einem Öffnungswinkel von ca. 150°
und werden zusammengeschraubt.
Aus optischen Gesichtspunkten wurden für die Querverstrebungen,
welche als tragende Elemente der Solarmodule dienen, ebenfalls
ein rechteckiges Formrohr verwendet. Der gleichmäßige
Abstand soll dabei an Heftzeilen erinnern. |
Boden- und Wandbefestigung:
Die beiden miteinander verschraubten Buchseiten
werden an drei Punkten befestigt. Als Boden- und Wandbefestigungen
dienen runde Stahlrohre. Durch die runde Form gewinnt "das
Buch" eigenständigen Charakter (Abgrenzung vom Objekt).
|
|
| Errichtung und Bau unseres "Buches":
|
Bei der Befestigung der Module am Stahlgestell
mußten wir mit einigen Tricks zur Sache gehen. Da die
Optik uns sehr am Herzen lag, achteten wir auf eine möglichst
unauffällige aber dennoch solide Befestigung. Vor Ort
bereuten wir unsere Entscheidung, das Erscheinungsbild unseres
Buches in den Vordergrund gestellt zu haben. Zeit, Geschick
und vor allem gute Nerven waren nötig, um vom Projektentwurf
zur Realität zu gelangen. |
Mit 5 bzw. 6mm – Hölzchen wurde der genaue Abstand der
Module zuei- nander festgelegt, bevor angezeichnet wurde.
Danach wurden die Paneele wieder heruntergenommen, um sie
für die Montage vorzubereiten. Und
- während die einen sich anstrengten, war der eine oder
die andere anderweitig beschäftigt.
|
|
Nun wurden die Zellen erneut
auf dem Stahlgerüst
|
fixiert, um die
Löcher für die Gewindebohrungen
auf dem Gerüst anzureißen. So wurde Reihe um Reihe
fertiggestellt.
|
|
Bei diesem sonnigen Wetter machte die Arbeit richtig Spaß.
Auch die Vorfreude auf die spätere Firstfeier beschleunigte
den Aufbau.
|
Das Ergebnis kann sich sehen lassen!
Die Hauptschule in Altach besitzt nun die jüngste Photovoltaikanlage
des Landes. Weiters befindet sich noch eine Anlage zur Visualisierung
der Meßwerte in Planung.
SONNIGE AUSSICHTEN:
In Planung befindet sich bereits die
nächste Kreativ-Photovoltaikanlage an der Hauptschule
Höchst. Viel können wir darüber noch nicht
berichten, da dazu noch zu viel in den Sternen steht. Hoffen
wir aber dennoch das Beste, und vertrauen wir auf unsere
Kreativität! Vielleicht wird dort unser Vorschlag "Boarding"
auf Gefallen stoßen, sodaß wir einen weiteren
Meilenstein für Umwelt und Zukunft setzen können.
|